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	<title>Bluejax.net &#187; Privat</title>
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		<itunes:summary>Bluejax.net und sein WordPress-Weblog gibt`s ab sofort auch im Rahmen des Podcast-Experimentes als Podcast!</itunes:summary>
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		<title>Die Vorbereitung eines Blog-Workshops – Von Goethes Faust, dem Regenwald und nächtlichen Gedankenspielen</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2007/10/26/die-vorbereitung-eines-blog-workshops-%e2%80%93-von-goethes-faust-dem-regenwald-und-nachtlichen-gedankenspielen/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 21:56:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogosphere]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 „Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor.“ So lies einst Johann Wolfgang von Goethe im großen Faust 1 philosophieren. Nun möchte ich mir nicht mal im Ansatz anmaßen zu behaupten über nur annährend soviel Wissen zu verfügen, wie jener Heinrich der Gelehrte. Aber dennoch fühle ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F10%2F26%2Fdie-vorbereitung-eines-blog-workshops-%25e2%2580%2593-von-goethes-faust-dem-regenwald-und-nachtlichen-gedankenspielen%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F10%2F26%2Fdie-vorbereitung-eines-blog-workshops-%25e2%2580%2593-von-goethes-faust-dem-regenwald-und-nachtlichen-gedankenspielen%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 „Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor.“ <a href=" http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&#038;xid=3448&#038;kapitel=1#gb_found" >So lies einst</a> Johann Wolfgang von <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Goethe" >Goethe</a> im großen <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Faust._Eine_Trag%C3%B6die" >Faust 1</a> philosophieren. Nun möchte ich mir nicht mal im Ansatz anmaßen zu behaupten über nur annährend soviel Wissen zu verfügen, wie jener Heinrich der Gelehrte. Aber dennoch fühle ich mich gerade ganz ähnlich.</p>
<p>Am morgigen Samstag findet der <a href=" http://mpress.mediencampus-ilmenau.de/2007/10/23/mpress-workshop-text-bild-blog/" >Wokshop „Text – Bild – Blog“</a> der „<a href=" http://mpress.mediencampus-ilmenau.de/" >M.Press – Magazin der Medien</a>“ statt. Die Teilnehmer sollen über den ganzen Tag verteilt, einen Einblick in die redaktionelle Arbeit eines Medien-Magazins erhalten, den Umgang mit Fotografie und Photoshop lernen und mit den journalistischen Arbeitsweisen vertraut gemacht werden. Außerdem sollen die Teilnehmenden im dritten großen Teil mit Weblogs und Bloggen Bekanntschaft machen. Und für diesen Teil hat man nun mich eingeladen. Jetzt sitz ich hier, keinen halben Tag von dem Workshop entfernt und versuche Präsentationen, Skripte und Sonstiges vorzubereiten. Doch genau da liegen die Probleme…!</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/10/26/die-vorbereitung-eines-blog-workshops-%e2%80%93-von-goethes-faust-dem-regenwald-und-nachtlichen-gedankenspielen/" ><img src=" http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/blog_workshop2.jpg"  border="0"/></a></p>
<p><span id="more-241"></span></p>
<p><strong>Meine Erfahrungen</strong></p>
<p><em>Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen,<br />
Bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren,<br />
Die Menschen zu bessern und zu bekehren.<br />
Auch hab ich weder Gut noch Geld,<br />
Noch Ehr und Herrlichkeit der Welt;</em></p>
<p>Gut, ich beschäftige mich nun seit etwas mehr als zweieinhalb Jahren mit dem Bereich Bloggen. Im April 2005 hab ich mit bluejax <a href=" http://www.bluejax.net/2006/03/12/fertig-los-%e2%80%93-yipiehhh-ich-hab-ein-weblog/" >angefangen</a>, zuerst noch bei Myblog.de und im März 2006 <a href=" http://www.bluejax.net/2006/03/14/in-eigener-sache-neues-heim-neues-gluck-%e2%80%93-bluejaxnet-geht-online/" >dann mit eigenem</a> Wordpress-Blog unter der Domain bluejax.net. Seither treibe ich mich täglich in den Tiefen der deutschen Blogosphäre rum und blogge in unregelmäßigen Abständen wöchentlich irgendwelchen Content.</p>
<p><strong>Warum ich?!</strong></p>
<p>Seit ich vor einigen Monaten dem „M.Press – Magazin der Medien“ beim Wechsel vom Print- zur Online-Publikation geholfen habe, bin ich nun dort im Team integriert und kümmere mich sowohl um den Online-Auftritt als auch ab und wann um Content-Inhalte.</p>
<p>Als dann vor einiger Zeit die Idee entstand einen Einführungs-Workshop für Studenten der TU Ilmenau zu veranstalten, kristallisierte sich ziemlich schnell heraus, dass auch der Bereich „Blog“ berücksichtigt werden soll. Und ohne große Diskussion, hatte ich dann auch schon die Aufgabe zugeteilt bekommen, den Workshop-Teil über Weblogs zu übernehmen. Mit sämtlichen Freiheiten.</p>
<p><strong>Projekt- und Zeit-Management???</strong></p>
<p>Und wie es bei mir typisch ist, muss ich das ganze mal wieder auf den letzten Drücker machen, obwohl ich doch schon seit längerem wusste, was auf mich zukommt. Zum einen hat dies sicherlich damit zu tun, dass ich im Moment viele (manche sagen schon es seien zu viele) verschiedene Projekte für die Uni am laufen habe. Zum einem stecke ich gerade mitten in der Konzeptionsphase für eine Verkaufstrategie, samt PR-Konzeption und Erstellung einer Webseite, für ein Ton- und Musikstudio. Des Weiteren stehen Meilenstein-Aufgaben für die Konzeption eines Internetportals für einen großen deutschen Fernsehsender an. Garniert wird das ganze von Hausarbeiten/ Forschungsberichten, Vorträgen/ Präsentationen und der Vorbereitung eines Medienprojektes im Bereich Web-TV. </p>
<p>Außerdem werde ich ab der kommenden Woche beim internationalen Forschungsprojekt „<a href=" http://www.worldsofjournalisms.org/" >Worlds of Journalism</a>“ als Studentische Hilfskraft einsteigen. Dabei werden Journalismus-Kulturen in 14 verschiedenen Ländern untersucht, ausgewertet und miteinander verglichen.</p>
<p>Gut, damit zu meiner Ausrede. In Wirklichkeit ist es aber wohl eher so, dass ich mir einfach angewöhnt habe, alles möglichst auf den letzten Drücker zu erledigen. Ich brauche wahrscheinlich den zeitlichen Druck, um mich einer Sache mit vollstem Einsatz widmen zu können. Interessanterweise entstehen auch die meisten Blog-Artikel für bluejax.net in eben jenen Phasen, in denen ich eigentlich gar keine Zeit für Bloggen habe. </p>
<p><strong>Der Wald vor lauter Bäumen</strong></p>
<p>Was wollte ich jetzt nochmal sagen? Ach ja, der Workshop morgen. Nun, wie gesagt beschäftige ich mich nun seit längerer Zeit mit dem Bereich Weblogs und versuche auch immer wieder dieses Phänomen unter medienwissenschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten, die ich in meinem Studium der Angewandten Medienwissenschaft beigebracht bekomme.</p>
<p>Doch stellt euch mal in einen großen dichten bunten Regenwald und fangt dann an zu beschreiben, was das Besondere des Urwalds ist. Genau, es gibt so vieles, über das man reden und lehren kann, dass man womöglich gar nicht weiß, wo man beginnen und wo enden soll. Soll man das Ganze aus einer Art Meta-Ebene beschreiben, also auf den Urwald und seine Funktionen für den Naturhaushalt der Mutter Erde eingehen? Oder soll man von der großen Artenvielfalt erzählen, den Schmetterlingen, den Vögeln und Affen in den Baumkronen?</p>
<p><strong>Was ist relevant, was will man hören?</strong></p>
<p>Auf das Thema Weblogs bezogen: Soll ich den Workshop TeilnehmerInnen morgen eher die Bedeutungsfunktion der Blogs im medialen und gesellschaftlichen System erläutern oder aber einen Blick auf die wichtigsten Weblogs und die Köpfe dahinter werfen, um das Gesicht der Blogosphäre zu zeigen? Was wollen die Leute wissen? Aus welchen Elementen und Besonderheiten Weblogs aufgebaut sind oder wie man sich ein eigenes Weblog anlegt und Inhalte erstellt? Soll ich Anekdoten und Geschichten zu den wichtigsten deutschen Blogs erzählen oder mit den TeilnehmerInnen zusammen neue Weblogs anlegen? Möchte man wissen, wie man sich ein eigenes unabhängiges Weblog mit Wordpress samt eigener Domain aufbaut oder lediglich, wie man sich ein Kostenloses bei einem der Blog-Anbieter anlegt?</p>
<p>Das ist wahrscheinlich die Hauptfrage, die mich gerade beschäftigt: Was möchten die TeilnehmerInnen? Was erwarten Sie von mir? Mit welchen Vorerfahrungen kommen sie und mit welchem Wissensstand möchten sie nach dem Seminar wieder raus kommen? Erwartet man einen nahen Bezug zu theoretischen Konzepten des Medienstudiums oder will man am Samstagabend zu Hause in der Lage sein, ein eigenes Weblog anzulegen und sich in der deutschen Blogosphäre zurechtfinden?</p>
<p><strong>Do it my Way!</strong></p>
<p>Ich tendiere ehrlich gesagt eher zu Letzterem. Mein Ziel ist es, den Teilnehmenden soviel Wissen mit auf den Weg zu geben, dass sie nachher sagen können, sie können etwas mit den Begriffen „Bloggen“ und „Blogosphäre“ anfangen. Theorien werde ich wohl versuchen zu umgehen, schließlich heißt es ja „Workshop“ und nicht „Learnshop“, damit werden die StudentInnen während des Studiums schon genug geplagt. Am meisten Sinn macht es für mich auch, zu zeigen, wie man bei Wordpress oder einem sonstigen kostenlosen Anbieter ein eigenes Blog anlegt. Sollte allerdings genug Vorwissen sowie das Interesse daran bestehen, kann ich natürlich dennoch auch eine kurze Anleitung geben, wie man sich ein „richtiges“ individuelles Blog mit Wordpress bastelt.</p>
<p><strong>Bunte Geschichten aus dem Leben</strong></p>
<p>Wenn ich in einer Vorlesung sitze, dann sind es meistens die persönlichen Anekdoten und Geschichten, die die meiste Aufmerksamkeit von mir erhalten. Wieso also nicht auch einige Geschichten der deutschen Blogosphäre erzählen? Berichten vom Jamba-Kurs, dem StudiVZ, der Free-Burma-Aktion und der Diskussion um Yahoo/Flickr und Adical?! Über die Geschichten und Namen sprechen, die hinter Spreeblick, BildBlog, Blogbar, Netzpolitik oder den Deutschen Blogcharts stecken. </p>
<p>Ihr seht, es mangelt mir nicht an Ideen für den morgigen Workshop. Vielmehr ist es die Zeit, die mir Sorgen bereitet. Nicht, dass ich mir Gedanken mache, dass ich bis morgen nichts mehr auf die Beine gestellt bekomme. Die Nacht ist mein Freund, zu keinem Zeitpunkt bin ich produktiver als im Dunkeln. Vielmehr macht mir Angst, dass ich den zeitlichen Rahmen sprenge, der mir gegeben ist. Halte ich mich an unrelevanten Dingen auf, nerve ich womöglich die TeilnehmerInnen mit langweiligen Geschichten, und beraube ich sie damit gleichzeitig dem praktischen Teil?</p>
<p><strong>Die Nacht, mein Freund!</strong></p>
<p>Die Antworten werde ich wohl erst morgen erhalten, spätestens, dann wenn der Workshop zu Ende ist und die Veranstaltung reflektiert und evaluiert wird. Solange bleibt mir nur, mich wieder vom Bloggen und dem Surfen in den Tiefen der Blogosphäre zu lösen und mich dem Erstellen der Powerpoint-Präsentation sowie des Scriptes zu widmen. </p>
<p>Und wenn ich so auf die Uhr und aus dem Fenster schaue, dann scheinen die besten Voraussetzungen für ein frohes Arbeiten gegeben zu sein. Je später es wird, desto mehr nähere ich mich meiner besten Schaffens- und Konzentrations-Phase. Dazu passen dann auch die Eingangs zitierten Gedanken des Dr. Faust. Sie stammen nämlich aus dem Kapitel „Nacht“. Es duftet nach frischem Kaffee. Beste Voraussetzungen also!</p>
<p>bluejax<br />
Il, den 26. Oktober 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&#038;xid=3448&#038;kapitel=1#gb_found<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Goethe<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Faust._Eine_Trag%C3%B6die<br />
http://mpress.mediencampus-ilmenau.de/2007/10/23/mpress<br />
-workshop-text-bild-blog/<br />
http://mpress.mediencampus-ilmenau.de/<br />
http://www.bluejax.net/2006/03/12/fertig-los-%e2%80%93-<br />
yipiehhh-ich-hab-ein-weblog/<br />
http://www.bluejax.net/2006/03/14/in-eigener-sache-neues<br />
-heim-neues-gluck-%e2%80%93-bluejaxnet-geht-online/<br />
http://www.worldsofjournalisms.org/</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Für Freiheit statt Angst: Stoppt den Wahn von Überwachung &amp; Kontrolle  – Totalitäre Politik-Albträume</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 15:29:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Wolfgang Schäuble. Kaum ein Politiker hat es geschafft, die Grundprinzipien von Demokratie und Freiheit in Deutschland derart zu erschüttern (einmal abgesehen von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung und seiner verfassungsfeindlichen Idee, entführte Flugzeuge eventuell abschießen zu lassen). Ab Januar 2008 soll nach Plänen der Großen Koalition aus CDU, CSU und SPD protokolliert werden, wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F09%2F20%2Ffur-freiheit-statt-angst-stoppt-den-wahn-von-uberwachung-kontrolle-%25e2%2580%2593-totalitare-politik-albtraume%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F09%2F20%2Ffur-freiheit-statt-angst-stoppt-den-wahn-von-uberwachung-kontrolle-%25e2%2580%2593-totalitare-politik-albtraume%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Wolfgang Schäuble. Kaum ein Politiker hat es geschafft, die Grundprinzipien von Demokratie und Freiheit in Deutschland derart zu erschüttern (einmal abgesehen von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung und seiner verfassungsfeindlichen Idee, entführte Flugzeuge eventuell abschießen zu lassen). Ab Januar 2008 soll nach Plänen der Großen Koalition aus CDU, CSU und SPD protokolliert werden, wer innerhalb der vergangenen sechs Monate wann wie lange mit wem per Telefon, Handy, E-Mail oder Internet Kontakt hatte. Es droht ein weiterer enormer Schritt in Richtung <a href=" http://de.indymedia.org/2007/09/194668.shtml" >Überwachungsstaat</a>!</p>
<p><strong>Demonstration gegen die Überwachung in Berlin</strong></p>
<p>Der <a href=" http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/13/37/lang,de/" >Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung</a> (AK Vorrat) lädt aus diesem Grund am kommenden Samstag, den 22. September 2007 zu einer bundesweiten <a href=" http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/125/116/lang,de/" >Demonstration</a> gegen diese Pläne nach Berlin ein. Der AK-Vorrat ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Datenschützern, Bürgerrechtlern und Internet-Nutzern, „der die geplante Vollprotokollierung der Telekommunikation koordiniert“. Die deutsche Bevölkerung ist dazu aufgerufen ihre freiheitlichen Rechte und zumindest ein Mindestmaß an Privatsphäre friedlich zu verteidigen!</p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/8oBEBB1O8Xk"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/8oBEBB1O8Xk" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="350"></embed></object><br />
Video “Planet unter Beobachtung” Via: <a href=" http://www.spreeblick.com/2007/09/17/diesen-samstag-demo-gegen-die-vorratsdatenspeicherung/" >Spreeblick</a></p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/09/20/fur-freiheit-statt-angst-stoppt-den-wahn-von-uberwachung-kontrolle-%e2%80%93-totalitare-politik-albtraume/" ><img src=" http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/demo_berlin_2007_468x60.jpg"  width="400"  border="0"/></a></p>
<p><span id="more-231"></span></p>
<p><strong>Science-Fiction droht die Wirklichkeit</strong></p>
<p>Der Film „<a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/V_wie_Vendetta_(Film)" >V for Vendetta</a>“ zeichnet ein düsteres Bild. Das London der Zukunft ist Hauptstadt eines totalitär geführten Großbritannien. Die Medien unterstehen der Kontrolle der Regierung, es herrscht Zensur und Angst. Die Bevölkerung steht komplett unter Kontrolle der Regierung, jeder Schritt wird genauestens überwacht und protokolliert.</p>
<p>Etwa 57 Jahre zuvor wurde das Buch „<a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/1984_%28Roman%29" >1984</a>“ von George Orwell publiziert. Darin geht es wieder um das Großbritannien der Zukunft. Abermals ist es ein totalitärer Überwachungsstaat, der die freiheitlichen Rechte seiner Bürgerinnen und Bürger komplett aufgehoben hat. Die Regierung hält ihre Bevölkerung dabei in einer ständigen Angst, um die enormen Einschnitte der Menschenrechte zu begründen.</p>
<p><strong>Schäuble lebt in einer Romanwelt</strong></p>
<p>Science Fiction? Ja. Noch! Denn die Vorstellungen, die die Große Koalition ab dem kommenden Jahr  umsetzen möchte, sind ein großer Schritt in eine Welt, die denen der beiden beschriebenen frappierend ähnelt. Nach Vorstellung von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble soll das Recht auf Privatsphäre schlagartig nahezu außer Kraft gesetzt werden.</p>
<p>Über einen Zeitraum von einem halben Jahr soll es dem deutschen Staat fortan möglich sein, nahezu die komplette Kommunikation seiner Bürgerinnen und Bürger zu erheben und zu archivieren. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf Inhalte der Kommunikation und damit auch auf persönliche Interessen, auf geschäftliche und freundschaftliche Beziehungen dokumentieren.</p>
<p><a href=" http://www.dataloo.de/stasi-20-525.html" target="_blank"><img src=" http://www.dataloo.de/wp-content/uploads/www.dataloo.de/stasi-20.jpg" border="0"></a></p>
<p><strong>Einschränkung von Pressefreiheit &#038; Schweigepflicht!</strong></p>
<p>Nicht nur die einzelnen Bürgerinnen und Bürger sind betroffen. Auch Journalisten und VertreterInnen aus der gesamten Medienbranche unterliegen den Argusaugen des Staates. Durch die totale Überwachung aller Kommunikationskanäle fiele der wichtige Informationsschutz für Journalisten weg. Redselige Informanten, die sich bisher dem Schutz der Anonymität sicher sein können, werden sich ihre Identität zwangsläufig offen legen. Investigativer und kritischer Journalismus wird einen herben Dämpfer erhalten, was faktisch einer Einschränkung der Pressefreiheit gleich käme.</p>
<p>Auch die Kommunikation von Rechtsanwälten mit ihren Klienten oder von Ärzten mit ihren Patienten wird dem Staat offen gelegt. Die Schweigepflicht wird zu einem theoretischen Gut, die Inhalte der Gespräche werden zu einer öffentlichen Dokumentation.</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/09/12/ohne-worte-public-viewing-reloaded-%e2%80%93-der-grose-bruder-deutschland-1984/" ><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejaxnet/public_viewing_demo.jpg" border="0"/></a></p>
<p><strong>Angst und Einschüchterung</strong></p>
<p>Der Zivilgesellschaft droht dadurch ein immenser Schaden, wenn seine Individuen nicht mehr frei, privat und unabhängig miteinander kommunizieren können, ohne dass es dem Staat möglich ist, die Kommunikation laufend mit zu verfolgen. Wer immer mit der Angst leben muss, dass all seine Kontakte und Worte mit anderen belauscht und dokumentiert werden könnte, wird seiner Rechte auf ein selbstbestimmtes und privates Leben beraubt; <a href=" http://bundesrecht.juris.de/stgb/__194.html" >Kritik wird taub</a>.</p>
<p>Dass Wolfgang Schäuble in den vergangenen Wochen mit Forderungen nach <a href=" http://www.bluejax.net/2007/09/04/test-%e2%80%9eonlinedurchsuchung-ohne-richterlichen-beschluss%e2%80%9c-agenda-setting-der-internet-nachrichten-seiten/" >Onlinedurchsuchungen</a> aufhorchen ließ, verfestigt nur den Eindruck, dass die Überwachung mit der Vorratsdatenspeicherung noch lange nicht an ihrem Ende angelangt ist. Überlegungen, solche Durchsuchungen eventuell auch ohne richterlichen Beschluss durchzuführen erhärten den Verdacht, dass die verantwortlichen Politiker sich nicht um die Prinzipien eines freiheitlichen und demokratischen Rechtsstaates kümmern und sich über Recht und Ordnung hinwegzusetzen bereit sind.</p>
<p><strong>BürgerInnen auf die Barrikaden!</strong></p>
<p>Eine Bevölkerung, die jetzt nicht Wort und Hand hebt und den verantwortlichen Politikern zu verstehen gibt, dass es so nicht geht, öffnet weiteren Einschränkungen von Freiheiten Tor und Angel. Deswegen ist es enorm wichtig, dass die deutschen Bürgerinnen und Bürger jetzt ein Zeichen setzen und Schäuble und Co zu verstehen geben, dass sie ihre erlangten Rechte und Freiheiten nicht aufgeben möchten.</p>
<p>Ein solches Zeichen kann nun am kommenden Samstag in Berlin gesetzt werden. Die Demonstration „Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungsstaat“ des AK-Vorrat soll gegen den ausufernden Sicherheitswahn und gegen den Weg in eine totalitäre Überwachung protestieren. Treffpunkt ist am kommenden Samstag, den 22. September 2007 um 14.30 Uhr in Berlin am Pariser Platz (Brandenburger Tor). </p>
<p><img src=" http://www.cccmz.de/download/demo_wi_2007_468x60.jpg" width="400"  border="0"/></p>
<p>Eine weitere <a href=" http://www.cccmz.de/wiki/index.php/Demo_22_10_2007" >Solidaritäts-Demonstration</a> wird zeitgleich in Wiesbaden stattfinden. Aus selbigem Anlas wie in Berlin ruft der <a href=" http://www.cccmz.de/?p=221" >Chaos Computer Club Mainz</a> (CCCMZ) zum Protest in der hessischen Landeshauptstadt auf. Beginn ist um 14.30 Uhr vor dem Hauptbahnhof Wiesbaden.</p>
<p>Lasst uns jetzt ein Zeichen setzen. Bevor aus Science-Fiction-Romanen traurige Wirklichkeit geworden ist!</p>
<p>bluejax<br />
Il, den 20. September 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://de.indymedia.org/2007/09/194668.shtml<br />
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/13/37/<br />
lang,de/<br />
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/<br />
125/116/lang,de/<br />
http://www.spreeblick.com/2007/09/17/diesen-samstag-<br />
demo-gegen-die- vorratsdatenspeicherung/<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/V_wie_Vendetta_(Film)<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/1984_%28Roman%29<br />
http://www.dataloo.de/stasi-20-525.html&#8221;<br />
http://bundesrecht.juris.de/stgb/__194.html<br />
http://www.bluejax.net/2007/09/04/test-%e2<br />
%80%9eonlinedurchsuchung<br />
-ohne-richterlichen-beschluss%e2%80%9c-agenda-<br />
setting-der-internet-nachrichten-seiten/<br />
http://www.cccmz.de/wiki/index.php/Demo_22_10_2007</p>
<p><u>Bildquellen:</u><br />
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/<br />
demo_berlin_2007_468&#215;60.jpg<br />
http://www.dataloo.de/wp-content/uploads/www<br />
.dataloo.de/stasi-20.jpg<br />
http://www.bluejax.net/2007/09/12/ohne-worte-public-viewing<br />
-reloaded-%e2%80%93-der-grose-bruder-deutschland-1984/<br />
http://www.cccmz.de/download/demo_wi_2007_468&#215;60.jpg</p>
<blockquote><p>
<strong><u>Nachtrag, 20. September 2007, ca. 19.00 Uhr</u></strong></p>
<p>Im Interview mit dem ZDF-Magazin Frontal 21 vom 07. Mai 2007 warnt <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Alexis_Albrecht">Prof.  Peter-Alexis Albrecht</a>, Strafrechtler an der Uni Frankfurt, vor der totalen Überwachung durch den Staat!</p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/RBnOtgbP4P8"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/RBnOtgbP4P8" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="350"></embed></object></p>
<p><strong>Herr Professor Albrecht, was für eine Entwicklung in dem Bereich Prävention sehen Sie, wenn Sie die Veränderungen in der Strafprozessordnung bei Gesetzen, die der Inneren Sicherheit dienen sollen, in den letzten Jahren betrachten? </strong></p>
<p>Die Gesellschaft vergibt das wichtigste was sie hat, nämlich das Recht. Die Demokratie lebt vom Recht. Das Recht hat Stärke zu beweisen. Und das ist das, was unser Staat und unserer Gesellschaft hat und vorzuweisen hat. Und das wird aufgegeben.</p>
<p>Wir wandeln uns von einer Rechtsgesellschaft in eine Sicherheitsgesellschaft und das geht über den Apparat der Militarisierung. Und das ist das Bedrohliche!</p>
<p><strong>Nun wird ja immer wieder gesagt, die terroristische Bedrohung sei so groß, dass wir jetzt neue Maßnahmen wie Rasterfahndung und die Online-Durchsuchung brauchen; dass jeder Passinhaber, also jeder biometrisch Vermessene für die Fahndung erfassbar ist. Was heißt das für den Rechtsstaat, wenn wir präventiv jeden verdächtigen? </strong></p>
<p>Der Rechtsstaat ist mitten drin in der Auflösung, weil es eine Herstellung von Sicherheit in dem Maße, wie es der Politik vorschwebt nicht gibt. Wenn man diese Sicherheit herstellt, hat man die Staatssicherheit. Und die haben wir in der DDR abgeschafft. Und nun bekommt die Bundesrepublik noch ein Schlimmeres, als das, was abgeschafft wurde. Das ist ein Wahnsinn, der die Politik im Grunde beherrscht. Die Politik sucht nach Mitteln, zu zeigen, was sie kann und dabei vernichtet sie den Rechtsstaat und das ist im Grunde das Verbrechen</p>
<p><strong>Wie vertragen sich die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, die seit vielen Jahren in die Länderpolizei-Gesetze einfließen mit den Grundsätzen, die das Bundesverfassungsgericht 1983 beim Volkszählungsurteil und 2004 beim Urteil zum großen Lauschangriff getroffen hat? </strong></p>
<p>Die Staatsgewalten spielen verrückt in unserer Gesellschaft. Die Exekutive hat eine derartige Dominanz, dass diese paar Richter in Karlsruhe im Grunde an die Wand gedrückt werden. Und das ist der echte Verfassungsbruch, dass die Politik sich nicht daran gewöhnt, wenn das Verfassungsgericht eine Aussage macht, sich daran zu halten, sondern das Ding umzudrehen.</p>
<p>Nehmen Sie das jetzt mit dem Beispiel des Luftsicherheitsgesetzes: Nachdem das Verfassungsgericht die Menschenwürde an erste Stelle gestellt hat, kommt Herr Schäuble mit dem Konter-Begriff eines Quasi-Verteidigungsfalles. Daran sehen Sie wieder, dass die Militarisierung uns alle in den Strudel reißt und das Recht vernichtet!</p>
<p><strong>Gerichte wie der Bundesgerichtshof oder auch der wissenschaftliche Dienst des Bundestages sagen ja immer wieder, die Gesetzesvorhaben, die jetzt geplant sind – Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchung – sind kaum mit der Verfassung in Einklang zu bringen. Wie bewerten Sie den Versuch der Politik in diesem Spannungsfeld etwas durchzusetzen, was Gerichte und Wissenschaftler als verfassungswidrig ansehen? </strong></p>
<p>Das ist die Allmacht der Exekutive. Die Exekutive gewöhnt sich daran, alles zu Schlucken in unserem Staat, das Recht, die Legislative und auch alle Prinzipien der Verfassung. Und das ist eine neue Entwicklung, eine neue Qualität, die dem besonnenen Bürger und dem Rechtslehrer große Sorge macht. Denn wenn die Politik das Recht verliert, dann verliert sie ihre Berechtiigungsgrundlage, ihre Legitimation. Und dann spielt nicht mehr das Recht die Rolle auf der Welt, sondern das Recht des Stärkeren. Und da sollten wir uns nicht beteiligen, das müssen andere machen.</p>
<p><strong>Die Daten jeder Festplatte und alle Telefonate sollen polizeilich und für die Geheimdienste benutzbar sein. Wie schwer wiegt dieser Eingriff? Was bedeutet das für unsere Verfassung? </strong></p>
<p>Die moderne Welt kennt viele Formen der Unfreiheit. Schon Feuerbach hat gesagt, man könnte eigentlich 80 Prozent der Bevölkerung in Ketten legen, das wäre besser. Und dann hat er ein neues Strafrecht erfunden. Und so ähnlich sind wir heute dran. Vor einer scheinbaren Gefahr soll die Gesellschaft ihre gesamte Freiheit aufgeben. Und das ist eine Umkehrung dessen, was uns eigentlich unser Leben und unserer Demokratie wert ist. Diese Freiheitsaufgabe ist gleichzeitig der Sicherheitsstaat und damit geht die Sache über die Wupper!</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Alexis_Albrecht<br />
http://youtube.com/watch?v=RBnOtgbP4P8
</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„The Secret Of Monkey Island“: Guybrush Threepwood wird zum Star – Erinnerungen und ein Film zum Spiel</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jul 2007 17:32:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
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		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Ich und Computerspiele? Passt irgendwie nicht so. Ganz ehrlich, ich hab doch gar keine Zeit dazu, stundenlang vorm PC zu sitzen und meine Zeit mit dem Spielen von Spielen tot zu schlagen! 
Früher war das mal anders. Damals gab es bei uns in der Familie einen PC, den alle zusammen benutzen durften. Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F07%2F12%2F%25e2%2580%259ethe-secret-of-monkey-island%25e2%2580%259c-guybrush-threepwood-wird-zum-star-%25e2%2580%2593-erinnerungen-und-ein-film-zum-spiel%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F07%2F12%2F%25e2%2580%259ethe-secret-of-monkey-island%25e2%2580%259c-guybrush-threepwood-wird-zum-star-%25e2%2580%2593-erinnerungen-und-ein-film-zum-spiel%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Ich und Computerspiele? Passt irgendwie nicht so. Ganz ehrlich, ich hab doch gar keine Zeit dazu, stundenlang vorm PC zu sitzen und meine Zeit mit dem Spielen von Spielen tot zu schlagen! </p>
<p>Früher war das mal anders. Damals gab es bei uns in der Familie einen PC, den alle zusammen benutzen durften. Da wurde dann tatsächlich am Computer gesessen und gespielt. Nein, keine Ballerspiele, sowas gab es bei uns nicht. Wir hatten <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Prince_of_Persia" target="_blank">„Prince of Persia“</a>, wir hatten <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Indiana_Jones_and_the_Fate_of_Atlantis" target="_blank">„Indiana Jones“</a> und wir hatten, ganz klar: <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Monkey_Island" target="_blank">„Monkey Island“</a>!</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ID9kfv5Hgc8&#038;rel=1"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ID9kfv5Hgc8&#038;rel=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<strongDreiköpfige Affen und Malzbier</strong></p>
<p>Auf meinem heutigen Streifzug durch diverse Blogs bin ich dann über einen Eintrag bei <a href=" http://redblog.twoday.net/stories/4061366/" target="_blank">Redblog</a> auf den <a href=" http://www.majusarts.de/blog/" target="_blank">MajusArts-Blog</a> gestoßen. Dort darf man sich in de <a href=" http://www.majusarts.de/blog/?p=55" target="_blank">vergangenen Wochen</a> über eine <a href=" http://www.majusarts.de/blog/?p=57" target="_blank">enorme Aufmerksamkeit</a> und einen großen Besucherandrang freuen. Denn Majus und seine Freunde haben etwas richtig tolles auf die Beine gestellt. Mit viel Arbeit und Zeit haben sie einen mehrminütigen Flash-Film über die Geschichte von „Monkey Island“ gezaubert. <a href=" http://www.majusarts.de/film/monkey/" target="_blank">„The Secret Of Monkey Island“</a>, ein wahres Muss für alle Fans von Guybrush Threepwood und den Piraten der Karibik!</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/07/12/%e2%80%9ethe-secret-of-monkey-island%e2%80%9c-guybrush-threepwood-wird-zum-star-%e2%80%93-erinnerungen-und-ein-film-zum-spiel/" ><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Monkey_Island/monkeyisland1.jpg"  border="0"/></a><br />
<font size=1>Bildquellen: Majusarts.de</font></p>
<p><span id="more-215"></span></p>
<p><strong>Das alternative Computerspiel</strong></p>
<p>Ach ja, was waren das noch für Zeiten. Ich weiß noch ganz genau, wie mein Vater irgendwann Anfang der 1990er mit dem Spiel „Monkey Island“ ankam. Es hatte wirklich nicht lange gedauert und wir waren alle mit dem Piratenvirus infiziert. Mein Bruder, meine Schwester, mein Vater und ich versuchten uns abwechselnd damit die teilweise raffinierten Rätsel zu lösen.</p>
<p>Und dabei kommt „Monkey Island“ völlig ohne Gewalt aus. Nachdem man im ersten Teil einen störenden Wachhund mit einer giftigen Blume ausschaltet, erhält man sogar den Hinweis, dass der Hund nur schlafe, es würden schließlich keine Tiere gequält. Auch der Schwertkampf läuft vollkommen unblutig ab. Guybrush besiegt die anderen Piraten indem er die richtigen Schimpftiraden verwendet.</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Monkey_Island/monkeyisland2.jpg"  border="0"/><br />
<font size=1>Bildquellen: Majusarts.de</font></p>
<p><strong>Ein schrecklicher Pirat!</strong></p>
<p>Guybrush Threepwood ist dabei eine Art Antiheld. Mehr zufällig rutscht der unscheinbare junge Mann in die Rolle des Piraten auf Melée Island. Er verliebt sich in die Gouverneurin Elaine Marley und entwickelt sich, nachdem diese entführt wurde, eher unbewusst im Laufe des Spiels zum großen Konkurrenten des Geisterpiraten LeChuck, der sie nach Monkey Island verschleppt hat.</p>
<p>Es beginnt ein Abenteuer, das sich über nun mehr vier Teile erstreckt. Dabei lebt das Spiel insbesondere von seiner Komik und grenzt oftmals schon fast an Satire. Doch gerade der eigentümlich Humor und der sich maßlos selbstüberschätzende Guybrush Treepwood, der auch mal die Hose runter lässt, sind es, was den Reiz des Spieles ausmachen. Und natürlich die Rätsel und Kniffe nicht zu vergessen. Manchmal braucht man auch mal Tage, bis man herausgefunden hat, was man mit einem überdimensional großen Wattestäbchen so alles machen kann.</p>
<p><strong>Ein Computerspiel als Familienereignis</strong></p>
<p>Ehrlich gesagt macht es mir gerade richtig Spaß, mich an die Abenteuer von „Monkey Island“ zurück zu erinnern. An die Geschichten im Spiel, aber auch an die Zeit vor dem PC. Wie wir zu dritt oder zu viert vor dem Bildschirm saßen und  manchmal einfach nicht mehr weiter kamen. Wie wir gerätselt, diskutiert und gemeinsam nach einer Lösung gesucht haben. Das war das schöne an „Monkey Island“, es war kein Spiel, das man alleine in seinem stillen Kämmerchen gespielt hat. Bei uns war es vielmehr so, dass es fast die ganze Familie zusammen vor den PC gelockt hat und damit ein gemeinschaftliches Erlebnis darstellte.</p>
<p>Heute wahrscheinlich undenkbar. Vielleicht lag es bei uns auch einfach daran, dass wir nur einen Computer für die gesamte Familie hatten, da konnte sich niemand einfach so verbarrikadieren und abkapseln. Vielleicht aber liegt es auch daran, dass „Monkey Island“ geradezu dazu einlädt, sich mit anderen darüber auszutauschen und gemeinsam gespielt zu werden.</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Monkey_Island/monkeyisland3.jpg"  border="0"/><br />
<font size=1>Bildquellen: Majusarts.de</font></p>
<p><strong>Gehe zu Sonne. Sonnenstich, wie?</strong></p>
<p>Ach ja, eines muss ich dann auch nochmal kurz ansprechen: Die Grafik! Wahrscheinlich würde jeder heutige Computerspiele-Spieler die Hände über den Kopf zusammenschlagen und Augenkrämpfe bekommen, würde er sich die Grafik von „Monkey Island 1 &#038; 2“ anschauen. Aber gerade die war es, die dem Spiel einen schier einzigartigen Charakter verliehen hat. Meiner Meinung nach haben die darauf folgenden Teile deswegen auch etwas von diesem Charme verloren, denn „The Curse of Monkey Island“ und „Flucht von Monkey Island“ kamen dann weitaus moderner und teilweise sogar in 3-D daher.</p>
<p>So aber bleibt festzuhalten, dass das Adventure-Spiel „Monkey Island“ eines von mehreren erwähnenswerten und in meiner Erinnerung fest verankerten Medienerlebnissen meiner Jugendzeit war. Und wer weiß, vielleicht werde ich in einigen Jahren zusammen mit meinen Kiddies vorm PC sitzen und dann mit ihnen gemeinsam die Rätsel ein zweites Mal versuchen zu lösen und die Abenteuer des „schrecklichen Piraten“ Guybrush Treepwood ein weiteres Mal erleben!</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Monkey_Island/monkeyisland4.jpg"  border="0"/><br />
<font size=1>Bildquellen: Majusarts.de</font></p>
<p><strong>Monkey Island – Der Film!!!</strong></p>
<p>Umso mehr habe ich mich heute darüber gefreut, als ich den bei <a href=" http://www.majusarts.de" target="_blank">MajusArts</a> vorgestellten Film <a href=" http://www.majusarts.de/film/monkey/" target="_blank"> „The Secret Of Monkey Island“</a> gesehen habe. Aus über 3000 handgemalten Einzelbildern entstand ein Flash-Film, der in wenigen Minuten sowohl den Humor als auch die grobe Geschichte von „Monkey Island“ auf den Punkt bringt. Dabei trifft man viele bekannte Gesichter wieder und bekommt auch den einen oder anderen Trick abermals vor Augen geführt. </p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/MXoO9JslgBk&#038;rel=1"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/MXoO9JslgBk&#038;rel=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>
<p>Marjus hat mit „The Secret Of Monkey Island“ ein wahres Schmuckstück produziert, dass jeden Fan von Guybrush und „Monkey Island“ begeistern wird. Vielen Dank LucasArts für „Monkey Island“ und vielen Dank MajusArts &#038; Co. für den Film! Ui, Vorsicht: “Hinter dir! Ein dreiköpfiger Affe!”</p>
<p>bluejax<br />
Il, den 12. Juli 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Prince_of_Persia<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Indiana_Jones<br />
_and_the_Fate_of_Atlantis<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Monkey_Island<br />
http://redblog.twoday.net/stories/4061366/<br />
http://www.majusarts.de/blog/<br />
http://www.majusarts.de/blog/?p=55<br />
http://www.majusarts.de/blog/?p=57<br />
http://www.majusarts.de/film/monkey/<br />
http://www.majusarts.de/</p>
<p><u>Bildquellen:</u><br />
http://www.majusarts.de/film/monkey/</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unglaublich: Magic Mush-Room – Mein kleines zauberhaftes WG-Zimmer</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jul 2007 23:46:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Gestern Nachmittag habe ich mir mal ein Herz gefasst und endlich mal wieder mein kleines schmuckes Zimmer auf Vordermann gebracht. Einfach mal alles, was nicht niet und nagelfest ist, raus aus dem Raum und dann gründlich sauber machen. Soweit, so gut. Doch als ich gerade am Räumen war und auf dem Boden herumgekrochen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F07%2F07%2Funglaublich-magic-mush-room-%25e2%2580%2593-mein-kleines-zauberhaftes-wg-zimmer%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F07%2F07%2Funglaublich-magic-mush-room-%25e2%2580%2593-mein-kleines-zauberhaftes-wg-zimmer%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Gestern Nachmittag habe ich mir mal ein Herz gefasst und endlich mal wieder mein kleines schmuckes Zimmer auf Vordermann gebracht. Einfach mal alles, was nicht niet und nagelfest ist, raus aus dem Raum und dann gründlich sauber machen. Soweit, so gut. Doch als ich gerade am Räumen war und auf dem Boden herumgekrochen bin, entdeckte ich auf einmal ein wahres Wunder! </p>
<p><strong>Was seht ihr auf den Bildern???</strong></p>
<p>Schaut euch bitte einmal die drei folgenden Bilder an. Was erkennt ihr darauf? Nichts? Ihr müsst ganz genau hinsehen. Kleiner Tipp: Konzentriert euch auf den kleinen weißen Punkt auf dem Boden. Und jetzt ratet mal, was das wohl sein könnte!?! Ihr werdet es nicht glauben!!!</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/07/07/unglaublich-magic-mush-room-%e2%80%93-mein-kleines-zauberhaftes-wg-zimmer/" ><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Pilze/pilze1.jpg"  border="0"/></a></p>
<p><span id="more-214"></span></p>
<p><strong>Agricultura mágica</strong></p>
<p>Na, schon eine Ahnung? Gut, dann will ich ja mal nicht so sein, hier folgt die Auflösung. Haltet euch fest: Ob ihr es glaubt oder nicht, aber in meinem Zimmer wachsen kleine, weiße Pilze! Sehr geil, was?!</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Pilze/pilze2.jpg"  border="0"/></p>
<p><strong>Die Zauberpilze in meinem Zimmer</strong></p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Pilze/pilze4.jpg"  border="0"/></p>
<p>Ob man die wohl essen kann? Ob sie schmecken? Ob die vielleicht eine halluzinogene Wirkung haben? Würde zumindest <a href=" http://www.bluejax.net/2007/07/04/kreative-seminararbeit-die-emotionalitat-der-natur-%e2%80%93-die-farbe-ist-leben-das-leben-ist-farbe/" target="_blank">das hier erklären</a>! Na ja, wie dem auch sei, dann bau ich jetzt wohl an, was?! Tut mir leid, aber ich find`s klasse, aus dem Teppichboden in meinem Zimmer sprießen kleine Pilze, ich kann`s ja immer noch nicht glauben. Herzlich willkommen im Wunderland!</p>
<p>bluejax<br />
Il, den 07. Juli 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.bluejax.net/2007/07/04/kreative-seminararbeit-die<br />
-emotionalitat-der-natur-%e2%80%93-die-farbe<br />
-ist-leben-das-leben-ist-farbe/</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kreative Seminararbeit: Die Emotionalität der Natur – Die Farbe ist Leben, Das Leben ist Farbe</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2007/07/04/kreative-seminararbeit-die-emotionalitat-der-natur-%e2%80%93-die-farbe-ist-leben-das-leben-ist-farbe/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jul 2007 22:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Was ist Farbe? Eine Frage, die mich in den vergangenen Wochen sehr beschäftigt hat. Viele verschiedene Definitionen habe ich durchgelesen, Bücher gewälzt, im Internet recherchiert. Eine befriedigende Antwort auf meine Frage habe ich dabei allerdings nicht gefunden. Nicht dass die Beschreibungen nicht den Begriff Farbe exakt charakterisierten. Das taten sie in der Tat. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F07%2F04%2Fkreative-seminararbeit-die-emotionalitat-der-natur-%25e2%2580%2593-die-farbe-ist-leben-das-leben-ist-farbe%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F07%2F04%2Fkreative-seminararbeit-die-emotionalitat-der-natur-%25e2%2580%2593-die-farbe-ist-leben-das-leben-ist-farbe%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Was ist Farbe? Eine Frage, die mich in den vergangenen Wochen sehr beschäftigt hat. Viele verschiedene Definitionen habe ich durchgelesen, Bücher gewälzt, im Internet recherchiert. Eine befriedigende Antwort auf meine Frage habe ich dabei allerdings nicht gefunden. Nicht dass die Beschreibungen nicht den Begriff Farbe exakt charakterisierten. Das taten sie in der Tat. Allerdings lassen sich Farben nicht vollkommen nur durch Worte beschreiben. Farben muss man auf sich wirken lassen, man muss sie erleben. Insofern hilft ein offener und aufmerksamer Blick beim Gang durch die Welt mehr als hunderte wissenschaftliche Nachschlagwerke, um den Begriff Farbe zu verstehen!</p>
<p><strong>Farbklang des Lebens</strong></p>
<blockquote><p>
Please click one of the buttons below to translate this text in your own language!!!</p>
<p><a href="http://www.worldlingo.com/en/websites/url_translator.html" target="_blank"><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/banner_translator1.png" alt="Translate bluejax.net in your Language!" border="0"/></a></p>
<p>It would be very interesting to learn something about meanings of colors in other countries and/or civilizations!
</p></blockquote>
<p>Dabei ist es egal, ob man den Blick nach oben gen Himmel oder nach unten auf die Erde richtet. Unsere Welt besteht aus einer Vielzahl von Farben. Und nicht erst die bunten Streifen eines Regenbogens lassen uns bewusst werden, wie bunt und farbenreich unsere Natur und Umwelt ist. Was also ist Farbe? Und was ist das Leben?</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/07/04/kreative-seminararbeit-die-emotionalitat-der-natur-%e2%80%93-die-farbe-ist-leben-das-leben-ist-farbe/" target="_blank"><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/BS_farbeistlebenistfarbe.jpg"  border="0"/></a></p>
<p><span id="more-213"></span></p>
<p><strong>Am Anfang war Unendlichkeit</strong></p>
<p>Angefangen hatte alles damit, dass ich eines Nachts unter der großen dunklen Sternendecke des Firmaments lag. Ich schaute mir die einzelnen Leuchtpunkte am Himmel an und tauchte ein in die Unendlichkeit des Seins. Ich überlegte, welche Farbe das Leben wohl haben könnte und ob die Antwort irgendwo da draußen zu finden sei.</p>
<p>Dann erinnerte ich mich an meine Schulzeit und an AlphaCentauri, der nächtlichen Fernsehsendung mit Prof. Haber auf dem Bayerischen Rundfunk. Ich erinnerte mich an Rote Riesen und Blaue, an die Roten und die Blauen Zwerge. Rot und Blau.</p>
<p><strong>Leben und Tot</strong></p>
<p>Dann schweiften meine Gedanken ab vom Himmel und richteten sich auf die Erde. Rot und Blau. Ich schaute meinen Arm an, ich spürte das Blut durch meinen Körper fließen. Rot und Blau. An meinem Handgelenk sah ich meine Pulsader pochen. Der Puls, Schlag des Lebens. Blau. Dann ein Gedankensprung. Ein scharfes Messer, dass die Ader aufschneiden und dem Tot die Tür öffnen würde. Rot.</p>
<p>Dann der Blick vom Arm weg und hin auf den Blick über den gesamten Körper. Ein rotes Gesicht, als Zeichen für gute Durchblutung. Leben. Rot. Dem gegenüber ein blauer Körper, ein lebloser Leib. Tot. Blau. Ein Widersinn?!</p>
<p><strong>Widersprüche allerorts</strong></p>
<p>Dann dachte ich nach. Ist das Blau auf unsere Erde nicht auch ein Zeichen für kaltes Wasser, das Rot hingegen für Warmes?! Wieder schweiften meine Gedanken ins All. Ein Blauer Riese ist um einiges heißer als ein Roter Riese. Also Rot kälter, Blau wärmer. Hmmmm?!</p>
<p>Dieser Widerspruch jedoch lässt sich auch an anderen Stellen finden. So auch im politischen Bereich. Teilen wir die Welt in Rechts und Links, dann teilen wir sie jedoch nicht in Rot und Blau. Die Republikaner in den USA, und die NPD in Deutschland nutzen die Rote Farbe ebenso, wie hier die SPD oder Die.Linke. Andererseits ist Blau die Farbe der Amerikanischen Demokraten, wie sie gleichzeitig auch die Farbe der CSU und der Republikaner in Deutschland ist.</p>
<p><strong>Neues Spiel, neues Glück?!?</strong></p>
<p>Ich war verwirrt. Kann ich die Welt wirklich mit den Farben Rot und Blau erklären? Können diese beiden Farben das Leben repräsentieren, wie es ist? Okay, die Deutung der Farben ist ebenso verwirrend, wie das Leben selbst, aber reicht das? Gibt es nicht vielmehr zig andere Töne zwischen Rot und Blau? Ich war auch dem Holzweg. Es musste eine völlig neue Betrachtungsweise des Ganzen her.</p>
<p>Am nächsten Tag wanderte ich abermals an dieselbe Stelle, an der ich in der Nacht zuvor über das Leben philosophiert hatte. Ich legte mich wieder hinein ins grüne Gras und starrte an den Himmel. Diesmal jedoch keine Spur von dunklen Tiefen der Unendlichkeit und glitzernden Sternen. Dieses Mal strahlte mich ein anderes, ein einzelnes Gestirn an. Die Sonne.</p>
<p><strong>Die Welt in Farbe tauchen</strong></p>
<p>Im Kindergarten hatten wir früher drei Gruppen. Die Königskinder, die Lichtkinder und die Sonnenstrahlen. Ich war in der dritten Gruppe, bei den Sonnenstrahlen. Damals hätte ich mir nicht denken können, dass es keine bessere Metapher gibt, um das Phänomen Farbe zu beschreiben. Denn genauso, wie meine Kindergartengruppe damals den Beginn des Lebens eines vielfältigen Mannes markierte, so sind es auch die Strahlen der Sonne, die die Farbe auf diesen unseren Planeten bringen. Die Sonnenstrahlen, Beginn des Lebens, Anfang der Farben!</p>
<p>Wer hat nicht schon einmal einen farbenfrohen Regenbogen gesehen?! Und egal, wie viele dieser bunten Bögen man in seinem Leben schon gesehen hat, man wird immer wieder darauf zeigen und sie sich fasziniert anschauen. Denn nicht nur am Ende eines Regenbogens wartet ein gewaltiger Goldschatz, sein wahres Geheimnis ist für jedermann sichtbar: Das Spektrum der Farben!</p>
<p><strong>Elemente der Vielfalt</strong></p>
<p>Ein Regenbogen entsteht, wenn zwei Grundelemente des Lebens aufeinander treffen. Dort wo sich Wasser und Sonne begegnen, entsteht der Zauber eines Bogens, der uns die ganze Welt im Kleinen zeigt. Egal welche Farbe wir kennen, der Bogen des Lebens und der Farbe trägt sie bei sich. Ein Abbild der Welt!</p>
<p>Dabei zeigt uns die Sonne nicht erst durch einen Regenbogen, welche Farbenvielfalt auf unserem Planeten vorhanden ist. Wer mit offenen Augen aufmerksam durch die Welt geht, der wird ein wahres Farbenmeer sehen, das uns dauerhaft umgibt. </p>
<p><strong>Das Wesentliche für die Augen <u>und</u> das Herz</strong></p>
<p>Wir sehen bunte Wiesen, die sich zwischen den Wäldern ebnen. Wir sehen Blumen, die ihre Blüten der Sonne entgegenstrecken. Der Kleine Prinz hat auf seinem Planeten eine rote Rose, die er hegt und liebt wie nichts anderes. Wir hingegen haben eine schier unerschöpfliche Menge an verschiedenen Blumen in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Ob Blau, ob Rot, ob Gelb, ob Grün, ob Violett oder Orange, die Wiesen der Erde strahlen in einer solchen Vielfalt an Farben, wie sie uns sonst nur der Regenbogen zeigt.</p>
<p>Doch halt, das stimmt nicht ganz. Es sind nicht nur die Wiesen, die uns ein Abbild des Farbspektrums präsentieren. Gehen wir dorthin, wo vor vielen Millionen von Jahren alles angefangen hat, dann finden wir auch dort eine Pracht der Kolorierung. Denn sobald die Strahlen der Sonne sich ihren Weg durch die Tiefen des Meeres geschlagen haben, dann leuchtet auch dort das wahre Leben auf. </p>
<p><strong>Ursprung allen Lebens</strong></p>
<p>Dunkle, schwarze Wassermassen quirlen auf einmal über vor buntem Leben. Abermals gibt es kaum eine Farbe, die sich nicht in den Schuppen irgendeines Fisches oder an den Körpern eines der anderen unzähligen Meerestiere wieder finden ließe. Wieder zeigt sich: Dort wo Leben ist, da ist auch Farbe. Da wo Farbe ist, dort blüht das Leben auf!</p>
<p>Und so vielfältig, wie unsere Freunde im Wasser, so bunt sind auch die vom Lande um uns herum. Egal ob Schmetterling, ob Papagei oder Insekt; Egal ob Fuchs, ob Katze oder Leopard, ein jedes Tier auf dieser Welt hat seine eigene Farbe. Und ähnlich wie bei den Blumen der Wiesen oder den Fischen der Meere, so blühen auch die Tiere des Landes und der Luft in den unzähligen Farbtönen des Regenbogens und der Weite auf.</p>
<p><strong>Der Mensch als Teil der Natur</strong></p>
<p>Und mitten drin in diesem wahrlich überwältigenden Meer der Farben steht der Mensch. Nein, die Welt dreht sich nicht um uns herum, ganz im Gegenteil, wir sind ein Teil davon. Auch wir haben die Farben der Natur in unserem Körper. Das Rosenrot der Zunge, das Tiefseeblau des Einen oder das Libellengrün des anderen Auges. So bunt wie die Welt, so bunt ist auch der Mensch. Ob Schwarz, ob Braun, ob Gelb, ob Rot, ob Weiß, die Menschen sind in ihrer Vielfalt ein Abbild von dem mütterlichen Chamäleon Natur, das uns umgibt. Das Band der Farbe, der Bogen des Lebens ist es, der uns Menschen untereinander und uns Menschen mit der Natur verbindet. Eine Verwandtschaft der Färbung.</p>
<p>Was also ist Farbe? Ich glaube, wer mit offenen Augen durch die Welt zieht, wer einen Schritt hinaus aus der grauen Stadt und hinein ins Freie macht, wer aufmerksam existiert, der wird es erleben. Farbe ist alles, Farbe ist jeder, Farbe ist bunt. Und bunt ist auch unser Leben. Es ist ganz einfach: Farbe ist Leben, Leben ist Farbe!</p>
<p><strong>Interkulturelle Kommunikation!</strong></p>
<p>Das Spektrum der Farben ist somit quasi Ausdruck der interkulturellen Kommunikation selbst. Jede einzelne Farbtönung ist Teil eines großen Regenbogens, jede Kultur („kulturelle Färbung“), jede Sprache („Klangfarbe“), jeder Mensch („Hautfarbe“) ist also Teil von ein und demselben. Teil der Natur, Teil eines Ganzen. Und dieses Ganze ist das Leben an sich. Dort wo Farbe existiert, dort findet sich auch Leben. Und dort wo sich Leben findet, da existiert auch Farbe. </p>
<p>Die Digitalisierung wie das Internet des aktuellen Jahrtausends bietet eine ganz neue Form der Kommunikation zwischen den Kulturen. Ein Brückenschlag über Grenzen, Meere und Kontinente. Ein Band, das die Menschen der Erde miteinander verbindet. Ähnlich wie es auch der Regenbogen mit seinen einzelnen Farben tut. Und an allen Enden wartet immer auch ein Schatz. Ein Wunder. Das Leben selbst!</p>
<blockquote><p>
Wie viele Leser von Bluejax.net bereits wissen werden, studiere ich „<a href=" xxx" target="_blank">Angewandte Medienwissenschaft</a>“ im sechsten Fachsemester an der <a href=" xxx" target="_blank">TU Ilmenau</a>. Neben allerlei Pflichtveranstaltungen haben wir in jedem Semester die Möglichkeit aus einem mehr oder weniger umfangreichen Katalog zusätzliche Wahlpflichtveranstaltungen auszuwählen, die unter verschiedene Kategorien fallen, welche wiederum im Laufe des Hauptstudiums abgeschlossen werden müssen.</p>
<p>Für die Kategorie „Interkulturelle Kommunikation“ habe ich im aktuellen Sommersemester das Seminar „<a href=" xxx" target="_blank">Formen und Funktionen des Bildes in der Technikkommunikation</a>“ bei <a href=" xxx" target="_blank">Dipl.-Formgestalter K. Waschke</a> belegt. Ziel und Voraussetzung für das Bestehen des Seminares ist eine Arbeit zum Thema „Universum Farbe“ zu erstellen. Im Grunde genommen haben wir bei der Gestaltung freie Hand!</p>
<p>Intention dieser Arbeit ist es, das Phänomen Farbe an dieser Stelle allen Menschen frei zur Diskussion zu stellen. Genauso wenig, wie das Leben keine Grenzen in der Vielfalt der Farben kennt, so sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Erzählt, was ihr mit bestimmten Farben verbindet, schildert eurer Leben, widersprecht meiner Arbeit oder teilt euer Wissen mit. Ihr habt alle Freiheiten!
</p></blockquote>
<blockquote><p>
<strong>Die Idee dieser Arbeit</strong></p>
<p>Aufgabe war es, drei gestalterische Tafeln zu entwerfen, die auch auf einer Kunstausstellung ausgestellt werden könnten. Die ersten beiden Tafeln seht ihr in dem obigen Bild. Dort seht ihr die Kernaussage, die auch in diesem Text steht, abgebildet. Links Bilder von der Natur, der Sonne und der Pflanzenwelt. Auf der rechten Seite hingegen Tiere, Lebewesen von Himmel, Erde und Wasser. Da diese beiden Welten durch die Farben miteinander vereint sind, habe ich die beiden Tafeln zu einer zusammengefasst. Die Brücke symbolisiert die Verbundenheit.</p>
<p>Als dritte Tafel agiert dieser Blog-Artikel. Vor dem großen Bild der ersten beiden Tafeln steht ein Flatscreen mit Tastatur. Darüber hat der Betrachter die Möglichkeit diese Blog-Artikel zu lesen und sich über die Kommentarfunktion an einer grenz- und kontinentübergreifenden Diskussion zum Thema Farbe und Leben zu beteiligen. Übersetzungen in andere Sprachen sollen eine interkulturelle Kommunikation ermöglichen und Ideen, Vorstellungen und Bedeutungen von Farben über den digitalen Kanal verbreiten. Durch diese „digitale Verbundenheit“ ist es möglich, dass Menschen aus allen Teilen der Erde zeitgleich die drei Tafeln betrachten und miteinander kommunizieren können.</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/BS_farbeistlebenistfarbe.jpg" width="300" height="" border="0"/>
</p></blockquote>
<p>bluejax<br />
Il, den 03. Juli 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Uni-Leben: Spießbürgertum der nächsten Generation – Fische im Strom statt Vögel im Wind!</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jun 2007 19:43:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>
		<category><![CDATA[m.pressed (bluejax@mpress)]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 
Aktuell findet in Ilmenau die Bergfestwoche des Diplom-Matrikels 2004 sowie des Bachelor-Matrikels 2005 statt. Jeden Tag warten allerlei Veranstaltungen auf die Studierenden der Technischen Universität, vom traditionsreichen Bierathlon auf den Kickelhahn, dem Bergfestfilm über eine Bergfestvorlesung bis hin zur Bergfestparty.
Gestern Abend war die Premiere des diesjährigen Bergfestfilmes. „Incomparable“ ist  – bedenkt man, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F06%2F27%2Funi-leben-spiesburgertum-der-nachsten-generation-%25e2%2580%2593-fische-im-strom-statt-vogel-im-wind%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F06%2F27%2Funi-leben-spiesburgertum-der-nachsten-generation-%25e2%2580%2593-fische-im-strom-statt-vogel-im-wind%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 <a href="http://www.mpress.de" target="_blank"><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/mpressed.jpg"  border="0"/></a></p>
<p>Aktuell findet in Ilmenau die <a href=" http://www.bergfest2007.de" target="_blank">Bergfestwoche</a> des Diplom-Matrikels 2004 sowie des Bachelor-Matrikels 2005 statt. Jeden Tag warten allerlei Veranstaltungen auf die Studierenden der Technischen Universität, vom traditionsreichen Bierathlon auf den Kickelhahn, dem Bergfestfilm über eine Bergfestvorlesung bis hin zur Bergfestparty.</p>
<p>Gestern Abend war die Premiere des diesjährigen Bergfestfilmes. „<a href=" http://www.incomparable-derfilm.de/" target="_blank">Incomparable</a>“ ist  – bedenkt man, dass der Film komplett von den Studierenden in Eigenregie auf die Beine gestellt wurden – eine wirklich gelungene und unterhaltsame Krimikomödie. Im Anschluss an die Filmpremiere fand dann im Foyer des Hemholtzbaus eine Movielounge mit großem Buffet statt. </p>
<p><strong> Einheitlicher Zwang statt individueller Authentizität </strong></p>
<p>Und hier haben die Organisatoren für einige Missstimmung unter den Studenten gesorgt. So wurde von den am Eingang stehenden Securities gnadenlos aussortiert, was nicht in Hemd und feinem Zwirn erschienen war. Studenten wurden nach Hause geschickt und einige so um eine Attraktion ihres eigenen Bergfestes beraubt. Vorgänge, die in meinem Freundeskreis zu einer angeregten Diskussionen geführt haben!</p>
<p><a href="http://www.bluejax.net/2007/06/27/uni-leben-spiesburgertum-der-nachsten-generation-%e2%80%93-fische-im-strom-statt-vogel-im-wind/" target="_blank"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/59/Grey_and_navy_suit_on_mannequin.jpg/800px-Grey_and_navy_suit_on_mannequin.jpg" width="400" height="" border="0"/></a><br />
<font size=1>Bildquelle: Wikimedia.org</font></p>
<p><span id="more-210"></span></p>
<p>Was ich gar nicht ausstehen kann, ist, wenn mir jemand vorschreiben möchte, wie ich mich zu kleiden, wie zu geben und wie aufzutreten habe. Meiner Meinung nach raubt man mir somit immer einen Teil meiner Authentizität und zwängt mich in ein enges Korsett, in welchem ich mich unwohl, gar eingesperrt fühle und bei dem ich das Gefühl habe ein stückweit meiner Persönlichkeit beraubt zu werden.</p>
<p><strong>Schwarz-weiße Fesseln der Gesellschaft</strong></p>
<p>Bisher habe ich mich von solchen – in meinen Augen sinnlosen – Etikett-Vorgaben nicht beeindrucken lassen. Bei meinen Praktika- und Job-Vorstellungsgesprächen bin ich immer in der Kleidung aufgetreten, wie ich sie auch sonst tagtäglich trage. Ein Unternehmen, welches von mir als Angestelltem erwartet, dass ich mich zu jemand mache, der ich nicht bin, kam bisher nicht für mich in Frage. Wieso soll ich mich zu etwas drängen lassen, bei dem ich mich nicht wohl fühle?!</p>
<p>Bereits bei unserem Abi-Ball hatten es die Verantwortlichen versucht. Damals wurde für alle männlichen Besucher die Vorgabe gegeben, in schwarzer Hose und in weißem Hemd zu erscheinen. Wer mich kennt, wusste, dass ich mich nicht daran halten würde. Ich kam in weißer Jeans und schwarzem Oberteil. Was sollte man denn auch dagegen machen? Mich von meinem eigenen Abi-Ball samt Zeugnisübergabe ausschließen? Dass ich nicht lache!</p>
<p><strong>Aussehen als Hindernis</strong></p>
<p>Deswegen rege ich mich auch bis heute über die Organisatoren der gestrigen Movielounge auf. Nein, es ist nichts persönliches, im Gegenteil, ich verstehe mich mit den Verantwortlichen sogar richtig gut. Aber Dresscode-Vorschriften laufen mir einfach total zuwider. </p>
<p>Dabei war es nicht mal so, dass ich nicht rein gekommen bin. Ich hatte mich gestern sogar für das „richtige“ Outfit entschieden und wäre auch ohne Probleme zu Lounge und Buffet gelangt. Allerdings mag ich es nicht, wenn ich es durch die Kontrolle schaffe, nur weil ich zufälligerweise die „richtige“ Kleidung angezogen habe. Ich ziehe an, worin ich mich in dem Moment wohl fühle, und nicht, weil es mir jemand vorschreibt!</p>
<p><strong>Gift und Schweigen für die Kreativität</strong></p>
<p>Einige Kommilitonen von mir – allesamt gute Freunde – hatten weniger Glück. Ihnen wurde von den Kontrolleuren am Eingang der Eintritt verwehrt, sie wurden nach Hause geschickt. Für mich eine bodenlose Unverschämtheit, handelte es sich immerhin bei allen um Studenten, die diese Woche ihr Bergfest feiern. Konsequenterweise habe ich dann ebenfalls auf den Eintritt verzichtet. Was habe ich auf einer Party zu suchen, deren Organisatoren meinen Freunden den Eintritt verhindern? Genau: Nichts!</p>
<p>Ironischerweise handelte es sich bei einigen dieser Studenten, die es nicht in die Movielounge geschafft hatten, um Menschen, die in ihrem studentischen sowie im privaten Bereich viel Erfahrung im Kino- und Filmbereich vorweisen können, teilweise auch regelmäßig auf der Berlinale arbeiten. Doch lieber zog man diesen die kragenhochstellenden BWL-Studenten vor. Kino und Film haben ja schließlich auch was mit Finanzen und Wirtschaft zu tun…</p>
<p><strong>Typisch… Deutsch?!</strong></p>
<p>Erinnern muss ich mich die ganze Zeit an einen Spiegel-Artikel über Haim Saban. Der ehemalige Anteilseigner von ProSieben und Sat.1 hatte sich einst sehr über die Verantwortlichen seiner Sender echauffiert. Grund war damals, dass diese zu den Meetings allesamt in einheitlichem Kostüm von Schlips und Krawatte erschienen sind. Wie können dies kreative Menschen sein, so seine Kritik.</p>
<p>Als Organisator einer solchen Veranstaltung sollte man auch immer im Auge behalten, was eine solche Kleiderordnung für Auswirkungen hat. Abgesehen davon, dass viele Leute, die mit ihrem unkonventionellen Auftreten sicherlich zu einer Auflockerung der Veranstaltung beitragen würden, so müssen diejenigen, die es durch die Kontrollen geschafft haben, den ganzen Abend lang steif in ihrem Anzug verharren. Bewegungslosigkeit und eine durch die Krawatte eingeschnürte Kehle inklusive!</p>
<p><strong>Stimmung in uniformierter Einheitlichkeit?</strong></p>
<p>So habe ich nur wenige Stunden später auch erfreut zur Kenntnis genommen, dass andere Freunde von mir die Movielounge frühzeitig verlassen und sich unserem Alternativprogramm angeschlossen haben, mit dem Hinweis, dass die Veranstaltung zu steif und stimmungslos gewesen sei. Dieser Meinung haben sich heute die meisten angeschlossen, mit denen ich mich unterhalten hatte (was nicht heißen muss, dass es die Mehrheit der gestern Anwesenden auch so gesehen haben muss!). </p>
<p>Ich frage mich immer, wieso so viele junge Menschen die Regeln und Wertvorschriften der Vorgängergenerationen als unumstößlich übernehmen, ohne sie etwas zu lockern, geschweige denn in Frage zu stellen. Aber besonders meine Generation scheint sich lieber mit Gegebenheiten abzufinden, als sich kritisch damit auseinanderzusetzen. Es ist eben bequemer so! Nicht anders sind auch die fehlenden Diskussions- und Demonstrationsverhalten zu erklären. Nicht einmal beim Thema Studiengebühren findet sich eine Mehrheit zusammen, die geschlossen auf die Straße zieht. </p>
<p>Wenn ich höre, dass beim Thüringer Boykott der Verwaltungsgebühr, Hochschulen wie Schmalkalden oder Nordhausen abspringen mussten, weil dort gerade mal vier bzw. drei Prozent der Studierenden teilgenommen haben, dann muss man die Diskursfähigkeit der heutigen Studentengeneration wohl wahrlich in Frage stellen. Es scheint nur noch darum zu gehen nicht aufzufallen und immer ja zu allem zu sagen. Und wenn die anderen in Schlips und Anzug kommen, dann müssen wir es ja wohl auch!</p>
<p><strong>Freie Entfaltung der Persönlichkeit</strong></p>
<p>Auf der zugehörigen Internetseite zum Ilmenauer Bergfest 2007 heißt es zur Movielounge:</p>
<p><em>(…)Ballkleid und Anzug müssen deswegen trotzdem nicht in den Tiefen des Kleiderschranks versinken!!! Stilgerecht gekleidet könnt ihr auch zur erstmalig stattfindenden Movie-Lounge erscheinen.(…)</em> (Quelle: <a href=" http://www.bergfest2007.de/bf/index.php?menuid=58" target="_blank">Bergfest2007.de</a>)</p>
<p>Man könnte sich jetzt Ewigkeiten darüber streiten, ob diese Formulierung beinhaltet, dass man in Anzug und Ballkleid zu erscheinen hat oder ob es einfach eine gute Gelegenheit dazu wäre. Auch wie man das Wort <em>Stilgerecht</em> zu interpretieren hat, ist sicherlich eine Sache der Auslegung. Ich sehe ohnehin in einem „kann“ („könnt“) keine ununmstößliche Vorschrift sondern eben eine Möglichkeit. Auf Nachfrage stimmten die Veranstalter sogar zu. Allerdings bedeutet deren Auffassung zufolge ein „erwünschenswert“ eine zwingende Vorgabe, die es einzuhalten gilt.</p>
<p><strong>Ich bin so, wie ich bin!</strong></p>
<p>Na ja, wie dem auch sei. Nennt mich anstrengend, kleinlich oder aufmüpfig. Ich lasse mich auch in Zukunft nicht zu einer Maskerade zwingen, in der ich mich nicht wohl fühle, nur damit es ein paar Leuten gefällt. Solche Veranstalten werden wohl auch weiterhin auf mich verzichten müssen. Das hat nicht nur etwas mit Idealen oder Prinzipien zu tun. Natürlich auch. Aber vielmehr noch hat es mit Authentizität zu tun und mit der Ehrlichkeit mir und allen anderen gegenüber. Nehmt mich doch so, wie ich bin. Auch in Jeans!</p>
<blockquote><p>
Als Spießbürger oder Spießer bezeichnet man abwertend eine Person, die sich durch geistige Unbeweglichkeit, ausgeprägte Konformität mit gesellschaftlichen Normen, Abneigung gegen Veränderungen der gewohnten Lebensumgebung und Zurückweisung von allem Fremden auszeichnet.<br />
(Quelle: <a href=" xxx" target="_blank">Wikipedia</a>)
</p></blockquote>
<p><font size=1>An dieser Stelle möchte ich nochmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass meine Kritik an der Kleidervorschrift für die Movielounge keinesfalls die organisatorische Leistung der Verantwortlichen im Ganzen schmälern soll. Ganz im Gegenteil, ich möchte mich bei allen Organisatoren und Helfern der verschiedenen Bergfestveranstaltungen für deren ehrenamtliches Engagement herzlich bedanken!!!</font></p>
<p>bluejax<br />
Il, den 27. Juni 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.bergfest2007.de<br />
http://www.incomparable-derfilm.de/<br />
http://www.bergfest2007.de/bf/index.php?menuid=58</p>
<p><u>Bildquellen:</u><br />
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/59/ Grey_and_navy_suit_on_mannequin.jpg/800px-<br />
Grey_and_navy_suit_on_mannequin.jpg</p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>17</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Für besondere Stunden: Mit Leidenschaft und voller Hingabe –Anleitung zum Schälen einer Limette</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2007/03/14/fur-besondere-stunden-mit-leidenschaft-und-voller-hingabe-%e2%80%93anleitung-zum-schalen-einer-limette/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2007 01:53:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Kennt ihr das auch? Ihr habt mal ein paar Stunden frei und könnt endlich etwas entspannen und machen, was immer ihr wollt?! Solange man beschäftigt ist, fallen einem genug Dinge ein, die man lieber machen würde. Sei es ein Date mit guten Freunden, ein gutes Buch, ein interessanter Film oder einfach nur etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F03%2F14%2Ffur-besondere-stunden-mit-leidenschaft-und-voller-hingabe-%25e2%2580%2593anleitung-zum-schalen-einer-limette%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F03%2F14%2Ffur-besondere-stunden-mit-leidenschaft-und-voller-hingabe-%25e2%2580%2593anleitung-zum-schalen-einer-limette%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Kennt ihr das auch? Ihr habt mal ein paar Stunden frei und könnt endlich etwas entspannen und machen, was immer ihr wollt?! Solange man beschäftigt ist, fallen einem genug Dinge ein, die man lieber machen würde. Sei es ein Date mit guten Freunden, ein gutes Buch, ein interessanter Film oder einfach nur etwas im Internet herum zu surfen.</p>
<p>Aber oftmals ist es so, dass man genau in dem Moment, in dem man dann für all jene Dinge Zeit hätte, dennoch auf dem Trockenen sitzt. Keiner ist da, mit dem man sich treffen könnte. Keiner mehr wach zum telefonieren. Im Moment mal keine Lust auf ein neues Buch. Im Fernsehen kein sehenswerter Film. Besonders nachts kann einem eine solche Situation oftmals begegnen. So wie mir gerade…</p>
<p><strong>Die Leidenschaftlichkeit des Seins</strong> </p>
<p>Aber ich habe eben die Lösung gefunden, ich weiß jetzt, was ich zur Ablenkung mache. Ich weiß, wie ich mich die nächsten Minuten und Stunden beschäftigen werde. Es hört sich vielleicht etwas unkonventionell an, vielleicht auch etwas verrückt oder einfach nur komisch. Ist mir egal, was ihr alle denkt, ich mach es trotzdem. Ich schäle mir jetzt eine Limette!</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/Limetten/limetten_alle.jpg"  border="0"/></p>
<p><span id="more-184"></span></p>
<p><strong>Eine geheimnisvolle Passion</strong></p>
<p>Das ist jetzt kein Scherz. Irgendwann vor einigen Jahren habe ich diese Beschäftigung für mich entdeckt. Beschäftigung? Es ist mehr als das. Es ist das Erkunden einer neuen Frucht, ein vorsichtiges Spiel mit einem Wesen. Es ist eine Passion.</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/Limetten/limette1.jpg"  border="0"/></p>
<p>Zu Beginn nehme ich diese kleine Frucht in die Hände und fange langsam an, die grüne Schale mit den Fingernägeln zu entfernen. Stück für Stück, Minute um Minute…</p>
<p>Allerdings mache ich das ganze mit höchster Aufmerksamkeit. Denn nichts finde ich unangenehmer als beim Schälen mit den Fingernägeln in das Fruchtfleisch zu stechen. Geschieht dies, vergeht mir schon wieder ziemlich schnell die Lust am Limetten-Schälen. Deswegen heißt es vorsichtig und behutsam mit der kleinen Frucht umzugehen. Eine Limette von ihrem grünen Mantel zu entfernen ist in etwa so, als ob man einer wunderschönen Frau ihre äußeren Kleider  abstreift!</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/Limetten/limette2.jpg"  border="0"/></p>
<p><strong>Der Duft in Samt</strong></p>
<p>So, mittlerweile blitzt meine kleine schöne Limette in einem weißlichen Gewand. Es ist die Spitzenunterwäsche der Limone, die uns nun noch von dem fruchtigen Fleische darunter trennt. Nun steigt mir auch langsam der einzigartige und betörende Geruch in die Nase. Ein Wohlgeruch, der die Erwartungen auf das Geheimnisvolle darunter in die Höhe springen lässt.</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/Limetten/limette3.jpg"  border="0"/></p>
<p>Nun heißt es, noch vorsichtiger Vorzugehen. Denn unter der dünnen weißen Schicht befindet sich der Limette Heiligstes, ihr zartes Fleisch. Eine falsche Bewegung und die starken Fingernägel bohren sich in Regionen, die momentan noch unberührt bleiben sollen. Das nächste Etappenziel heißt, die Limette vollkommen zu entblößen!</p>
<p><strong>Das Zügeln der Lust</strong></p>
<p>Die Kunst und gleichzeitig auch die Schwierigkeit der jetzigen Phase bestehen darin, die eigene Ungeduld zu bändigen. Statt ungehalten und vorschnell die Haut abzureißen und dabei einen schmerzhaften Stich in die Frucht zu provozieren heißt es langsam und behutsam vorzugehen. Lieber schließen wir die Augen und tasten uns mit den Fingern leicht um die ganze Frucht herum und streifen das dünne Weiß langsam von ihrem Inneren.</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/Limetten/limette4.jpg"  border="0"/><</p>
<p>Das Geheimnis des Limetten-Schälens besteht darin, auch schon die Vorphase des Entkleidens mit vollem Herzen zu genießen. Wir haben alle Zeit der Welt und können uns somit über einen längeren Zeitraum an dem späteren Gaumenschmauss erfreuen. Kosten wir das volle Vergnügen ausgiebig aus, bevor es wieder zu Ende ist!</p>
<p><strong>Das Ende des Vorspiels ist der Beginn des Aktes</strong></p>
<p>So, nachdem wir uns nun ausgiebig mit dem Praeludium beschäftigt haben, kommen wir langsam zum Kernakt unserer Tätigkeit. Doch auch jetzt heißt es immer noch, nicht gleich die ganze Frucht gewaltsam auseinander  zu reißen und ungehalten in den Mund zu stopfen. Nein!</p>
<p>Denn wir haben ein wehrloses und völlig entblößtes Geschöpf vor unseren Fingern liegen, das mit Zärtlichkeit behandelt werden möchte. Gehen wir es langsam und Schritt für Schritt an. Nur so können wir uns eines intensiven Genusserlebnisses gewiss sein.</p>
<p><strong>Vom Suchen und Finden der Öffnung</strong></p>
<p>Deswegen heißt es nun erst einmal, die richtige Stelle zu finden, um die Frucht in zwei Hälften zu trennen. Wir fahren mit unseren Fingern über den an manchen Stellen doch schon feuchten Leib und suchen besagte Örtlichkeit. Haben wir sie dann endlich gefunden, stoßen wir langsam mit unseren Fingern in die sich auftuende Spalte und pressen die Frucht vorsichtig auseinander.</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/Limetten/limette5.jpg"  border="0"/></p>
<p>Nun sind wir nur noch einen klitzekleinen Schritt vor unserem lange herbeigesehnten Geschmacktserlebnis entfernt. Das einzige, was wir jetzt noch machen müssen, ist die beiden Limettenhälften in viele kleine Stückchen aufzuteilen.</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/Limetten/limette6.jpg"  border="0"/></p>
<p><strong>Hemmungslose Wilderei</strong></p>
<p>So, und jetzt genug mit der lange Zeit praktizierten Langsamkeit. Nun können wir uns die Limette Stückchen für Stückchen schnappen und verzehren. Krallen wir uns das Objekt der Begierde, führen es in unseren Mund und bearbeiten es ein letztes Mal mit unseren scharfen Mundwerkzeugen. Jetzt ist keine Zurückhaltung oder Sanftheit mehr gefragt, sondern es geht nur noch darum, den lange herbeigesehnten Geschmack unserer erwartungsfrohen Frucht zu genießen. Geben wir uns endgültig der zügellosen Leidenschaft hin und verschlingen wir die Zitrusfrucht mit all unserer Passion. </p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/Limetten/limette7.jpg"  border="0"/></p>
<p>Denn Vorüber sein wird dieses schöne Spiel der Liebe nur wieder all zu früh!</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/Limetten/limette8x.jpg"  border="0"/><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/Limetten/limette9x.jpg"  border="0"/></p>
<p>bluejax<br />
Rottenburg, den 14. März 2007</p>
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		<title>Bluejax geht fremd: Neues privates Weblog www.Pepe.Bluejax.net – Kürzer, Freier und Persönlicher</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Aug 2006 16:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogosphere]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Am vergangenen Sonntag, dem 20. August 2006 habe ich ein neues Weblog ins Leben gerufen. Unter www.Pepe.Buejax.net findet ihr seither ein zweites Blog von mir, das sich sowohl in seinem Aussehen, als auch in seinem Inhalt sehr von Bluejax.net unterscheidet.
Auf Pepe.Bluejax.net geht es etwas ungeordneter und persönlicher zu. Viele Themen und Beiträge, würden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2006%2F08%2F24%2Fbluejax-geht-fremd-neues-privates-weblog-wwwpepebluejaxnet-%25e2%2580%2593-kurzer-freier-und-personlicher%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2006%2F08%2F24%2Fbluejax-geht-fremd-neues-privates-weblog-wwwpepebluejaxnet-%25e2%2580%2593-kurzer-freier-und-personlicher%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Am vergangenen Sonntag, dem 20. August 2006 habe ich ein neues Weblog ins Leben gerufen. Unter <a href=" http://www.pepe.bluejax.net/">www.Pepe.Buejax.net</a> findet ihr seither ein zweites Blog von mir, das sich sowohl in seinem Aussehen, als auch in seinem Inhalt sehr von <a href=" http://www.bluejax.net/">Bluejax.net</a> unterscheidet.</p>
<p>Auf <a href=" http://www.pepe.bluejax.net/">Pepe.Bluejax.net</a> geht es etwas ungeordneter und persönlicher zu. Viele Themen und Beiträge, würden so nicht in das hiesige Weblog <a href=" http://www.bluejax.net/">Bluejax.net</a> passen. Denn auch wenn es nicht so aussieht, so habe ich bei Bluejax.net doch einige Regeln und Vorgaben, die ich versuche strikt einzuhalten.</p>
<p><a href=" http://www.pepe.bluejax.net/" target="_blank"> <img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/pepebluejax.jpg" border="0"<br />
<span id="more-160"></span></p>
<p><strong>Grenzenlose Freiheit!</strong></p>
<p>So sind die Themen bei <a href=" http://www.pepe.bluejax.net/">Pepe.Bluejax.net</a> etwas <em>„verdaulicher“</em>, sprich Politik oder sonstige Artikel, die sich intensiver mit einer Sache beschäftigen, werdet ihr dort nicht finden. Überhaupt würde ich bei den dortigen Beiträgen nicht mehr von Artikeln sondern von ganz normalen Blog-Einträgen sprechen!</p>
<p>Wie gesagt, bei <a href=" http://www.pepe.bluejax.net/">Pepe.Bluejax.net</a> gibt es keine Regeln, keine Vorgaben, keine Grenzen. Alles läuft in der Form, solange und so oft, wie es mir gerade passt! Das heißt auch, dass ich über alles blogge, was mir momentan so in den Sinn kommt. Dazu gehören auch Gefühle, persönliche Gedanken oder private Erlebnisse. </p>
<p><strong>Alles über meine persönliche Welt!</strong></p>
<p>Von Gedichten, über Bilder, bis hin zu für die Öffentlichkeit gesperrten Tagebucheinträgen gibt es alles. Auch Linktipps oder <em>„Schubladenlose“</em> Einträge findet ihr vor!</p>
<p>Interessant sicherlich auch die Kategorie <em>Wissen</em>! Dort findet ihr hin und wieder Ausschnitte von interessanten Wikipedia-Artikeln. Selbstverständlich mit den dazugehörigen Quellennachweis und entsprechender Verlinkung!</p>
<p>Selbstverständlich behalte ich mir auch vor, gute und/oder interessante Einträge von <a href=" http://www.pepe.bluejax.net/">www.Pepe.Bluejax.net</a> auch hierher zu <a href=" http://www.bluejax.net/">Bluejax.net</a> rüberzuholen. Selbiges gilt natürlich auch umgekehrt. Wie gesagt, alles nach meiner Lust und Laune!</p>
<p><strong>Also: reinschaun!!!</strong></p>
<p>bluejax<br />
Rottenburg, den 24. August 2006</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.pepe.bluejax.net/<br />
http://www.bluejax.net/</p>
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		<title>Freundschaft eines Sommers: „Hier habe ich oft an Dich gedacht!“ – Ein mysteriöser Fels und seine Botschaft</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Aug 2006 14:34:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Im August 2002 war es, als ich zum letzten Mal wirklich in Urlaub war. Damals reiste ich mit meiner Freundin für 2 Wochen nach Ibiza. Unabhängig davon, dass wir auf Ibiza 2 wunderschöne Wochen verbrachten und uns heute sagen, dass wir damals (fast) alles erlebt haben, was man auf Ibiza gesehen haben muss, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2006%2F08%2F05%2Ffreundschaft-eines-sommers-%25e2%2580%259ehier-habe-ich-oft-an-dich-gedacht%25e2%2580%259c-%25e2%2580%2593-ein-mysterioser-fels-und-seine-botschaft%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2006%2F08%2F05%2Ffreundschaft-eines-sommers-%25e2%2580%259ehier-habe-ich-oft-an-dich-gedacht%25e2%2580%259c-%25e2%2580%2593-ein-mysterioser-fels-und-seine-botschaft%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Im August 2002 war es, als ich zum letzten Mal wirklich in Urlaub war. Damals reiste ich mit meiner Freundin für 2 Wochen nach Ibiza. Unabhängig davon, dass wir auf Ibiza 2 wunderschöne Wochen verbrachten und uns heute sagen, dass wir damals (fast) alles erlebt haben, was man auf Ibiza gesehen haben muss, möchte ich euch hier aber von der Nachbarinsel erzählen. Und dort von einem ganz bestimmten, mysteriösen Ort. </p>
<p><strong>Das Meer – Der Fels – Die Botschaft</strong></p>
<p>Ich möchte euch die Geschichte von einem Felsen erzählen. Einem mysteriösen Felsen. Die Geschichte von dem Rauschen des Meeres. Und von dem Geheimnis, das diese beiden seit nunmehr 30 Jahren bewahren. Das Geheimnis des einsamen traurigen Mannes. Die Freundschaft eines Sommers!</p>
<p><strong>Eine Parabel über die Freundschaft. Von Einem Freund!</strong></p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Reise/7_botschaft_formentera.jpg" border="0" alt=" " /></p>
<p><span id="more-135"></span></p>
<p><strong>Formentera – die Fruchtbare &#038; Schöne</strong></p>
<p>Etwa 20 Kilometer südlich von Ibiza (Eivissa) liegt die kleine Insel Formentera. Zusammen mit weiteren kleinen Inseln bilden diese die Inselgruppe der Pituysen.<br />
Formentera ist wie eine kleine Perle des Mittelmeeres. Mit etwa 82 km² und ungefähr 7.500 Einwohnern ist sie deutlich kleiner als die anderen Inseln der Balearen. Aber dafür findet man auf Formentera Strände, die an karibische Fotoserien erinnern.</p>
<p>Weil Formentera so klein ist, besitzt es keinen eigenen Flughafen. Die Insel ist nur über den Wasserweg erreichbar. Regelmäßig verbinden kleine Fähren die Insel mit der großen Nachbarinsel Ibiza. Aufgrund dieser Abgeschiedenheit findet man auf Formentera auch etwas mehr Abstand, wobei die Touristen die Schönheit dieser Insel immer mehr entdecken.</p>
<p><strong>Ein Ausflug auf die Perle der Mittelsee</strong></p>
<p>Bevor wir damals nach Ibiza flogen, informierten wir uns wie immer ausgiebig in verschiedenen Reiseführern. Schnell war klar, dass wir auch die Gelegenheit nutzen wollten und einen Tagesausflug nach Formentera unternehmen wollten. Gesagt, getan.</p>
<p>Wir benötigten mehrere Anläufe, bis es uns wirklich einmal gelang, die Strapazen der langen Nächte zu überwinden und am darauf folgenden Morgen einmal pünktlich zum Boots-Steg zu erscheinen. Aber einmal hatten wir es dann doch wirklich geschafft.</p>
<p><strong>Der Weg zum Geheimnis</strong></p>
<p>Und wir sollten es nicht bereuen! Denn Formentera ist wie bereits erwähnt eine wahre Perle. Aber ich möchte jetzt gar nicht groß auf die Insel mit all ihren wunderschönen karibik-ähnlichen Stränden eingehen. Dafür müsste ich einen extra Artikel schreiben. Mir geht es um eine kleine ganz bestimmte Stelle auf Formentera!</p>
<p>Leider hatte ich an jenem Tage unseren Reiseführer mit der Landkarte von Formentera im Hotel vergessen. Deswegen kann ich über die Namen der folgenden Stätten auch nur mutmaßen.</p>
<p><strong>Der Leuchtturm</strong></p>
<p>Wir sind damals mit der kleinen Fähre am nord-westlichen Teil der Insel angekommen. Ich weiß noch, wie wir dann etwas landeinwärts gelaufen und an einem kleinen weißen Leuchtturm vorbeikamen.</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Reise/1_leuchtturm_formentera.jpg" border="0" alt=" " /></p>
<p><strong>Der Salzsee</strong></p>
<p>Danach kamen wir an einen ausgetrockneten Salzsee. Im Grunde genommen waren es mehrere, die durch einen kleinen Weg voneinander getrennt waren. Es war heiß. Die Sonne ließ das weiße Gold erstrahlen.</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Reise/2_salzsee_formentera.jpg" border="0" alt=" " /></p>
<p>Als wir diese Salzsehen, ich denke mal, dass es sich um die „Ses Salines“ handelte, durchquert hatten, an einigen schönen Pinien und Sträuchern vorbei, kamen wir an einen großen hellen und verlassenen Sandstrand.</p>
<p><strong>Der Strand – Das Meer</strong></p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Reise/3_strand_formentera.jpg" border="0" alt=" " /></p>
<p>Dort angekommen, machten wir erst einmal eine kurze Pause. Wir legten uns in den warmen Sand und beobachteten die großen Wellen im türkis-klaren Wasser. Das Rauschen des Meeres. Der Wind, der uns winzige Tropfen des Wassers auf den Körper blies. Und der Blick in die unendliche Ferne. Sie ließen uns zu Ruhe kommen und entspannen.</p>
<p>Dann schweifte mein Blick den Strand entlang gen Süden, wo ich auf einmal einen kleinen aufgehäuften Felshaufen entdeckte, der einsam und verlassen der Brandung des Meeres trotzte.</p>
<p><strong>Ein geheimnisvolles Koloss in der Ferne</strong></p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Reise/4_felsfern_formentera.jpg" border="0" alt=" " /></p>
<p>Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie zog die kleine Felssammlung meine volle Aufmerksamkeit auf sich. Doch nicht nur meine Aufmerksamkeit, es zog mich ganz und gar an. Also machte ich mich auf, die Steinansammlung etwas näher zu inspizieren. Alleine ging ich zu diesem geheimnisvoll wirkenden grauen Etwas in der Ferne.</p>
<p>Dort angekommen kletterte ich hinauf auf die Spitze. Es war nicht hoch. Es war auch nicht gefährlich. Aber es war schön. Es war ruhig und doch laut. Keine Menschen, aber das tiefe Rauschen des Meeres direkt vor meinen Augen.</p>
<p><strong>Der Fels</strong></p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Reise/5_felsnah_formentera.jpg" border="0" alt=" " /></p>
<p>Ich setzte mich auf einen kleinen Felsen, der doch zu den größeren der Steinformation gehörte. Ein Fels, der sich durch seine Form und Lage irgendwie von den anderen Steinen abzuheben schien. Dort saß ich dann eine Zeit lang. Mein Blick von der Ferne gefesselt. Meine Gedanken am Horizont schweifend.</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Reise/6_felsgross_formentera.jpg" border="0" alt=" " /></p>
<p>Dann streichelten meine Hände sanft über den rauen und zugleich doch feinen grauen Felsen, auf dem ich saß. Irgendetwas schien die Aufmerksamkeit meiner Fingerspitzen geweckt zu haben. Wie viele kleine Furchen, ein Muster im Fels. </p>
<p>Meine Augen lösten sich von der Ferne des Horizonts und kamen wieder zurück zu mir und der Felsformation. Meine Finger tasteten immer noch über den kleinen Koloss unter meinem Körper. Dann senke sich mein Blick und glitt meinen Armen entlang zu den Mustern im Fels, die seit längerem die Aufmerksamkeit meiner Finger geweckt hatten.</p>
<p><strong>Die mysteriöse Nachricht im Fels</strong></p>
<p>Doch ich erblickte mehr als ein zufälliges Muster. Nein, diese Formen waren nicht von Mutter Natur gemacht. Es war eine Verzierung, von Menschenhand gemeißelt. In den Fels. In den grauen Stein der Mama.</p>
<p>Ich erhob mich, um das gesamte Kunstwerk zu überblicken. Es war nicht nur ein Muster oder eine Verzierung. Nein, es war ein ganzer Schriftzug, der hier in Stein geschrieben wart. Es war eine Botschaft, die zu meiner Überraschung in einer Sprache verfasst wurde, die mir sehr vertraut und bekannt vorkam.</p>
<p>Wenn man sich vorstellt, dass man sich auf einer kleinen Insel im Mittelmeer befindet, die zum spanischen Festland gehört, dann würde man hier wohl mit einer auf Spanisch verfassten Nachricht rechnen. Aber nein, es war ein 2-zeiliger Text, der in deutscher Sprache geschrieben war.</p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Reise/7_botschaft_formentera.jpg" border="0" alt=" " /></p>
<p><em><strong>Hier habe ich oft an<br />
Dich gedacht! FE 9/75</strong></em></p>
<p>Ihr könnt euch sicherlich meine Verwunderung vorstellen. Da reist man auf eine kleine, etwa 1500 Kilometer von Deutschland entfernte Insel. Geht dort an irgendeinen x-belibigen Strand. Entdeckt eine kleine Felsformation, erkundet diese, setzt sich auf einen x-beliebigen kleinen Felsen und findet dann eine kleine in deutscher Sprache verfasste Botschaft!</p>
<p>Nachdem ich die Schrift im Stein entdeckt und gelesen hatte, lies ich meinen Körper wieder sanft auf dem grauen Koloss nieder. Mein Blick gleitete wieder in die tiefe Ferne des Meeres. Meine Gedanken aber gingen nicht an den Horizont, sondern sie drangen ein, in die Seele dieses Felsens, der so tapfer im Wasser ragte.</p>
<p><strong>Momente der Fragen</strong></p>
<p><em>„Was hat es mit dieser geheimnisvollen Botschaft auf sich?“</em> ging es durch meinen Kopf. In meinen Gedanken versuchte ich die Ursprünge dieser Nachricht zu ergründen. <em>„Wer hat diesen Text geschrieben? An wen hatte dieser Jemand gedacht? Und warum war die Bedachte nicht bei ihm? Was war geshehen?“ </em></p>
<p>Das Geheimnis dieses Textes, es steckt im Felsen. Und im Meer. So sehr ich mich bemühte, keiner von beiden, wollte es mir preisgeben. Weder der Felsen. Noch das Meer.</p>
<p>Es war ein einzigartiger und sehr bewegender Moment, als ich damals so auf diesem großen rauen Stein saß und über diesen Text nachdachte. Ich war wie verzaubert von der Botschaft und versuchte deren Ursprung zu erahnen.</p>
<p><em>FE 9/75</em>, der letzte Teil deutete auf das Datum der Verfassung hin. September 1975? Fast 30 Jahre schien es her, dass ein Mensch diese Nachricht in den Felsen ritzte.</p>
<p>Ich wusste aus meinen noch zu Hause getätigten Recherchen, dass Formentera in den 1960er und 1970er Jahren ein beliebtes Ziel für Aussteiger war. Viele Anhänger der Hippie-Ära wollten der Masse entfliehen und ließen sich unter anderem auch auf Formentera nieder.</p>
<p><strong>Momente der Erinnerung</strong></p>
<p>Ich stellte mir einen etwa 30-40 jährigen bärtigen Mann vor, der nach dem Tod seiner geliebten Frau die Fesseln der Zivilisation hinter sich ließ und die Abgeschiedenheit der „Insel“ suchte. Ich stellte mir vor, wie er sich in die Einsamkeit von Formentera zurückzog und dort alleine in Trauer lebte. Ich stellte mir vor, wie er allabendlich auf diesem kleinen Felsen saß, wie seine Augen in die Ferne flohen, so wie meine in diesem Augenblick. </p>
<p>Ich stellte mir vor, wie dieser arme Schiffsbrüchige des Lebens jeden Tag aufs Neue auf diesem mysteriösen Felsen saß und dort in der Dämmerung an seine geliebte und von ihm verschiedene Frau dachte. An die gemeinsame Zeiten, an die gemeinsamen Bilder. An die gemeinsamen Pläne und Wünsche.</p>
<p>Ich stellte mir vor, wie der junge Mann dann irgendwann zu der Einsicht gelangte, dass sein Leben weitergehen müsse. Ein Neuanfang. Seine Frau hätte es sich sicherlich so gewünscht. Ein Ende der Trauer, auch wenn sie für immer in seinem Herzen und in seinen Gedanken bei ihm bleiben sollte. Die Trauen. Und seine Frau.</p>
<p><strong>Momente des Abschieds</strong></p>
<p>Doch bevor er die Einsamkeit von Formentera wieder verlassen konnte, musste er sich verabschieden. Verabschieden vom Meer, das ihm in dieser traurigen Zeit ein vertrauter Freund und offener Zuhörer gewesen war. Verabschieden von dem kleinen grauen Felsen, der seit vielen vielen Jahrzehnten schon in der Brandung stand und die Tränen und Gedanken des Mannes für immer in sich einschließen sollte. Und verabschieden von seiner Frau, die von diesem Ort aus in der Ferne mit dem Einsamen kommunizierte. In Form des Meeres. In Form des Felsens. </p>
<p>Ich stellte mir vor, wie der Mann sich verabschiedete von seinen lieb gewonnen Freunden. Wie er ihnen eine letzte Botschaft mit in die Ewigkeit gab:</p>
<p> <em><strong>Hier habe ich oft an<br />
Dich gedacht! FE 9/75</strong></em></p>
<p>Als ich dieses Leben des einsamen traurigen Mannes in meinen Gedanken und in Gesellschaft des Meeres und des Felsens durchgegangen war, vernahm ich ein Rufen aus der Ferne. Es war meine Freundin, die am Strand auf mich wartete. Es war Zeit für mich nun ebenso Abschied zu nehmen, wie es der einsame Mann 27 Jahre vor mir auch getan hatte. Ich verabschiedete mich von meinen neuen Freunden. Von dem Meer. Und von dem Felsen. Ich wusste sie würden mich nicht vergessen, die beiden. So wie sie auch den einsamen traurigen Mann nicht vergessen würden. Ihr Gedächtnis bewahrt uns für die Ewigkeit. Die Begegnungen. Die Geheimnisse. Die Tränen.</p>
<p>In meinen Gedanken hinterließ auch ich eine Botschaft in dem Felsen:</p>
<p><em>Hier habe ich an euch gedacht! JR 8/02</em></p>
<p><strong>Jahre sind nur ein kleiner Teil der Ewigkeit</strong></p>
<p>Mittlerweile sind fast 4 Jahre vergangen seit diesen mysteriösen Momenten auf diesem geheimnisvollen Felsen auf Formentera. Seither habe ich oft daran gedacht. An den Felsen. An das Meer. An den einsamen traurigen Mann und seine Frau. Was ist wohl aus ihm geworden? Wer war er? Was war wirklich geschehen? Ich weiß es nicht.</p>
<p>Die Erinnerung allerdings, die ich an die bezaubernden Momente jener Minuten habe, die habe ich nicht vergessen. Ebenso wenig wie der Fels und das Meer den einsamen traurigen Mann vergessen haben. Oder wie sie mich vergessen haben.</p>
<p>Es gibt Begegnungen, die vergisst man nicht. Die brennen sich ein in die Erinnerung. Diese Momente der Einsamkeit waren eine solche Begegnung. Ich habe sie nicht vergessen. Ich denke noch heute darüber nach. Und dann werde ich immer wieder von Neuem verzaubert. Verzaubert von dem Rauschen des Meeres. Verzaubert von der Ewigkeit des Felsens. Verzaubert von der Geheimnisvollen Botschaft.</p>
<p><strong>Momente der Freundschaft</strong></p>
<p>Freunde vergisst man nicht. Und Freunde vergessen uns nicht. Das ist das Besondere an Freundschaften, sie halten oft ein Leben lang. Sie braucht auch nicht viel, die Freundschaft. Sie lebt von den Erinnerungen und von den Gedanken. Wahre Freundschaft hält ewig, nicht nur einen Sommer. Wenn man ihr nur die eigenen Gedanken schenkt.</p>
<p><strong><em>Ich habe oft an euch gedacht!</em></strong></p>
<p>bluejax<br />
, den 05. August 2006</p>
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		</item>
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		<title>Thema Integration: Meine Erfahrungen, meine Meinung, eine ausländerfeindliche Bild-Zeitung und ein Lob an C.C. Malzahn</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Apr 2006 19:41:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	 Ich habe es mir lange angeschaut und die Berichterstattung in den verschiedenen Medien beobachtet. Aber jetzt muss ich doch auch selber mal meine Sicht der Dinge zum Thema Integration mitteilen! 
Die Verantwortung der Presse – und was sie daraus macht!
Seit einigen Monaten schwelt immer wieder Aufruhr in Frankreich, der mit Immigranten und der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2006%2F04%2F06%2Fthema-integration-meine-erfahrungen-meine-meinung-eine-auslanderfeindliche-bild-zeitung-und-ein-lob-an-cc-malzahn%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2006%2F04%2F06%2Fthema-integration-meine-erfahrungen-meine-meinung-eine-auslanderfeindliche-bild-zeitung-und-ein-lob-an-cc-malzahn%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Ich habe es mir lange angeschaut und die Berichterstattung in den verschiedenen Medien beobachtet. Aber jetzt muss ich doch auch selber mal meine Sicht der Dinge zum Thema Integration mitteilen! </p>
<p><strong>Die Verantwortung der Presse – und was sie daraus macht!</strong></p>
<p>Seit einigen Monaten schwelt immer wieder Aufruhr in Frankreich, der mit Immigranten und der Integrationspolitik in Zusammenhang gebracht wird.</p>
<p>Und spätestens seit die Lehrer einer Hauptschule in Berlin in der vergangenen Woche wegen ausufernder Gewalt die Auflösung der Schule empfahlen, haben wir die Themen Integration und Immigration auch hier in Deutschland auf den Titelseiten aller Zeitungen. Denn diese Hauptschule liegt in einem Berliner Stadtteil mit hoher Ausländerquote und dementsprechend ist auch der Teil der Schüler, die aus dem Ausland stammen sehr hoch.</p>
<p><strong>Der rechte Flügel lebt</strong></p>
<p>Und konservative Hardliner wie politicallyincorrect und der Cowboy aus München nehmen solche Ereignisse natürlich gerne zum Anlass, um die Keule zu schwingen. Leider merken sie dabei gar nicht, dass das Thema Integration ein sehr kompliziertes Thema ist und die Schuldigen sind nicht die Ausländer – oder wie politicallyincorrect ausdrücklich in ihrer Überschrift hinweist die „arabische Gewalt“ – nein, die Schuld können wir getrost bei uns suchen. Bei unseren von uns gewählten Volksvertretern, aber auch bei jedem Einzelnen von uns!<br />
<span id="more-94"></span><br />
<strong>Malzahn`s Aussbruch – Rückblick</strong></p>
<p>In diesem Zusammenhang muss ich sogar einen Mann loben, den ich im letzten Jahr scharf kritisiert hatte. Am 31. August 2005 veröffentlichte ich den Artikel <a href=" http://www.bluejax.net/2006/03/13/malzahns-ausbruch-undankbares-pack-%e2%80%93-die-vergesslichen-deutschen/"><em><br />
„Malzahn`s Ausbruch: Undankbares Pack – die vergesslichen Deutschen“</em></a>, in dem ich mich sehr über einen Artikel des Spiegel-Journalisten aufrege, weil er sich so undifferenziert über die mangelnde deutsche Spendenbereitschaft für die Opfer von New Orleans erzürnte.</p>
<p>Gut, vergessen und vergeben, heute muss ich wieder mal einen Artikel von ihm zitieren, den ich gestern bei <a href=" http://www.spiegel.de/">Spiegel-Online</a> gefunden habe. <a href=" http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,409905,00.html"><em>„Integrationsdebatte &#8211; Wie die Konservativen die zweite deutsche Einheit verspielen“</em></a> heißt der Artikel und wie ihr sicherlich ahnt, geht es um das Thema dieser Woche schlechthin: Integration!</p>
<p><strong>Bild springt falsch</strong></p>
<p>Doch zuvor muss ich noch einen kleinen Exkurs auf die Seiten einer anderen großen Zeitung machen. Im Grunde genommen ist es sogar die größte Deutsche Zeitung. Zumindest was die Verkaufszahlen angeht. Ja, genau, es geht um die Bild-Zeitung.</p>
<p>Dort fand man nämlich gestern auf der Homepage – und scheinbar auch auf der Titelseite der Printausgabe – eine große Schlagzeile: <em>„Deutschlands klügster Kopf redet Klartext: Das läuft mit den Ausländern falsch“</em>.</p>
<p>Als ich diesen Reißer sah – und das Wort <em>„Reißer“</em> passt hier sowas von gut – dachte ich, ich hätte mich auf der Seite vertan. <em>„Was läuft mit den Ausländern falsch“</em>? Ich weiß ja echt nicht, was die Bild-Chefredaktion mit dieser Frage ausdrücken wollte, aber es ist doch schon erschreckend, dass man hier von einem <em>„Problem Ausländer“</em> spricht, oder?! Klar, Bild, Springer-Presse, undifferenziert. Aber solch ungehaltenes Vorgehen?</p>
<p><strong>Außen pfui, innen pfui!</strong></p>
<p>In dem Artikel dann ein Interview mit dem Historiker Prof. Arnulf Baring. Und gleich zu Beginn stellt Bild folgende Frage:</p>
<p><em>Gewaltverbrechen, Asyl- und Sozialabzocke, Drogenkriminalität oder Ausschreitungen an Schulen: Die Ausländer-Politik ist in den Schlagzeilen. Und viele Deutsche fragen sich: Sind wir nur noch die Dummen?“</em></p>
<p>Hallo? Nochmal ganz kurz der Hinweis: Es handelt sich hier um die Zeitung, die jeden Tag deutschlandweit am meisten ver- bzw. gekauft wird. Und dann solch eine Frage?! Tut mir Leid, aber wie man hier versucht, Ausländer als böse Menschen darzustellen, ist doch wirklich sehr erschreckend. </p>
<p>Abzocker, Kriminelle, Drogendealer, Schläger – das ist also das Bild, welches die Erben Axel Springers heute von unseren ausländischen Mitbürgern haben. Traurig und beängstigend!</p>
<p><strong>Was aber Antwortet der Historiker Baring auf diese unverschämte Frage?</strong></p>
<p><em>Die Vorgänge an der Rütli-Schule zeigen, dass die außerordentlich freundliche Aufnahme- und Zuzugspraxis ein Fehler war. Wenn in Deutschland lebende Ausländer oder deren Kinder für ihr Gastland nur noch Verachtung äußern und Deutsche als „Hurentöchter“ oder „Schweinefleischfresser“ beschimpfen, ist eines klar:</p>
<p>Multi-Kulti ist gescheitert – weil die Ausländer die deutsche Kultur neben ihrer eigenen nicht akzeptieren oder auch nur dulden wollen. Das war allerdings schon seit Jahren abzusehen, wurde aber bewusst verschwiegen und kleingeredet. (…)</em></p>
<p>Die <em>„außerordentlich freundliche Aufnahmepraxis“</em> war also ein Fehler. Ausländer verachten Deutschland und beschimpfen sie und akzeptieren die Deutsche Kultur nicht. Aha, alles klar. Nein nichts ist klar!</p>
<p><strong>Rassismus light?!</strong></p>
<p>Bumms, Baring macht genau da weiter, wo die Bild schon im Titel angefangen hat. Wüsste man nicht ganz genau, dass man sich auf der Seite der Bild-Zeitung befinden würde, man könnte glauben, dass man sich auf die Seite eines NPD-Blattes verirrt hat. Doch nein, es ist wirklich die Zeitung mit den nackten Frauen auf Seite Eins!</p>
<p>Im Folgenden versucht Arnulf Baring zwar auch wieder weg zu kommen von seinen scharfen Worten zu Beginn, aber wirklich schaffen tut er es nicht. Dieser Artikel der Bild-Zeitung ist typisch für die Sensationspresse: Pseudo-Professionell, da versucht wird, den Eindruck zu erwecken, dass die Zeitung und angebliche Experten sachlich über ein politisches Thema reden. Und reißerisch. Denn solche Sätze wie die oben zitierten dienen nur dazu Ängste zu schüren und Vorurteile aufzubauen. </p>
<p>Da haben sich die Damen und Herren der Bild-Zeitung wohl zu viel von den ebenso radikalen wie konservativen Leuten von politicallyincorrect abgeschaut. Scharfmacher unter sich!</p>
<p><strong>Danke BildBlog!</strong></p>
<p>Aber das war es ja nicht mal. Denn zum Glück haben wir in Deutschland ein Bild-Zeitung-Kontrollorgan! <a href=" http://www.bildblog.de/">BildBlog</a> berichtet tagtäglich über alle möglichen Fehlleistungen und Falschaussagen, die die Bildzeitung jeden Tag auf`s Neue unter das Volk bringt. Und wer einen Blick auf <a href=" http://www.bildblog.de/">Bildblog.de</a> wirft, der wird sehr schnell feststellen, dass man dort viel zu tun hat!</p>
<p>Gestern erschien dort der Artikel <a href=" http://www.bildblog.de/?p=1283">„Die klare Sprache von &#8220;Bild&#8221;“</a> von „Clarissa“. In dem Artikel wird auch auf den <a href=" xxx">Spiegel-Artikel von Claus Christian Malzahn</a> hingewiesen. Aber noch viel interessanter sind zwei andere Artikel, auf die Bildblog verweist:</p>
<p><strong>Ein Historiker auf Abwegen</strong></p>
<p>So etwa auf den SpOn-Artikel <a href=" http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,408658,00.html">„Rechtsnationale Veranstaltu...sich hinters Licht geführt“</a> von Daniel Haas, erschienen am 29. März 2006.</p>
<p>Denn Barings Worte in der Bild-Zeitung erscheinen in einem noch viel dunkleren Licht, liest man sich diesen Artikel genau durch. Berichtet wird hier von einem Vortrag den Arnulf Baring für einen <em>„Verein zur Förderung einer Schule im ostpreußischen Trakehnen“</em> hielt.</p>
<p><em>&#8220;Es lebe die Republik! Es lebe Deutschland&#8221;, sollte der Vortrag heißen, der Referent wird in der Einladungsbroschüre als &#8220;populärer Wissenschaftler&#8221; angepriesen, dem es &#8220;stets um die Vermittlung positiver Werte für die Deutschen&#8221; gehe.</em></p>
<p>Ja, die Anzeichen verdichten sich, hier geht es nicht um eine ehrenamtliche Sache zugunsten einer Schule.</p>
<p><strong>Richtig interessant wird es im Folgenden: </strong></p>
<p><em>Dass der 1992 in Husum gegründete Verein von der Bundesregierung als rechtsextrem eingestuft wird, wusste Baring ebenso wenig, wie dass auch der Kieler Buchdienst &#8220;Lesen &#038; Schenken&#8221; zu dem Vortrag einlud. &#8220;Lesen &#038; Schenken&#8221; gehört zum Unternehmen von Dietmar Munier, dessen Verlagsgruppe ebenfalls als rechsextrem gilt. Von der politischen Gesinnung seiner Gastgeber erfuhr Baring erst von der Nachrichtenredaktion des &#8220;Stern&#8221;. Das Hamburger Nachrichtenmagazin berichtet in seiner morgigen Ausgabe von Barings Verpflichtung durch die Rechtsextremen.</em></p>
<p><strong>Schaf oder Wolf – oder beides?</strong></p>
<p>Baring zeigt sich im weiteren Verlauf des Artikels schockiert: <em>“Ich fühle mich hinters Licht geführt“</em>, so seine Erklärung gegenüber SpiegelOnline. Angeblich hat man ihm nur einen Teil des gesamten Programms präsentiert. </p>
<p><em>&#8220;Hätte ich das ganze Spektrum gesehen, hätte ich nicht zugesagt&#8221;</em> so Arnulf Baring weiter. So zog er dann auch die Konsequenzen und sagte seinen Auftritt ab.</p>
<p>Mag sein, dass man den Historiker Arnulf Barning hier gelockt hatte und er wirklich nicht wusste, auf was für einer Veranstaltung er auftreten sollte. Dennoch: ein fader Nachgeschmack bleibt!</p>
<p><strong>Nachschlag? Könnt ihr haben!</strong></p>
<p>Mindestens genauso interessant ist der zweite Artikel, auf den <a href=" http://www.bildblog.de/">BildBlog</a> und Clarissa hinweisen: <a href=" http://www.taz.de/pt/2003/11/27/a0163.1/text"><em>“Zündeln im ZDF“</em></a> schrieb Bettina Gaus auf der <a href=" http://www.taz.de">Homepage der  „tageszeitung“ (taz)</a> am 27.11.2003.</p>
<p>Im Lead dann heißt es:</p>
<p><em>Im &#8220;Nachtstudio&#8221; schwärmte der Historiker Arnulf Baring ungebremst vom &#8220;Elan&#8221; des Adolf Hitler. (…)</em></p>
<p>Es geht um eine Sendung, die das ZDF Anfang November 2003 ausstrahlte. Damals war Herr Baring im „Nachtstudio“ zu Gast und Seinerzeit</p>
<p><em>lobte der 71-jährige Zeithistoriker (…) den &#8220;Enthusiasmus&#8221;, den Adolf Hitler für sein Regime seinerzeit in der Bevölkerung wecken konnte: Wenn auch nur &#8220;ein Bruchteil&#8221; dessen für die Bundesrepublik mobilisiert werden könnte, &#8220;wären wir aus allen Schwierigkeiten raus&#8221;</em></p>
<p><strong>Was bleibt sind Zweifel an der Person Baring</strong></p>
<p>Nochmals: Bumms, Baring hat gesprochen. Und wieder mal gilt: Egal, wie auch immer diese Worte gemeint waren, es scheint sich ein Gesamtbild des guten Mannes zu ergeben, indem jede Aussagen, jeder Auftritt wie ein einzelnes Puzzle-Stück zusammengefügt wird und einen Menschen zeigen, der zumindest doch sehr kritisch zu beurteilen ist!</p>
<p>Und das ist also jener Mann, den die Bild-Zeitung als „Deutschlands klügsten Kopf“ vorstellt. Also, wenn das unser klügster Kopf sein soll, dann scheint es wirklich sehr schlecht um dieses Land zu stehen. </p>
<p><a href=" http://www.bildblog.de/">Aber zum Glück weiß man ja, ...ht immer alles glauben sollte!</a></p>
<p><strong>Zurück zu SpON und C.C.M.</strong></p>
<p>So, und jetzt kommen wir zu unserem Freund Claus Christian Malzahn. Wie gesagt erschien gestern bei SpiegelOnline der Artikel <a href=" http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,409905,00.html"><em>„Integrationsdebatte &#8211; Wie die Konservativen die zweite deutsche Einheit verspielen“</em></a>. Und wen Malzahn mit den Konservativen meint, sagt er gleich zu Beginn:</p>
<p>So berichtet er von einem Artikel, der heute in der <em>“Zeitung mit den ganz dicken Balken über dem Bruch“</em> erschienen ist. Richtig, es handelt sich um das auch von mir kritisierte Interview mit Arnulf Baring.</p>
<p>Im Lead schon stellt Malzahn die berechtigte Frage:</p>
<p><em>Wollen die Deutschen jetzt 6,7 Millionen Ausländer rausschmeißen?</em></p>
<p>Denn genau diesen Eindruck hat man so langsam, schaut man sich in hiesigen Zeitungen und Weblogs um. Besonders die Konservativen schießen scharf.</p>
<p><strong>Gespielte Aufregung</strong> </p>
<p>Wie gesagt, Integration ist ein kompliziertes Thema. Und eben weil es so komplex ist, wurde es lange Zeit nicht angegangen. Umso erstaunlicher, dass momentan genau diejenigen am lautesten Schreien, die sich über so lange Zeit nicht verantwortlich fühlten.</p>
<p>Und auch C.C. Malzahn sieht die Zeit gekommen <em>„mit ein paar Mythen aufzuräumen“</em>:</p>
<p><em> Weder Rot-Grün oder die naiven Multikulti-Befürworter tragen die Hauptschuld an der jetzigen Integrationsmisere. Der Mann heißt Helmut Kohl. Einwanderungspolitik hat diesen Kanzler, der das Land immerhin von 1982 bis 1998 regierte, trotz türkischer Schwiegertochter nicht interessiert. Eisern wurde am deutschen Blutrecht festgehalten, Einwanderung wurde nicht gesteuert, sondern entwickelte sich anarchisch über das Asylrecht oder den Nachzug von Gastarbeiter-Familien. Für in Deutschland lebende ausländische Kinder galt damals nicht einmal grundsätzlich die Schulpflicht &#8211; wer nur &#8220;geduldet&#8221; wurde, brauchte ja nicht Lesen und Schreiben zu lernen.</em></p>
<p>Das greift genau das auf, was ich auch schon seit längerer Zeit immer wieder sage: Die „Probleme“ sind nicht erst in den letzten 7 Jahren entstanden, sondern haben sich in den vergangenen 20 Jahren entwickelt. Eben weil man es nicht für nötig hielt, etwas für Immigranten und ausländische Mitbürger zu tun.</p>
<p>Und die Schuld jetzt bei Rot-Grün oder aber – was noch viel schlimmer und falscher ist – bei den Ausländern zu suchen, ist total daneben. Ganz im Gegenteil, wie ich bereits sagte, für die Integration sind wir alle mit verantwortlich. Nicht nur mit unserer Stimme bei Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen. Nein auch unser Handeln ist Teil davon! </p>
<p><strong>Eigene Erfahrungen mit Migranten und der Politik</strong></p>
<p>Nach meinem Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Tübingen habe ich von September 2002 bis Juli 2003 meinen Zivildienst in <a href=" http://www.rottenburg.de/">Rottenburg am Neckar</a> abgeleistet. Ich war damals vormittags in der Rottenburger Grundschulförderklasse (Vorschule) und nachmittags im <a href=" http://www.juha-klause.de/">Jugendhaus Klause</a> angestellt.</p>
<p>Und während meiner Zeit dort habe ich mitbekommen, was es heißt als Migrant in Deutschland zu leben. Und wie die deutschen Behörden mit diesen Menschen umgehen!</p>
<p>Das <a href=" http://www.juha-klause.de/">Jugendhaus Klause</a> hat jeden Tag von Mittags um etwa 14.30 Uhr bis in die (teilweise späten) Abendstunden den Offenen Betrieb geöffnet. Und Hauptbesucher sind Kinder und Jugendliche aus Familien, die aus der Türkei, Albanien oder Russland zugezogen sind.</p>
<p>Ich weiß noch wie ich früher, lange vor meiner Zeit im Jugendhaus, des Öfteren von Vorfällen in Rottenburg mitbekommen hatte, in denen es um Überfälle ausländischer Jugendliche ging.</p>
<p><strong>Eine Knarre am Kopf!</strong></p>
<p>Und auch ich bin einige Male mit solchen Jugendlichen aneinander geraten. Einmal sogar hatte ich eine Pistole an der Schläfe. Mitten auf dem Rottenburger Marktplatz. Es hat übrigens kein einziger Passant eingegriffen. Soviel zum Thema Zivilcourage!</p>
<p>Aber dennoch, ich hatte nie etwas gegen Ausländer auch nicht gegen die, die mich überfielen. Ganz im Gegenteil, ich bekam, nachdem die Polizei eingeschaltet wurde, eine ehrlich-gemeinte Entschuldigung. Das reichte mir. Ich verstand mich danach sogar mit den Jungs. Einer von ihnen wurde sogar einer meiner besten Freunde (gell, Markus <img src='http://www.bluejax.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  )!</p>
<p>Und auch sonst muss man sagen, dass <a href=" http://www.rottenburg.de/">Rottenburg</a> nie ein großes Problem mit Rechtsextremismus oder Rassismus hatte oder hat. Zumindest nicht in der Stadt. Draußen auf den kleinen Dörfern sah das manchmal schon anders aus. Da gab es die eine oder andere Glatze, die meisten sind und waren Mitläufer.</p>
<p><strong>Bunte Vielfalt</strong></p>
<p>Aber in der Stadt selber merkte man gar nichts davon. Im Gegenteil, dort sieht man, dass Integration funktionieren kann. Geht man durch die Stadt, trifft man allerorten Türken, Italiener, Griechen oder Albaner. Es ist manchmal wie im Urlaub: Dort alte Männer aus dem Süden, die gemeinsam Boulen, dort die italienischen Großeltern, die auf der Bank vor dem Haus sitzen und die Straßen und Menschen beobachten.</p>
<p>Natürlich, es mutet an wie ein Widerspruch: Zum einen erzähle ich von Jugendlichen, die in der Stadt kriminell auffallen und zum anderen rede ich davon, dass alles Gut ist. Ja was denn nun?</p>
<p>Und genau hier komme ich auf meine Erfahrungen, die ich damals im Jugendhaus Klause gesammelt habe.</p>
<p><strong>Das Jugendhaus als zweite Heimat</strong></p>
<p>Wie gesagt, der allergrößte Teil der Besucher waren Kinder von Eltern, die vor wenigen Jahren oder schon vor vielen Jahrzehnten nach Deutschland gezogen sind. Und alle Kiddies und Jugendlichen sind super nett und ganz normale Jugendliche.</p>
<p>Das Jugendhaus dient als Anlaufspunkt, ist Freizeit- und Kommunikations-Mittelpunkt vieler. Hier können die Mädels und Jungs spielen, reden oder was auch immer machen. Natürlich gibt es Regeln. Regeln, die auch von den meisten eingehalten werden.</p>
<p>Warum es viele Jugendlichen jeden Tag auf`s Neue in das Jugendhaus Klause zog, erfuhr ich erst nach einiger Zeit.</p>
<p>Direkt neben dem Jugendhaus ist ein großes Haus, in dem viele Familien von Russland-Deutschen wohnen. Aber unter welchen Voraussetzungen und in welchen Zuständen.</p>
<p><strong>Leben auf engstem Raum</strong></p>
<p>Hatten die meisten von uns in ihrer Jugend ein eigenes Zimmer, in das sie sich zurückziehen konnten, so leben dort ganze Familien in solchen Räumen. Privatsphäre oder Ruhe kann man vergessen.</p>
<p>Wenn also die Mädels und Jungs mittags nach der Schule nach Hause kommen, geht es zwangsläufig wieder raus. Raus auf die Straße. Oder eben rüber ins Jugendhaus.</p>
<p>Was aber tun, wenn das Jugendhaus geschlossen ist? Was wenn kein Ort mehr da ist, wo sich die Jugendlich miteinander zurückziehen können. Wo kuscheln, kichern, kommunizieren?</p>
<p>Ja, dann geht es ab auf die Straße. Runter in die Stadt. Rumhängen und auf dumme Gedanken kommen. </p>
<p><strong>Verantwortliche ohne Verantwortungsbewusstsein</strong></p>
<p>Leider gab es seinerzeit in Rottenburg einige Verantwortliche, denen das Jugendhaus ein Dorn im Auge war. Natürlich, die sahen, dass es einige Jugendliche gab, die in der Stadt rum stänkerten. Sie sahen auch, dass viele dieser Jugendlichen jeden Tag ins Jugendhaus gingen. Aber eines taten sie nicht: sie sahen nicht den Zusammenhang.</p>
<p>Denn wie bereits erzählt, die Jugendlichen haben im Grunde genommen kein richtiges Zuhause. Zumindest nicht so eines, wie wir es kennen und wie es ein Jugendlicher auch benötigt. Kein eigenes Zimmer, keine Ruhe, keine Intimsphäre.</p>
<p>Und wenn dann irgendwelche Leute von der Stadt kommen und meinen zuallererst an den Freizeitmöglichkeiten der Jugendlichen sparen zu müssen, dann werden einige über kurz oder lang auf dumme Gedanken kommen.</p>
<p><strong>Wer wird Schmied?</strong></p>
<p>Begünstigt wird das ganze auch von einer Aussichtslosigkeit, die viele sehen. Natürlich ist es einfach zu sagen „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“, aber ist es denn wirklich so? Seien wir ehrlich?! Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familien haben einen Nachteil, das dürfen wir nicht wegreden. Ich weiß nicht, was aus mir geworden wäre, hätte ich in meiner Jugend so gelebt, wie es viele andere Jugendliche tun. </p>
<p>Wo soll man Hausaufgaben lernen, wenn man kein eigenes Zimmer hat? Wie soll man sich auf Schule und Karriere konzentrieren, wenn man andere Probleme hat? Wie soll man sich verständigen, wenn man angelacht wird, sobald man in gebrochenem Deutsch spricht?</p>
<p>Natürlich ist die deutsche Sprache ein wichtiger Teil dafür, sich zu integrieren. Natürlich ist es wichtig, sich verständigen zu können. Aber was ich für sinnlos halte ist, Sprachtests als Voraussetzung dafür zu fordern, um eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland zu erhalten.</p>
<p><strong>Vertrauen schaffen – Deutschkurs in der Moschee</strong></p>
<p>Vielmehr sollte man hier in Deutschland, in den Städten und Gemeinden regelmäßige Sprachkurse anbieten. Umsonst und in angenehmer Atmosphäre. Das muss dann auch nicht immer unbedingt in Schulen oder öffentlichen Gebäuden stattfinden.</p>
<p>Wieso müssen die Menschen immer  die Initiative ergreifen? Wieso Druck ausüben und mit Sanktionen drohen? Vielmehr sollte die Sprache  sich den Weg zu den Menschen suchen. Ich denke da etwa an Sprachkurse, die in Moscheen oder in den Räumen von kurdischen Vereinen stattfinden.</p>
<p><strong>Vorurteile schaffen Misstrauen</strong></p>
<p><em>Moschee, uhhh, alles nur Terroristen.</em> Diesen Eindruck muss man gewinnen, schaut man sich in der deutschen Medienlandschaft um. Diesen Eindruck muss man gewinnen, liest man viele Weblogs hier im Internet. Diesen Eindruck muss man gewinnen, hört man viele Menschen sprechen.</p>
<p>Aber hallo, hat denn nur einer dieser Menschen schon einmal eine Moschee von innen gesehen? Wer mit Menschen aus anderen Nationen spricht, mit Menschen, die einen anderen Glauben haben, andere Götter, andere Rituale, der wird feststellen, dass es doch trotzdem Menschen sind, wie sie in unserer Stadt, in unserem Bekanntenkreis, in unserer Familie leben. Menschen wie du und ich!</p>
<p>Wieso dann also diese Panik-Macherei? Ängste schüren und Menschen diskriminieren, das ich das, was ein großer Teil der Deutschen heute macht. Da werden Dinge miteinander vermischt, die nichts miteinander zu tun haben. Völlig undifferenziert und unqualifiziert!</p>
<p><strong>Konservative Angst</strong></p>
<p>Ich denke da nur daran, wie man sich bei politicallyincorrect (übrigens Hand in Hand mit der NPD, die auf ihrer Homepage ähnliche Argumente und Texte veröffentlicht) über den Bau einer Moschee in Berlin aufgeregt hat. Was ist daran auszusetzen? Der Islam gehört heutzutage ebenso zu Deutschland, wie es das Christentum und die Atheisten tun. Wir leben in einer modernen Welt, dann lasst uns doch auch modern denken und handeln!</p>
<p>Natürlich, die Konservativen haben Angst. Sie wissen, dass das Christentum und die Kirche heute nicht mehr so eine große und einflussreiche Rolle spielen, wie noch vor wenigen Dekaden. Und jetzt haben sie auch ein Feindbild gefunden, dem sie die Schuld daran zu schieben können: Andersgläubigen, vorliebend Muslimen.</p>
<p>Ich finde dieses kalte Klima, das momentan in Deutschland vorherrscht erschreckend. Und destruktiv. Wovor müssen wir Angst haben und vor wem. Überhaupt, wer sind denn „Wir“?</p>
<p>Dass man jetzt die Berliner Hauptsschule als Paradebeispiel missbraucht, um auf die gewaltbereiten Ausländer hinzuweisen, halte ich für besonders schamlos. Wie ich oben schon geschrieben habe, darf man nicht den Fehler machen und jetzt versuchen Ausländern die Schuld zu geben. Nein!</p>
<p>Wie ich bereits erwähnte, man muss sich immer auch vor Augen halten, wie und unter welchen Umständen die Kinder und Jugendlichen leben, um die es hier geht.</p>
<p><strong>Die Städte sind gefordert! – Mehr Freizeitangebote für die Jugend!</strong></p>
<p>Lösungen? Ich denke auf jeden Fall, dass die Städte und Gemeinden jetzt endlich alle mal aufwachen sollten und begreifen müssen, dass sie selber den Arsch hoch kriegen müssen. Wie ich gesagt habe, wird sich vielerorts relativ wenig um die Kinder und Jugendlichen gekümmert.</p>
<p>Freizeitangebote sind Mangelware. Ich kann da immer nur auf die Stadt verweisen, in der ich meinen Zivildienst gemacht habe, Rottenburg am Neckar. Dort wird einfach zu wenig gemacht, um den Jugendlichen Mittags, Nachmittags und Abends ein interessantes Angebot zu machen.</p>
<p>Basketballkörbe? <em>Müssen weg, weil sich Anwohner über den Lärm beschweren.</em> Eine Halfpipe für Skater? <em>Raus aus der Stadt, ins unzugänglichste Loch und verrotten lassen.</em> Ein betreutes Jugendhaus? <em>Zeit ist Geld und Geld müssen wir sparen!</em></p>
<p>DAS sind Dinge, denen ich einen großen Teil der Schuld geben würde. Es hört sich so einfach an. Und im Grunde genommen ist es das auch. Aber viele Städte fühlen sich einfach nicht zuständig. Nicht für die Jugend. Für ausländische Jugendliche erst recht nicht.</p>
<p><strong>Ganztagsschule kann neue Perspektiven schaffen</strong></p>
<p>Auch das Schulsystem gehört reformiert. Ganztagsschulen halte ich mittlerweile auch für eine gute Sache. Schulen, die den Kiddies bis zum Abend eine Plattform geben, wo sie sich austauschen, wo sie lernen, wo sie sich kennen lernen können.</p>
<p>Dazu würde auch ein modernes und reichhaltiges Angebot an sportlichen und kreativen Aktivitäten gehören. So könnten nicht nur die Jugendlichen von der Straße in ein betreutes und kompetentes Umfeld geholt werden. Vielmehr können die Jugendlichen dadurch auch eigene Stärken und Interessen weiter ausschöpfen und entwickeln. Seien es jetzt sportliche Aktivitäten, Zeichenkurse oder Musik.</p>
<p>Wenn die Jugendlichen schon kein Zuhause haben, wo sie sich zurückziehen können, dann muss man ihnen andere Heimaten schaffen. Man muss sie fördern und ihnen ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Freizeitangebot bieten!</p>
<p><strong>Die Jugend von heute ist das Deutschland von morgen!</strong></p>
<p>Die Jugend – ob schwarz, ob weiß, ob gelb, ob rot – ist die Zukunft. Die Zukunft Europas, die Zukunft Deutschlands. Unsere Zukunft. Deswegen müssen auch hier Investitionen gemacht werden. Jeder Cent, der in eine Jugendeinrichtung oder in ein Jugendprogramm gesteckt wird, ist ein gut investierter Cent. Und es wird sich auszahlen. Tausendfach!</p>
<p>Nochmal zurück nach Rottenburg. Wie gesagt, gibt es in unmittelbarer Nachbarschaft vom Jugendhaus ein großes Haus, indem viele Familien von Russlanddeutschen wohnen. Dies war aber nicht immer so.</p>
<p><strong>Behörden als Menschenhändler</strong></p>
<p>Vor einigen Jahren lebten diese Familien noch in einem großen Gebäudekomplex im benachbarten <a href=" http://www.tuebingen.de/">Tübingen</a>. Im Haus neben dem Jugendhaus lebten stattdessen Albanische Familien. Unter ähnlichen Bedingungen, wie ich sie oben schon geschildert habe.</p>
<p>Irgendwann aber kamen irgendwelche Investoren und die Stadt Tübingen auf die Idee, dass sich mit dem Gebäudekomplex Geld verdienen ließe. Man müsste ihn nur etwas renovieren. Und man müsste nur die darin lebenden Familien los werden.</p>
<p>Aber wohin mit denen? <em>Ach, gibt es nicht in Rottenburg ein großes graues Haus? Was, da leben schon viele albanische Familien? Egal, die müssen dort raus.</em> Wohin? <em>Egal, Hauptsache raus. Verteilt sie doch auf die umliegenden Dörfer und Gemeinden, irgendeinen Platz findet man doch immer.</em></p>
<p><strong>Eine Zugfahrkarte für den Umzug</strong></p>
<p>Gut. Wie bekommt man jetzt die russischen Familien von <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCbingen">Tübingen</a> nach <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Rottenburg_%28Neckar%29">Rottenburg?</a> <em>Mhhh, eigentlich ja nicht unser Problem. Wir geben jedem das Geld für eine Zugfahrkarte, das reicht. Die haben ja sowieso nicht soviel. Hauptsache, wir können mit den Renovierungsarbeiten beginnen.</em> Denn: Zeit ist Geld!</p>
<p>Ihr glaubt das kann nicht sein? Oh doch, so sieht Bürokratie heutzutage in Deutschland aus. So menschenverachtend gehen deutsche Behörden mit Aussiedlern und Migranten um. Seid doch mal ehrlich, da muten doch die Vorwürfe, die manche Zeitung gegenüber Migranten erhebt ziemlich unseriös an, oder?!</p>
<p><strong>Helmut Kohl und die brennenden Asylantenheime</strong></p>
<p>Womit wir auch wieder einen Bogen hin zu <a href=" http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,409905,00.html">Malzahns Artikel</a> spannen können, denn dass deutsche Politiker und Verantwortliche Ausländern gegenüber keine Fairness zuteil kommen lassen, ist nicht erst ein Phänomen neuerer Zeit:</p>
<p><em>Als in Deutschland dann Anfang der Neunziger Jahre in Solingen, Mölln und Rostock-Lichtenhagen Menschen verbrannt wurden und Flammen aus Asylunterkünften loderten &#8211; war Kohl nicht da. Der Mann, der so viel über die Macht von Symbolen wusste, ließ sich mit den ausländischen Opfern nicht fotografieren. Er besuchte nicht einmal die Tatorte. Warum? Weil die Opfer keine Deutschen waren? Die Antwort steht noch aus.</em> </p>
<p><strong>Schwarz-Rot-Grün</strong></p>
<p>Malzahn weist im Folgenden darauf hin, dass es erst der Rot-Grünen Bundesregierung bedürfte bis Integration und Ausländer auch in der Öffentlichkeit gehör fanden und sich endlich etwas tat. Auch wenn es vielleicht zu wenig gewesen sein sollte, so war es auf jeden Fall mehr, als die konservative CDU-FDP-Koalition in den Jahrzehnten zuvor auf die Beine gestellt haben!</p>
<p>Wie Integrationspolitik made by Stoiber aussieht, beschreibt Malzahn folgendermaßen:</p>
<p><em>Den ausländerpolitischen Hardlinern Stoiber und Co. fällt dagegen nichts anderes ein, als die Abschiebung von &#8220;jugendlichen Straftätern in ihre Herkunftsländer&#8221; zu fordern.</em></p>
<p>Klar, kommen Probleme, dann am besten immer weit weg damit. Nur nicht in Versuchung geraten nachzudenken und etwas anders, besser zu machen. Aber dass dann gerade die konservativen Sprecher, Zeitungen und Genossen momentan hingehen und am lautesten brüllen mutet doch reichlich schizophren an!</p>
<p>Deswegen fordert Claus Christian Malzahn dann auch:</p>
<p><em>Liebe Konservative: Kapiert endlich, dass dieses Herkunftsland Deutschland heißt. Multikulti ist eine Realität. (…)Warme Worte hat es in der Vergangenheit genug gegeben. Was die Republik jetzt braucht, ist eine ehrliche, selbstkritische Bilanz. Weder multikulturelle Verklärung noch hysterische Warnrufe helfen weiter. Wer sagt, dass mit den Ausländern etwas falsch läuft, denkt immer noch in den alten Kategorien von &#8220;Die&#8221; und &#8220;Wir&#8221;. Er vergisst beispielsweise, dass die Leidtragenden der Bildungsmisere an Lehranstalten wie der Rütli-Schule in erster Linie die Kinder und Jugendlichen aus Einwandererfamilien sind.</p>
<p>(…)Wir brauchen deshalb eine nationale Anstrengung, um diesen Trend zu drehen! Denn auch Edmund Stoiber müsste angesichts sinkender Geburtenraten ein ganz egoistisches Interesse daran haben, dass die türkischen Kids von heute zur deutschen Elite von morgen gehören. Schön wäre, wenn er jetzt auch etwas dafür tun würde, anstatt nur Alarm zu rufen. Wie wäre es mit einem Integrationsministerium in München?</em></p>
<p><strong>Cowboys – in Hollywood ausgezeichnet, in Deutschland nur Banane</strong> </p>
<p>Genau, der Bayerische Cowboy könnte statt lauter populistischer Worte endlich einmal Taten sprechen lassen und mit gutem Beispiel voran gehen. Aber bitte in die richtige Richtung und nicht jetzt andere dafür strafen, was man selber verbockt hat!</p>
<p>Aber nein, ich hab es ja ganz vergessen: Türken sind mehrheitlich Muslime. Oh, oh, das lässt sich doch mit den Grundzügen der <em>Christlichen</em> Parteien nicht vereinbaren. `Tschuldigung, ganz vergessen! </p>
<p>Und auch für die Große Koalition aus CDU und SPD hat Malzahn ratende Worte:</p>
<p><em>Liebe Große Koalition: Ihr seid dabei, die Chance auf die zweite deutsche Einheit zu verspielen &#8211; die republikanische Einheit der Einwanderungsrepublik Deutschland.</em></p>
<p>Und wo wir schon einmal bei Ratschlägen an die Macher und Großmäuler der Nation sind, dann dürfen wir auch die Bild-Zeitung nicht vergessen. An diese richtet sich C.C.M. in seinem abschließenden Abschnitt:</p>
<p><em>Auch ein Massenblatt wie die &#8220;Bild&#8221;-Zeitung könnte mit ihrer klaren Sprache hilfreich sein. Auf Ausgaben, in denen Kampagnen gegen erfolgreiche Schauspielerinnen türkischer Herkunft gefahren werden oder ein Arnulf Baring von der Leine gelassen wird, können wir dagegen verzichten.</em></p>
<p>Aber ob sich wirklich etwas ändert? Ich wage es zu bezweifeln. Zumindest erwarte ich von den in diesem Artikel Kritisierten keine Wunder. Natürlich würde ich mich gerne eines Besseren belehren lassen. Aber mal ehrlich: </p>
<p><strong>Nicht umsonst heißen die Konservativen <em>die Konservativen</em>!</strong></p>
<p>Aber, falls ihr es noch nicht gemerkt habt: Wir leben in der Gegenwart. In einer neuen Zeit. Früher ist früher. Heute ist heute. Morgen ist morgen. Deutschland ist bunt und reichhaltig an verschiedenen Kulturen. Deutschland hat viele Farben, viele Religionen und viele Sprachen. Wann verstehen dies auch die Konservativen? Lassen wir die Einfalt hinter uns. Nehmen wir die Herausforderungen an. Gemeinsam.</p>
<p><strong>Kommt lasst uns modern sein!!!</strong></p>
<p>bluejax<br />
, den 06. April 2006</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.bluejax.net/2006/03/13/malzahns-ausbruch<br />
-undankbares-pack-%e2%80%93-die-vergesslichen-deutschen/<br />
http://www.spiegel.de/<br />
http://www.spiegel.de/politik/debatte/<br />
0,1518,409905,00.html<br />
http://www.bildblog.de/<br />
http://www.bildblog.de/?p=1283<br />
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/<br />
0,1518,408658,00.html<br />
http://www.taz.de/pt/2003/11/27/a0163.1/text<br />
http://www.taz.de<br />
http://www.rottenburg.de/<br />
http://www.juha-klause.de/<br />
http://www.tuebingen.de/<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCbingen<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Rottenburg<br />
_%28Neckar%29 </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bluejax.net/2006/04/06/thema-integration-meine-erfahrungen-meine-meinung-eine-auslanderfeindliche-bild-zeitung-und-ein-lob-an-cc-malzahn/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
	</channel>
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