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	<title>Bluejax.net &#187; Politik</title>
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		<item>
		<title>Ilmenau: Tod in der Polizei-Zelle – Thüringer Innenpolitik am Abgrund</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 21:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktueller Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ilmenau]]></category>
		<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 In der Nacht zum 17. Januar 2009 starb ein 28-jähriger Punk in Ilmenau in Polizeigewahrsam. Da die näheren Umstände des Todes momentan noch ungeklärt scheinen, wird inzwischen gegen die Beamten wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Eine Verurteilung jedoch erscheint angesichts der auf soziale Erwünschtheit spezialisierte Thüringer Innenpolitik mehr als unwahrscheinlich.


Tod durch unterlassende Hilfeleistung
Der Tote, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2009%2F01%2F25%2Filmenau-tod-in-der-polizei-zelle-%25e2%2580%2593-thuringer-innenpolitik-am-abgrund%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2009%2F01%2F25%2Filmenau-tod-in-der-polizei-zelle-%25e2%2580%2593-thuringer-innenpolitik-am-abgrund%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 In der Nacht zum 17. Januar 2009 starb ein 28-jähriger Punk in Ilmenau in Polizeigewahrsam. Da die näheren Umstände des Todes momentan noch ungeklärt scheinen, wird inzwischen gegen die Beamten wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Eine Verurteilung jedoch erscheint angesichts der auf soziale Erwünschtheit spezialisierte Thüringer Innenpolitik mehr als unwahrscheinlich.</p>
<p><span id="more-319"></span></p>
<p><center><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/mimbo2.2/images/todinzelle.jpg" alt="Tod in der Polizeizelle" /></center></p>
<h1>Tod durch unterlassende Hilfeleistung</h1>
<p>Der Tote, der der Ilmenauer Punkszene zugerechnet wird, wurde um zwei Uhr nachts in Ilmenau betrunken aufgegriffen und anschließend in Polizeigewahrsam genommen. <a href=" http://www.die-topnews.de/betrunkener-mann-stirbt-in-polizeizelle-333293">Anstatt jedoch</a> ihren <a href=" http://www.op-marburg.de/newsroom/weltimspiegel/zentral/weltimspiegel/art699,782924">Pflichten nachzukommen</a> und den Mann auf seine Haftfähigkeit hin zu überprüfen und gegebenenfalls in ärztliche Obhut zu übergeben, wurde dieser ohne Aufsicht in eine Zelle gesperrt und sich selbst überlassen.</p>
<p>Am nächsten morgen wurde der 28-jährige gegen neun Uhr leblos in seiner Zelle aufgefunden. Der herbeigerufene Notarzt konnte anschließend lediglich der Tod des 28-jährigen <a href=" http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.thueringen.ticker.volltext.php?kennung=ontaTICRatgeberMantel1232210062&#038;zulieferer=ta&#038;kategorie=TIC&#038;rubrik=Ratgeber&#038;region=Mantel&#038;auftritt=TA&#038;dbserver=1">feststellen</a>. Ein toxikologisches Gutachten soll nun in der kommenden Woche für Aufklärung der genauen Todesumstände sorgen. Wahrscheinlich ist eine <a href=" http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&#038;cccpage=20012009ArtikelPanoramaPW1 ">Alkoholvergiftung</a> als Todesursache.</p>
<h1>Offene Fragen über die genauen Hintergründe</h1>
<p>Der Punk war der örtlichen Polizeibehörde bekannt. Erst einige Wochen zuvor soll er nach einem Punkkonzert direkt vor dem Café Bohne in der Ilmenauer Innenstadt <a href=" http://de.indymedia.org/2009/01/239757.shtml">festgenommen</a> worden sein. Über die Hintergründe ist bisher noch nichts bekannt. </p>
<p>Die Statsanwaltschaft hat inzwischen gegen die zwei Polizisten der Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau, die den Punk in Gewahrsam genommen haben, Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung <a href=" http://www.freies-wort.de/nachrichten/regional/ilmenau/ilmenaulokal/art2447,921791">aufgenommen</a>. Dass es letztlich wirklich zu einer Verurteilung gegen die beiden Beamten kommen wird, erscheint  mehr als <a href=" http://agst.antifa.net/archiv/text225.htm">fragwürdig</a>. Viel zu sehr haben sich Thüringer Innenministerium und Staatsanwaltschaft in der Vergangenheit einen Namen darin gemacht, in Ermittlungen einzugreifen und Ergebnisse nach eigener Erwünschtheit zu lenken und zu beschönigen.</p>
<h1>Erschreckende Erfahrungen mit der Arbeit von Polizei &#038; Justiz in Thüringen</h1>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2006/03/12/die-kacke-is-am-dampfen-%E2%80%93-brauner-nebel-in-thuringen/">Meine eigenen Erfahrungen mit ...und eingestellten Ermittlungen</a> der Ilmenauer und Thüringer Polizei im Zusammenhang mit Vorfällen rechtsextremer Gewalt (siehe auch am Ende dieses Artikels) wurden erst vor wenigen Tagen durch einen Vorfall ergänzt, den das Fernsehmagazin „Kontraste“ aufdeckte.</p>
<p>Unter dem Titel „<a href=" http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_8467391.html">Hilflose Opfer – Thüringer Justiz in Erklärungsnöten</a>“ wurde dem Verdacht nachgegangen, dass Thüringen nicht mit rechter Gewalt in Zusammenhang gebracht werden möchte. </p>
<p><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/BWNAjCnLtf0&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/BWNAjCnLtf0&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p>
<h1> Hilflose Opfer – Thüringer Justiz in Erklärungsnöten</h1>
<blockquote><p>
Vor einem Jahr in der ostthüringischen Kleinstadt Berga. In der Stadthalle ist ein Fest. Bilder von diesem Abend. Auch eine Gruppe Rechtsradikaler ist anwesend, wie so oft. Als Martin gerade nach Hause gehen will, trifft er auf sie vor der Tür. An seiner Kleidung ist er als linker Jugendlicher zu erkennen. Er wird gepackt und ein gezielter Schlag trifft Martin am Kopf. Er stürzt nach hinten, bleibt bewusstlos liegen.<br />
[…]<br />
Der Fall blieb bei der Staatsanwaltschaft liegen &#8211; fast ein Jahr.<br />
Martin und seine Mutter kommen nicht zur Ruhe. Bis heute gab es keinen Prozess gegen die Täter.<br />
[…]<br />
Als wir davon erfahren, rufen wir die Staatsanwaltschaft in Gera an, fragen, warum es so lange dauert. Die Auskunft: Der Fall sei noch nicht abgeschlossen, es sei noch keine Anklage erhoben. </p>
<p>Zwei Tage später haken wir nach: Jetzt habe man Anklage erhoben, so die Auskunft. Erst unser Interesse an dem Fall scheint endlich Aktivität auszulösen.<br />
[…]<br />
Es kommt noch schlimmer: Obwohl die Staatsanwaltschaft Gera bestätigt, dass die Täter der rechten Szene angehören, sieht sie bei der Tat aber keinen rechtsradikalen Hintergrund. Absurd.<br />
[…]<br />
<em>Christel Wagner-Schurwanz, Opferberatung „AUFANDHALT“ Gera: </em><br />
„Dieser Fall ist für uns gar kein Einzelfall, dass hier auch der rechtsradikale Hintergrund weggelassen wird. Wir beobachten das seit zwei Jahren, dass es immer häufiger geschieht und haben mittlerweile den Eindruck, dass es fast eine generelle Angelegenheit ist, dass gesagt wird, einen rechtsradikalen Hintergrund gab es hier nicht.<br />
Ich habe den Eindruck, dass der rechtsradikale Hintergrund bei vielen Angriffen rechtsextremer Gewalt weggelassen wird, um die Statistik zu verschönern.“<br />
<font size=1>(Quelle: <a href=" http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_8467391.html">Kontraste.de)</font>
</p></blockquote>
<h1>Interessante Bluejax-Artikel zum Thema (Innen-)Politik in Thüringen:</h1>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/10/01/nazi-20-braune-trojaner-in-thuringen-npd-schleust-funktionare-in-linke-spd-jusos/">Nazi 2.0: Braune Trojaner in T...re in Linke, SPD &#038; Jusos</a><br />
<a href=" http://www.bluejax.net/2006/03/13/traurig-aber-wahr-rassismus-in-discotheken-alltag-in-thuringen/">Traurig aber wahr: Rassismus i...&#8211; Alltag in Thüringen!?</a><br />
<a href=" http://www.bluejax.net/2006/03/13/schockierende-studien-ergebnisse-%e2%80%93-auslanderfeindlichkeit-in-thuringen/">Schockierende Studien-Ergebnis...eindlichkeit in Thüringen?!?!</a><br />
<a href=" http://www.bluejax.net/2006/03/13/studentische-initiative-gegen-rassismus-und-rechtsextremismus-%e2%80%93-diskussion-auf-dem-campus-ilmenau/">Studentische Initiative gegen ...kussion auf dem Campus Ilmenau</a><br />
<a href=" http://www.bluejax.net/2006/03/12/soko-braune-gewalt-%e2%80%93-kopfgeld-opfer-und-eine-gegendemo/">SoKo braune Gewalt – Kopfgeld, Opfer und eine Gegendemo<br />
<a href=" http://www.bluejax.net/2006/03/12/die-kacke-is-am-dampfen-%e2%80%93-brauner-nebel-in-thuringen/">Die Kacke is` am Dampfen – brauner Nebel in Thüringen</p>
<p>bluejax<br />
Berlin, den 25. Januar 2009</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.die-topnews.de/betrunkener-mann-stirbt-in-polizeizelle-333293<br />
http://www.op-marburg.de/newsroom/weltimspiegel/zentral/weltimspiegel/art699,782924<br />
http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.thueringen.ticker.volltext.php?kennung=ontaTICRatgeberMantel1232210062&#038;zulieferer=ta&#038;kategorie=TIC&#038;rubrik=Ratgeber&#038;region=Mantel&#038;auftritt=TA&#038;dbserver=1<br />
http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&#038;cccpage=20012009ArtikelPanoramaPW1<br />
http://de.indymedia.org/2009/01/239757.shtml<br />
http://www.freies-wort.de/nachrichten/regional/ilmenau/ilmenaulokal/art2447,921791<br />
http://agst.antifa.net/archiv/text225.htm<br />
http://www.bluejax.net/2006/03/12/die-kacke-is-am-dampfen-%E2%80%93-brauner-nebel-in-thuringen/<br />
http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_8467391.html<br />
http://www.bluejax.net/2006/03/12/die-kacke-is-am-dampfen-%e2%80%93-brauner-nebel-in-thuringen/<br />
http://www.bluejax.net/2006/03/12/soko-braune-gewalt-%e2%80%93-kopfgeld-opfer-und-eine-gegendemo/<br />
http://www.bluejax.net/2006/03/13/studentische-initiative-gegen-rassismus-und-rechtsextremismus-%e2%80%93-diskussion-auf-dem-campus-ilmenau/<br />
http://www.bluejax.net/2006/03/13/schockierende-studien-ergebnisse-%e2%80%93-auslanderfeindlichkeit-in-thuringen/<br />
http://www.bluejax.net/2006/03/13/traurig-aber-wahr-rassismus-in-discotheken-alltag-in-thuringen/<br />
http://www.bluejax.net/2007/10/01/nazi-20-braune-trojaner-in-thuringen-npd-schleust-funktionare-in-linke-spd-jusos/</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nazi 2.0: Braune Trojaner in Thüringen &#8211; NPD schleust Funktionäre in Linke, SPD &amp; Jusos</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2007/10/01/nazi-20-braune-trojaner-in-thuringen-npd-schleust-funktionare-in-linke-spd-jusos/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Sep 2007 22:34:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 
Die NPD in Thüringen macht ernst. In Hinblick auf die 2009 anstehende Landtagswahl im von Dieter Althaus (CDU) regierten Bundesland, scheint den Funktionären der rechtsextremen Partei kein Mittel zu schade zu sein, um die NPD in den Thüringer Landtag zu bringen. Dabei wird auch vor Lügen und Verleumdungen nicht zurückgeschreckt. Andere Parteien werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F10%2F01%2Fnazi-20-braune-trojaner-in-thuringen-npd-schleust-funktionare-in-linke-spd-jusos%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F10%2F01%2Fnazi-20-braune-trojaner-in-thuringen-npd-schleust-funktionare-in-linke-spd-jusos%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 <a href="http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/artikel.php?id=85&#038;kat=85&#038;artikelid=3969" target="_blank"><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/bluejax_at_mut.jpg"  border="0"/></a></p>
<p>Die NPD in Thüringen macht ernst. In Hinblick auf die 2009 anstehende Landtagswahl im von Dieter Althaus (CDU) regierten Bundesland, scheint den Funktionären der rechtsextremen Partei kein Mittel zu schade zu sein, um die NPD in den Thüringer Landtag zu bringen. Dabei wird auch vor Lügen und Verleumdungen nicht zurückgeschreckt. Andere Parteien werden zunehmend unterwandert!</p>
<p><strong>Gefahr für Freiheit, Demokratie und Zivilgesellschaft!</strong></p>
<p>Ein ganz besonders dreister Fall ereignete sich nun in Erfurt. Dort wurde ein NPD-Getreuer als Praktikant in die PDS eingeschleust und begann eine Affäre mit einem Landtagsabgeordneten der Linken. Gleichzeitig stellte er auch einen Antrag auf Gastmitgliedschaft bei den Jusos, sowie der SPD. Der  braune Trojaner sollte interne Informationen an die NPD weitergeben und mit einer Enttarnung kurz vor den Landtagswahlen 2009 die Linke als Konkurrenten schwächen und diskreditieren. Nun flog der Spionageversuch aufgrund von <a href=" http://www.mdr.de/thueringen-journal/4789856.html" target="_blank">MDR-Recherchen</a> vorzeitig auf. Doch: Es ist nicht der einzige Fall!</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/10/01/nazi-20-braune-trojaner-in-thuringen-npd-schleust-funktionare-in-linke-spd-jusos/" ><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejaxnet/braune_trojaner_nazi20.jpg"  border="0"/></a></p>
<p>Ein ausdrücklicher Dank an <a href=" http://blog.jedentageinbild.de" target="_blank">JedenTagEinBild.de</a> für die <a href=" http://blog.jedentageinbild.de/?p=77" target="_blank">Hinweise</a> und Rechercheunterstützung!</p>
<p><span id="more-236"></span></p>
<p><strong>Unterwanderung des Polizei-Apparates</strong></p>
<p>Erst vor wenigen Tagen erschien auf Indymedia ein Artikel, <a href=" http://de.indymedia.org/2007/09/194263.shtml" target="_blank">in dem berichtet wurde</a>, wie ehemalige Neonazikader den Thüringer Polizei-Apparat unterwandern würden. Als Indizien für diesen Vorwurf dienten Vorfälle, in denen lokale Neonazis Antifaschisten mit Detailinformationen konfrontierten, welche diese nur mit Zugriff auf polizeiliche Ermittlungsakten wissen konnten. Des Weiteren ist vom Leiter des örtlichen Polizeireviers einer kleinen südthüringischen Kleinstadt die Rede, der vor seiner Laufbahn im Staatsapparat <em>„an dem Angriff auf ein Flüchtlingsheim federführend beteiligt“</em> gewesen sein soll.</p>
<p>Nun kann man die Glaubwürdigkeit von <a href=" http://de.indymedia.org/" target="_blank">Indymedia</a>-Artikeln berechtigterweise anzweifeln. Da es jedem offen steht, Artikel anonym bei Indymedia zu veröffentlichen, ist es oftmals schwierig die Berichte zu verifizieren. Ebenso scheint es denkbar, dass besagter Artikel – „Im braunen Herzen Deutschlands“ – bewusst von rechter Seite lanciert wurde, um die Bevölkerung einzuschüchtern!</p>
<p><strong>NPD-Trojaner gegen die Demokratie</strong></p>
<p>Dass die Rechtsextremisten allerdings gerade durchaus eine Trojaner-Offensive durchführen, zeigt ein aktueller Fall, der zum einen auf nachweisbaren Fakten basiert und momentan die Thüringer Parteienlandschaft in helle Aufregung versetzt hat.</p>
<p>Wie auf Recherchen des MDR-Redakteurs Axel Hemmerling nun aufgedeckt wurde, hatte die NPD ein <a href=" http://de.altermedia.info/general/fka-eklat-in-erfurt-um-npd-funktionar-andy-sex-mit-linkspartei-abgeordneten-frank-kuschel-030907_11020.html" target="_blank">Mitglied aus ihren Reihen</a> in die Fraktion der Linkspartei eingeschleust. Wie der Vorsitzende der NPD in Erfurt, Kai-Uwe Trinkaus, gegenüber der Südthüringer Zeitung einräumte, sei diese Aktion seit mehr als einem <a href=" http://www.stz-online.de/nachrichten/thueringen/seite2thueringenstz/art2478,696084" target="_blank">dreiviertel Jahr genaustens geplant</a> gewesen. </p>
<p><strong>Brauner Freitag</strong></p>
<p>Durch den Regelmäßigen Besuch des <a href=" http://www.m-g-k.de/gespraechskreis/index.php?sid=a1ec6c7f56f4681b3862bd6ad811c9a7" target="_blank">Internetforum</a> der Thüringer NPD, kam der 21-jährige Andy Freitag vor einiger Zeit mit der Erfurter <a href=" http://www.naso-erfurt.de/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=54&#038;Itemid=29" target="_blank">rechten Szene in Kontakt</a>. Da sein Gesicht in der Öffentlichkeit noch relativ unbekannt war, nutzte man die Gelegenheit und brachte Freitag mit der SPD und deren Jugendorganisationen, den Jusos, in Kontakt. Dort kleidete sich der braune Wolf in ein weißes Schafspelz und versorgte die rechten Strippenzieher mit wichtigen Informationen. </p>
<p>Kurze Zeit darauf wurde Freitag über die Rosa Luxemburg Stiftung in „Die Linke“ als Praktikant eingeschleust. Dort stand er dem Landtagsabgeordneten <a href=" http://www.frankkuschel.de/" target="_blank">Frank Kuschel</a> zur Seite und begleitete diesen auf mehrere Veranstaltungen. Ziel der NPD war es gewesen, möglichst viele interne Informationen aus dem Führungszirkel der Thüringer Linke-Fraktion zu sammeln und pünktlich zum Höhepunkt des Landtagswahlkampfe 2009 die Bombe medienwirksam platzen zu lassen. Bei den Verantwortlichen der NPD erhoffte man sich mit dieser Aktion die Konkurrenten im Einzug in den Thüringer Landtag zu schwächen und sich selber eine verbesserte Ausgangsposition zu verschaffen.</p>
<p><strong>Die Kuschel-Affäre</strong></p>
<p>Dass es zu diesem Clou nun nicht kommt, ist den Recherchen eines MDR-Redakteurs zu verdanken. Es scheint sogar, als ob sich die Aktion nun zu dem entwickelt, was man ein klassisches <a href=" http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=624&#038;Itemid=242" target="_blank">Eigentor</a> bezeichnet. Denn obwohl die Rechtsextremen den Akt der Spionage ihrerseits als Erfolg feiern, so scheinen im Grunde genommen sie es, die sich nun zum Gespött der Öffentlichkeit machen.</p>
<p>Denn umgehend nach Bekannt werden der „Aktion Freitag“, bezichtigte der eingeschleuste Praktikant den Landtagsabgeordneten Frank Kuschel der sexuellen Belästigung und stellte Strafanzeige. Doch entgegen dieses von der NPD nun propagierten Übergriffes scheint es so zu sein, als dass der Praktikant Freitag mit seinem Vorgesetzten Kuschel vielmehr eine sexuelle Affäre eingegangen ist, die auf Gegenseitigkeit beruhte. Frank Kuschel kündigte vor wenigen Tagen auf seiner Seite wiederum eine Anzeige wegen <em>„Verleumdung aus politischen Gründen“</em> an!</p>
<p><strong>Gegen Totalitarismus! Gegen Rechts!</strong></p>
<p>Je mehr von den Unterwanderungs-Plänen der NPD und rechten Kameradschaften ans Licht kommen, desto mehr fühlt man sich an vergangene Zeiten erinnert. Man muss sich nur einmal vor Augen halten, welche große Gefahr für unsere demokratische Zivilgesellschaft dadurch entsteht. Werden andere demokratische Parteien, Organisationen und staatliche Behörden durch braune Funktionäre unterwandert, wird rassistisches Gedankengut weitflächig verstreut. Im schlimmsten Fall gelangen rechtsextreme Neonazis an Schaltstellen demokratischer Parteien und Institutionen, die sie dann nach belieben manipulieren können.</p>
<p>Patrick Wieschke, der Pressesprecher der thüringischen NPD, bestätigte gegenüber der Südthüringer Zeitung, dass die rechte Partei gezielt eigene Leute in andere Parteien, Initiativen und Veranstaltungen einschleuse. „Das wird öfter passieren“ <a href=" http://www.stz-online.de/nachrichten/thueringen/seite2thueringenstz/art2478,696084" target="_blank">wird er zitiert</a>. Erst im vergangenen Jahr wurde ein NPD-naher Neonazi in den Stadtvorstand der Bad Salzunger Linkspartei.PDS <a href=" http://www.die-linke-wartburgkreis.de/default.asp?dtlpresse=T&#038;lid=81&#038;iid=12&#038;mid=0&#038;uid=0&#038;jahr=2006&#038;apxmnuakt=1" target="_blank">gewählt</a>. Damals jedoch wurde die Identität des braunen Trojaners erst zu spät aufgedeckt. Auch hier hieß das erklärte Ziel der Aktion: <a href=" http://www.m-g-k.de/forum/board_entry.php?id=1156&#038;page=0&#038;order=time&#038;category=all&#038;PHPSESSID=1ff41cf72ae24700b46db1dade3447e6" target="_blank">Unterwanderung</a>!</p>
<p>Am Ende steht eine unheilvolle Beeinflussung der Bevölkerung. Immer wieder flankiert von Fragen, die man sich auch zu Stasi-Zeiten stellen musste: Wem kann ich vertrauen? Hinter welchem Gesicht versteckt sich ein brauner Funktionär? Was kann ich sagen, was denken und welche Folgen hat meine offene Kritik? Eine Schreckensvision, die es zu verhindern gilt! Und dazu gehört es auch, diese Missstände und rechtsextremistischen Vorgänge offen anzuprangern. Nur durch Aufklärung und Geschlossenheit der Zivilgesellschaft ist es möglich, den braunen stinkenden Sumpf aufzudecken und trocken zu legen!</p>
<p><strong>Hand in Hand der rechten Gefahr trotzen!</strong></p>
<p>Der Fall Kuschel- Freitag zeigt einmal mehr die Rücksichtslosigkeit und Gefährlichkeit der braunen Strukturen in Thüringen. Blind und ohne eigenes Konzept scheinen sich die anderen demokratischen Parteien in blindem Optimismus den rechtsextremen Vorgängen willenlos zu öffnen. Statt endlich mal gemeinsam an einem Strang zu ziehen und zu versuchen, die braune Gefahr aktiv und offensiv zu bekämpfen, wird aller orten weg geschaut und sich die Schuld gegenseitig zu geschoben. Jedoch führt ein solches Verhalten bei den Wählerinnen und Wählern nur zu Vertrauensverlusten, was gefährliche Folgen haben kann.</p>
<p>Dass man mit diesen gegenseitigen Scharmützeln immer nur den Rechtsextremen in die Karten spielt, scheinen viele Politiker oftmals  &#8211; wenn überhaupt – erst spät zu erkennen. Umso wichtiger ist es, die kriminelle Energie, die in den verschiedenen braunen Gruppierungen rund um die NPD steckt, auf zu decken, offen anzusprechen und davor zu warnen. Denn nur so kann  verhindert werden, dass eine Bevölkerung, die aus Politikverdrossenheit und verlorenem Vertrauen in eine seriöse Politik heraus, Gefahr läuft, der NPD bei den kommenden Wahlen 2009 in den Thüringer Landtag zu verhelfen!</p>
<p>Wir alle tragen Verantwortung dafür, dessen sollten wir uns bewusst sein. Aber noch ist es nicht zu spät. Noch können wir etwas entgegensetzen, etwas erreichen. Gemeinsam!</p>
<p>bluejax<br />
Il, den 01. Oktober 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/artikel.<br />
php?id=85&#038;kat=85&#038;artikelid=3969<br />
http://www.mdr.de/thueringen-journal/4789856.html<br />
http://blog.jedentageinbild.de<br />
http://blog.jedentageinbild.de/?p=77<br />
http://de.indymedia.org/2007/09/194263.shtml<br />
http://de.indymedia.org/<br />
http://de.altermedia.info/general/fka-eklat-in-erfurt-um-<br />
npd-funktionar-andy-sex-mit-linkspartei-abgeordneten-<br />
frank-kuschel-030907_11020.html<br />
http://www.stz-online.de/nachrichten/thueringen/seite2<br />
thueringenstz/art2478,696084<br />
http://www.m-g-k.de/gespraechskreis/index.php?sid=a1ec6c<br />
7f56f4681b3862bd6ad811c9a7<br />
http://www.naso-erfurt.de/index.php?option=com_content<br />
&#038;task=view&#038;id=54&#038;Itemid=29<br />
http://www.frankkuschel.de/<br />
http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_content&#038; task=view&#038;id=624&#038;Itemid=242<br />
http://www.die-linke-wartburgkreis.de/default.asp?dtlpresse= T&#038;lid=81&#038;iid=12&#038;mid=0&#038;uid=0&#038;jahr=2006&#038;apxmnuakt=1<br />
http://www.m-g-k.de/forum/board_entry.php?id=1156&#038;page= 0&#038;order=time&#038;category=all&#038;PHPSESSID=1ff41cf72<br />
ae24700b46db1dade3447e6</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ohne Worte: Public Viewing Reloaded – Der Große Bruder Deutschland 1984</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 16:40:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[- WortLos -]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 

- Ohne Worte -

bluejax
Il, den 12. September 2007
Quellen und Links:
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F09%2F12%2Fohne-worte-public-viewing-reloaded-%25e2%2580%2593-der-grose-bruder-deutschland-1984%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F09%2F12%2Fohne-worte-public-viewing-reloaded-%25e2%2580%2593-der-grose-bruder-deutschland-1984%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 <a href=" http://www.bluejax.net/2007/09/12/ohne-worte-public-viewing-reloaded-%e2%80%93-der-grose-bruder-deutschland-1984/" ><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejaxnet/public_viewing_demo.jpg" border="0"/></a></p>
<p><span id="more-230"></span></p>
<p><strong>- Ohne Worte -</strong></p>
<p><a href=" http://www.vorratsdatenspeicherung.de/" ><img src=" http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/demo_berlin_2007_468x60.jpg"  width="400" height="" border="0"/></a></p>
<p>bluejax<br />
Il, den 12. September 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Politicallyincorrect: Braunes Gedankengut?! &#8211; Von Eva Herman und Fremden, „die die Sozialsysteme belasten“</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Sep 2007 11:35:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogosphere]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Während in der deutschen Medienlandschaft die Kündigung von Eva Herman durch den NDR als durchaus positiv aufgenommen wird, sympathisiert Politicallyincorrect offen mit der Fernsehmoderatorin, die „keine freiheitliche, sondern eine im Kern totalitäre Gesellschaft“ (SpOn) zu favorisieren scheint. In einem konfusen PI-Artikel [1], kritisiert man zuerst die Reaktionen in der deutschen Presse, um sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F09%2F10%2Fpoliticallyincorrect-braunes-gedankengut-von-eva-herman-und-fremden-%25e2%2580%259edie-die-sozialsysteme-belasten%25e2%2580%259c%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F09%2F10%2Fpoliticallyincorrect-braunes-gedankengut-von-eva-herman-und-fremden-%25e2%2580%259edie-die-sozialsysteme-belasten%25e2%2580%259c%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Während in der deutschen Medienlandschaft die Kündigung von <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Eva_Herman" target="_blank">Eva Herman</a> durch den NDR als durchaus positiv aufgenommen wird, sympathisiert Politicallyincorrect offen mit der Fernsehmoderatorin, die <em>„keine freiheitliche, sondern eine im Kern totalitäre Gesellschaft“</em> (<a href=" http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,504723,00.html" target="_blank">SpOn</a>) zu favorisieren scheint. In einem konfusen PI-Artikel [1], kritisiert man zuerst die Reaktionen in der deutschen Presse, um sie alsdann als <em>„linkes Establishment der Alt-68er“</em> zu verunglimpfen und schließlich die Werbetrommel für den politisch inkorrekten Kreuzzug gegen den Islam zu rühren. Die Kritik, dass eine <em>„ungelenkte Millionenzuwanderung unqualifizierter Muslime“</em> die die Sozialsysteme belaste statt ausgleiche, sich tagtäglich als gescheitert erweist“</em>, gibt durchaus Grund zur Annahme eine rechte Gesinnung der PI-Autoren zu vermuten. Ein NPD-Artikel weist zudem erhebliche Ähnlichkeiten auf.</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/09/10/politicallyincorrect-braunes-gedankengut-von-eva-herman-und-fremden-%e2%80%9edie-die-sozialsysteme-belasten%e2%80%9c/" ><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/pi_die-nationalen2.jpg" border="0"/></p>
<p><span id="more-229"></span></p>
<p><strong>Ängste Schüren und Feindseligkeit sähen</strong></p>
<p>Mit aller Macht wehrt man sich seit je her bei Politicallyincorrect dagegen, in die rechte Ecke gestellt zu werden. Jedes Mal, wenn das Auftreten des Weblogs von Stefan Herre als tendenziell rassistisch kritisiert wird, folgt bei PI und seinen Anhängern ein lautes Aufschreien. Dabei werden von Herre und Konsorten seit Jahren Ängste vor allem Fremden geschürt und fortdauernd gegen Andersdenkende oder Andersgläubige gehetzt. </p>
<p>Dass Politicallyincorrect dabei regelmäßig Parolen und Meinungen veröffentlicht, die genauso oder ähnlich auch im rechtsextremen Lager ausgesprochen werden, sieht jeder halbwegs intelligente Mensch, der einmal einen Blick auf das Weblog wirft. Ein besonders gutes Beispiel für meine Behauptung findet sich auch aktuell wieder bei PI. </p>
<p><strong>Das Eva-Prinzip</strong></p>
<p>In dem Blog-Artikel <em>„Die verlorene Ehre der Eva Herman“</em> [1] greift man die Vorgänge rund um die ehemalige Moderatorin der ARD-Tagesschau auf. Dabei gibt man zu Beginn durchaus zu, dass die Aussagen von Hermann <em>„dumm“</em> und <em>„nicht sonderlich intelligent“</em> waren. Doch direkt im Anschluss daran wechselt man auch schon wieder die Seite und kritisiert das positive Medienecho, dass die Entlassung von Eva Hermann ausgelöst hatte. </p>
<p>Gegentand der Diskussion ist ein Zitat, das die Fernsehmoderatorin jüngst bei der Präsentation ihren neuen Buches verlautbaren ließ. Herman meinte, im Dritten Reich sei <em>&#8220;vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler&#8221;</em>, um sofort anzuschließen <em>&#8220;aber einiges auch sehr gut, zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter&#8221;</em>. Die 68er seien für die Abschaffung der Wertschätzung der Mutter verantwortlich gewesen und somit schuld an einem <em>&#8220;gesellschaftlichen Salat&#8221;</em> (Quelle: <a href=" http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,504561,00.html" target="_blank">Spiegel-Online</a>)</p>
<p><strong>Missverständnis der linken Presse</strong></p>
<p>Während nun die Mehrzahl der deutschen Medien die Aussagen von Eva Hermann kritisiert und die Reaktion des NDR, der die Moderatorin augrund dessen aus ihrem Vertrag entlassen hatte, positiv aufnimmt, sieht man dies bei Politicallyincorrect natürlich anders. Dort ist die Rede von einem <em>„absichtlich missverstandenen Zitat“</em>, welches <em>„in einen offensichtlich von Eva Herman nicht gemeinten Zusammenhang“</em> gebracht worden sei.</p>
<p>Besonders die Kritik von Eva Hermann an der 68er-Bewegung trifft bei PI auf offene Ohren. Schließlich hat man es sich zur Leitlinie gesetzt, alles links von rechts als schlecht und gefährlich anzusehen. Und da man sich bei Politicallyincorrect gerne ziemlich schnell in einen Wahn schreibt, fällt anschließend ein Satz, der nicht anders auch von Rechtsextremisten und Neonazis geäußert wird.</p>
<p><em>Die als Therapie verordnete ungelenkte Millionenzuwanderung unqualifizierter Muslime, die die Sozialsysteme belasten statt auszugleichen, erweist sich tagtäglich als gescheitert.</em></p>
<p><strong>Fremdenfeindlichkeit und verlorene Werte</strong> </p>
<p>Zwar spricht man bei NPD und rechten Kameradschaften meistens nicht von Muslimen, sondern von Ausländern, aber die Kernaussage ist letztlich dieselbe. Ebenso wie die Rechtsextremisten, so kritisiert auch Politicallyincorrect (nicht zum ersten Mal), dass zu viele „Fremde“ nach Deutschland kommen und das hiesige System gefährden würden.</p>
<p>Die Kritik, Stefan Herre und seine Autoren würden eine tendenziell fremdenfeindliche Berichterstattung verfolgen, wird von diesen immer wieder vehement zurück gewiesen. Stattdessen gibt man sich empört und brüskiert aufgrund der negativen Wertung. Allerdings zeigen Artikel wie der hier genannte, dass die Kritik an Politicallyincorrect nicht von ungefähr kommt!</p>
<p><strong>Ähnliche Ansichten bei der NPD</strong></p>
<p>Interessant übrigens auch, was die NPD gestern auf ihrer Homepage geschrieben hat [2]. Dort beschäftigte man sich in dem Artikel <em>„Herzlich willkommen, Frau Hermann“</em> ebenfalls mit dem Medienecho auf die Entlassung von Eva Hermann:</p>
<p><em>„Nun hat Frau Hermann selbst erleben können, wie es hierzulande mit der Meinungsfreiheit steht. Wer nicht im Gleichsprech mitbetet, wird mundtot gemacht (…) Muss man deshalb auch Umweltschutz ablehnen, nur weil es im Dritten Reich Umweltschutz gab? (…) Systemmedien &#8211; und Politik sind allmählich geschichtshysterisch geworden. Man muss sich inzwischen fragen, ob man dort, wo Berufsverbote und Meinungsparagraphen historische Erinnerung regeln, noch von einem Rechtsstaat sprechen kann?“</em></p>
<p>Dass der Artikel bei Politicallyincorrect und der bei NPD.de gewisse Ähnlichkeiten aufweisen, ist nicht von der Hand zu weisen. Und dies ist beileibe nicht das erste Mal der Fall. Immer wieder findet man ähnliche Formulierungen, Forderungen und Meinungen auf beiden Seiten wieder (Beispiel Moscheenbau). Manchmal scheint es gar, als könne man die Artikel der beiden Angebote miteinander vertauschen und keinem würde es wirklich auffallen. Das sollte manch einem wirklich zu denken geben. Man muss die Augen nur auf machen, statt sie zwanghaft zu verschließen!</p>
<p><strong>Weitere Bluejax-Artikel über Politicallyincorrect:</strong></p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/09/07/logo-vergleich-politisch-inkorrekt-und-intolerant%e2%80%93-gegen-alles-fremde-und-unbekannte/" ><em>Logo-Vergleich: Politisch Inkorrekt und Intolerant– Gegen alles Fremde und Unbekannte</em></a></p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/06/15/politicallyincorrect-herre-klein-als-autoren-fur-%e2%80%9ejunge-freiheit%e2%80%9c-%e2%80%93-%e2%80%9eneue-rechte%e2%80%9c-oder-einfacher-widerspruch/" ><em>Politicallyincorrect: Herre &#038; Klein als Autoren für „Junge Freiheit“ – „Neue Rechte“ oder einfacher Widerspruch?</em></a></p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/05/29/einschuchterung-20-stefan-herre-blast-zum-grosangriff-%e2%80%93-im-kampf-gegen-das-unrecht-dieser-welt/" ><em>Einschüchterung 2.0: Stefan Herre bläst zum Großangriff – Im Kampf gegen das Unrecht dieser Welt</em></a></p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2006/08/06/pi-diskussion-ein-aufruf-zur-besonnenheit-%e2%80%93-die-intentionen-eines-friedlichen-menschen/" ><em>PI-Diskussion: Ein Aufruf zur Besonnenheit – Die Intentionen eines friedlichen Menschen</em></a></p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2006/08/03/der-protest-rollt-weblog-demonstration-gegen-pi-%e2%80%93-fur-toleranz-gegen-rassismus/" ><em>Der Protest rollt: Weblog-Demonstration gegen PI – Für Toleranz &#038; Gegen Rassismus</em></a></p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2006/07/31/die-akte-pi-von-menschenwurde-personlichkeitsrecht-intimsphare-%e2%80%93-ein-blog-sieht-sich-uber-dem-grundgesetz/" ><em>Die Akte PI: Von Menschenwürde, Persönlichkeitsrecht &#038; Intimsphäre – Ein Blog sieht sich über dem Grundgesetz</em></a></p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2006/03/16/hetzkampagnen-und-deren-tolerierung-%e2%80%93-die-%e2%80%9eakte-politicallyincorrect%e2%80%9c-ist-auch-die-%e2%80%9eakte-myblogde%e2%80%9c/" ><em>Hetzkampagnen und deren Tolerierung – Die „Akte Politicallyincorrect“ ist auch die „Akte Myblog.de“!</em></a></p>
<p>bluejax<br />
Rottenburg, den 10. September 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
[1] http://www.politicallyincorrect.de/2007/09/<br />
die-verlorene-ehre-der-eva-herman/<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Eva_Herman<br />
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,504723,00.html<br />
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,504561,00.html<br />
[2] http://npd.de/index.php?sek=0&#038;pfad_<br />
id=7&#038;cmsint_id=1&#038;detail=945<br />
http://www.bluejax.net/2007/09/07/logo-vergleich-<br />
politisch-inkorrekt-und-intolerant%e2%80%93-<br />
gegen-alles-fremde-und-unbekannte/<br />
http://www.bluejax.net/2007/06/15/politicallyincorrect<br />
-herre-klein-als-autoren-fur-%e2%80%9ejunge-freiheit<br />
%e2%80%9c-%e2%80%93-%e2%80%9eneue-rechte%<br />
e2%80%9c-oder-einfacher-widerspruch/<br />
http://www.bluejax.net/2007/05/29/einschuchterung-20<br />
-stefan-herre-blast-zum-grosangriff-%e2%80%93-im-<br />
kampf-gegen-das-unrecht-dieser-welt/<br />
http://www.bluejax.net/2006/08/06/pi-diskussion-ein-<br />
aufruf-zur-besonnenheit-%e2%80%93-die-intentionen<br />
-eines-friedlichen-menschen/<br />
http://www.bluejax.net/2006/08/03/der-protest-rollt<br />
-weblog-demonstration-gegen-pi-%e2%80%93-fur<br />
-toleranz-gegen-rassismus/<br />
http://www.bluejax.net/2006/07/31/die-akte-pi-von-<br />
menschenwurde-personlichkeitsrecht-intimsphare-%e<br />
2%80%93-ein-blog-sieht-sich-uber-dem-grundgesetz/<br />
http://www.bluejax.net/2006/03/16/hetzkampagnen-und<br />
-deren-tolerierung-%e2%80%93-die-%e2%80%9eakte<br />
-politicallyincorrect%e2%80%9c-ist-auch-die-%e<br />
2%80%9eakte-myblogde%e2%80%9c/</p>
<p><strong>Nachtrag, 10.September 2007, ca. 13.45 Uhr</strong></p>
<p><u>Was zum schmunzeln:</u></p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/LYXkuuOfnhA"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/LYXkuuOfnhA" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="350"></embed></object></p>
<p>Via <a href=" http://www.woschod.de/?p=2494#comment-5412" target="_blank">Woschod.de</a></p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.woschod.de/?p=2494#comment-5412</p>
<p><strong>Nachtrag, 10.September 2007, ca. 15.30 Uhr</strong></p>
<p>Ach ja, bevor ich`s vergesse, in besagtem NPD-Artikel fand sich interessanter Weise auch folgender Abschnitt:</p>
<p><em>Wir wünschen Frau Eva Herman gutes Gelingen, weiterhin viel Mut und Tapferkeit auf ihrem &#8220;Mutterkreuzzug&#8221; und laden sie gern jederzeit zu einem inhaltlichen Gespräch ein.</em></p>
<p><u>- Ohne Kommentar -</u></p>
<p><strong>Nachtrag, 18. September 2007, ca. 14.00 Uhr</strong></p>
<p>Wie national und fremdenfeindlich es bei PI wirklich zugeht hat nun einmal mehr Stefan Nigemeier in seinem Blog <a href=" http://www.stefan-niggemeier.de/blog/factually-incorrect/" target="_blank">dokumentiert</a>:</p>
<p><em>„Was können sie schon dafür, dass sich in ihrem Wohnzimmer ein rassistischer Mob trifft, dem sie mehrmals täglich frisches Popcorn und was zu lesen geben?“</em> </p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/09/10/politicallyincorrect-braunes-gedankengut-von-eva-herman-und-fremden-%e2%80%9edie-die-sozialsysteme-belasten%e2%80%9c/" ><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/pi_die-nationalen2.jpg" border="0"/></a></p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/factually-incorrect/</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Logo-Vergleich: Politisch Inkorrekt und Intolerant– Gegen alles Fremde und Unbekannte</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2007/09/07/logo-vergleich-politisch-inkorrekt-und-intolerant%e2%80%93-gegen-alles-fremde-und-unbekannte/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Sep 2007 14:27:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogosphere]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Eine auffallende Ähnlichkeit weisen die folgenden beiden Logos auf. Beide richten sich gegen die „Political Corectness“ und sprechen sich für das politisch Inkorrekte aus. Während das eine Logo als Markenzeichen eines Musiklabels fungiert, stammt das andere von einem bekannten und äußerst fragwürdigen Weblog aus Deutschland.
Und auch, wenn die Angebote, die hinter den beiden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F09%2F07%2Flogo-vergleich-politisch-inkorrekt-und-intolerant%25e2%2580%2593-gegen-alles-fremde-und-unbekannte%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F09%2F07%2Flogo-vergleich-politisch-inkorrekt-und-intolerant%25e2%2580%2593-gegen-alles-fremde-und-unbekannte%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Eine auffallende Ähnlichkeit weisen die folgenden beiden Logos auf. Beide richten sich gegen die „Political Corectness“ und sprechen sich für das politisch Inkorrekte aus. Während das eine Logo als Markenzeichen eines Musiklabels fungiert, stammt das andere von einem bekannten und äußerst fragwürdigen Weblog aus Deutschland.</p>
<p>Und auch, wenn die Angebote, die hinter den beiden Logos stecken, auf den ersten Blick recht verschieden wirken, so sind sie sich letztlich doch nicht ganz unähnlich. Nicht nur, dass beide sich für die „Politicallyincorrectness“ aussprechen. Denn sowohl über das Weblog <em>Politicallyincorect</em>, als auch über das Musiklabel <em>PC-Records</em>werden populistische Parolen und diffamierende Ansichten gegen Andersdenkende und Fremde verbreitet </p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/09/07/logo-vergleich-politisch-inkorrekt-und-intolerant%e2%80%93-gegen-alles-fremde-und-unbekannte/" ><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/pci.jpg"  border="0"/></p>
<p><span id="more-227"></span></p>
<p><strong>Links:</strong> <em>PC Records</em>, Label und Online-Shop von Musik aus dem rechten Spektrum (Auswahl: „White Resistance“, „Ehre Freiheit,Vaterland“, „Hass Schürender Lärm“, „Deutsche Patrioten“, „Unser Kampf“, „Fest der Völker &#8211; Live“ etc. Das Label wird auf der offiziellen Homepage des „Fest der Völker“ als Unterstützer des am morgigen 08. September in Jena stattfindenen europaweiten Nazitreffen aufgeführt. </p>
<p><strong>Rechts:</strong> <em>Politicallyincorrect</em>, konservatives Weblog, das sich gegen alles richtet, was nicht der Weltanschauung der Autoren entspricht. Dabei wird insbesondere gegen Andersgläubige (in erster Linie gegen Muslime), aber auch gegen Menschen mit divergierenden politischen Einstellungen (alles „links der Mitte“) oder gegen Homosexuelle gehetzt. Statt auf Dialog und Diskussionsbereitschaft, wird dabei auf Ablehnung aller konträren Meinungen und auf populistische und verleumderische Parolen gesetzt.</p>
<p>bluejax<br />
Rottenburg, den 07. September 2007</p>
<p><strong>Nachtrag, 07.September 2007, ca. 19.30h</strong></p>
<p><u>Weitere Bluejax-Artikel über Politicallyincorrect:</u></p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/06/15/politicallyincorrect-herre-klein-als-autoren-fur-%e2%80%9ejunge-freiheit%e2%80%9c-%e2%80%93-%e2%80%9eneue-rechte%e2%80%9c-oder-einfacher-widerspruch/" ><em>Politicallyincorrect: Herre &#038; Klein als Autoren für „Junge Freiheit“ – „Neue Rechte“ oder einfacher Widerspruch?</em></a></p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/05/29/einschuchterung-20-stefan-herre-blast-zum-grosangriff-%e2%80%93-im-kampf-gegen-das-unrecht-dieser-welt/" ><em>Einschüchterung 2.0: Stefan Herre bläst zum Großangriff – Im Kampf gegen das Unrecht dieser Welt</em></a></p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2006/08/06/pi-diskussion-ein-aufruf-zur-besonnenheit-%e2%80%93-die-intentionen-eines-friedlichen-menschen/" ><em>PI-Diskussion: Ein Aufruf zur Besonnenheit – Die Intentionen eines friedlichen Menschen</em></a></p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2006/08/03/der-protest-rollt-weblog-demonstration-gegen-pi-%e2%80%93-fur-toleranz-gegen-rassismus/" ><em>Der Protest rollt: Weblog-Demonstration gegen PI – Für Toleranz &#038; Gegen Rassismus</em></a></p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2006/07/31/die-akte-pi-von-menschenwurde-personlichkeitsrecht-intimsphare-%e2%80%93-ein-blog-sieht-sich-uber-dem-grundgesetz/" ><em>Die Akte PI: Von Menschenwürde, Persönlichkeitsrecht &#038; Intimsphäre – Ein Blog sieht sich über dem Grundgesetz</em></a></p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2006/03/16/hetzkampagnen-und-deren-tolerierung-%e2%80%93-die-%e2%80%9eakte-politicallyincorrect%e2%80%9c-ist-auch-die-%e2%80%9eakte-myblogde%e2%80%9c/" ><em>Hetzkampagnen und deren Tolerierung – Die „Akte Politicallyincorrect“ ist auch die „Akte Myblog.de“!</em></a></p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.bluejax.net/2007/06/15/politicallyincorrect<br />
-herre-klein-als-autoren-fur-%e2%80%9ejunge-freiheit<br />
%e2%80%9c-%e2%80%93-%e2%80%9eneue-rechte%<br />
e2%80%9c-oder-einfacher-widerspruch/<br />
http://www.bluejax.net/2007/05/29/einschuchterung-20<br />
-stefan-herre-blast-zum-grosangriff-%e2%80%93-im-<br />
kampf-gegen-das-unrecht-dieser-welt/<br />
http://www.bluejax.net/2006/08/06/pi-diskussion-ein-<br />
aufruf-zur-besonnenheit-%e2%80%93-die-intentionen<br />
-eines-friedlichen-menschen/<br />
http://www.bluejax.net/2006/08/03/der-protest-rollt<br />
-weblog-demonstration-gegen-pi-%e2%80%93-fur<br />
-toleranz-gegen-rassismus/<br />
http://www.bluejax.net/2006/07/31/die-akte-pi-von-<br />
menschenwurde-personlichkeitsrecht-intimsphare-%e<br />
2%80%93-ein-blog-sieht-sich-uber-dem-grundgesetz/<br />
http://www.bluejax.net/2006/03/16/hetzkampagnen-und<br />
-deren-tolerierung-%e2%80%93-die-%e2%80%9eakte<br />
-politicallyincorrect%e2%80%9c-ist-auch-die-%e<br />
2%80%9eakte-myblogde%e2%80%9c/</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Test: „Onlinedurchsuchung ohne richterlichen Beschluss“ &#8211; Agenda-Setting der Internet-Nachrichten-Seiten</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2007/09/04/test-%e2%80%9eonlinedurchsuchung-ohne-richterlichen-beschluss%e2%80%9c-agenda-setting-der-internet-nachrichten-seiten/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Sep 2007 18:46:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Top-Thema des 31. Augustes 2007 waren die Ideen rund um die Online-Durchsuchung. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, sorgte mit seinen Versuchen Deutschland in ein Big-Brother-Labor zu verwandeln seit Wochen für reichlich Aufregung in der Bevölkerung. Doch nicht nur in der Zivilgesellschaft, auch bei den zwischen Politik und Gesellschaft vermittelnden Medien herrscht seither helle Betriebsamkeit, angesichts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F09%2F04%2Ftest-%25e2%2580%259eonlinedurchsuchung-ohne-richterlichen-beschluss%25e2%2580%259c-agenda-setting-der-internet-nachrichten-seiten%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F09%2F04%2Ftest-%25e2%2580%259eonlinedurchsuchung-ohne-richterlichen-beschluss%25e2%2580%259c-agenda-setting-der-internet-nachrichten-seiten%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Top-Thema des 31. Augustes 2007 waren die Ideen rund um die Online-Durchsuchung. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, sorgte mit seinen Versuchen Deutschland in ein Big-Brother-Labor zu verwandeln seit Wochen für reichlich Aufregung in der Bevölkerung. Doch nicht nur in der Zivilgesellschaft, auch bei den zwischen Politik und Gesellschaft vermittelnden Medien herrscht seither helle Betriebsamkeit, angesichts des Überwachungsministers und seiner Pläne.</p>
<p>Die Medien sind insofern interessant, als dass sie einen enormen Einfluss auf die Bildung der Öffentlichen Meinung ausüben. Als <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Agenda_Setting" target="_blank">Agenda-Setting-Funktion</a> bezeichnet man den Umstand, dass die Massenmedien Ereignisse zu Nachrichten machen, indem sie darüber berichten. Damit rücken diese erst in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, man bestimmt quasi welche Themen auf die Agenda der Gesellschaft rücken.</p>
<p><strong>Versuch: Wer widmet wann wie viel Aufmerksamkeit?!</strong></p>
<p>Am vergangenen Freitag habe ich mir einmal mehrere Deutsche Nachrichtenseiten im Internet angeschaut, um mich dort über die Berichterstattung zum Thema „Onlinedurchsuchung ohne richterlichen Beschluss“ zu informieren. Dabei fand ich es äußerst interessant zu beobachten welch unterschiedliche Aufmerksamkeit diesem Thema auf den verschiedenen Seiten zugestanden wurde.</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/09/04/test-%e2%80%9eonlinedurchsuchung-ohne-richterlichen-beschluss%e2%80%9c-agenda-setting-der-internet-nachrichten-seiten/" ><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/bundestrojaner.jpg" border="0"/></p>
<p><span id="more-226"></span></p>
<p><strong>Spiegel.de </strong></p>
<p>Als erste Station habe ich auf meiner Tour <a href=" http://www.spiegel.de" target="_blank">Spiegel-Online</a> besucht. Dort war das Thema um 11:12 Uhr absolutes Topthema.</p>
<p><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/trojaner1.jpg"  width="" height="" border="0"/></p>
<p><strong>Sueddeutsche.de</strong></p>
<p>Ebenfalls um 11:12 Uhr habe ich dann <a href=" http://www.sueddeutsche.de" target="_blank">Sueddeutsche.de</a> aufgerufen. Auch dort stand das Thema ganz oben auf der Agenda.</p>
<p><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/trojaner2.jpg"  width="" height="" border="0"/></p>
<p><strong>Faz.net</strong></p>
<p>Eine Minute später, um 11:13 Uhr entstand dann der nachfolgende Screenshot von <a href=" http://www.faz.net" target="_blank">Faz.net</a>, auch hier fand sich Wolfgang Schäuble mit seinen Bestrebungen ganz oben.</p>
<p><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/trojaner3.jpg"  width="" height="" border="0"/></p>
<p><strong>Netzeitung.de</strong></p>
<p>Zeitgleich (11:13 Uhr) berichtet auch die <a href=" http://www.netzeitung.de" target="_blank">Netzteitung</a> in ihrem Topartikel darüber.</p>
<p><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/trojaner4.jpg"  width="" height="" border="0"/></p>
<p><strong>Tagesspiegel.de</strong></p>
<p>Und auch auf <a href=" http://www.tagesspiegel.de" target="_blank">Tagesspiegel.de</a> findet sich unser Überwachungsminister zu selben Zeit (11:13 Uhr) ganz oben wieder.</p>
<p><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/trojaner5.jpg"  width="" height="" border="0"/></p>
<p><strong>Zwischenstand</strong></p>
<p>Soweit so gut. Scheinbar beschäftigen sich zu jenem Zeitpunkt alle großen Online-Nachrichtenmagazine mit der Thematik rund um Wolfgang Schäuble und seine Idee, man könnte Computer in Deutschland ja ohne richterliche Erlaubnis durchsuchen. Verwunderlich ist dies nicht, handelt es sich doch um Überlegungen, von denen nicht nur ein Großteil der Bevölkerung, sondern auch die Redakteure der verschiedenen Nachrichtenmagazine im Internet selbst betroffen sind.</p>
<p>Doch als ich dann um 11:16 Uhr auf den Internetseiten der <a href=" http://www.welt.de" target="_blank">Welt</a> vorbeigeschaut habe, war ich etwas verdutzt. Denn erstmals in meinem kleinen Test fand sich hier das Thema „Online-Durchsuchungen“ nicht unter den Top-Artikeln wieder. Ganz im Gegenteil, man musste sogar ziemlich weit runterscrollen, bis man irgendwann einen kleinen bildlosen Teaser zu einem Artikel zum Thema finden konnte.</p>
<p><strong>Welt.de</strong></p>
<p><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/trojaner7.jpg"  width="" height="" border="0"/></p>
<p><strong>Focus.de</strong></p>
<p>Ähnlich unwichtig scheint das ganze Theater des Herrn Schäuble auch <a href=" http://www.focus.de" target="_blank">Focus.de</a> zu sein. Denn auch dort muss man erst ziemlich lange auf der Startseite suchen, bevor man dann irgendwann einmal einen kleinen unscheinbaren Hinweis auf einen Artikel zum Thema „Onlinedurchsuchung ohne richterlichen Beschluss“ findet (11:16 Uhr).</p>
<p><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/trojaner8.jpg"  width="" height="" border="0"/></p>
<p><strong>Fdt.de und heute.de</strong></p>
<p>Zwei weitere Erhebungswellen, die eine 30 Minuten, die zweite 45 Minuten nach dem ersten Rundgang im Netz ergeben ähnliche Ergebnisse. Bei SpOn, SZ, FAZ, Netzeitung und Tagesspiegel bleiben die Artikel zum Thema „Onlinedurchsuchung ohne richterlichen Beschluss“ ganz oben auf der Agenda stehen. Auch ein Blick auf weitere Seiten wie <a href=" http://www.heute.de" target="_blank">heute.de</a> (11:35 Uhr) oder den Internetauftritt der <a href=" http://www.ftd.de" target="_blank">Financial Times Deutschland</a> (11:24 Uhr) etc. ergibt, dass das Thema dort ebenfalls oberste Priorität besitzt.</p>
<p><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/trojaner9.jpg"  width="" height="" border="0"/></p>
<p><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/trojaner10.jpg"  width="" height="" border="0"/></p>
<p><strong>Tagesschau.de</strong></p>
<p>Auf <a href=" http://www.tagesschau.de" target="_blank">Tagesschau.de</a> widmet man sich gleichzeitig zwar unter den Topartikeln der Thematik der Onlinedurchsuchung, ein Artikel über die Überlegungen Onlinedurchsuchungen eventuell auch ohne richterliche Genehmigung durchzuführen findet sich aber weder um 12:04 Uhr, wie auch in den Minuten davor und danach nicht. Lediglich der Artikel „Wie funktioniert der Bundestrojaner“ ist auf der Startseite verlinkend aufgeführt.</p>
<p><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/trojaner11.jpg"  width="" height="" border="0"/></p>
<p><strong>Focus.de und Welt.de II</strong></p>
<p>Und während sich um 12:09 Uhr auf <a href=" http://www.focus.de" target="_blank">Focus.de</a> immerhin nun ein auffälliger Teaser zu entsprechenden Artikeln finden, ist das Thema bei <a href=" http://www.welt.de" target="_blank">Welt.de</a> (12:11 Uhr) noch weiter nach unten gerutscht, als es zuvor ohnehin schon war. Es scheint, als ob die Idee der Onlinedurchsuchungen ohne richterlichen Beschluss für die Redaktion von Welt.de keinerlei oder nur sehr geringen Nachrichtenwert besitzt.</p>
<p><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/trojaner16.jpg"  width="" height="" border="0"/></p>
<p><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejax/trojaner14.jpg"  width="" height="" border="0"/></p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Damit beende ich meinen kleinen Stichprobenrundgang auf den Internetseiten der verschiedenen Online-Nachrichtenmagazine. Was dieser Artikel hier aussagen soll? Ich wollte lediglich aufzeigen, welche unterschiedliche Aufmerksamkeit einem (politischen) Ereignis in den Medien zuteil wird. Dabei habe ich noch nicht einmal den Inhalt der Artikel näher untersucht. Lediglich die Agenda-Setting-Funktion hat mich hier interessiert.</p>
<p>Das Ergebnis unterstützt meine Überzeugung, dass es äußerst fahrlässig ist, sich bei der Informierung über Nachrichten aus Politik und Gesellschaft nur auf eine oder wenige Publikationen zu verlassen. Ein Leser von Welt.de wird über die neuerlichen Gedankenspiele unseres Bundesinnenministers fast gar nicht hingewiesen, wohingegen andere Seiten wie Spiegel.de sich intensiv der Thematik widmen und ihren Rezipienten somit vermitteln, dass es ein wichtiges und sehr sensibles Thema ist, das dringender Diskussion und Aufmerksamkeit bedarf.</p>
<p>Wenn man bedenkt, dass sowohl die Welt, wie auch der Focus als Publikationen mit einer hauptsächlich konservativen Leserklientel auftreten, rückt hier die „<a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz" target="_blank">Theorie der Kognitiven Dissonanz</a>“ ins Auge, um das unterschiedliche Agenda-Setting zu erklären. </p>
<p><strong>Theorie der kognitiven Dissonanz</strong></p>
<p>Als Basishypothesen dieser Theorie besteht die Annahme, dass das Vorhandensein von Dissonanz auf den Menschen Druck ausübt, den dieser zu beseitigen oder zu reduzieren bestrebt ist. Dabei ergibt sich die Stärke des Drucks zur Dissonanzreduktion aus der Stärke der Dissonanz. Als Folge versuchen die Menschen aktiv dissonante Informationen und Situationen zu vermeiden (Seeking-and-Avoiding-Hypothese), was im Rezeptionverhalten bedeutet, dass man eine Selektion der Wahrnehmung vornimmt.</p>
<p>Dies bedeutet wiederum, dass sich die Rezipienten hauptsächlich mit Medien auseinandersetzen, welche die eigene Meinung und Weltanschauung unterstützen. In unserem Beispiel mit den Onlinedurchsuchungen bedeutet dies, dass konservativer Anhänger der CDU/CSU bewusst hauptsächlich die Internetseiten von Welt.de und Focus.de rezipieren, um weniger mit kritischen Artikeln über die von ihnen gewählten Volksvertreter konfrontiert zu werden.</p>
<p><strong>Rezipienten bekommen, was sie bekommen wollen</strong></p>
<p>Die Publikationen ihrerseits hingegen scheinen darauf bestrebt zu sein, die Vorstellungen und Wünsche ihrer Rezipienten zu befriedigen, weshalb sich erklären ließe, wieso die Thematik „Onlinedurchsuchung ohne richterlichen Beschluss“ auf Welt.de und Focus.de weniger stark im Blickpunkt steht, als bei anderen Online-Nachrichtenmagazinen, welche wiederum LeserInnen anderer politischer Überzeugungen bedienen.</p>
<p>Somit wird verhindert, dass die Leserschaft, die selber einer bestimmten politischen Richtung zuneigt, durch negative Nachrichten über ihre politischen Sympathieträger in einen Gewissenskonflikt gerät. Durch dieses Vorgehen, werden also die Leser – vereinfacht ausgedrückt &#8211; bei Laune gehalten und bekommen lediglich Informationen geliefert, die sich mit ihrer jeweiligen politischen Überzeugung vereinbaren lassen!</p>
<p>In Print- und TV-Publikationen können ähnliche Unterschiede festgestellt werden, wie auf den verschiedenen Online-Nachrichten-Seiten. Es scheint also ganz normal zu sein, dass man als Presseorgan den verschiedenen Nachrichten unterschiedliche Aufmerksamkeiten zukommen lässt. Abhängig ist dies immer von der jeweiligen politischen Grundausrichtung der Publikation.</p>
<p><strong>Die Eigenverantwortlichkeit der Rezipienten</strong></p>
<p>Verteufeln möchte ich dies an dieser Stelle nicht einmal, auch wenn eine objektive und angemessene Berichterstattung dadurch nicht wirklich zu 100 Prozent gewährleistet ist. Allerdings stützt dies auch <a href=" http://www.bluejax.net/2007/06/26/medienmacht-die-abhangigkeit-der-rezipienten-%e2%80%93-mediale-emanzipation-kritische-hinterfragung-als-ausweg/" target="_blank">meine Forderung</a>, dass ein mündiger Bürger als Rezipient die Pflicht hat, sich nicht nur von einer Zeitung, von einem Fernsehsender oder von einem Nachrichtenportal informieren zu lassen.</p>
<p>Auch das Konsumieren von Publikationen, die lediglich die eigene Weltanschauung uneingeschränkt unterstützen ist alles andere als verantwortungsbewusst dem eigenen realitätsnahen Wissensaufbau gegenüber. Manchmal sollte man sich vielleicht auch gerade damit beschäftigen, wie Presseorgane, die eine konträre politische Grundhaltung besitzen, verschiedene Ereignisse bewerten. Denn eine allumfassende und auf den wirklichen Sachverhalten beruhende Meinungsbildung lässt sich nur durch das betrachten von vielfältigen Sichtweisen und objektiven Bildern gewinnen. Und dafür ist demzufolge jeder einzelne Rezipient für sich ganz alleine verantwortlich!</p>
<p>bluejax<br />
Rottenburg, den 04. September 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Agenda_Setting<br />
http://www.spiegel.de<br />
http://www.sueddeutsche.de<br />
http://www.faz.net<br />
http://www.netzeitung.de<br />
http://www.tagesspiegel.de<br />
http://www.welt.de<br />
http://www.focus.de<br />
http://www.heute.de<br />
http://www.ftd.de<br />
http://www.tagesschau.de<br />
http://www.focus.de<br />
http://www.welt.de<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz<br />
http://www.bluejax.net/2007/06/26/medienmacht-die-abhangigkeit<br />
-der-rezipienten-%e2%80%93-mediale-emanzipation-kritische<br />
-hinterfragung-als-ausweg/</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bluejax.net/2007/09/04/test-%e2%80%9eonlinedurchsuchung-ohne-richterlichen-beschluss%e2%80%9c-agenda-setting-der-internet-nachrichten-seiten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>La Otra: Aufbau eines autonomen Gesundheitssystems in Mexiko &#8211; &#8220;Cambiar el mundo sin tomar el poder&#8221;</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2007/08/16/la-otra-aufbau-eines-autonomen-gesundheitssystems-in-mexiko-cambiar-el-mundo-sin-tomar-el-poder/</link>
		<comments>http://www.bluejax.net/2007/08/16/la-otra-aufbau-eines-autonomen-gesundheitssystems-in-mexiko-cambiar-el-mundo-sin-tomar-el-poder/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Aug 2007 15:07:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ya Basta en Mexico!]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bluejax.net/2007/08/16/la-otra-aufbau-eines-autonomen-gesundheitssystems-in-mexiko-cambiar-el-mundo-sin-tomar-el-poder/</guid>
		<description><![CDATA[ 	 Die Andere Kampagne unter Federführung der EZLN hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass die Bekämpfung von Armut, fehlender Bildung und Elend nicht ausschließlich über liberale Wirtschaftsmaßnahmen und von Regierungsseite erfolgen muss, sondern dass in einer autonomen Bewegung unter Umständen sogar mehr Kraft, Wille und Kompetenz steckt, um diese Mammutaufgaben zu bewältigen.
Der Aufbau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F16%2Fla-otra-aufbau-eines-autonomen-gesundheitssystems-in-mexiko-cambiar-el-mundo-sin-tomar-el-poder%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F16%2Fla-otra-aufbau-eines-autonomen-gesundheitssystems-in-mexiko-cambiar-el-mundo-sin-tomar-el-poder%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Die Andere Kampagne unter Federführung der EZLN hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass die Bekämpfung von Armut, fehlender Bildung und Elend nicht ausschließlich über liberale Wirtschaftsmaßnahmen und von Regierungsseite erfolgen muss, sondern dass in einer autonomen Bewegung unter Umständen sogar mehr Kraft, Wille und Kompetenz steckt, um diese Mammutaufgaben zu bewältigen.</p>
<p>Der Aufbau eines <a href=" http://www.sipaz.org/data/chis_de_02.htm" target="_blank">alternativen Gesundheitssystems</a> im mexikanischen Bundesstaat Chiapas wurde erforderlich, weil die meisten indigenen Gemeinden keinen oder nur sehr erschwerten Zugang zum mexikanischen Gesundheitssystem bekommen. Dies begründet sich zum einen durch eine diskriminierende Politik, aber ist auch auf die Tatsache zurück zu führen, dass viele indigene Gemeinden weit entfernt sind von den großen städtischen Zentren, in denen sich der Großteil der medizinischen Versorgung befindet.</p>
<p><strong>Gesundheit &#038; medizinische Betreuung gewährleisten</strong></p>
<p>Um den Menschen auf den Dörfern allerdings eine medizinische Grundversorgung gewährleisten zu können, haben die Zapatisten ein eigenes autonomes Gesundheitssystem etabliert, dass sich besonders um die indigene Bevölkerung kümmert. Betreut werden diese von eigen ausgebildeten GesundheitspromoterInnen.</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/16/la-otra-aufbau-eines-autonomen-gesundheitssystems-in-mexiko-cambiar-el-mundo-sin-tomar-el-poder/" ><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/2encuentrocaracoles/normal_llegadamorelia5.jpg"  width="" height="80" border="0"/><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/2encuentrocaracoles/normal_oven5.JPG"  width="" height="80" border="0"/><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/30al2deeneroencuentropueblos/normal_EZLN-MZS-010107-008-w.jpg"  width="" height="80" border="0"/><br />
<img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/30al2deeneroencuentropueblos/normal_EZLN-MZS-301206-012-w.jpg"  width="" height="80" border="0"/><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/30al2deeneroencuentropueblos/normal_EZLN-MZS-311206-005-w.jpg"  width="" height="80" border="0"/><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/userpics/10001/normal_EZLN020107-1w.jpg"  width="" height="80" border="0"/><br />
<img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/userpics/10001/normal_w.jpg"  width="" height="80" border="0"/><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/comandoeliascontreras/normal_cec3.jpg"  width="" height="80" border="0"/><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/userpics/10001/normal_EZLN_MZS_311206_007_w.jpg"  width="" height="80" border="0"/><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/displayimage.php?album=367&#038;pos=5"  width="" height="100" border="0"/></a><br />
<font size=1>Bildquellen: <a href=" http://galeria.ezln.org.mx/" >ezln.org.mx</a></font></p>
<p><span id="more-223"></span></p>
<p><strong>Das Zweite Encuentro berichtet über Erfolge</strong></p>
<p>Im vergangenen Monat fand das zweite Treffen zwischen den Zapatisten und den Völkern der Welt statt. Vom 20. bis zum 28. Juli 2007 fanden sich sowohl Abgeordnete der Anderen Kampagne, wie auch Menschen der zapatistischen Gemeinden und Abgesandte von sympathisierenden Bewegungen aus aller Welt im mexikanischen Bundesstaat Chiapas zusammen, um die Pläne und Ziele der Anderen Kampagne und auch ihre bisherigen Erfolge zu erörtern.</p>
<p><a href=" http://www.narconews.com/Issue46/artikel2743.html" target="_blank">Ein Thema des Treffens</a> war die gesundheitliche Versorgung der indigenen Bevölkerung. In Zusammenarbeit mit teilweise hochqualifizierten Gesundheitspromotern wurde in den vergangenen Jahren ein alternatives Gesundheitssystem in Chiapas aufgebaut, dass sich einer Verbesserung der medizinischen Grundversorgung der Menschen in den zapatistischen Gemeinden verschrieben hat. </p>
<p><strong>Erfolgreicher Aufbau eines Gesundheitssystems</strong></p>
<p>Mittlerweile verfügt man unter anderem über eine Klinik mit Operationsraum, zahlreiche Mikrokliniken sowie über mehrere Gesundheitszentren und eine eigene Optikerwerkstatt zur Herstellung von Linsen. Damit ist es der zapatistischen Bewegung gelungen, innerhalb weniger Jahre ein breites autonomes Gesundheits-System aufzubauen, das eine medizinische Grundversorgung der indigenen Bevölkerung gewährleisten kann. </p>
<p>Die Gesundheitspromotoren selber verfügen über eine Qualifikation, die es ihnen erlaubt, sowohl Frauen wie auch Männer medizinisch zu beraten und zu behandeln. Ein Umstand, der nicht ganz selbstverständlich ist, da es gerade für die weibliche Bevölkerung oftmals an kompetentem Fachpersonal mangelt.</p>
<p><a href=" http://www.flickr.com/photos/joserevueltas/566293747/" ><img src=" http://farm2.static.flickr.com/1134/566293747_99aa2e1295.jpg?v=0"  width="400" height="" border="0"/></a><br />
<font size=1>Bildquelle: <a href=" http://www.flickr.com/photos/joserevueltas/" >Xanti Revueltas -rebelArte-</a> (via Flickr)</font></p>
<p><strong>Grundversorgung durch ausgebildetes Personal</strong></p>
<p>Die Promotores de salud gelten als „<a href=" http://5ev.de/mehr/index_20051005194914.html" target="_blank">Basis des zapatistischen Gesundheitssystems</a>“. Nachdem sie von ihrer zapatistischen Gemeinde gewählt wurden, gelten sie als lokale Verantwortliche für die Gesundheit der dort lebenden Menschen. Die zweijährige Grundausbildung befähigt sie dazu, hauptsächlich in der Gesundheitsprävention tätig zu sein. So gehören Impfungen und Aufklärung der indigenen Bevölkerung zu den Hauptaufgaben der GesundheitspromotorInnen. Aber auch 90% der auftretenden Erkrankungen können von diesen erfolgreich behandelt werden.</p>
<p>Die GesundheitspromoterInnen selber stammen größtenteils ebenfalls aus den indigenen Dörfern, in denen sie tätig sind. Ihre Dienste stehen grundsätzlich allen Menschen zur Verfügung, ganz gleich ob die Patienten der zapatistischen Bewegung angehören oder nicht!</p>
<p><strong>“Gesundheit für Alle!“</strong></p>
<p>Ihr medienwirksames und friedfertiges Auftreten hat der EZLN und der Anderen Kampagne nicht nur Zuneigungen in Mexiko eingebracht. Sympathisierende Menschen und Organisationen aus aller Welt unterstützen den Kampf der Zapatisten gegen die Armut und den Mangel der indigenen Bevölkerung Lateinamerikas.</p>
<p>In Deutschland hat Peter Clausing &#8211; der auch den deutschen Informationsverteiler <a href=" http://www.chiapas98.de/" target="_blank">Chiapas98</a> aufgebaut hat &#8211;  vor einigen Jahren das Projekt „<a href=" http://www.oeku-buero.de/veroeff/inf66/22mxsalud.html" target="_blank">Salud para tod@s</a>“ gegründet. Dort hat man sich zum Mindestziel gesetzt über einen Zeitraum von vier Jahren den Aufbau des zapatistischen Gesundheitssystems in der Zona Norte in Chiapas mit jährlich 4000 € zu unterstützen.</p>
<p><strong>Leistung für die Gemeinschaft</strong></p>
<p>Das Geld wird hauptsächlich für die Ausbildung der Gesundheitspromotoren verwendet. Hievon wurden in den vergangenen Jahren bereits mehrere Hundert ausgebildet. Mittlerweile ist eine Vielzahl von ihnen hauptsächlich in einfachen Gesundheitsstationen (Casas de Salud) in den indigenen Gemeinden tätig. </p>
<p>Die Arbeit der Gesundheitspromoter basiert auf dem Cargo-Prinzip. Das heißt, dass die Promoter – ähnlich wie bei BildungspromotorInnen oder dem Vorsitzenden einer Kaffeekooperative – unentgeltlich arbeiten. Lediglich durch Beschluss einer Gemeinde und auf Verpflichtung dieser gegenüber werden sie eingesetzt. Die GesundheitspromoterInnen dieser Stufe verfügen allerdings lediglich über eine medizinische Grundausbildung, welche allerdings mit Hilfe weiterer Förderprogramme kontinuierlich ausgebaut werden soll.</p>
<p><strong>Näher an den Bedürfnissen der Menschen</strong></p>
<p>Zwar hat auch die mexikanische Regierung in den vergangenen Jahren vermehrt in das staatliche Gesundheitssystem investiert. Allerdings ist dieses Engagement auf die Initiative der zapatistischen Bewegung zurück zu führen. Und auch wenn das autonome System an einigen Stellen sicherlich seine Mängel hat, so spricht der Umstand, dass ein Großteil der Patienten, die das zapatistische Gesundheitssystem in Anspruch nehmen, sogar freiwillig der staatliche Medizinversorgung den Rücken zu drehen, durchaus für die Zapatistas. </p>
<p>Ein (Gesundheits-) System in autonomer Selbstverwaltung, getragen von dem Wind von unten, es ist möglich!</p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/lLkP5msgTZY"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/lLkP5msgTZY" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="350"></embed></object></p>
<p><font size=1>„Die <a href=" http://www.amazon.de/Welt-ver%C3%A4ndern-ohne-Macht-%C3%BCbernehmen/dp/3896915142/ref=sr_1_1/303-6195570-2460206?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1187272856&#038;sr=8-1" target="_blank">Welt verändern</a>, ohne die Macht zu übernehmen“: Der Politikwissenschaftler <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/John_Holloway" target="_blank">John Holloway</a>, der seit 1993 an der Benemérita Universidad Autónoma de Puebla (BUAP) in Puebla, Mexiko, lehrt, zum Nein angesichts der Gesellschaft in der wir leben. (<a href=" http://kanalb.org/topic.php?clipId=96#Clip" target="_blank">kanalB</a>)</font></p>
<p>bluejax<br />
Rottenburg, den 16. August 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.sipaz.org/data/chis_de_02.htm<br />
http://galeria.ezln.org.mx/<br />
http://www.narconews.com/Issue46/artikel2743.html<br />
http://www.flickr.com/photos/joserevueltas/<br />
http://5ev.de/mehr/index_20051005194914.html<br />
http://www.chiapas98.de/<br />
http://www.oeku-buero.de/veroeff/inf66/22mxsalud.html<br />
http://www.amazon.de/Welt-ver%C3%A4ndern-ohne-Macht-<br />
%C3%BCbernehmen/dp/3896915142/ref=sr_1_1/303-6195570-<br />
2460206?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1187272856&#038;sr=8-1<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/John_Holloway<br />
http://kanalb.org/topic.php?clipId=96#Clip</p>
<p><u>Bildquellen:</u><br />
http://galeria.ezln.org.mx/albums/2encuentrocaracoles/<br />
normal_llegadamorelia5.jpg<br />
http://galeria.ezln.org.mx/albums/2encuentrocaracoles<br />
/normal_oven5.JPG<br />
http://galeria.ezln.org.mx/albums/30al2deeneroencuentropueblos/<br />
normal_EZLN-MZS-010107-008-w.jpg<br />
http://galeria.ezln.org.mx/albums/30al2deeneroencuentropueblos/<br />
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http://galeria.ezln.org.mx/albums/30al2deeneroencuentropueblos<br />
/normal_EZLN-MZS-311206-005-w.jpg<br />
http://galeria.ezln.org.mx/albums/userpics/10001/<br />
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http://galeria.ezln.org.mx/albums/userpics/10001/normal_w.jpg<br />
http://galeria.ezln.org.mx/albums/comandoeliascontreras/<br />
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		<title>Fernsehen in Venezuela: Manipuliertes Meinungsbild – Diskussionen über Einflussnahme durch die USA</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Aug 2007 02:29:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[m.pressed (bluejax@mpress)]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	 
„El Universal“ ist mit durchschnittlich 80.000 Exemplaren eine der wichtigsten Zeitungen in Venezuela. Am 01. August 2007 erschien in der Onlineausgabe der Zeitung der Artikel „Eva Golinger denounces US intervention to &#8220;destroy&#8221; the Venezuelan revolution“. Darin wird berichtet, dass die Rechtsanwältin und Autorin Eva Gorlinger die Einflussnahme der US-Regierung auf verschiedene Gruppierungen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F09%2Ffernsehen-in-venezuela-manipuliertes-meinungsbild-%25e2%2580%2593-diskussionen-uber-einflussnahme-durch-die-usa%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F09%2Ffernsehen-in-venezuela-manipuliertes-meinungsbild-%25e2%2580%2593-diskussionen-uber-einflussnahme-durch-die-usa%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 <a href="http://www.mpress.de" target="_blank"><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/mpressed.jpg"  border="0"/></a></p>
<p>„<a href=" http://www.eluniversal.com/index.shtml" target="_blank">El Universal</a>“ ist mit durchschnittlich 80.000 Exemplaren eine der <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/El_Universal" target="_blank">wichtigsten Zeitungen</a> in Venezuela. Am 01. August 2007 erschien in der Onlineausgabe der Zeitung der Artikel <em>„Eva Golinger denounces US intervention to &#8220;destroy&#8221; the Venezuelan revolution“</em>. Darin <a href=" http://www.eluniversal.com/2007/08/01/en_pol_art_eva-golinger-dennoun_01A908953.shtml" target="_blank">wird berichtet</a>, dass die Rechtsanwältin und Autorin Eva Gorlinger die Einflussnahme der US-Regierung auf verschiedene Gruppierungen in Venezuela anprangert. Unter dem Stichwort <em>„promoting democracy“</em> würden verschiedene politische Gruppen und Nichtregierungsorganisationen durch finanzielle und strategische Zuwendungen unterstützt, um letztlich die Regierung von Hugo Chávez zu stürzen.</p>
<p><strong>CIA-Dokumente belasten US-Regierung</strong></p>
<p>Der Lateinamerika-Redakteur <a href=" http://www.haraldneuber.de/" target="_blank">Harald Neuber</a> hat am 06. August 2007 auf den Seiten der Tageszeitung „junge Welt“ den Artikel „<a href=" http://www.jungewelt.de/2007/08-06/037.php" target="_blank">Missbrauchte Medien</a>“ veröffentlicht. Darin greift er genau dieses Thema auf, das auch schon „El Universal“ thematisierte. Außerdem berichtet Neuber davon, dass die US-Venezolanerin Gorlinger in der Sendung »La Hojilla« des <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Venezolana_de_Televisi%C3%B3n" target="_blank">Staatssender VTV</a> (Venezolana de Televisión) amerikanische Regierungsdokumente präsentierte, die eine <em>„systematische Finanzierung venezolanischer Journalisten durch das US-Außenministerium“</em> belegen. Zu den Begünstigten zählte demnach unter anderen auch ein Journalist von <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela-die-westliche-presselandschaft/" target="_blank">RCTV</a>!</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/09/fernsehen-in-venezuela-manipuliertes-meinungsbild-%e2%80%93-diskussionen-uber-einflussnahme-durch-die-usa/" ><img src=" http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/06/Flag_of_Venezuela.svg/800px-Flag_of_Venezuela.svg.png"  width="" height="150" border="0"/> <img src=" http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ee/Braun_HF_1.jpg" width="" height="150"  border="0"/></a><br />
<font size=1>Bildquellen: Wikimedia.org</font></p>
<p><span id="more-222"></span></p>
<p><strong>Aufklärerin über die Hintergründe</strong></p>
<p>Eva Gorlinger ist eine venezolanisch-amerikanische Rechtsanwältin, die auf internationale Menschenrechte sowie auf das Einwanderungsrecht <a href=" http://www.amerika21.de/links-tipps/literatur/eva-golinger-kreuzzug-gegen-venezuela-der-chavez-code/" target="_blank">spezialisiert</a> ist. Nach dem Putschversuch von 2002 ermittelte die Juristin, die in den USA aufgewachsen ist, über die Hintergründe des Aufstandes in Venezuela. Dabei deckte sie auf, dass zu jener Zeit mehr als 20 Millionen US-Dollar an verschiedene venezolanische Gruppierungen geflossen waren, um die Revolte gegen Hugo Chávez zu unterstützen. Es gibt <a href=" http://www.freerepublic.com/focus/news/1390627/posts?page=3" target="_blank">Kritiker</a>, die Eva Gorlinger unterstellen, sie sei selber Teil einer Kampagne, initiiert von der Regierung Chávez. Allerdings kann Gorlinger ihre Behauptungen mit originalen CIA-Dokumenten belegen, an die sie durch den <em>&#8220;<a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Freedom_of_Information_Act" target="_blank">Freedom of Information Act</a>“</em> gekommen war. Ihre Ergebnisse veröffentlichte sie 2005 in dem Buch <em>„<a href=" http://www.amazon.com/Chavez-Code-Cracking-Intervention-Venezuela/dp/1566566479" target="_blank">The Chavez Code</a>: Cracking US Intervention In Venezuela“</em>.</p>
<p>Im Januar 2007 gab der Direktor für Internationale Beziehungen der Venezolanischen Nationalversammlung, Carolus Wimmer, der österreichischen Zeitung „Der Standart“ nach dem erneuten Wahlsieg der Regierung Chávez ein <a href=" http://derstandard.at/?url=/?id=1771595%26_seite=2%26sap=2" target="_blank">Interview</a>. Darin geht er auf einige Ereignisse ein, die durch die oppositionellen privaten Medien in Venezuela anno 2002 verfälscht dargestellt wurden. Wimmer, der Vorstandsmitglied der Kommunistischen Partei Venezuelas ist, spricht in diesem Zusammenhang von einer <em>„faschistoiden Propaganda“</em> und bezeichnet jene Medien als <em>„Werkzeug der Bourgeoisie und der rechten Kreise der USA“</em>, von denen sie finanziert würden. Abgesehen von der Kritik weist er allerdings auch darauf hin, dass die oftmals verzerrte Berichterstattung der privaten Medien in Venezuela dazu geführt hätten, dass <em>„hunderte von alternativen Zeitungen und Radiostationen entstanden“</em>, die wiederum <em>„Ausdruck der partizipativen Demokratie des venezolanischen Volkes“</em> seien.</p>
<p><strong>Die Medienlandschaft in Venezuela</strong></p>
<p>Um den Konflikt zwischen der venezolanischen Regierung und der privaten Presse besser zu verstehen, hat Harald Neuber einen Blick in die Mediengeschichte Venezuelas geworfen. In dem sehr umfangreichen Telepolis-Artikel „<a href=" http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25411/1.html" target="_blank">Gefahr für die Meinungsfreiheit</a>“ zeichnet Neuber ein umfassendes Bild der venezolanischen Medienlandschaft. Dabei nennt der Journalist einige Beispiele dafür, wie lateinamerikanische Medienkonzerne immer wieder ihre Macht dazu ausnutzen, um eigene <em>„private, wirtschaftliche oder politische Interessen“</em> durchzusetzen.</p>
<p>Daran anschließend erläutert Neuber, dass sich in den lateinamerikanischen Staaten kein solches Mediensystem mit anerkannten ethischen Richtlinien für die Arbeit von Journalisten entwickeln konnte, wie wir es aus Europa oder Nordamerika kennen. Über die venezolanische Presse schreibt Harald Neuber:</p>
<p><em>„Würden dem deutschen Presserat ein repräsentativer Querschnitt der venezolanischen Tagespresse vorgelegt – man müsste eine Familienpackung Baldriantabletten mitliefern.“</em></p>
<p><strong>Zwei aus Neunundneunzig</strong></p>
<p>Wie einfältig die Medienlandschaft in Venezuela bislang aufgebaut ist, zeigen auch die folgenden Daten aus dem Artikel von Neuber. Demnach entfielen zuletzt alleine auf die beiden Fernsehsender Venevisión und RCTV drei Viertel (in Zahlen: 75%) der Einnahmen aller 99 Sender, die ihr Programm über UKW- und UHF- ausstrahlten. Die Zahlen beruhen auf Angaben des Telekommunikationsministeriums. Um dieser konzentrierten Medienmacht entgegenzuwirken gründeten sich in den vergangenen Jahren 195 Medien, darunter 167 Radio- und 28 Fernsehstationen.</p>
<p>Harald Neuber, der durch seine Arbeit als Lateinamerika-Redakteur für verschiedene Publikationen über einen sehr umfangreiches Wissen und Verständnis über Venezuela verfügt, fragt sich dann auch, wieso die venezolanische Medienpolitik im europäischen und US-amerikanischen Ausland fast ausschließlich auf Skepsis und Ablehnung trifft. Erklären ließe sich diese durchweg negative Kritik in erster Linie durch politische Interessen.  </p>
<p><strong>Venezuela als wichtiger Erdöllieferant</strong></p>
<p>Ein Blick in <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Venezuela" target="_blank">Wikipedia</a> verrät, dass Venezuela zu den drei größten Erdöllieferanten der USA gehört und zugleich einer der wichtigsten Importeure von nordamerikanischen Waren ist. Venezuela setzt sich in der OPEC für höhere Preise sowie für eine Fördermengenbeschränkung von Erdöl ein. Nimmt man den Umstand hinzu, dass Hugo Chávez die venezolanische Erdölindustrie verstaatlicht hat und berücksichtigt, dass 15% aller US-Erdölimporte aus Venezuela stammen, dann ist nachvollziehbar, wieso die US-Regierung der Regierung Chávez negativ gegenübersteht.</p>
<p>Dass Eva Gorlinger nun mit Dokumenten an die Öffentlichkeit geht, die beweisen, dass die USA venezolanische Medienvertreter und Journalisten gekauft und damit die dortige Berichterstattung manipuliert haben, verwundert in diesem Zusammenhang dann auch nur kaum. Den offiziellen Dokumenten zufolge seien zwischen den Jahren 2000 und 2005 Zahlungen von viertausend bis zwölftausend US-Dollar nachweisbar. Neben Miguel Ángel Rodríguez von RCTV und Ana Karina Villalba vom privaten Fernsehsender <a href=" http://es.wikipedia.org/wiki/Globovisi%C3%B3n" target="_blank">Globovisión</a> wird zur ersten Anhörung vor der Nationalversammlung auch der ehemalige Direktor des Nachrichtenportals Noticiero, Roger Santodomingo erwartet. Santodomingo wird die Veröffentlichung einer Umfrage vorgeworfen, derzufolge 30 Prozent der Befragten in einer <em>„Ermordung von Präsident Chávez“</em> eine <em>„mögliche »Lösung« des politischen Konfliktes in Venezuela“</em> sehen würden.</p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/2QOrr8ZsWyo"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/2QOrr8ZsWyo" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="350"></embed></object></p>
<p><strong>Weitere Artikel zum Thema</strong></p>
<p>* <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela-die-westliche-presselandschaft/" target="_blank">Medien zwischen Macht &#038; M...die westliche Presselandschaft</a></p>
<p>* <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%e2%80%93-eine-heute-journal-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links/" target="_blank">Medien-Manipulation?! Marietta...orin und ihr Kampf gegen Links</a></p>
<p>* <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/06/offener-brief-an-die-betreffende-redaktion-und-deutsche-medien-%e2%80%93-kritik-an-marietta-slomka-vom-heute-journal/" target="_blank">Offener Brief: An die betreffe...ietta Slomka vom heute-journal</a></p>
<p>bluejax<br />
Il, den 09. August 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.eluniversal.com/index.shtml<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/El_Universal<br />
http://www.eluniversal.com/2007/08/01/en_pol_art_ eva-golinger-dennoun_01A908953.shtml<br />
http://www.haraldneuber.de/<br />
http://www.jungewelt.de/2007/08-06/037.php<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Venezolana _de_Televisi%C3%B3n<br />
http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen<br />
-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93<br />
-venezuela-die-westliche-presselandschaft/<br />
http://www.amerika21.de/links-tipps/literatur/eva<br />
-golinger-kreuzzug-gegen-venezuela-der-chavez-code/<br />
http://www.freerepublic.com/focus/news/1390627/posts?page=3<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Freedom_of_Information_Act<br />
http://www.amazon.com/Chavez-Code-Cracking<br />
-Intervention-Venezuela/dp/1566566479<br />
http://derstandard.at/?url=/?id=1771595%26_seite=2%26sap=2<br />
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25411/1.html<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Venezuela<br />
http://es.wikipedia.org/wiki/Globovisi%C3%B3n<br />
http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien -manipulation-marietta<br />
-slomka-vs-chavez-%e2%80%93 -eine-heute-journal-moderatorin-<br />
und-ihr-kampf-gegen-links/<br />
http://www.bluejax.net/2007/08/06/offener-brief -an-die-betreffende<br />
-redaktion-und-deutsche-medien -%e2%80%93-kritik-an-marietta<br />
-slomka-vom-heute-journal/</p>
<p><u>Bildquellen:</u><br />
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/<br />
0/06/Flag_of_Venezuela.svg/800px-Flag_of_Venezuela.svg.png<br />
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/<br />
commons/e/ee/Braun_HF_1.jpg</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Medien-Manipulation?! Marietta Slomka vs. Chávez – Eine heute-journal-Moderatorin und ihr Kampf gegen Links</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%e2%80%93-eine-heute-journal-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Aug 2007 22:42:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%e2%80%93-eine-heute-journal-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links/</guid>
		<description><![CDATA[ 	 
Man mag über den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und seine Politik denken wie man will. Eine objektive Berichterstattung jedoch gehört gerade für Journalisten zu den Grundprinzipien ihrer Arbeit. Wenn man überlegt, welchen enormen Einfluss Journalisten und Medienvertreter als Mittler zwischen Politik und Gesellschaft einnehmen, und wie sich deren Aussagen und Stellungsnahmen auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F06%2Fmedien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%25e2%2580%2593-eine-heute-journal-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F06%2Fmedien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%25e2%2580%2593-eine-heute-journal-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 <a href="http://www.mpress.de" target="_blank"><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/mpressed.jpg"  border="0"/></a></p>
<p>Man mag über den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und seine Politik denken wie man will. Eine objektive Berichterstattung jedoch gehört gerade für Journalisten zu den Grundprinzipien ihrer Arbeit. Wenn man überlegt, welchen enormen Einfluss Journalisten und Medienvertreter als Mittler zwischen Politik und Gesellschaft einnehmen, und wie sich deren Aussagen und Stellungsnahmen auf die Meinungsbildung der Öffentlichkeit auswirken, muss man ganz besondere sachliche und vorurteilslose Arbeiten erwarten. Eine latente <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Medienmanipulation" target="_blank">Medienmanipulation</a> birgt Gefahren für Demokratie und Gesellschaft!</p>
<p><strong>Heute lernen wir: Wie man Zuchauer beeinflusst</strong></p>
<p><a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Marietta_Slomka" target="_blank">Marietta Slomka</a>, die Moderatorin des <a href=" http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0/0,1872,1021120,00.html" target="_blank">heute-journal</a> auf dem <a href=" http://www.zdf.de/" target="_blank">ZDF</a> scheint von solchen Dingen noch nicht viel gehört zu haben. Die diplomierte Volkswirtin hat am vergangenen Freitag, den 03. August 2007 zum wiederholten Male ihre Anmoderation eines Beitrage über die <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela-die-westliche-presselandschaft/" target="_blank">Nichtverlängerung der Ausstrahlungslizenz von RCTV</a> dazu genutzt, um eine subjektive und verzerrende Bewertung der Vorgänge zu vermitteln. Dabei widersprach sie nicht nur den Aussagen im darauf folgenden Beitrag, sondern versuchte sich auch in einem Imagetransfer des venezolanischen Präsidenten auf eine deutsche Partei.<br />
Das <a href=" http://redblog.twoday.net/stories/4137831/" target="_blank">Redblog</a> hat die Vorgänge dokumentiert.</p>
<p><a href=" http://1967.19.funpic.de/mp3/anmoderation.mp3" target="_blank">Anmoderation Marietta Slomka</a> (MP3)<br />
<a href=" http://content.zdf.de/podcast/zdf_hjo/070803_hjo_hjopod_p.mp4" target="_blank">Beitrag</a> (MP4)</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%e2%80%93-eine-heute-journal-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links/" ><img src=" http://www.zdf.de/ZDF/s_img/16/0,6752,5328912-render-U3-,00.jpg"  width="" height="120" border="0"/> <img src=" http://www.heute.de/ZDFde/img/124/0,1886,5209084,00.jpg" width="120" height=""  border="0"/> <img src=" http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a8/Chavez_World_Social_Forum_2005.jpg "  width="" height="120" border="0"/> </a><br />
<font size=1>Bildquellen: ZDF.de; Heute.de; Wikimedia.org</font></p>
<p><span id="more-220"></span></p>
<p><strong>Reaktionen &#038; Bewertungen westlicher Medien</strong></p>
<p>In dem Artikel <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela-die-westliche-presselandschaft/" target="_blank"><em>„Medien zwischen Macht &#038; Manipulation: Hugo Chávez vs. RCTV – Venezuela &#038; die westliche Presselandschaft“</em></a> habe ich am 02. August bereits das Thema Cháves gegen RCTV aufgegriffen und beleuchtet. Ich habe einige Medien und Experten abseits des Mainstreams vorgestellt, die eine völlig andere Bewertung der Vorgänge wiedergeben, als es die Mehrheit der westlichen Medienpublikationen tut.</p>
<p>Wie in den dortigen Kommentaren richtig festgestellt wurde, habe ich mich mit einer abschließenden Bewertung der Vorgänge in Venezuela zurückgehalten, weil es mein Anliegen war, die LeserInnen selbst ein Meinungsbild des Ganzen machen zu lassen. Nichtsdestotrotz ließ sich meine Meinung und Bewertung aus dem Beitrag insgesamt doch recht deutlich erschließen.</p>
<p><strong>Slomka verbreitet ihr Weltbild</strong></p>
<p>Marietta Slomka vom heute-journal geht einen ganz anderen Weg. Sie versucht nicht einmal eine objektive Stellung einzunehmen und den Zuschauern die Möglichkeit zu geben, sich eine eigene Meinung zu bilden. Ihre Anmoderation vom vergangenen Freitag klingt wie eine Anklageschrift:</p>
<p><em>“Um die Freiheit der Medien geht es auch im nächsten Bericht. Man stelle sich mal folgendes vor: Bundeskanzlerin Merkel würde den Privatsender RTL abschalten, weil ihr die Bertelsmanngruppe politisch nicht passt oder weil RTL sich weigert, jederzeit auf Kommando, Sendplätze frei zu räumen, um ellenlange Merkelreden auszustrahlen. Eine absurde Vorstellung, natürlich wäre das undenkbar. Doch so ist es in Venezuela geschehen.“</em></p>
<p>Wer meinen letzten Artikel zum Thema gelesen hat, dem wird der größte Fehler hier sicherlich sofort ins Auge springen. Genau, RCTV wurde nicht „<em>abgeschaltet</em>“! Vielmehr wurde eine Lizenz, die vor 20 Jahren ausgestellt wurde und die nun ausgelaufen ist, schlichtweg nicht verlängert!</p>
<p><strong>Ein hinkender Vergleich mit Macken</strong></p>
<p>Auch wird die Rolle von <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/RCTV" target="_blank">RCTV</a> beim so genannten „Ersten Medienstaatsstreich der Welt“ mit keinster Silbe erwähnt. Um es mit Slomkas Worten zu erklären, man stelle ich mal folgendes vor: RTL würde gefälschte Beiträge senden, in denen Szenen so zusammen geschnitten werden, dass der Eindruck entsteht, dass die Regierung kompromisslos und ohne Rücksicht auf Verluste auf Demonstranten schießt. Eine Manipulation von Nachrichten und Bildern „auf üble Weise“ (<a href=" http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/629242/" target="_blank">Deutschlandfunk</a>). Man stelle sich vor, RTL würde in seinen Nachrichten immer die Opposition preisen und zum Putsch gegen die (demokratisch gewählte) Regierung aufrufen. Weiter stelle man sich vor, RTL würde dies alles über viele Jahre hinweg machen. </p>
<p>Eine absurde Vorstellung, natürlich wäre das undenkbar! Nicht aber in Venezuela. Denn eben jenes Verhalten muss man offensichtlich RCTV vorwerfen. Und anders als es wohl in den meisten Ländern der Fall gewesen wäre (ja, auch in Deutschland, Frau Slomka) hat die venezolanische Regierung RCTV nicht die Lizenz wegen Verstoßes gegen die medienrechtlichen Auflagen entzogen. Vielmehr hat man das Auslaufen der Lizenz nun dazu genutzt, um den Frequenzplatz einem anderen Sender zuzuteilen.</p>
<p><strong>Ein Spiel mit Adjektiven</strong></p>
<p>Man kann sich darüber Streiten, ob das Vorgehen die richtige Entscheidung gewesen ist. Natürlich hätte man auch eine juristische Überprüfung des Senders anstreben können. Dies wäre sicherlich auch ein besseres Signal an die westliche Welt gewesen, die Chávez ohnehin sehr kritisch, manchmal gar verleumderisch betrachtet. Man hätte prüfen können, ob und inwiefern der Sender gegen Auflagen und Gesetze verstoßen hat und dann juristische Konsequenzen ziehen können. Vielleicht hätte eine solche Überprüfung weitaus schlimmere Auswirkungen für RCTV mit sich gebracht.</p>
<p>Denn anders als suggeriert, wurde der Sender nicht geschlossen. Lediglich die auslaufende Lizenz zum Senden über Antenne wurde nicht verlängert. RCTV kann sein Programm aber weiterhin über Kabel und Satellit an die venezolanische Bevölkerung ausstrahlen. Das immerhin hat auch Marietta Slomka verstanden und formuliert es folgendermaßen:</p>
<p><em>“Der immer diktatorischer regierende Hugo Chávez hat den größten, ältesten und populärsten Privatsender Venezuelas aus dem Antennennetz genommen. Nur über Kabel und Satellit darf er noch senden. Doch die hat in Venezuela kaum jemand. Hugo Chávez, hierzulande von Oskar Lafontaine und der Linkspartei als Vorbild gefeiert, hat sich mit dieser Zensur aber womöglich schwer verkalkuliert, denn er nahm damit seinem Volk dessen liebste Sendung weg.“</em></p>
<p><strong>Moderatorin widersprich Beitrag</strong></p>
<p>Interessant ist, wie eine diplomierte Volkswirtin, die sich mit Mengen und Zahlen zumindest nicht all zu schlecht auskennen dürfte, den Begriff „kaum“ definiert. Denn während Slomka in ihrer Anmoderation davon spricht, dass den größten und populärsten Sender Venezuelas nun „<em>kaum</em>“ mehr jemand sehen könnte, weil dieser nur noch über Kabel und Satellit senden „<em>darf</em>“, spricht Carsten Thurau im nachfolgenden Beitrag davon, dass RCTV nun 50% weniger Zuschauer erreiche als zuvor. Wenn also 50% der vormals erreichten Menschen „<em>kaum</em>“ sind, dann dürften zuvor auch „<em>kaum</em> mehr“ erreicht worden sein. Denkfehler?</p>
<p>Interessant auch, wie Frau Slomka zuerst dem venezolanischen Präsidenten ein grausames Image verpasst, um dieses im Anschluss auf eine deutsche Partei und einen deutschen Politiker zu transferieren. Man sehe sich nur einmal die Adjektive an, die sie verwendet. Ein <em>diktatorischer</em> Präsident, der den <em>größten</em>, <em>ältesten</em> und <em>populärsten</em> Sender <em>aus dem Antennennetz</em> (sie hat`s doch verstanden!?) nimmt und <em>seinem Volk</em> damit seine <em>liebste</em> Sendung nimmt. Dann der Überschwung zu Lafontaine und Linkspartei. Voilá, geschickt gemacht, Frau Slomka!</p>
<p><strong>Gut gebrüllt &#8211; Schlusssatz als Nachdruck</strong></p>
<p>Um nochmal auf Nummer sicher zu gehen, dass die Fernsehzuschauer auch alles „richtig“ verstanden haben, hat sich Marietta Slomka noch ein paar Einschätzungen für den Schluss aufgehoben. Ihre Abmoderation schließt mit den folgenden Worten:</p>
<p><em>“Tja, womit sich wieder mal zeigt, wenn Despoten entscheiden, was gut für das Volk ist, herrscht graue Tristess, nicht nur im Fernsehen.“</em></p>
<p>Amüsant auch, dass sich der ausgestrahlte Beitrag fast ausschließlich damit beschäftigt, dass die Einschaltquoten und Werbeeinnahmen von RCTV zurückgegangen sind. Hauptthema scheinen nicht Nachrichten und Information, als vielmehr Telenovelas und Unterhaltung zu sein.</p>
<p>Wie bereits mehrfach gesagt, man kann über Hugo Chávez denken wie man will. Dennoch rechtfertigt das noch lange nicht, dass man Tatsachen verdreht, Fakten unterschlägt und versucht negative Images aufzubauen, um sie dann auf andere Akteure zu übertragen. Dies gilt ganz besonders für Journalisten oder Nachrichtenmoderatoren/innen, die ja gerade ihren Rezipienten ein umfangreiches Bild von der Welt vermitteln sollten!</p>
<p><strong>Marietta Slomka als Widerholungstäterin</strong></p>
<p>Dass Marietta Slomka nicht zum ersten Mal in dieser Sache auffällig geworden ist, hatte <a href=" http://redblog.twoday.net/stories/3882377/" target="_blank">Redblog</a> bereits am 17. Juni dokumentiert. Damals wurde eine Ansage Slomka`s vom 16. Juni 2007 dokumentiert. Einen Beitrag über den Gründungsparteitag der neuen Partei Die Linke moderierte sie folgendermaßen an:</p>
<p><em>&#8220;Guten Abend. Seit heute gibt es eine neue Partei in Deutschland: DIE LINKE. Sie will eine andere Republik und glaubt an Freiheit durch Sozialismus. Dass Freiheit durch Sozialismus entsteht, darüber lässt sich ja trefflich streiten, doch ist das vielleicht auch nur eine Frage der Definition. So lobt Oskar Lafontaine etwa die Verstaatlichungspolitik von Hugo Chavez, dem Präsidenten Venezuelas. Jener Chavez, der gerade oppositionelle Zeitungen und Fernsehsender verbietet.&#8221;</em><br />
(<a href=" http://www.elementarteile.de/?p=1197" target="_blank">Anhören</a>)</p>
<p><strong>Heute-Journal &#038; ZDF schweigen</strong></p>
<p>Daraufhin wendeten sich <a href=" http://www.elementarteile.de/?p=1197" target="_blank">mehrere Menschen</a> an die Redaktion des heute-journal um diese mit den Worten von Marietta Slomka zu konfrontieren und eine Erklärung dazu zu erbeten. Jedoch zeigte man sich beim ZDF <a href=" xxx" target="_blank">nicht gesprächsbereit</a>. Zu einer Stellungsnahme sah man leider nicht veranlasst! </p>
<p>bluejax<br />
Il, den 06. August 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Medienmanipulation<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Marietta_Slomka<br />
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0/0,1872,1021120,00.html<br />
http://www.zdf.de/<br />
http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht<br />
-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela<br />
-die-westliche-presselandschaft/<br />
http://redblog.twoday.net/stories/4137831/<br />
http://1967.19.funpic.de/mp3/anmoderation.mp3<br />
http://content.zdf.de/podcast/zdf_hjo/070803_hjo_hjopod_p.mp4<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/RCTV<br />
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/629242/<br />
http://redblog.twoday.net/stories/3882377/<br />
http://www.elementarteile.de/?p=1197<br />
http://redblog.twoday.net/stories/4028307/</p>
<p><u>Bildquellen:</u><br />
http://www.zdf.de/ZDF/s_img/16/0,6752,5328912<br />
-render-U3-,00.jpg<br />
http://www.heute.de/ZDFde/img/124/0,1886,5209084,00.jpg<br />
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons /a/a8/Chavez_World_Social_Forum_2005.jpg</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Medien zwischen Macht &amp; Manipulation: Hugo Chávez vs. RCTV – Venezuela &amp; die westliche Presselandschaft</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Aug 2007 16:20:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Venezuela]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 
In einer Zeit der fortschreitenden Globalisierung sind die Menschen überall auf die Informationen aus den Medien angewiesen, um Umfang, Auswirkungen und Chancen einzelner Ereignisse in vollem Umfang zu begreifen. Im Grunde genommen hat sich die Medienlandschaft neben der Legislative, der Judikative und der Exekutive zur vierten tragenden Säule unserer Gesellschaft entwickelt. Durch diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F02%2Fmedien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%25e2%2580%2593-venezuela-die-westliche-presselandschaft%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F02%2Fmedien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%25e2%2580%2593-venezuela-die-westliche-presselandschaft%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 <a href="http://www.mpress.de" target="_blank"><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/mpressed.jpg"  border="0"/></a></p>
<p>In einer Zeit der fortschreitenden Globalisierung sind die Menschen überall auf die Informationen aus den Medien angewiesen, um Umfang, Auswirkungen und Chancen einzelner Ereignisse in vollem Umfang zu begreifen. Im Grunde genommen hat sich die Medienlandschaft neben der Legislative, der Judikative und der Exekutive zur vierten tragenden Säule unserer Gesellschaft entwickelt. Durch diese Macht der Information verfügen die Medien jedoch auch gleichzeitig über eine enorme ethische Verantwortung.</p>
<p><strong>Meinungsmacht und Alternative Sichtweisen</strong></p>
<p>Zu welchen Folgen eine einseitige und schier gleichgeschaltete Berichterstattung führen kann, sehen wir an einem Beispiel aus Venezuela. In den vergangenen Wochen wurde viel über das Vorgehen des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez berichtet. Ihm wurde vorgeworfen einen kritischen Fernsehsender mundtot zu machen, indem er ihm die Sendelizenz entzog. Die Meinungen in den westlichen Medien waren allesamt gleich, überall wurde die Beschneidung der Meinungs- und Pressefreiheit kritisiert. Doch ein Blick in Medienpublikationen abseits des Mainstreams offenbart uns, dass es auch eine ganz andere Sichtweise der Dinge zu geben scheint und dass Medienbilder oftmals auch von politischen Interessen geprägt sind!</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela-die-westliche-presselandschaft/" ><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4d/Hugo_Chavez_in_Brazil-1861.jpeg"  width="" height="100" border="0"/> <img src=" http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/7/7a/RCTV_2007.JPG" width="" height="60"  border="0"/> <img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0d/Berlin-neukoelln_satellite-dishes_20050314_p1010596.jpg"  width="" height="100" border="0"/> </a><br />
<font size=1>Bildquellen: Wikimedia.org</font></p>
<p><span id="more-218"></span></p>
<p><strong>Kritische Worte bei SPON</strong></p>
<p>Am 26. Mai 2007 berichtete Spiegel-Online unter dem Titel <a href=" http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,485178,00.html" target="_blank"> „Massenproteste gegen Schließung von Fernsehsender“</a>: <em>Zehntausende Demonstranten wehren sich in Venezuela gegen die Schließung einer regierungskritischen TV-Station.</em></p>
<p>Zwei Tage später der nächste SpOn-Artikel. Diesmal hieß es <a href=" http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,485288,00.html" target="_blank"> „Chávez macht regierungskritischen Sender dicht“</a>: <em>Venezuelas Staatschef Hugo Chávez ist auf dem besten Weg, die dortigen Medien unter seine Kontrolle zu bringen.</em></p>
<p><strong>Die Welt warnt vor Charvez</strong></p>
<p>Ähnliche Einschätzungen vertritt auch die Online-Ausgabe der Welt. So erschien dort am 25. Mai der Artikel <a href=" http://www.welt.de/politik/ausland/article897496/Chavez_schraenkt_Meinungsfreiheit_ein.html" target="_blank">„Chavez schränkt Meinungsfreiheit ein“</a>. <em>„Präsident Hugo Chávez macht die wichtigste Stimme der Opposition mundtot“.</em></p>
<p>Am 29. Mai schreibt die Welt <a href=" http://www.welt.de/politik/article903461/Chavez_nimmt_sich_naechsten__Sender_vor.html" target="_blank">„Chavez nimmt sich nächsten Sender vor“</a>: <em>„Die Mehrheit lehnt Schließung des Senders ab. Die Schließung von RCTV wird Umfragen zufolge von 70 bis 80 Prozent der Venezolaner abgelehnt. (…) Die Polizei griff brutal durch.“</em></p>
<p><strong><em>Ein Schachzug ohne Beispiel</em></strong></p>
<p>Auch die Deutsche-Welle schließt sich diesem Meinungsbild an. Am 28. Mai wurde getitelt <a href=" http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2559861,00.html" target="_blank">„Regierungskritischer TV-Sender in Venezuela abgeschaltet“</a>: <em>„Der venezolanische Staatschef Hugo Chávez ist seinem Ziel, die Medien unter seine Kontrolle zu bringen, ein Stück näher gerückt.“</em></p>
<p>Reporter Ohne Grenzen geht mit der bereits genannten Meinung konform und titelt <a href=" http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/article/9/rog-bericht-zu-venezuela-schliessung-von-rctv-festigt-die-medien-hegemonie.html" target="_blank">„Schließung von RCTV festigt die Medien-Hegemonie“</a>. Man habe die Auswirkungen der Senderschließung von Radio Caracas Televisión (RCTV) untersucht und sei zu dem Schluss gekommen, <em>„dass die international verurteilte Schließung des kommerziellen Senders RCTV weit mehr ist als nur eine administrative Maßnahme. Sie ist ein politischer Schachzug ohne Beispiel in Lateinamerika. Die Übernahme von Nachrichtenmedien sind wichtiger Teil in dem Bestreben der venezolanischen Regierung, die gesamte öffentliche Bühne im Land zu besetzen und zu kontrollieren.“</em></p>
<p><strong>Eine Nachrichtensprecherin zieht den Bogen</strong></p>
<p>Abschließend auch noch der Hinweis von Mariella Slomka. Als die Moderatorin des heute journal am 16. Juni 2007 einen Bericht über den Gründungsparteitag der Partei DIE LINKE. einleitete, zog sie sofort mal einen Bogen zu Hugo Chavez und dessen Politik, die sie gleichzeitig bewertete:</p>
<p><em>&#8220;Guten Abend. Seit heute gibt es eine neue Partei in Deutschland: DIE LINKE. Sie will eine andere Republik und glaubt an Freiheit durch Sozialismus. Das Freiheit durch Sozialismus entsteht, darüber lässt sich ja trefflich streiten, doch ist das vielleicht auch nur eine Frage der Definition. So lobt Oskar Lafontaine etwa die Verstaatlichungspolitik von Hugo Chavez, dem Präsidenten Venezuelas. <u>Jener Chavez, der gerade oppositionelle Zeitungen und Fernsehsender verbietet.</u>&#8220;</em><br />
<font size=1>(Quelle: <a href=" http://redblog.twoday.net/stories/3882377/" target="_blank">Redblog</a>)</font></p>
<p><strong>Einheitliches Meinungsbild der Kritik</strong></p>
<p>Das Meinungsbild scheint also durchgehen konform und eindeutig zu sein. Egal welche Publikation man sich anschaut, die Aussagen sind überall dieselben, die Einschätzungen und Kommentare die gleichen. Alles scheint in Eintracht, die Sachlage scheint klar. Aber ist sie das wirklich?</p>
<p>Erst einmal muss man darauf hinweisen, dass viele Medien von einem Abschalten des Senders <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/RCTV" target="_blank">RCTV</a> sprechen. Dies ist definitiv falsch. Denn der Sender wurde nicht abgeschaltet, sondern seine Lizenz wurde nicht verlängert. Ein feiner, aber ein durchaus doch erwähnenswerter Unterschied. Denn die Formulierung Abschalten impliziert, dass es gegen geltendes Recht verstoßen würde. Allerdings wurde hier eine Lizenz nicht verlängert, ein Rechtsbruch ist also insofern nicht gegeben.</p>
<p><strong>Die andere Sichtweise desselben Ereignisses</strong></p>
<p>So, damit widmen wir uns der anderen Seite. Als erstes möchte ich aus einem Artikel der „Junge Welt“ zitieren. Die Tageszeitung, die <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Welt" target="_blank">laut Wikipedia</a> ein <em>„linkssozialistisch Selbstverständnis im Sinn einer orthodox-kommunistischen Ausrichtung“</em> besitzt, veröffentlichte am 26. Mai 2007 ein <a href=" http://www.jungewelt.de/2007/05-26/043.php" target="_blank">Interview mit Marcos Hernández</a>.</p>
<p>Dieser ist Präsident der venezolanischen Organisation »Periodistas Por La Verdad« (Journalisten für die Wahrheit), die 2003 als Reaktion auf die Politisierung der Medien in Venezuela gegründet wurde und heute über 5000 Mitglieder verfügt.</p>
<p><strong>Journalist für die Wahrheit im Interview</strong></p>
<p>Auf die Frage, ob die Pressefreiheit in Venezuela durch die Schließung von RCTV wirklich akut bedroht sei, antwortet der Journalist:</p>
<p><em>“Nein, das ist sie nicht. Wir unterstützen die Entscheidung der Telekommunikationsbehörde ­CONATEL, die Lizenz für den Kanal RCTV nicht zu verlängern.“</em></p>
<p>Hernandez weist darauf hin, dass es in Venezuela ein Pressemonopol gäbe, welches es dringend gelte abzuschaffen. Ihm zufolge gehörten 80 Prozent der Fensehstationen privaten Unternehmen. Von den Produktionsfirmen der beiden größten Sender RCTV und Venevisión würden 80 Prozent der Sendeinhalte des Landes produziert.</p>
<p><strong>Eine Neulizenzierung als Beitrag zur Demokratie</strong></p>
<p>Interessant ist die Auffasung Hernandez`, dass das Nicht-Verlängern der Sendelizenz für RCTV <em>„zur Demokratisierung beitragen“</em> solle. Gleichzeitig erwähnt er den neuen Sender TVES, der darauf folgend seinen Sendebetrieb aufnehmen soll.</p>
<p><em>„Dieser Sender wird nicht vom Staat abhängen, sondern einer Medienstiftung angehören. Meine Organisation tritt dafür ein, dass TVES stärker in den Regionen des Landes vertreten ist.“</em></p>
<p>Auf den Hinweis, dass das Vorgehen bezüglich RCTV zu einem weltweiten Aufschrei der Empörung geführt habe und als illegal empfunden würde, erwidert Hernandez, dass die nationale Telekommunikationsbehörde das Recht habe <em>„staatliche Sendelizenzen zu vergeben – oder zu entziehen, wenn ein Sender die Vertragsbestimmungen verletzt.“</em> Er betont, dass dies im Fall RCTV nicht einmal geschehen sei:</p>
<p><em>„Die Behörde hat gewartet, bis der Vertrag ausläuft. Es wurde auch mehrfach darauf hingewiesen, dass RCTV weiter auf einem privaten Kanal senden kann.“</em></p>
<p><strong>Ein Sender, der zum Regierungssturz aufruft</strong></p>
<p>Auch die Rolle der privaten Fernsehanstalten bei einem gescheiterten Putschversuch im April 2002 hebt Hernandez hevor. Er betont, dass gerade RCTV immer wieder zu <em>„Gewalt gegen die Regierung aufgerufen“</em> habe und in diesem Zusammenhang alles andere als ein Unschuldlamm sei.</p>
<p>Liest man sich dieses Interview mit Marcos Hernández durch, der als Präsident der venezolanischen Organisation »Periodistas Por La Verdad« (Journalisten für die Wahrheit) sicherlich über ein differenzierteres und auch besseres Bild der venezolanischen Medienpolitik verfügt, dann hört sich die Situationsbewertung doch wesentlich  anders an, als es in den hiesigen und zu Beginn angesprochenen Medien der Fall ist.</p>
<p><strong>Zwei Wissenschaftler und ihre Kritik an der Kritik</strong></p>
<p>Ein weiter sehr interessanter Artikel ist im Archiv von ZDnet.de nachzulesen. Unter der Überschrift <a href=" http://zmag.de/artikel/Venezuela-und-die-Medien-Fakten-und-Fiktion" target="_blank">„Venezuela und die Medien: Fakten und Fiktion“</a> findet man eine deutsche Übersetzung eines Textes von Mark Weisbrot und Robert W. McChesney.</p>
<p><a href=" http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_W._McChesney" target="_blank">Robert W. McChesney</a> ist Research Professor of Communications an der University of Illinois. Er ist einer der größten Kritiker der amerikanischen Masssenmedien und beschäftigt sich mit der politischer Kommunikation und der Rolle der Massemedien in Demokratien.</p>
<p><a href=" http://en.wikipedia.org/wiki/Mark_Weisbrot" target="_blank">Mark Weisbrot</a> ist Kodirektor des Center for Economic and Policy Research in Washington, DC. Er ist Wirtschaftswissenschaftler, beschäftigt sich mit Wirtschaftspolitik und ist Präsident von „Just Foreign Policy“, einer unabhängigen Nichtregierungsorganisation.</p>
<p><strong>Konformes Bild als Mangel der eigenen Berichterstattung</strong></p>
<p>In dem bei ZDnet veröffentlichten Artikel betonen Weisbrot und McChesney, dass die Berichterstattung in den amerikanischen Medien über den „Fall RCTV“ mehr über die Mängel der eigenen Berichterstattung aussage, als über die Vorgänge in Venezuela.</p>
<p><em>“Unsere Nachrichtenmedien sind nur allzu gewillt, für Washington den Wasserträger zu spielen &#8211; anstatt Fakten zu bestätigen und die Wahrheit zu berichten.“</em></p>
<p>Im Anschluss weisen sie auf einige Fakten hin, die in der allgemeinen Berichterstattung oftmals nicht genannt würden. So etwa auf den Umstand, dass in allen demokratischen Nationen dieser Welt Sendelizenzen für Radio- und Fernsehstationen nur befristet ausgegeben werden. In den USA beträgt eine solche Frist 8 Jahre, in Venezuela 20 Jahre.</p>
<p><strong>Venezuelas Medienlandschaft</strong></p>
<p>Nach dem kurzen Hinweis, dass es sich bei Venezuela um eine konstitutionelle Republik handelt, deren Bevölkerung Hugo Chavez – unter internationaler Wahlbeobachtung – <em>„mit überwältigenden Mehrheiten gewählt“</em> habe, gehen Weisbrot und McChesney auf die Eigenheit der venezolanischen Medienlandschaft ein.</p>
<p>In Venezuela befände sich die große Mehrheit der Medien in privaten Händen, würde nicht zensiert und würde insgesamt mehrheitlich von der Opposition dominiert. Eine Nichterteilung der Sendelizenz bedeute nicht, dass ein Sender wie RCTV gar nicht ausstrahlen könne. Vielmehr könne ein Ausweichen auf private Kabel- und Satellitenkanäle ein weiteres Senden durchaus ermöglichen.</p>
<p><em>“Aggressive, unqualifizierte, politische Kritik ist in den Mainstream-Medien Venezuelas sehr lebendig &#8211; in einer Art und Weise, wie dies nur in wenigen demokratischen Staaten je der Fall war, die USA eingeschlossen.“</em></p>
<p><strong>Eine Verdrehung der Tatsachen durch die Medien</strong></p>
<p>Im nächsten Abschnitt dann berichten die beiden Autoren von einer <em>„typisches Beispiel für Faktenverzerrung in den Nachrichten“</em>. Grund sind Medienberichte, in denen Hugo Chavez RCTV beschuldige <em>„einen Coup&#8221;</em> gegen ihn <em>&#8220;unterstützt zu haben&#8221;</em>.</p>
<p><em>“Man berichtet über eine Tatsache in Form einer Anschuldigung. Diese Anschuldigung wird mit einer Quelle (Chavez) in Verbindung gebracht, die in der Presse nach Kräften diskreditiert wurde. Tatsache ist, RCTV &#8211; und weitere Nachrichtensender &#8211; haben im April 2002 eine derart führende Rolle beim Militärcoup gegen die demokratisch gewählte venezolanische Regierung gespielt, dass in diesem Zusammenhang oft vom &#8220;ersten Medien-Staatsstreich der Welt&#8221; die Rede ist.“</em></p>
<p><strong><em>Der 1. Medien-Straatsstreich der Welt</em></strong></p>
<p>Bei diesem Staatsstreich mobilisierte RCTV – laut Weisbrot und McChesney – die Menschen gegen die Regierung. Es <em>„wurden gefälschte Reportagen gesendet“</em>, in denen Bilder von schießenden Chavez-Anhängern mit davon unabhängigen Aufnahmen von getöteten und verletzten Demonstranten vermischt wurden. Die Autoren berichten, dass diese zusammenhangslosen Dokumentationen als gefälschte Berichte über das Fernsehen ausgestrahlt wurden und somit den Coup gegen die Regierung rechtfertigten.</p>
<p>Desweiteren <em>„verbannte RCTV sämtliche Pro-Regierungs-Berichterstattung aus seinem Programm“</em> und unterschlug auch später die Nachricht, dass Chavez wieder im Amt zurück gewesen sei. Auch in späteren Monaten sei immer wieder mit Appellen zum Sturz der Regierung aufgerufen worden.</p>
<p><strong>Wie wäre die Reaktion in westlichen Ländern ausgefallen?</strong></p>
<p>Stellte man sich ein solches Verhalten eines Fernsehsenders in einem westlichen Staat wie etwa der Bundesrepublik Deutschland vor, dann könnte man wohl auch hier Diskussionen über eine Lizenzberechtigung nicht vermeiden und erwarte. Denn sowohl in Deutschland wie auch in Venezuela sind die Medien und ihr Auftreten zum einen in der Verfassung geschützt zum anderen aber auch an gewisse Richtlinien und Bestimmungen geknüpft. Eine einseitige Berichterstattung, in der laufend wiederholt zum Sturz der gewählten Staatsregierung aufgerufen wird, würde wohl auch hier zu einer Nichterteilung oder gar zu einem Entzug der  Sendelizenz führen. Ähnlich sehen es auch Weisbrot und McChesney:</p>
<p><em>“Wäre RCTV ein US-Sender, man hätte der Station schon vor Jahren die Sendelizenz entzogen. Die Betreiber wären wahrscheinlich wegen krimineller Vergehen strafrechtlich verfolgt worden &#8211; unter anderem wegen Landesverrats.“</em></p>
<p><strong>Neuer Sender als Möglichkeit eines Neuanfangs</strong></p>
<p>Dass die Sendelizenz, die durch die Nichterteilung an RCTV frei geworden ist nicht verschwunden ist, darauf weisen auch die Autoren hin. Vielmehr wurde sie inzwischen an einen neuen landesweiten öffentlichen Kanal vergeben, von dem versprochen wird, dass er <em>„Beiträge Tausender unabhängiger Produzenten senden soll“</em>. Man sehe hierin einen Versuch <em>„Millionen Venezolaner in die Medien zu bringen &#8211; Menschen, die nie zuvor eine reelle Chance auf Medienpartizipation, ohne staatliche Zensur, hatten“</em>.</p>
<p>Darauf folgend weisen Weisbrot und McChesney auf den Einfluss der Politik auf die westliche Berichterstattung in den Medien hin. Die negative Einstellung der Bush-Regierung gegen die Politik von Hugo Chavez würde von den amerikanischen Medien nahezu kritiklos übernommen, ohne weitere Fakten und Hintergründe zu dem Thema zu beleuchten.</p>
<p><strong>Die Orientierung der Medien an politischen Vorgaben</strong></p>
<p>Abschließend haben die beiden Autoren dann auch gleich einen Appell, den sie sowohl an die Rezipienten, aber in erster Linie auch an die Presse- und Medienvertreter der USA, aber auch an jene in allen anderen Staaten dieser Welt, richten:</p>
<p><em>“Nehmt die Behauptungen eurer eigenen Regierung mit derselben Skepsis auf, die ihr bei ausländischen Führern, zurecht, an den Tag legt. Dann würde vor den Augen der Amerikaner allmählich ein akkurateres Weltbild entstehen, mit dem sie sich effizienter in unsere Außenpolitik einmischen könnten.“</em></p>
<p><strong>Die zwei Seiten der einen Medaille</strong></p>
<p>Nach den aufgeführten Beispielen der hiesigen Berichterstattung aus Medienpublikationen wie Spiegel und Welt ergibt sich durch die Ausführungen von Marcos Hernández sowie von Robert W. McChesney und Mark Weisbrot ein völlig widersprüchliches Bild der Situation. Wem man nun mehr glauben schenken darf, sei nun dahingestellt. Jedoch zeigt dieses Beispiel, wie fragwürdig ein zuerst einseitig erscheinendes Meinungsbild zu bewerten ist.</p>
<p>Sicherlich ist es für jeden Journalisten aus der westlichen Welt sehr schwierig ein Ereignis wie die Nicht-Lizenzerteilung von RCTV in Venezuela angemessen und völlig objektiv zu bewerten. Und gerade die Argumentationen von Hernández, McChesney und Weisbrot zeigen, dass es auch andere Sichtweisen über dasselbe Ereignis gibt, als sie in unserer Presse genannt werden.</p>
<p><strong>Die Eigenverantwortung der Rezipienten</strong></p>
<p>Im Grunde genommen muss jeder Rezipient sich ein eigenes Bild von Situationen und Ereignissen machen. Und dies kann er am objektivsten nur, in dem er sich die Meinungen und Ansichten aus verschiedensten Medienpublikationen anschaut, diese miteinander vergleicht und sie für sich selbst versucht zu bewerten. </p>
<p>Das Beispiel RCTV zeigt zugleich, dass es nicht immer hilft nur verschiedene Publikationen eines Landes anzuschauen, sondern dass es manchmal auch nützlich sein kann, Meinungsbilder und Argumentationen von Journalisten und Experten aus anderen Teilen der Welt heranzuziehen. Das mag zum einen in der heutigen Zeit von Internet und globalem Dorf etwas einfacher zu sein, erfordert jedoch gleichzeitig auch ein großes Maß an Arbeit, Zeit, Aufwand und Motivation.</p>
<p><strong>Sowohl Vielfalt als auch Einfalt als Problem</strong></p>
<p>Wer nun mit seiner Sichtweise des „Falles RCTV“ richtig liegt, ob die Kritiker oder die Befürworter, scheint schwer zu bestimmen. Wie gesagt, muss sich jeder Rezipient aufgrund der unterschiedlichen Bewertungen und Argumentationen sein eigenes Meinungsbild zusammenschustern. Klar scheint jedoch, dass es weder schwarz noch weiß zu geben scheint und dass erst die Betrachtung von widersprüchlichen Sichtweisen zusammen einem wirklich objektiven Gesamtbild nahe kommen zu scheinen. Um einseitigen Bewertungen bis hin zu einer <a href=" http://www.bluejax.net/2007/06/26/medienmacht-die-abhangigkeit-der-rezipienten-%e2%80%93-mediale-emanzipation-kritische-hinterfragung-als-ausweg/" target="_blank">Manipulation durch Medien</a> zu entgehen, hilft nur die Eigeninitiative. Eine harte Erkenntnis, aber wohl wahr!</p>
<p>bluejax<br />
Il, den 02. August 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,485178,00.html<br />
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,485288,00.html<br />
http://www.welt.de/politik/ausland/article897496/Chavez _schraenkt_Meinungsfreiheit_ein.html<br />
http://www.welt.de/politik/article903461/Chavez_nimmt<br />
_sich_naechsten__Sender_vor.html<br />
http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2559861,00.html<br />
http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/<br />
news-nachrichten-single/article/9/rog-bericht-zu-venezuela-<br />
schliessung-von-rctv-festigt-die-medien-hegemonie.html<br />
http://redblog.twoday.net/stories/3882377/<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/RCTV<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Welt<br />
http://www.jungewelt.de/2007/05-26/043.php<br />
http://zmag.de/artikel/Venezuela-und-die<br />
-Medien-Fakten-und-Fiktion<br />
http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_W._McChesney<br />
http://en.wikipedia.org/wiki/Mark_Weisbrot<br />
http://www.bluejax.net/2007/06/26/medienmacht-die-<br />
abhangigkeit-der-rezipienten-%e2%80%93-mediale-<br />
emanzipation-kritische-hinterfragung-als-ausweg/</p>
<p><u>Bildquellen:</u><br />
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4d/Hugo<br />
_Chavez_in_Brazil-1861.jpeg<br />
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0d/<br />
Berlin-neukoelln_satellite-dishes_20050314_p1010596.jpg</p>
]]></content:encoded>
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