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	<title>Bluejax.net &#187; Lateinamerika</title>
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		<title>Asalto al Sueño: Der Angriff auf den Traum – Ein aufwühlender Film über die Migration in Lateinamerika</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Nov 2007 17:15:59 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Einen sehr beeindruckenden Film über Migration in Mittelamerika habe vergangene Woche im Rahmen meines Spanisch-Intensiv-Kurses beim Motivés-Verein in Kirchvers gesehen. Bewegend und aufreibend zeigt Uli Stelzner in „Asalto al Sueño“ (Angriff auf den Traum) die Gefahren und Anstrengungen, die jeden Tag Tausende von Menschen aus Lateinamerika in Kauf nehmen, um ihre Illusion vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F11%2F07%2Fasalto-al-sueno-der-angriff-auf-den-traum-%25e2%2580%2593-ein-aufwuhlender-film-uber-die-migration-in-lateinamerika%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F11%2F07%2Fasalto-al-sueno-der-angriff-auf-den-traum-%25e2%2580%2593-ein-aufwuhlender-film-uber-die-migration-in-lateinamerika%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Einen sehr beeindruckenden Film über Migration in Mittelamerika habe vergangene Woche im Rahmen meines Spanisch-Intensiv-Kurses beim <a href=" http://www.motives-verein.de/" >Motivés-Verein</a> in Kirchvers gesehen. Bewegend und aufreibend zeigt Uli Stelzner in „<a href=" http://www.videowerkstatt.de/?page=2&#038;event=2&#038;key=219" >Asalto al Sueño</a>“ (Angriff auf den Traum) die Gefahren und Anstrengungen, die jeden Tag Tausende von Menschen aus Lateinamerika in Kauf nehmen, um ihre Illusion vom Amerikanischen Traum zu erfüllen. </p>
<p>Mit Handkamera und einer unglaublichen Intensität vermittelt der Film dabei einen sehr authentischen Eindruck von der Armut und der Hoffnungslosigkeit, die so viele Menschen zu einer ungewissen Reise in Richtung Norden veranlassen. Spätestens wenn die Migranten aus Guatemala, El Salvador, Honduras und all den anderen Staaten Lateinamerikas jedoch die Grenze nach Mexiko überschritten haben, beginnt sich für einen Großteil von ihnen der Traum einer besseren Zukunft in den USA in einen bitteren Albtraum zu verwandeln.  </p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/11/07/asalto-al-sueno-der-angriff-auf-den-traum-%e2%80%93-ein-aufwuhlender-film-uber-die-migration-in-lateinamerika/" ><img src=" http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/sueno.jpg"  border="0"/></a></p>
<p><span id="more-243"></span></p>
<p><strong>Intensive Bilder der Realität</strong></p>
<p>Wer sich für Lateinamerika, Migration oder das große Thema Globalisierung interessiert, dem sei der Dokumentarfilm „<a href=" http://cci.mesas.googlepages.com/Dokfilm_Traumangriff.pdf" >Asalto al Sueño</a>“ wirklich ans Herz gelegt. Mit einer unglaublichen Wirkung schafft es der Film einen emotionalen Ruck im Rezipienten loszulösen, der in dieser Form nur selten erzeugt wird. </p>
<p>Uli Stelzner hat mit einer kleinen Handkamera über einen Zeitraum von mehreren Monaten das mexikanisch-guatemalische Grenzgebiet auf nördlicher und südlicher Seite besucht und sich mit unzähligen Menschen unterhalten, die nur ein Ziel kannten: In den USA ein neues Leben zu beginnen. Doch bevor sie auch nur annährend in die Nähe der US-amerikanischen Grenze gelangen, wartet auf die Migranten ein harter Weg und nicht selten der Tod.</p>
<p><strong>Sehen. Aufnehmen. Realisieren. Verarbeiten. Diskutieren</strong></p>
<p>Die Dokumentation ist wirklich ein harter Stoff, den man nicht unbedingt unvorbereitet oder alleine anschauen sollte. Selbst bei uns, die wir uns schon seit vielen Jahren mit Lateinamerika, Globalisierung und Chiapas beschäftigen, lösten die Bilder ein ziemlich unbehagliches Gefühl aus. Junge Mütter und Väter, die ihre Kinder zurücklassen, in der Hoffnung im reichen Norden mehr Geld verdienen und damit wiederum ihre Familien in Honduras oder El Salvador unterstützen zu können; Jugendliche, die die Hoffnungslosigkeit in ihren Ländern nicht mehr aushalten und alle Gefahren in Kauf nehmen, um sich den Wunsch vom „Amerikanischen Traum“ zu verwirklichen.</p>
<p>Es bedarf nicht erst der Bilder einer Art Auffangstation in Mexiko, um emotional erschüttert zu werden. Bilder von Menschen, die Arme und/oder Beine verloren haben, weil sie buchstäblich unter die (Zug-)Räder geraten sind. Opfer von Schlafmangel, nachlassenden Kräften, Polizei, den Mara Salvatrucha. Wahre Geschichten von enttäuschten Träumen. Voller Hoffnungslosigkeit.</p>
<p><strong>Eine andere Welt – Die unbekannte Wirklichkeit</strong></p>
<p>Es macht wirklich sehr nachdenklich zu sehen, wie tausende von Menschen aus jenen Ländern flüchten, in die unsereins mal so schnell auf Urlaub für eine Zeit lang einfliegt. Oftmals übersteigt es unsere Vorstellungskraft zu realisieren, in welch armen Verhältnissen in anderen Staaten versucht wird zu überleben.</p>
<p>Es sind Kontakte zu Menschen aus den betroffenen Ländern – seien sie persönlich oder aber über eine Dokumentation zustande gekommen – die uns zeigen, welche Auswirkungen politische Entwicklungen wie etwa das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA), weltwirtschaftliche Entscheidungen oder Globalisierungstendenzen wirklich haben.</p>
<p>Meta- oder Makrobewertungen aus subjektiver westlicher Sicht sind eine Sache. Ein genauer Blick auf die Auswirkungen aufgrund von Beobachtungen und Untersuchungen der Mikroebene jedoch zeichnet oftmals ein ganz anderes Bild. Eines, das wir nur allzu gerne auszublenden versuchen. Weit weg schieben, vergessen. Und aus genau diesem Grund sind Dokumentationen wie „Asalto al Sueño“ wichtig. Um zu begreifen und zu verstehen. Um die wahren Begebenheiten zu realisieren.</p>
<p>bluejax<br />
Il, den 07. November 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.motives-verein.de/<br />
http://www.videowerkstatt.de/?page=2&#038;event=2&#038;key=219<br />
http://cci.mesas.googlepages.com/Dokfilm_Traumangriff.pdf</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Reaktion: Carsten Thurau beantwortet „Offenen Brief“ an die ZDF-heute-Journal-Redaktion!</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Sep 2007 13:40:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
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		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 
Am 06. August 2007 habe ich einen Offenen Brief an die ZDF-heute-Redaktion verfasst und veröffentlicht, den ich zum einen an die betreffende Redaktion, aber auch an diverse Vertreterinnen und Vertreter verschiedener deutscher Medienpublikationen geschickt habe. In diesem Brief habe ich Slomka und die heute-Redaktion für ihre – meiner Meinung nach – negative, weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F09%2F23%2Freaktion-carsten-thurau-beantwortet-%25e2%2580%259eoffenen-brief%25e2%2580%259c-an-die-zdf-heute-journal-redaktion%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F09%2F23%2Freaktion-carsten-thurau-beantwortet-%25e2%2580%259eoffenen-brief%25e2%2580%259c-an-die-zdf-heute-journal-redaktion%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 <a href="http://www.mpress.de" target="_blank"><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/mpressed.jpg"  border="0"/></a></p>
<p>Am 06. August 2007 habe ich einen <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/06/offener-brief-an-die-betreffende-redaktion-und-deutsche-medien-%e2%80%93-kritik-an-marietta-slomka-vom-heute-journal/" target="_blank">Offenen Brief an die ZDF-heute-Redaktion</a> verfasst und veröffentlicht, den ich zum einen an die betreffende Redaktion, aber auch an diverse Vertreterinnen und Vertreter verschiedener deutscher Medienpublikationen geschickt habe. In diesem Brief habe ich Slomka und die heute-Redaktion für ihre – meiner Meinung nach – <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%e2%80%93-eine-heute-journal-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links/" target="_blank">negative</a>, weil <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/09/fernsehen-in-venezuela-manipuliertes-meinungsbild-%e2%80%93-diskussionen-uber-einflussnahme-durch-die-usa/" target="_blank">zu einseitige</a> Berichterstattung über den Auslauf der Lizenz im <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela-die-westliche-presselandschaft/" target="_blank">Falle des venezolanischen Fernsehsenders</a> RCTV im speziellen und über die Darstellung des Präsidenten von Venezuela, Hugo Chávez, im Allgemeinen kritisiert.</p>
<p><strong>Südamerika-Korrespondent des ZDF antwortet</strong></p>
<p>Leider habe ich aus der heute-Redaktion lange Zeit keine Reaktion erhalten. Nichtsdestotrotz habe ich meinen Offenen Brief seither  wöchentlich immer  wieder an die Redaktion gesandt, in der Hoffnung irgendwann einmal eine Antwort zu erhalten. Und diese Rückmeldung ist vor wenigen Stunden tatsächlich bei mir eingegangen!</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/09/23/reaktion-carsten-thurau-beantwortet-%e2%80%9eoffenen-brief%e2%80%9c-an-die-zdf-heute-journal-redaktion/" ><img src=" http://www.pepe.bluejax.net/wp-content/myfotos/bluejaxnet/thurau_antwortet.jpg"  border="0"/></a><br />
<font size=1>Bildquellen: zdf.de</font></p>
<p><span id="more-234"></span></p>
<p><strong>Vielen Dank an Carsten Thurau für die Rückmeldung!</strong></p>
<p><a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Thurau" target="_blank">Carsten Thurau</a>, Journalist und <a href=" http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/2/0,1872,2233762,00.html" target="_blank">Südamerika-Korrespondent</a> des ZDF, höchstpersönlich hat sich meiner Kritik angenommen und mir ein zweiseitiges Word-Dokument [<a href=" http://www.bluejax.net/Antwort_thurau_heute-journal.pdf" target="_blank"><em>pdf-Download</em></a>] mit offiziellem ZDF-Briefkopf zugesandt. Das Dokument ist auf den 19. August 2007 aus dem ZDF-Studio in Rio de Janeiro datiert und wurde von Herrn Thurau in der (richtigen) Annahme, dass ich seine E-Mail aus dem August nicht erhalten habe, heute aus seinem Urlaub nochmals an mich versandt, wofür ich mich bei Herrn Thurau recht herzlich bedanken möchte!</p>
<p>Selbstverständlich halte es für fair und angemessen, die Antwort von Carsten Thurau hier nun zu veröffentlichen. Dabei belasse ich die Ansichten Thuraus bewusst unkommentiert, weil ich dies in diesem Falle für angebracht halte. Allerdings behalte ich mir das Recht vor, über die Kommentarfunktion an einer kritischen Diskussion teilzunehmen!</p>
<blockquote><p>
<strong>Ihr Offener Brief an das ZDF mit der Kritik an Marietta Slomka vom heute journal</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr Rechlitz,</p>
<p>vielen Dank für Ihr Schreiben vom 8. August an die Redaktion des heute journals. Die Kolleginnen und Kollegen haben mich gebeten, eine Antwort auf ihren Offenen Brief zu formulieren, da ich als Südamerika-Korrespondent die Begebenheiten in Venezuela gut kenne und über das Land und die Politik von Präsident Chávez sehr häufig in den vergangenen Jahren berichtet habe. Der heute-journal-Beitrag vom 3. August über den Fernsehsender RCTV stammt ebenfalls von mir.</p>
<p>Sie haben vollkommen recht: es ist die Pflicht von Journalisten, Sachverhalte objektiv und kritisch darzustellen. Gerade deshalb kann ich Ihren Vorwurf, dass das ZDF oder Marietta Slomka diese Pflicht verletzt haben, nur schwer nachvollziehen. In unserer Berichterstattung über Venezuela und Hugo Chávez bemühen wir uns stets um größtmögliche Objektivität und Distanz, gleichzeitig aber nehmen wir uns das journalistische Recht – und die Pflicht – heraus, Sachverhalte und Vorgänge für die Zuschauer einzuordnen, zu hinterfragen und auch kritisch zu kommentieren. Gerade in einer Sendung wie das heute journal, das ein Nachrichtenmagazin ist, erwarten die ZDF-Zuschauer einen Mehrwert an Information und Einordnung über die 19-Uhr-Nachrichtensendung hinaus. In einer immer komplexer werdenden Welt sehen wir das sogar als unsere journalistische Sorgfaltspflicht an. </p>
<p>In ihrem Schreiben beziehen Sie sich auf Beiträge bzw. Anmoderationen über den venezolanischen Fernsehsender RCTV. Ich gebe Ihnen nochmals recht: formaljuristisch handelt es sich nicht um eine Senderschließung. Vielmehr wurde die auslaufende terrestrische Sendelizenz nicht verlängert. Auch das haben wir in unseren Beiträgen stets betont. Wenn man jedoch weiß, dass Hugo Chávez in seinen sonntäglichen Fernsehshows „Hóla Presidente“ wiederholt lautstark verkündete und drohte, „diese Typen mache ich mundtot“, oder: „wer sich wagt, unsere Revolution in den Dreck zu ziehen, ergeht das gleiche Schicksal wie RCTV“, darf man annehmen, dass die Entscheidung, die Lizenz nicht zu verlängern, sehr wohl politisch motiviert war. Anschließende Studentenproteste gegen diese Entscheidung wurden zum Teil brutal von Polizei und Militär niedergeknüppelt.</p>
<p>RCTV – und auch da haben Sie recht – nennt sich selbst zwar Oppositionssender, ist und war aber nie ein Sender unabhängiger und freier Berichterstattung, wie wir das aus Deutschland oder Europa kennen. Auch das haben wir deutlich in unserem Beitrag vom 3. August gesagt. Im Gegenteil, RCTV hat selbst Politik gemacht, hat zu Demonstrationen aufgerufen und spielt, wie Sie selbst schreiben, eine sehr fragwürdige Rolle beim Umsturzversuch im Jahre 2002. Auf der anderen Seite gibt es keinen staatlichen Sender in Venezuela, den wir nach unseren Maßstäben als „unabhängig“ bezeichnen können. Eine freie Berichterstattung gibt es in Venezuela schlichtweg nicht. Wenn also ein Präsident mit seinen – nennen wir es – gleichgeschalteten staatlichen Medien einem Oppositionssender die Verlängerung der terrestrischen Sendelizenz verweigert und damit vielen – vorwiegend ärmeren –<br />
Bevölkerungsschichten die Möglichkeit nimmt, den Sender zu sehen, und statt dessen einen eilig ins Leben gerufenen staatlichen Sender ins Programm nimmt, ist dies für mich ein klarer Angriff gegen die Pressefreiheit, selbst wenn die Presse und die Medien im Land nicht „frei“ berichten. Venezuelas Bevölkerung weiß sehr wohl, dass sie weder den Nachrichten von RCTV noch denen der staatlichen Sender trauen durften. Die „Wahrheit“ lag immer dazwischen. Dem Land droht bald nur noch eine Wahrheit, nämlich die der staatlichen Sender. Dagegen sind Tausende in Caracas auf die Straße gegangen und dagegen wehren sich sogar viele Anhänger des Präsidenten, wie wir es in unserem Beitrag vom 3. August gezeigt haben.</p>
<p>Gestatten Sie mir noch einige persönliche Anmerkungen zur Politik Venezuelas, die ich seit Jahren journalistisch für das ZDF begleite. Hugo Chávez ist ein demokratisch gewählter Präsident. Alle Versuche der Opposition, ihm regelmäßig Wahlbetrug vorzuwerfen, sind falsch, wie unabhängige Wahlbeobachter aus aller Welt bescheinigen. Dennoch konnten wir im Laufe der letzten Jahre beobachten, wie sehr Hugo Chávez das Land spaltet, wie der Riss durch alle Gesellschaftsschichten immer tiefer wurde. Wer im Jahre 2004 den Aufruf zum Referendum zur Abwahl Chávez´ unterzeichnete, riskierte, seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Wir haben Metrofahrer und andere Angestellte des Öffentlichen Dienstes getroffen, denen offen – und schriftlich – gedroht wurde und die tatsächlich ihren Job und alle Rentenansprüche verloren. Wir haben junge Gegner des Präsidenten interviewt, denen der Zugang zu staatlichen Universitäten des Landes verweigert wurden. Wir spüren in letzter Zeit ein immer stärker werdendes Klima der Angst in diesem Land. Aus tiefer und begründeter Sorge vor Repressalien trauen sich immer weniger Menschen, in Interviews mit uns ein kritisches Wort über die Politik des Präsidenten zu verlieren.</p>
<p>Gerade deshalb, lieber Herr Rechlitz, werden wir nicht aufhören, in unseren Beiträgen objektiv und kritisch über die Politik Venezuelas zu berichten. Auch auf die Gefahr hin, dass ausländische Journalisten des Landes verwiesen werden, wie Hugo Chávez kürzlich androhte. Und wir wissen sehr wohl, dass einige unsere Zuschauer anderer Meinung sind und freuen uns deshalb über Reaktionen wie Ihre, damit wir darüber diskutieren können, wie es in einer Demokratie selbstverständlich ist.</p>
<p><strong>Mit freundlichen Grüßen aus Rio,<br />
Carsten Thurau</strong>
</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Bluejax-Artikel zum Thema</strong></p>
<p>* <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela-die-westliche-presselandschaft/" target="_blank"><em>Medien zwischen Macht &#038; Manipulation: Hugo Chávez vs. RCTV – Venezuela &#038; die westliche Presselandschaft</em></a></p>
<p>* <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%e2%80%93-eine-heute-journal-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links/" target="_blank"><em>Medien-Manipulation?! Marietta Slomka vs. Chávez – Eine heute-journal-Moderatorin und ihr Kampf gegen Links</em></a></p>
<p>* <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/06/offener-brief-an-die-betreffende-redaktion-und-deutsche-medien-%e2%80%93-kritik-an-marietta-slomka-vom-heute-journal/" target="_blank"><em>Offener Brief: An die betreffende Redaktion und deutsche Medien – Kritik an Marietta Slomka vom heute-journal</em></a></p>
<p>* <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/09/fernsehen-in-venezuela-manipuliertes-meinungsbild-%e2%80%93-diskussionen-uber-einflussnahme-durch-die-usa/" target="_blank"><em>Fernsehen in Venezuela: Manipuliertes Meinungsbild – Diskussionen über Einflussnahme durch die USAl</em></a></p>
<p>bluejax<br />
Il, den 23. September 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.bluejax.net/2007/08/06/offener-brief-an-die-betreffende<br />
-redaktion-und-deutsche-medien-%e2%80%93-kritik-an-marietta-<br />
slomka-vom-heute-journal/<br />
http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien-manipulation-marietta<br />
-slomka-vs-chavez-%e2%80%93-eine-heute-journal-moderatorin<br />
-und-ihr-kampf-gegen-links/<br />
http://www.bluejax.net/2007/08/09/fernsehen-in-venezuela-<br />
manipuliertes-meinungsbild-%e2%80%93-diskussionen-uber-<br />
einflussnahme-durch-die-usa/<br />
http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht-<br />
manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela-<br />
die-westliche-presselandschaft/<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Thurau<br />
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/2/0,1872,2233762,00.html<br />
http://www.bluejax.net/Antwort_thurau_heute-journal.pdf</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>La Otra: Aufbau eines autonomen Gesundheitssystems in Mexiko &#8211; &#8220;Cambiar el mundo sin tomar el poder&#8221;</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2007/08/16/la-otra-aufbau-eines-autonomen-gesundheitssystems-in-mexiko-cambiar-el-mundo-sin-tomar-el-poder/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Aug 2007 15:07:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ya Basta en Mexico!]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Die Andere Kampagne unter Federführung der EZLN hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass die Bekämpfung von Armut, fehlender Bildung und Elend nicht ausschließlich über liberale Wirtschaftsmaßnahmen und von Regierungsseite erfolgen muss, sondern dass in einer autonomen Bewegung unter Umständen sogar mehr Kraft, Wille und Kompetenz steckt, um diese Mammutaufgaben zu bewältigen.
Der Aufbau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F16%2Fla-otra-aufbau-eines-autonomen-gesundheitssystems-in-mexiko-cambiar-el-mundo-sin-tomar-el-poder%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F16%2Fla-otra-aufbau-eines-autonomen-gesundheitssystems-in-mexiko-cambiar-el-mundo-sin-tomar-el-poder%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Die Andere Kampagne unter Federführung der EZLN hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass die Bekämpfung von Armut, fehlender Bildung und Elend nicht ausschließlich über liberale Wirtschaftsmaßnahmen und von Regierungsseite erfolgen muss, sondern dass in einer autonomen Bewegung unter Umständen sogar mehr Kraft, Wille und Kompetenz steckt, um diese Mammutaufgaben zu bewältigen.</p>
<p>Der Aufbau eines <a href=" http://www.sipaz.org/data/chis_de_02.htm" target="_blank">alternativen Gesundheitssystems</a> im mexikanischen Bundesstaat Chiapas wurde erforderlich, weil die meisten indigenen Gemeinden keinen oder nur sehr erschwerten Zugang zum mexikanischen Gesundheitssystem bekommen. Dies begründet sich zum einen durch eine diskriminierende Politik, aber ist auch auf die Tatsache zurück zu führen, dass viele indigene Gemeinden weit entfernt sind von den großen städtischen Zentren, in denen sich der Großteil der medizinischen Versorgung befindet.</p>
<p><strong>Gesundheit &#038; medizinische Betreuung gewährleisten</strong></p>
<p>Um den Menschen auf den Dörfern allerdings eine medizinische Grundversorgung gewährleisten zu können, haben die Zapatisten ein eigenes autonomes Gesundheitssystem etabliert, dass sich besonders um die indigene Bevölkerung kümmert. Betreut werden diese von eigen ausgebildeten GesundheitspromoterInnen.</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/16/la-otra-aufbau-eines-autonomen-gesundheitssystems-in-mexiko-cambiar-el-mundo-sin-tomar-el-poder/" ><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/2encuentrocaracoles/normal_llegadamorelia5.jpg"  width="" height="80" border="0"/><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/2encuentrocaracoles/normal_oven5.JPG"  width="" height="80" border="0"/><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/30al2deeneroencuentropueblos/normal_EZLN-MZS-010107-008-w.jpg"  width="" height="80" border="0"/><br />
<img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/30al2deeneroencuentropueblos/normal_EZLN-MZS-301206-012-w.jpg"  width="" height="80" border="0"/><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/30al2deeneroencuentropueblos/normal_EZLN-MZS-311206-005-w.jpg"  width="" height="80" border="0"/><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/userpics/10001/normal_EZLN020107-1w.jpg"  width="" height="80" border="0"/><br />
<img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/userpics/10001/normal_w.jpg"  width="" height="80" border="0"/><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/comandoeliascontreras/normal_cec3.jpg"  width="" height="80" border="0"/><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/albums/userpics/10001/normal_EZLN_MZS_311206_007_w.jpg"  width="" height="80" border="0"/><img src=" http://galeria.ezln.org.mx/displayimage.php?album=367&#038;pos=5"  width="" height="100" border="0"/></a><br />
<font size=1>Bildquellen: <a href=" http://galeria.ezln.org.mx/" >ezln.org.mx</a></font></p>
<p><span id="more-223"></span></p>
<p><strong>Das Zweite Encuentro berichtet über Erfolge</strong></p>
<p>Im vergangenen Monat fand das zweite Treffen zwischen den Zapatisten und den Völkern der Welt statt. Vom 20. bis zum 28. Juli 2007 fanden sich sowohl Abgeordnete der Anderen Kampagne, wie auch Menschen der zapatistischen Gemeinden und Abgesandte von sympathisierenden Bewegungen aus aller Welt im mexikanischen Bundesstaat Chiapas zusammen, um die Pläne und Ziele der Anderen Kampagne und auch ihre bisherigen Erfolge zu erörtern.</p>
<p><a href=" http://www.narconews.com/Issue46/artikel2743.html" target="_blank">Ein Thema des Treffens</a> war die gesundheitliche Versorgung der indigenen Bevölkerung. In Zusammenarbeit mit teilweise hochqualifizierten Gesundheitspromotern wurde in den vergangenen Jahren ein alternatives Gesundheitssystem in Chiapas aufgebaut, dass sich einer Verbesserung der medizinischen Grundversorgung der Menschen in den zapatistischen Gemeinden verschrieben hat. </p>
<p><strong>Erfolgreicher Aufbau eines Gesundheitssystems</strong></p>
<p>Mittlerweile verfügt man unter anderem über eine Klinik mit Operationsraum, zahlreiche Mikrokliniken sowie über mehrere Gesundheitszentren und eine eigene Optikerwerkstatt zur Herstellung von Linsen. Damit ist es der zapatistischen Bewegung gelungen, innerhalb weniger Jahre ein breites autonomes Gesundheits-System aufzubauen, das eine medizinische Grundversorgung der indigenen Bevölkerung gewährleisten kann. </p>
<p>Die Gesundheitspromotoren selber verfügen über eine Qualifikation, die es ihnen erlaubt, sowohl Frauen wie auch Männer medizinisch zu beraten und zu behandeln. Ein Umstand, der nicht ganz selbstverständlich ist, da es gerade für die weibliche Bevölkerung oftmals an kompetentem Fachpersonal mangelt.</p>
<p><a href=" http://www.flickr.com/photos/joserevueltas/566293747/" ><img src=" http://farm2.static.flickr.com/1134/566293747_99aa2e1295.jpg?v=0"  width="400" height="" border="0"/></a><br />
<font size=1>Bildquelle: <a href=" http://www.flickr.com/photos/joserevueltas/" >Xanti Revueltas -rebelArte-</a> (via Flickr)</font></p>
<p><strong>Grundversorgung durch ausgebildetes Personal</strong></p>
<p>Die Promotores de salud gelten als „<a href=" http://5ev.de/mehr/index_20051005194914.html" target="_blank">Basis des zapatistischen Gesundheitssystems</a>“. Nachdem sie von ihrer zapatistischen Gemeinde gewählt wurden, gelten sie als lokale Verantwortliche für die Gesundheit der dort lebenden Menschen. Die zweijährige Grundausbildung befähigt sie dazu, hauptsächlich in der Gesundheitsprävention tätig zu sein. So gehören Impfungen und Aufklärung der indigenen Bevölkerung zu den Hauptaufgaben der GesundheitspromotorInnen. Aber auch 90% der auftretenden Erkrankungen können von diesen erfolgreich behandelt werden.</p>
<p>Die GesundheitspromoterInnen selber stammen größtenteils ebenfalls aus den indigenen Dörfern, in denen sie tätig sind. Ihre Dienste stehen grundsätzlich allen Menschen zur Verfügung, ganz gleich ob die Patienten der zapatistischen Bewegung angehören oder nicht!</p>
<p><strong>“Gesundheit für Alle!“</strong></p>
<p>Ihr medienwirksames und friedfertiges Auftreten hat der EZLN und der Anderen Kampagne nicht nur Zuneigungen in Mexiko eingebracht. Sympathisierende Menschen und Organisationen aus aller Welt unterstützen den Kampf der Zapatisten gegen die Armut und den Mangel der indigenen Bevölkerung Lateinamerikas.</p>
<p>In Deutschland hat Peter Clausing &#8211; der auch den deutschen Informationsverteiler <a href=" http://www.chiapas98.de/" target="_blank">Chiapas98</a> aufgebaut hat &#8211;  vor einigen Jahren das Projekt „<a href=" http://www.oeku-buero.de/veroeff/inf66/22mxsalud.html" target="_blank">Salud para tod@s</a>“ gegründet. Dort hat man sich zum Mindestziel gesetzt über einen Zeitraum von vier Jahren den Aufbau des zapatistischen Gesundheitssystems in der Zona Norte in Chiapas mit jährlich 4000 € zu unterstützen.</p>
<p><strong>Leistung für die Gemeinschaft</strong></p>
<p>Das Geld wird hauptsächlich für die Ausbildung der Gesundheitspromotoren verwendet. Hievon wurden in den vergangenen Jahren bereits mehrere Hundert ausgebildet. Mittlerweile ist eine Vielzahl von ihnen hauptsächlich in einfachen Gesundheitsstationen (Casas de Salud) in den indigenen Gemeinden tätig. </p>
<p>Die Arbeit der Gesundheitspromoter basiert auf dem Cargo-Prinzip. Das heißt, dass die Promoter – ähnlich wie bei BildungspromotorInnen oder dem Vorsitzenden einer Kaffeekooperative – unentgeltlich arbeiten. Lediglich durch Beschluss einer Gemeinde und auf Verpflichtung dieser gegenüber werden sie eingesetzt. Die GesundheitspromoterInnen dieser Stufe verfügen allerdings lediglich über eine medizinische Grundausbildung, welche allerdings mit Hilfe weiterer Förderprogramme kontinuierlich ausgebaut werden soll.</p>
<p><strong>Näher an den Bedürfnissen der Menschen</strong></p>
<p>Zwar hat auch die mexikanische Regierung in den vergangenen Jahren vermehrt in das staatliche Gesundheitssystem investiert. Allerdings ist dieses Engagement auf die Initiative der zapatistischen Bewegung zurück zu führen. Und auch wenn das autonome System an einigen Stellen sicherlich seine Mängel hat, so spricht der Umstand, dass ein Großteil der Patienten, die das zapatistische Gesundheitssystem in Anspruch nehmen, sogar freiwillig der staatliche Medizinversorgung den Rücken zu drehen, durchaus für die Zapatistas. </p>
<p>Ein (Gesundheits-) System in autonomer Selbstverwaltung, getragen von dem Wind von unten, es ist möglich!</p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/lLkP5msgTZY"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/lLkP5msgTZY" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="350"></embed></object></p>
<p><font size=1>„Die <a href=" http://www.amazon.de/Welt-ver%C3%A4ndern-ohne-Macht-%C3%BCbernehmen/dp/3896915142/ref=sr_1_1/303-6195570-2460206?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1187272856&#038;sr=8-1" target="_blank">Welt verändern</a>, ohne die Macht zu übernehmen“: Der Politikwissenschaftler <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/John_Holloway" target="_blank">John Holloway</a>, der seit 1993 an der Benemérita Universidad Autónoma de Puebla (BUAP) in Puebla, Mexiko, lehrt, zum Nein angesichts der Gesellschaft in der wir leben. (<a href=" http://kanalb.org/topic.php?clipId=96#Clip" target="_blank">kanalB</a>)</font></p>
<p>bluejax<br />
Rottenburg, den 16. August 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.sipaz.org/data/chis_de_02.htm<br />
http://galeria.ezln.org.mx/<br />
http://www.narconews.com/Issue46/artikel2743.html<br />
http://www.flickr.com/photos/joserevueltas/<br />
http://5ev.de/mehr/index_20051005194914.html<br />
http://www.chiapas98.de/<br />
http://www.oeku-buero.de/veroeff/inf66/22mxsalud.html<br />
http://www.amazon.de/Welt-ver%C3%A4ndern-ohne-Macht-<br />
%C3%BCbernehmen/dp/3896915142/ref=sr_1_1/303-6195570-<br />
2460206?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1187272856&#038;sr=8-1<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/John_Holloway<br />
http://kanalb.org/topic.php?clipId=96#Clip</p>
<p><u>Bildquellen:</u><br />
http://galeria.ezln.org.mx/albums/2encuentrocaracoles/<br />
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http://galeria.ezln.org.mx/albums/2encuentrocaracoles<br />
/normal_oven5.JPG<br />
http://galeria.ezln.org.mx/albums/30al2deeneroencuentropueblos/<br />
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http://galeria.ezln.org.mx/albums/30al2deeneroencuentropueblos/<br />
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http://galeria.ezln.org.mx/albums/30al2deeneroencuentropueblos<br />
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http://galeria.ezln.org.mx/albums/userpics/10001/<br />
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		</item>
		<item>
		<title>Fernsehen in Venezuela: Manipuliertes Meinungsbild – Diskussionen über Einflussnahme durch die USA</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Aug 2007 02:29:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[m.pressed (bluejax@mpress)]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Venezuela]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 
„El Universal“ ist mit durchschnittlich 80.000 Exemplaren eine der wichtigsten Zeitungen in Venezuela. Am 01. August 2007 erschien in der Onlineausgabe der Zeitung der Artikel „Eva Golinger denounces US intervention to &#8220;destroy&#8221; the Venezuelan revolution“. Darin wird berichtet, dass die Rechtsanwältin und Autorin Eva Gorlinger die Einflussnahme der US-Regierung auf verschiedene Gruppierungen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F09%2Ffernsehen-in-venezuela-manipuliertes-meinungsbild-%25e2%2580%2593-diskussionen-uber-einflussnahme-durch-die-usa%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F09%2Ffernsehen-in-venezuela-manipuliertes-meinungsbild-%25e2%2580%2593-diskussionen-uber-einflussnahme-durch-die-usa%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 <a href="http://www.mpress.de" target="_blank"><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/mpressed.jpg"  border="0"/></a></p>
<p>„<a href=" http://www.eluniversal.com/index.shtml" target="_blank">El Universal</a>“ ist mit durchschnittlich 80.000 Exemplaren eine der <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/El_Universal" target="_blank">wichtigsten Zeitungen</a> in Venezuela. Am 01. August 2007 erschien in der Onlineausgabe der Zeitung der Artikel <em>„Eva Golinger denounces US intervention to &#8220;destroy&#8221; the Venezuelan revolution“</em>. Darin <a href=" http://www.eluniversal.com/2007/08/01/en_pol_art_eva-golinger-dennoun_01A908953.shtml" target="_blank">wird berichtet</a>, dass die Rechtsanwältin und Autorin Eva Gorlinger die Einflussnahme der US-Regierung auf verschiedene Gruppierungen in Venezuela anprangert. Unter dem Stichwort <em>„promoting democracy“</em> würden verschiedene politische Gruppen und Nichtregierungsorganisationen durch finanzielle und strategische Zuwendungen unterstützt, um letztlich die Regierung von Hugo Chávez zu stürzen.</p>
<p><strong>CIA-Dokumente belasten US-Regierung</strong></p>
<p>Der Lateinamerika-Redakteur <a href=" http://www.haraldneuber.de/" target="_blank">Harald Neuber</a> hat am 06. August 2007 auf den Seiten der Tageszeitung „junge Welt“ den Artikel „<a href=" http://www.jungewelt.de/2007/08-06/037.php" target="_blank">Missbrauchte Medien</a>“ veröffentlicht. Darin greift er genau dieses Thema auf, das auch schon „El Universal“ thematisierte. Außerdem berichtet Neuber davon, dass die US-Venezolanerin Gorlinger in der Sendung »La Hojilla« des <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Venezolana_de_Televisi%C3%B3n" target="_blank">Staatssender VTV</a> (Venezolana de Televisión) amerikanische Regierungsdokumente präsentierte, die eine <em>„systematische Finanzierung venezolanischer Journalisten durch das US-Außenministerium“</em> belegen. Zu den Begünstigten zählte demnach unter anderen auch ein Journalist von <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela-die-westliche-presselandschaft/" target="_blank">RCTV</a>!</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/09/fernsehen-in-venezuela-manipuliertes-meinungsbild-%e2%80%93-diskussionen-uber-einflussnahme-durch-die-usa/" ><img src=" http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/06/Flag_of_Venezuela.svg/800px-Flag_of_Venezuela.svg.png"  width="" height="150" border="0"/> <img src=" http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ee/Braun_HF_1.jpg" width="" height="150"  border="0"/></a><br />
<font size=1>Bildquellen: Wikimedia.org</font></p>
<p><span id="more-222"></span></p>
<p><strong>Aufklärerin über die Hintergründe</strong></p>
<p>Eva Gorlinger ist eine venezolanisch-amerikanische Rechtsanwältin, die auf internationale Menschenrechte sowie auf das Einwanderungsrecht <a href=" http://www.amerika21.de/links-tipps/literatur/eva-golinger-kreuzzug-gegen-venezuela-der-chavez-code/" target="_blank">spezialisiert</a> ist. Nach dem Putschversuch von 2002 ermittelte die Juristin, die in den USA aufgewachsen ist, über die Hintergründe des Aufstandes in Venezuela. Dabei deckte sie auf, dass zu jener Zeit mehr als 20 Millionen US-Dollar an verschiedene venezolanische Gruppierungen geflossen waren, um die Revolte gegen Hugo Chávez zu unterstützen. Es gibt <a href=" http://www.freerepublic.com/focus/news/1390627/posts?page=3" target="_blank">Kritiker</a>, die Eva Gorlinger unterstellen, sie sei selber Teil einer Kampagne, initiiert von der Regierung Chávez. Allerdings kann Gorlinger ihre Behauptungen mit originalen CIA-Dokumenten belegen, an die sie durch den <em>&#8220;<a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Freedom_of_Information_Act" target="_blank">Freedom of Information Act</a>“</em> gekommen war. Ihre Ergebnisse veröffentlichte sie 2005 in dem Buch <em>„<a href=" http://www.amazon.com/Chavez-Code-Cracking-Intervention-Venezuela/dp/1566566479" target="_blank">The Chavez Code</a>: Cracking US Intervention In Venezuela“</em>.</p>
<p>Im Januar 2007 gab der Direktor für Internationale Beziehungen der Venezolanischen Nationalversammlung, Carolus Wimmer, der österreichischen Zeitung „Der Standart“ nach dem erneuten Wahlsieg der Regierung Chávez ein <a href=" http://derstandard.at/?url=/?id=1771595%26_seite=2%26sap=2" target="_blank">Interview</a>. Darin geht er auf einige Ereignisse ein, die durch die oppositionellen privaten Medien in Venezuela anno 2002 verfälscht dargestellt wurden. Wimmer, der Vorstandsmitglied der Kommunistischen Partei Venezuelas ist, spricht in diesem Zusammenhang von einer <em>„faschistoiden Propaganda“</em> und bezeichnet jene Medien als <em>„Werkzeug der Bourgeoisie und der rechten Kreise der USA“</em>, von denen sie finanziert würden. Abgesehen von der Kritik weist er allerdings auch darauf hin, dass die oftmals verzerrte Berichterstattung der privaten Medien in Venezuela dazu geführt hätten, dass <em>„hunderte von alternativen Zeitungen und Radiostationen entstanden“</em>, die wiederum <em>„Ausdruck der partizipativen Demokratie des venezolanischen Volkes“</em> seien.</p>
<p><strong>Die Medienlandschaft in Venezuela</strong></p>
<p>Um den Konflikt zwischen der venezolanischen Regierung und der privaten Presse besser zu verstehen, hat Harald Neuber einen Blick in die Mediengeschichte Venezuelas geworfen. In dem sehr umfangreichen Telepolis-Artikel „<a href=" http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25411/1.html" target="_blank">Gefahr für die Meinungsfreiheit</a>“ zeichnet Neuber ein umfassendes Bild der venezolanischen Medienlandschaft. Dabei nennt der Journalist einige Beispiele dafür, wie lateinamerikanische Medienkonzerne immer wieder ihre Macht dazu ausnutzen, um eigene <em>„private, wirtschaftliche oder politische Interessen“</em> durchzusetzen.</p>
<p>Daran anschließend erläutert Neuber, dass sich in den lateinamerikanischen Staaten kein solches Mediensystem mit anerkannten ethischen Richtlinien für die Arbeit von Journalisten entwickeln konnte, wie wir es aus Europa oder Nordamerika kennen. Über die venezolanische Presse schreibt Harald Neuber:</p>
<p><em>„Würden dem deutschen Presserat ein repräsentativer Querschnitt der venezolanischen Tagespresse vorgelegt – man müsste eine Familienpackung Baldriantabletten mitliefern.“</em></p>
<p><strong>Zwei aus Neunundneunzig</strong></p>
<p>Wie einfältig die Medienlandschaft in Venezuela bislang aufgebaut ist, zeigen auch die folgenden Daten aus dem Artikel von Neuber. Demnach entfielen zuletzt alleine auf die beiden Fernsehsender Venevisión und RCTV drei Viertel (in Zahlen: 75%) der Einnahmen aller 99 Sender, die ihr Programm über UKW- und UHF- ausstrahlten. Die Zahlen beruhen auf Angaben des Telekommunikationsministeriums. Um dieser konzentrierten Medienmacht entgegenzuwirken gründeten sich in den vergangenen Jahren 195 Medien, darunter 167 Radio- und 28 Fernsehstationen.</p>
<p>Harald Neuber, der durch seine Arbeit als Lateinamerika-Redakteur für verschiedene Publikationen über einen sehr umfangreiches Wissen und Verständnis über Venezuela verfügt, fragt sich dann auch, wieso die venezolanische Medienpolitik im europäischen und US-amerikanischen Ausland fast ausschließlich auf Skepsis und Ablehnung trifft. Erklären ließe sich diese durchweg negative Kritik in erster Linie durch politische Interessen.  </p>
<p><strong>Venezuela als wichtiger Erdöllieferant</strong></p>
<p>Ein Blick in <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Venezuela" target="_blank">Wikipedia</a> verrät, dass Venezuela zu den drei größten Erdöllieferanten der USA gehört und zugleich einer der wichtigsten Importeure von nordamerikanischen Waren ist. Venezuela setzt sich in der OPEC für höhere Preise sowie für eine Fördermengenbeschränkung von Erdöl ein. Nimmt man den Umstand hinzu, dass Hugo Chávez die venezolanische Erdölindustrie verstaatlicht hat und berücksichtigt, dass 15% aller US-Erdölimporte aus Venezuela stammen, dann ist nachvollziehbar, wieso die US-Regierung der Regierung Chávez negativ gegenübersteht.</p>
<p>Dass Eva Gorlinger nun mit Dokumenten an die Öffentlichkeit geht, die beweisen, dass die USA venezolanische Medienvertreter und Journalisten gekauft und damit die dortige Berichterstattung manipuliert haben, verwundert in diesem Zusammenhang dann auch nur kaum. Den offiziellen Dokumenten zufolge seien zwischen den Jahren 2000 und 2005 Zahlungen von viertausend bis zwölftausend US-Dollar nachweisbar. Neben Miguel Ángel Rodríguez von RCTV und Ana Karina Villalba vom privaten Fernsehsender <a href=" http://es.wikipedia.org/wiki/Globovisi%C3%B3n" target="_blank">Globovisión</a> wird zur ersten Anhörung vor der Nationalversammlung auch der ehemalige Direktor des Nachrichtenportals Noticiero, Roger Santodomingo erwartet. Santodomingo wird die Veröffentlichung einer Umfrage vorgeworfen, derzufolge 30 Prozent der Befragten in einer <em>„Ermordung von Präsident Chávez“</em> eine <em>„mögliche »Lösung« des politischen Konfliktes in Venezuela“</em> sehen würden.</p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/2QOrr8ZsWyo"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/2QOrr8ZsWyo" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="350"></embed></object></p>
<p><strong>Weitere Artikel zum Thema</strong></p>
<p>* <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela-die-westliche-presselandschaft/" target="_blank">Medien zwischen Macht &#038; M...die westliche Presselandschaft</a></p>
<p>* <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%e2%80%93-eine-heute-journal-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links/" target="_blank">Medien-Manipulation?! Marietta...orin und ihr Kampf gegen Links</a></p>
<p>* <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/06/offener-brief-an-die-betreffende-redaktion-und-deutsche-medien-%e2%80%93-kritik-an-marietta-slomka-vom-heute-journal/" target="_blank">Offener Brief: An die betreffe...ietta Slomka vom heute-journal</a></p>
<p>bluejax<br />
Il, den 09. August 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.eluniversal.com/index.shtml<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/El_Universal<br />
http://www.eluniversal.com/2007/08/01/en_pol_art_ eva-golinger-dennoun_01A908953.shtml<br />
http://www.haraldneuber.de/<br />
http://www.jungewelt.de/2007/08-06/037.php<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Venezolana _de_Televisi%C3%B3n<br />
http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen<br />
-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93<br />
-venezuela-die-westliche-presselandschaft/<br />
http://www.amerika21.de/links-tipps/literatur/eva<br />
-golinger-kreuzzug-gegen-venezuela-der-chavez-code/<br />
http://www.freerepublic.com/focus/news/1390627/posts?page=3<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Freedom_of_Information_Act<br />
http://www.amazon.com/Chavez-Code-Cracking<br />
-Intervention-Venezuela/dp/1566566479<br />
http://derstandard.at/?url=/?id=1771595%26_seite=2%26sap=2<br />
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25411/1.html<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Venezuela<br />
http://es.wikipedia.org/wiki/Globovisi%C3%B3n<br />
http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien -manipulation-marietta<br />
-slomka-vs-chavez-%e2%80%93 -eine-heute-journal-moderatorin-<br />
und-ihr-kampf-gegen-links/<br />
http://www.bluejax.net/2007/08/06/offener-brief -an-die-betreffende<br />
-redaktion-und-deutsche-medien -%e2%80%93-kritik-an-marietta<br />
-slomka-vom-heute-journal/</p>
<p><u>Bildquellen:</u><br />
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/<br />
0/06/Flag_of_Venezuela.svg/800px-Flag_of_Venezuela.svg.png<br />
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/<br />
commons/e/ee/Braun_HF_1.jpg</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bluejax.net/2007/08/09/fernsehen-in-venezuela-manipuliertes-meinungsbild-%e2%80%93-diskussionen-uber-einflussnahme-durch-die-usa/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief: An die betreffende Redaktion und deutsche Medien – Kritik an Marietta Slomka vom heute-journal</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2007/08/06/offener-brief-an-die-betreffende-redaktion-und-deutsche-medien-%e2%80%93-kritik-an-marietta-slomka-vom-heute-journal/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Aug 2007 13:30:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgefragt]]></category>
		<category><![CDATA[m.pressed (bluejax@mpress)]]></category>
		<category><![CDATA[heute-Journal]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Offener Brief]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 
+++ OFFENER BRIEF +++
Hinweis: Diese E-Mail wurde als Offener Brief an verschiedene VertreterInnen aus Medien &#038; Presse gesendet!
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebes heute-journal-Team,
mein Name ist Jan Rechlitz und ich studiere im 06. Fachsemester „Angewandte Medienwissenschaft“ an der TU Ilmenau. Ich beschäftige mich seit einigen Jahren intensiv mit der Materie Medien. Insbesondere der Bereich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F06%2Foffener-brief-an-die-betreffende-redaktion-und-deutsche-medien-%25e2%2580%2593-kritik-an-marietta-slomka-vom-heute-journal%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F06%2Foffener-brief-an-die-betreffende-redaktion-und-deutsche-medien-%25e2%2580%2593-kritik-an-marietta-slomka-vom-heute-journal%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 <a href="http://www.mpress.de" target="_blank"><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/mpressed.jpg"  border="0"/></a></p>
<p><strong>+++ OFFENER BRIEF +++</strong><br />
<u>Hinweis:</u> <em>Diese E-Mail wurde als Offener Brief an verschiedene VertreterInnen aus Medien &#038; Presse gesendet!</em></p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
Liebes heute-journal-Team,</p>
<p>mein Name ist Jan Rechlitz und ich studiere im 06. Fachsemester „Angewandte Medienwissenschaft“ an der TU Ilmenau. Ich beschäftige mich seit einigen Jahren intensiv mit der Materie Medien. Insbesondere der Bereich Journalismus und die Wechselwirkung zwischen Politik und Medien interessieren mich stark. Bereits früh in meinem Studium hat man uns gelehrt, bei Nachrichten – sei es in Print, TV oder Hörfunk – auf Darstellungen und Formulierungen zu achten und unsere Aufmerksamkeit für konjunktive, emotionale und wertende Formulierungen zu sensibilisieren.</p>
<p>Im Folgenden möchte ich mich auf zwei Anmoderationen von Marietta Slomka beziehen. Die eine datiert vom 16. Juni 2007 und die zweite vom 03. August 2007!</p>
<p><span id="more-221"></span></p>
<p>Nun ist einigen Bekannten und mir zum wiederholten Male aufgefallen, dass die Moderatorin des heute-journals, Frau Marietta Slomka, einen Beitrag über die Auslaufende Lizenz des venezolanischen TV-Senders RCTV und die Nichtverlängerung derselben durch den Präsidenten von Venezuela, Hugo Chávez, dazu genutzt hat, um– sagen wir es untertrieben – fragwürdige Botschaften an die Rezipienten zu senden.</p>
<p>Zum einen wurde der Eindruck erweckt, der venezolanische Präsident habe RCTV geschlossen bzw. die Lizenz entzogen. Dies ist definitiv falsch! Die Lizenz ist nach 20 Jahren ausgelaufen und wurde in der Folge an einen anderen Kanal vergeben. RCTV wurde auch nicht geschlossen, sondern kann über Kabel und Satellit weiter ausstrahlen.</p>
<p>Immer wieder wurde behauptet, diese Entscheidung beruhe darauf, dass der Sender Hugo Chávez kritisiert hätte und sich weigere seine Reden auszustrahlen. Leider wird dabei unter den Teppich gekehrt, dass RCTV im Jahre 2002 offensichtlich auf hinterlistige Weise TV-Nachrichtenbilder gefälscht hatte und seit Jahren immer wieder zum gewalttätigen Putsch gegen die demokratisch gewählte Regierung aufgerufen hat. Die Beispiele mit RTL, die Frau Slomka in ihrer Anmoderation vom 03. August 2007 wählt, sind insofern absolut irreführend und stimmen so nicht!</p>
<p>Außerdem wurde die Lizenz des TV-Senders „Venevisión“, der mindestens ebenso kritisch über die Regierung Chávez berichtete, kürzlich verlängert. Wie passt das in Slomka`s Sicht der Beschneidung von Meinungs- &#038; Pressefreiheit?</p>
<p>In anderen Staaten – auch in Deutschland – hätte ein solches Auftreten eines Fernsehsenders sicherlich heftigere Konsequenzen nach sich gezogen. RCTV hat jedoch weiterhin alle Möglichkeiten sein Programm auszustrahlen, ausgenommen über Antenne. Frau Slomka sagte, dass „kaum“ einer in Venezuela Kabel und Satellit empfangen würde. Im darauf folgenden Beitrag von Carsten Thurau spricht dieser allerdings davon, dass die Einschaltquoten des populärsten Senders um 50% zurückgegangen seien. Wie können denn 50% der Zuschauer des meistgesehenen Programms als „kaum“ bezeichnet werden?  </p>
<p>Auch den Versuch eines Imagetransfers von Chávez auf die Linkspartei in Deutschland sehe ich als äußerst kritisch an. Frau Slomka versucht zuerst einen Hugo Chávez als „Despoten“ zu zeichnen, um dessen Eigenschaften dann auf eine deutsche Partei zu übertragen, die im nachfolgenden Beitrag keine Rolle spielt. </p>
<p>Ausführliche Erläuterungen, sowie eine Dokumentation zu den zwei von mir kritisierten Beiträgen von Frau Slomka finden Sie unter folgenden Links:</p>
<p>* <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%e2%80%93-eine-heute-journal-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links/" target="_blank"> „Medien-Manipulation?! Mari...n und ihr Kampf gegen Links“</a></p>
<p>* <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela-die-westliche-presselandschaft/" target="_blank"> „Medien zwischen Macht &#03... westliche Presselandschaft“</a></p>
<p>Ich möchte betonen, dass ich es als Pflichten eines Journalisten ansehe, Sachverhalte objektiv und kritisch darzustellen. Die enorm wichtige Funktion, die Medienmacher und Journalisten als Mittler zwischen Politik und Gesellschaft einnehmen, darf nicht zum Manipulationsinstrument durch Medien missbraucht werden. Insbesondere den Massenmedien kommt eine enorm wichtige Stellung in unserem demokratischen System zu, das einen enormen Einfluss auf die Bildung der öffentlichen Meinung ausübt.</p>
<p>Gerade von einem öffentlich-rechtlichen Sender wie dem ZDF, das durch den Einzug von Gebühren von der Bevölkerung direkt finanziert wird, erwarte ich, dass man diesen Aufgaben und Pflichten nachkommt und keine einseitige Berichterstattung ausstrahlt, die die Tatsachen auch noch verzerrt wiedergibt!</p>
<p>Ich möchte Sie nun darum bitten, mir in einer Antwort auf diese E-Mail Stellung zu den angesprochenen Dingen zu nehem. Gerne würde ich erfahren, wie die heute-journal-Redaktion über die von mir kritisierten Anmoderationen von Marietta Slomka denkt.</p>
<p>Interessieren würde mich, ob Frau Slomka mit der Form der Anmoderationen die Meinung der Redaktion des heute-journal vertritt, oder ob es sich um ihre subjektive Meinung handelt. Sind die Texte redaktionell erarbeitet worden oder handelte Frau Slomka eigenmächtig?</p>
<p>Ich hoffe und erwarte eine gesprächsbereite Redaktion, die offen und ehrlich Stellung bezieht und einen Dialog mit mir sucht. Ich kann ihnen sagen, dass meine veröffentlichten Artikel zum Thema (dir Links dazu sehen Sie oben) auf reges Interesse gestoßen sind und meine LeserInnen auf eine Stellungnahme Ihrerseits ebenso gespannt sind, wie ich. </p>
<p>Ich wäre Ihnen wirklich sehr dankbar, wenn Sie den Mut finden und sich zu meinen Vorwürfen äußern würden. Sollte ich mit meinen Einschätzungen falsch liegen, lasse ich mich von Ihnen auch gerne eines Besseren belehren! Auch würde ich mir das Recht vorbehalten, eine etwaige Stellungnahme bei mir im Blog unter http://www.bluejax.net zu veröffentlichen.</p>
<p>Ausdrücklich betonen möchte ich an dieser Stelle, dass es mir nicht um politische Inhalte geht. Meine politische Einstellung ist nicht Grundlage meiner Kritik und spielt hierfür keine Rolle. Mir geht es explizit um die Darstellung eines politischen Themas in einem Massenmedium und meinen Eindruck, dass Tatsachen verzerrt wiedergegeben und Rezipienten bewusst negativ beeinflusst wurden!</p>
<p>Ich hoffe auf Ihr Verständnis und würde mich sehr über eine Rückmeldung von Ihnen freuen. Vielen Dank!</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen aus Ilmenau,<br />
Jan Rechlitz</p>
<p><strong>+++ Ende +++</strong></p>
<p><em>Der Offene Brief wurde am 06. August 2007 um 15.01 Uhr per E-Mail abgesendet!</em></p>
<p>bluejax<br />
Il, den 06. August 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien-manipulation<br />
-marietta-slomka-vs-chavez-%e2%80%93-eine-heute-journal<br />
-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links/<br />
http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht<br />
-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela<br />
-die-westliche-presselandschaft/</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Medien-Manipulation?! Marietta Slomka vs. Chávez – Eine heute-journal-Moderatorin und ihr Kampf gegen Links</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%e2%80%93-eine-heute-journal-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Aug 2007 22:42:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[m.pressed (bluejax@mpress)]]></category>
		<category><![CDATA[heute-Journal]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Venezuela]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 
Man mag über den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und seine Politik denken wie man will. Eine objektive Berichterstattung jedoch gehört gerade für Journalisten zu den Grundprinzipien ihrer Arbeit. Wenn man überlegt, welchen enormen Einfluss Journalisten und Medienvertreter als Mittler zwischen Politik und Gesellschaft einnehmen, und wie sich deren Aussagen und Stellungsnahmen auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F06%2Fmedien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%25e2%2580%2593-eine-heute-journal-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F06%2Fmedien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%25e2%2580%2593-eine-heute-journal-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 <a href="http://www.mpress.de" target="_blank"><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/mpressed.jpg"  border="0"/></a></p>
<p>Man mag über den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und seine Politik denken wie man will. Eine objektive Berichterstattung jedoch gehört gerade für Journalisten zu den Grundprinzipien ihrer Arbeit. Wenn man überlegt, welchen enormen Einfluss Journalisten und Medienvertreter als Mittler zwischen Politik und Gesellschaft einnehmen, und wie sich deren Aussagen und Stellungsnahmen auf die Meinungsbildung der Öffentlichkeit auswirken, muss man ganz besondere sachliche und vorurteilslose Arbeiten erwarten. Eine latente <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Medienmanipulation" target="_blank">Medienmanipulation</a> birgt Gefahren für Demokratie und Gesellschaft!</p>
<p><strong>Heute lernen wir: Wie man Zuchauer beeinflusst</strong></p>
<p><a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Marietta_Slomka" target="_blank">Marietta Slomka</a>, die Moderatorin des <a href=" http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0/0,1872,1021120,00.html" target="_blank">heute-journal</a> auf dem <a href=" http://www.zdf.de/" target="_blank">ZDF</a> scheint von solchen Dingen noch nicht viel gehört zu haben. Die diplomierte Volkswirtin hat am vergangenen Freitag, den 03. August 2007 zum wiederholten Male ihre Anmoderation eines Beitrage über die <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela-die-westliche-presselandschaft/" target="_blank">Nichtverlängerung der Ausstrahlungslizenz von RCTV</a> dazu genutzt, um eine subjektive und verzerrende Bewertung der Vorgänge zu vermitteln. Dabei widersprach sie nicht nur den Aussagen im darauf folgenden Beitrag, sondern versuchte sich auch in einem Imagetransfer des venezolanischen Präsidenten auf eine deutsche Partei.<br />
Das <a href=" http://redblog.twoday.net/stories/4137831/" target="_blank">Redblog</a> hat die Vorgänge dokumentiert.</p>
<p><a href=" http://1967.19.funpic.de/mp3/anmoderation.mp3" target="_blank">Anmoderation Marietta Slomka</a> (MP3)<br />
<a href=" http://content.zdf.de/podcast/zdf_hjo/070803_hjo_hjopod_p.mp4" target="_blank">Beitrag</a> (MP4)</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%e2%80%93-eine-heute-journal-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links/" ><img src=" http://www.zdf.de/ZDF/s_img/16/0,6752,5328912-render-U3-,00.jpg"  width="" height="120" border="0"/> <img src=" http://www.heute.de/ZDFde/img/124/0,1886,5209084,00.jpg" width="120" height=""  border="0"/> <img src=" http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a8/Chavez_World_Social_Forum_2005.jpg "  width="" height="120" border="0"/> </a><br />
<font size=1>Bildquellen: ZDF.de; Heute.de; Wikimedia.org</font></p>
<p><span id="more-220"></span></p>
<p><strong>Reaktionen &#038; Bewertungen westlicher Medien</strong></p>
<p>In dem Artikel <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela-die-westliche-presselandschaft/" target="_blank"><em>„Medien zwischen Macht &#038; Manipulation: Hugo Chávez vs. RCTV – Venezuela &#038; die westliche Presselandschaft“</em></a> habe ich am 02. August bereits das Thema Cháves gegen RCTV aufgegriffen und beleuchtet. Ich habe einige Medien und Experten abseits des Mainstreams vorgestellt, die eine völlig andere Bewertung der Vorgänge wiedergeben, als es die Mehrheit der westlichen Medienpublikationen tut.</p>
<p>Wie in den dortigen Kommentaren richtig festgestellt wurde, habe ich mich mit einer abschließenden Bewertung der Vorgänge in Venezuela zurückgehalten, weil es mein Anliegen war, die LeserInnen selbst ein Meinungsbild des Ganzen machen zu lassen. Nichtsdestotrotz ließ sich meine Meinung und Bewertung aus dem Beitrag insgesamt doch recht deutlich erschließen.</p>
<p><strong>Slomka verbreitet ihr Weltbild</strong></p>
<p>Marietta Slomka vom heute-journal geht einen ganz anderen Weg. Sie versucht nicht einmal eine objektive Stellung einzunehmen und den Zuschauern die Möglichkeit zu geben, sich eine eigene Meinung zu bilden. Ihre Anmoderation vom vergangenen Freitag klingt wie eine Anklageschrift:</p>
<p><em>“Um die Freiheit der Medien geht es auch im nächsten Bericht. Man stelle sich mal folgendes vor: Bundeskanzlerin Merkel würde den Privatsender RTL abschalten, weil ihr die Bertelsmanngruppe politisch nicht passt oder weil RTL sich weigert, jederzeit auf Kommando, Sendplätze frei zu räumen, um ellenlange Merkelreden auszustrahlen. Eine absurde Vorstellung, natürlich wäre das undenkbar. Doch so ist es in Venezuela geschehen.“</em></p>
<p>Wer meinen letzten Artikel zum Thema gelesen hat, dem wird der größte Fehler hier sicherlich sofort ins Auge springen. Genau, RCTV wurde nicht „<em>abgeschaltet</em>“! Vielmehr wurde eine Lizenz, die vor 20 Jahren ausgestellt wurde und die nun ausgelaufen ist, schlichtweg nicht verlängert!</p>
<p><strong>Ein hinkender Vergleich mit Macken</strong></p>
<p>Auch wird die Rolle von <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/RCTV" target="_blank">RCTV</a> beim so genannten „Ersten Medienstaatsstreich der Welt“ mit keinster Silbe erwähnt. Um es mit Slomkas Worten zu erklären, man stelle ich mal folgendes vor: RTL würde gefälschte Beiträge senden, in denen Szenen so zusammen geschnitten werden, dass der Eindruck entsteht, dass die Regierung kompromisslos und ohne Rücksicht auf Verluste auf Demonstranten schießt. Eine Manipulation von Nachrichten und Bildern „auf üble Weise“ (<a href=" http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/629242/" target="_blank">Deutschlandfunk</a>). Man stelle sich vor, RTL würde in seinen Nachrichten immer die Opposition preisen und zum Putsch gegen die (demokratisch gewählte) Regierung aufrufen. Weiter stelle man sich vor, RTL würde dies alles über viele Jahre hinweg machen. </p>
<p>Eine absurde Vorstellung, natürlich wäre das undenkbar! Nicht aber in Venezuela. Denn eben jenes Verhalten muss man offensichtlich RCTV vorwerfen. Und anders als es wohl in den meisten Ländern der Fall gewesen wäre (ja, auch in Deutschland, Frau Slomka) hat die venezolanische Regierung RCTV nicht die Lizenz wegen Verstoßes gegen die medienrechtlichen Auflagen entzogen. Vielmehr hat man das Auslaufen der Lizenz nun dazu genutzt, um den Frequenzplatz einem anderen Sender zuzuteilen.</p>
<p><strong>Ein Spiel mit Adjektiven</strong></p>
<p>Man kann sich darüber Streiten, ob das Vorgehen die richtige Entscheidung gewesen ist. Natürlich hätte man auch eine juristische Überprüfung des Senders anstreben können. Dies wäre sicherlich auch ein besseres Signal an die westliche Welt gewesen, die Chávez ohnehin sehr kritisch, manchmal gar verleumderisch betrachtet. Man hätte prüfen können, ob und inwiefern der Sender gegen Auflagen und Gesetze verstoßen hat und dann juristische Konsequenzen ziehen können. Vielleicht hätte eine solche Überprüfung weitaus schlimmere Auswirkungen für RCTV mit sich gebracht.</p>
<p>Denn anders als suggeriert, wurde der Sender nicht geschlossen. Lediglich die auslaufende Lizenz zum Senden über Antenne wurde nicht verlängert. RCTV kann sein Programm aber weiterhin über Kabel und Satellit an die venezolanische Bevölkerung ausstrahlen. Das immerhin hat auch Marietta Slomka verstanden und formuliert es folgendermaßen:</p>
<p><em>“Der immer diktatorischer regierende Hugo Chávez hat den größten, ältesten und populärsten Privatsender Venezuelas aus dem Antennennetz genommen. Nur über Kabel und Satellit darf er noch senden. Doch die hat in Venezuela kaum jemand. Hugo Chávez, hierzulande von Oskar Lafontaine und der Linkspartei als Vorbild gefeiert, hat sich mit dieser Zensur aber womöglich schwer verkalkuliert, denn er nahm damit seinem Volk dessen liebste Sendung weg.“</em></p>
<p><strong>Moderatorin widersprich Beitrag</strong></p>
<p>Interessant ist, wie eine diplomierte Volkswirtin, die sich mit Mengen und Zahlen zumindest nicht all zu schlecht auskennen dürfte, den Begriff „kaum“ definiert. Denn während Slomka in ihrer Anmoderation davon spricht, dass den größten und populärsten Sender Venezuelas nun „<em>kaum</em>“ mehr jemand sehen könnte, weil dieser nur noch über Kabel und Satellit senden „<em>darf</em>“, spricht Carsten Thurau im nachfolgenden Beitrag davon, dass RCTV nun 50% weniger Zuschauer erreiche als zuvor. Wenn also 50% der vormals erreichten Menschen „<em>kaum</em>“ sind, dann dürften zuvor auch „<em>kaum</em> mehr“ erreicht worden sein. Denkfehler?</p>
<p>Interessant auch, wie Frau Slomka zuerst dem venezolanischen Präsidenten ein grausames Image verpasst, um dieses im Anschluss auf eine deutsche Partei und einen deutschen Politiker zu transferieren. Man sehe sich nur einmal die Adjektive an, die sie verwendet. Ein <em>diktatorischer</em> Präsident, der den <em>größten</em>, <em>ältesten</em> und <em>populärsten</em> Sender <em>aus dem Antennennetz</em> (sie hat`s doch verstanden!?) nimmt und <em>seinem Volk</em> damit seine <em>liebste</em> Sendung nimmt. Dann der Überschwung zu Lafontaine und Linkspartei. Voilá, geschickt gemacht, Frau Slomka!</p>
<p><strong>Gut gebrüllt &#8211; Schlusssatz als Nachdruck</strong></p>
<p>Um nochmal auf Nummer sicher zu gehen, dass die Fernsehzuschauer auch alles „richtig“ verstanden haben, hat sich Marietta Slomka noch ein paar Einschätzungen für den Schluss aufgehoben. Ihre Abmoderation schließt mit den folgenden Worten:</p>
<p><em>“Tja, womit sich wieder mal zeigt, wenn Despoten entscheiden, was gut für das Volk ist, herrscht graue Tristess, nicht nur im Fernsehen.“</em></p>
<p>Amüsant auch, dass sich der ausgestrahlte Beitrag fast ausschließlich damit beschäftigt, dass die Einschaltquoten und Werbeeinnahmen von RCTV zurückgegangen sind. Hauptthema scheinen nicht Nachrichten und Information, als vielmehr Telenovelas und Unterhaltung zu sein.</p>
<p>Wie bereits mehrfach gesagt, man kann über Hugo Chávez denken wie man will. Dennoch rechtfertigt das noch lange nicht, dass man Tatsachen verdreht, Fakten unterschlägt und versucht negative Images aufzubauen, um sie dann auf andere Akteure zu übertragen. Dies gilt ganz besonders für Journalisten oder Nachrichtenmoderatoren/innen, die ja gerade ihren Rezipienten ein umfangreiches Bild von der Welt vermitteln sollten!</p>
<p><strong>Marietta Slomka als Widerholungstäterin</strong></p>
<p>Dass Marietta Slomka nicht zum ersten Mal in dieser Sache auffällig geworden ist, hatte <a href=" http://redblog.twoday.net/stories/3882377/" target="_blank">Redblog</a> bereits am 17. Juni dokumentiert. Damals wurde eine Ansage Slomka`s vom 16. Juni 2007 dokumentiert. Einen Beitrag über den Gründungsparteitag der neuen Partei Die Linke moderierte sie folgendermaßen an:</p>
<p><em>&#8220;Guten Abend. Seit heute gibt es eine neue Partei in Deutschland: DIE LINKE. Sie will eine andere Republik und glaubt an Freiheit durch Sozialismus. Dass Freiheit durch Sozialismus entsteht, darüber lässt sich ja trefflich streiten, doch ist das vielleicht auch nur eine Frage der Definition. So lobt Oskar Lafontaine etwa die Verstaatlichungspolitik von Hugo Chavez, dem Präsidenten Venezuelas. Jener Chavez, der gerade oppositionelle Zeitungen und Fernsehsender verbietet.&#8221;</em><br />
(<a href=" http://www.elementarteile.de/?p=1197" target="_blank">Anhören</a>)</p>
<p><strong>Heute-Journal &#038; ZDF schweigen</strong></p>
<p>Daraufhin wendeten sich <a href=" http://www.elementarteile.de/?p=1197" target="_blank">mehrere Menschen</a> an die Redaktion des heute-journal um diese mit den Worten von Marietta Slomka zu konfrontieren und eine Erklärung dazu zu erbeten. Jedoch zeigte man sich beim ZDF <a href=" xxx" target="_blank">nicht gesprächsbereit</a>. Zu einer Stellungsnahme sah man leider nicht veranlasst! </p>
<p>bluejax<br />
Il, den 06. August 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Medienmanipulation<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Marietta_Slomka<br />
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0/0,1872,1021120,00.html<br />
http://www.zdf.de/<br />
http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht<br />
-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela<br />
-die-westliche-presselandschaft/<br />
http://redblog.twoday.net/stories/4137831/<br />
http://1967.19.funpic.de/mp3/anmoderation.mp3<br />
http://content.zdf.de/podcast/zdf_hjo/070803_hjo_hjopod_p.mp4<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/RCTV<br />
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/629242/<br />
http://redblog.twoday.net/stories/3882377/<br />
http://www.elementarteile.de/?p=1197<br />
http://redblog.twoday.net/stories/4028307/</p>
<p><u>Bildquellen:</u><br />
http://www.zdf.de/ZDF/s_img/16/0,6752,5328912<br />
-render-U3-,00.jpg<br />
http://www.heute.de/ZDFde/img/124/0,1886,5209084,00.jpg<br />
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons /a/a8/Chavez_World_Social_Forum_2005.jpg</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%e2%80%93-eine-heute-journal-moderatorin-und-ihr-kampf-gegen-links/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
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<enclosure url="http://content.zdf.de/podcast/zdf_hjo/070803_hjo_hjopod_p.mp4" length="40726252" type="video/mp4" />
		</item>
		<item>
		<title>Medien zwischen Macht &amp; Manipulation: Hugo Chávez vs. RCTV – Venezuela &amp; die westliche Presselandschaft</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela-die-westliche-presselandschaft/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Aug 2007 16:20:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[m.pressed (bluejax@mpress)]]></category>
		<category><![CDATA[Die Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Venezuela]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 
In einer Zeit der fortschreitenden Globalisierung sind die Menschen überall auf die Informationen aus den Medien angewiesen, um Umfang, Auswirkungen und Chancen einzelner Ereignisse in vollem Umfang zu begreifen. Im Grunde genommen hat sich die Medienlandschaft neben der Legislative, der Judikative und der Exekutive zur vierten tragenden Säule unserer Gesellschaft entwickelt. Durch diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F02%2Fmedien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%25e2%2580%2593-venezuela-die-westliche-presselandschaft%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F08%2F02%2Fmedien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%25e2%2580%2593-venezuela-die-westliche-presselandschaft%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 <a href="http://www.mpress.de" target="_blank"><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/mpressed.jpg"  border="0"/></a></p>
<p>In einer Zeit der fortschreitenden Globalisierung sind die Menschen überall auf die Informationen aus den Medien angewiesen, um Umfang, Auswirkungen und Chancen einzelner Ereignisse in vollem Umfang zu begreifen. Im Grunde genommen hat sich die Medienlandschaft neben der Legislative, der Judikative und der Exekutive zur vierten tragenden Säule unserer Gesellschaft entwickelt. Durch diese Macht der Information verfügen die Medien jedoch auch gleichzeitig über eine enorme ethische Verantwortung.</p>
<p><strong>Meinungsmacht und Alternative Sichtweisen</strong></p>
<p>Zu welchen Folgen eine einseitige und schier gleichgeschaltete Berichterstattung führen kann, sehen wir an einem Beispiel aus Venezuela. In den vergangenen Wochen wurde viel über das Vorgehen des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez berichtet. Ihm wurde vorgeworfen einen kritischen Fernsehsender mundtot zu machen, indem er ihm die Sendelizenz entzog. Die Meinungen in den westlichen Medien waren allesamt gleich, überall wurde die Beschneidung der Meinungs- und Pressefreiheit kritisiert. Doch ein Blick in Medienpublikationen abseits des Mainstreams offenbart uns, dass es auch eine ganz andere Sichtweise der Dinge zu geben scheint und dass Medienbilder oftmals auch von politischen Interessen geprägt sind!</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93-venezuela-die-westliche-presselandschaft/" ><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4d/Hugo_Chavez_in_Brazil-1861.jpeg"  width="" height="100" border="0"/> <img src=" http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/7/7a/RCTV_2007.JPG" width="" height="60"  border="0"/> <img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0d/Berlin-neukoelln_satellite-dishes_20050314_p1010596.jpg"  width="" height="100" border="0"/> </a><br />
<font size=1>Bildquellen: Wikimedia.org</font></p>
<p><span id="more-218"></span></p>
<p><strong>Kritische Worte bei SPON</strong></p>
<p>Am 26. Mai 2007 berichtete Spiegel-Online unter dem Titel <a href=" http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,485178,00.html" target="_blank"> „Massenproteste gegen Schließung von Fernsehsender“</a>: <em>Zehntausende Demonstranten wehren sich in Venezuela gegen die Schließung einer regierungskritischen TV-Station.</em></p>
<p>Zwei Tage später der nächste SpOn-Artikel. Diesmal hieß es <a href=" http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,485288,00.html" target="_blank"> „Chávez macht regierungskritischen Sender dicht“</a>: <em>Venezuelas Staatschef Hugo Chávez ist auf dem besten Weg, die dortigen Medien unter seine Kontrolle zu bringen.</em></p>
<p><strong>Die Welt warnt vor Charvez</strong></p>
<p>Ähnliche Einschätzungen vertritt auch die Online-Ausgabe der Welt. So erschien dort am 25. Mai der Artikel <a href=" http://www.welt.de/politik/ausland/article897496/Chavez_schraenkt_Meinungsfreiheit_ein.html" target="_blank">„Chavez schränkt Meinungsfreiheit ein“</a>. <em>„Präsident Hugo Chávez macht die wichtigste Stimme der Opposition mundtot“.</em></p>
<p>Am 29. Mai schreibt die Welt <a href=" http://www.welt.de/politik/article903461/Chavez_nimmt_sich_naechsten__Sender_vor.html" target="_blank">„Chavez nimmt sich nächsten Sender vor“</a>: <em>„Die Mehrheit lehnt Schließung des Senders ab. Die Schließung von RCTV wird Umfragen zufolge von 70 bis 80 Prozent der Venezolaner abgelehnt. (…) Die Polizei griff brutal durch.“</em></p>
<p><strong><em>Ein Schachzug ohne Beispiel</em></strong></p>
<p>Auch die Deutsche-Welle schließt sich diesem Meinungsbild an. Am 28. Mai wurde getitelt <a href=" http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2559861,00.html" target="_blank">„Regierungskritischer TV-Sender in Venezuela abgeschaltet“</a>: <em>„Der venezolanische Staatschef Hugo Chávez ist seinem Ziel, die Medien unter seine Kontrolle zu bringen, ein Stück näher gerückt.“</em></p>
<p>Reporter Ohne Grenzen geht mit der bereits genannten Meinung konform und titelt <a href=" http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/article/9/rog-bericht-zu-venezuela-schliessung-von-rctv-festigt-die-medien-hegemonie.html" target="_blank">„Schließung von RCTV festigt die Medien-Hegemonie“</a>. Man habe die Auswirkungen der Senderschließung von Radio Caracas Televisión (RCTV) untersucht und sei zu dem Schluss gekommen, <em>„dass die international verurteilte Schließung des kommerziellen Senders RCTV weit mehr ist als nur eine administrative Maßnahme. Sie ist ein politischer Schachzug ohne Beispiel in Lateinamerika. Die Übernahme von Nachrichtenmedien sind wichtiger Teil in dem Bestreben der venezolanischen Regierung, die gesamte öffentliche Bühne im Land zu besetzen und zu kontrollieren.“</em></p>
<p><strong>Eine Nachrichtensprecherin zieht den Bogen</strong></p>
<p>Abschließend auch noch der Hinweis von Mariella Slomka. Als die Moderatorin des heute journal am 16. Juni 2007 einen Bericht über den Gründungsparteitag der Partei DIE LINKE. einleitete, zog sie sofort mal einen Bogen zu Hugo Chavez und dessen Politik, die sie gleichzeitig bewertete:</p>
<p><em>&#8220;Guten Abend. Seit heute gibt es eine neue Partei in Deutschland: DIE LINKE. Sie will eine andere Republik und glaubt an Freiheit durch Sozialismus. Das Freiheit durch Sozialismus entsteht, darüber lässt sich ja trefflich streiten, doch ist das vielleicht auch nur eine Frage der Definition. So lobt Oskar Lafontaine etwa die Verstaatlichungspolitik von Hugo Chavez, dem Präsidenten Venezuelas. <u>Jener Chavez, der gerade oppositionelle Zeitungen und Fernsehsender verbietet.</u>&#8220;</em><br />
<font size=1>(Quelle: <a href=" http://redblog.twoday.net/stories/3882377/" target="_blank">Redblog</a>)</font></p>
<p><strong>Einheitliches Meinungsbild der Kritik</strong></p>
<p>Das Meinungsbild scheint also durchgehen konform und eindeutig zu sein. Egal welche Publikation man sich anschaut, die Aussagen sind überall dieselben, die Einschätzungen und Kommentare die gleichen. Alles scheint in Eintracht, die Sachlage scheint klar. Aber ist sie das wirklich?</p>
<p>Erst einmal muss man darauf hinweisen, dass viele Medien von einem Abschalten des Senders <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/RCTV" target="_blank">RCTV</a> sprechen. Dies ist definitiv falsch. Denn der Sender wurde nicht abgeschaltet, sondern seine Lizenz wurde nicht verlängert. Ein feiner, aber ein durchaus doch erwähnenswerter Unterschied. Denn die Formulierung Abschalten impliziert, dass es gegen geltendes Recht verstoßen würde. Allerdings wurde hier eine Lizenz nicht verlängert, ein Rechtsbruch ist also insofern nicht gegeben.</p>
<p><strong>Die andere Sichtweise desselben Ereignisses</strong></p>
<p>So, damit widmen wir uns der anderen Seite. Als erstes möchte ich aus einem Artikel der „Junge Welt“ zitieren. Die Tageszeitung, die <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Welt" target="_blank">laut Wikipedia</a> ein <em>„linkssozialistisch Selbstverständnis im Sinn einer orthodox-kommunistischen Ausrichtung“</em> besitzt, veröffentlichte am 26. Mai 2007 ein <a href=" http://www.jungewelt.de/2007/05-26/043.php" target="_blank">Interview mit Marcos Hernández</a>.</p>
<p>Dieser ist Präsident der venezolanischen Organisation »Periodistas Por La Verdad« (Journalisten für die Wahrheit), die 2003 als Reaktion auf die Politisierung der Medien in Venezuela gegründet wurde und heute über 5000 Mitglieder verfügt.</p>
<p><strong>Journalist für die Wahrheit im Interview</strong></p>
<p>Auf die Frage, ob die Pressefreiheit in Venezuela durch die Schließung von RCTV wirklich akut bedroht sei, antwortet der Journalist:</p>
<p><em>“Nein, das ist sie nicht. Wir unterstützen die Entscheidung der Telekommunikationsbehörde ­CONATEL, die Lizenz für den Kanal RCTV nicht zu verlängern.“</em></p>
<p>Hernandez weist darauf hin, dass es in Venezuela ein Pressemonopol gäbe, welches es dringend gelte abzuschaffen. Ihm zufolge gehörten 80 Prozent der Fensehstationen privaten Unternehmen. Von den Produktionsfirmen der beiden größten Sender RCTV und Venevisión würden 80 Prozent der Sendeinhalte des Landes produziert.</p>
<p><strong>Eine Neulizenzierung als Beitrag zur Demokratie</strong></p>
<p>Interessant ist die Auffasung Hernandez`, dass das Nicht-Verlängern der Sendelizenz für RCTV <em>„zur Demokratisierung beitragen“</em> solle. Gleichzeitig erwähnt er den neuen Sender TVES, der darauf folgend seinen Sendebetrieb aufnehmen soll.</p>
<p><em>„Dieser Sender wird nicht vom Staat abhängen, sondern einer Medienstiftung angehören. Meine Organisation tritt dafür ein, dass TVES stärker in den Regionen des Landes vertreten ist.“</em></p>
<p>Auf den Hinweis, dass das Vorgehen bezüglich RCTV zu einem weltweiten Aufschrei der Empörung geführt habe und als illegal empfunden würde, erwidert Hernandez, dass die nationale Telekommunikationsbehörde das Recht habe <em>„staatliche Sendelizenzen zu vergeben – oder zu entziehen, wenn ein Sender die Vertragsbestimmungen verletzt.“</em> Er betont, dass dies im Fall RCTV nicht einmal geschehen sei:</p>
<p><em>„Die Behörde hat gewartet, bis der Vertrag ausläuft. Es wurde auch mehrfach darauf hingewiesen, dass RCTV weiter auf einem privaten Kanal senden kann.“</em></p>
<p><strong>Ein Sender, der zum Regierungssturz aufruft</strong></p>
<p>Auch die Rolle der privaten Fernsehanstalten bei einem gescheiterten Putschversuch im April 2002 hebt Hernandez hevor. Er betont, dass gerade RCTV immer wieder zu <em>„Gewalt gegen die Regierung aufgerufen“</em> habe und in diesem Zusammenhang alles andere als ein Unschuldlamm sei.</p>
<p>Liest man sich dieses Interview mit Marcos Hernández durch, der als Präsident der venezolanischen Organisation »Periodistas Por La Verdad« (Journalisten für die Wahrheit) sicherlich über ein differenzierteres und auch besseres Bild der venezolanischen Medienpolitik verfügt, dann hört sich die Situationsbewertung doch wesentlich  anders an, als es in den hiesigen und zu Beginn angesprochenen Medien der Fall ist.</p>
<p><strong>Zwei Wissenschaftler und ihre Kritik an der Kritik</strong></p>
<p>Ein weiter sehr interessanter Artikel ist im Archiv von ZDnet.de nachzulesen. Unter der Überschrift <a href=" http://zmag.de/artikel/Venezuela-und-die-Medien-Fakten-und-Fiktion" target="_blank">„Venezuela und die Medien: Fakten und Fiktion“</a> findet man eine deutsche Übersetzung eines Textes von Mark Weisbrot und Robert W. McChesney.</p>
<p><a href=" http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_W._McChesney" target="_blank">Robert W. McChesney</a> ist Research Professor of Communications an der University of Illinois. Er ist einer der größten Kritiker der amerikanischen Masssenmedien und beschäftigt sich mit der politischer Kommunikation und der Rolle der Massemedien in Demokratien.</p>
<p><a href=" http://en.wikipedia.org/wiki/Mark_Weisbrot" target="_blank">Mark Weisbrot</a> ist Kodirektor des Center for Economic and Policy Research in Washington, DC. Er ist Wirtschaftswissenschaftler, beschäftigt sich mit Wirtschaftspolitik und ist Präsident von „Just Foreign Policy“, einer unabhängigen Nichtregierungsorganisation.</p>
<p><strong>Konformes Bild als Mangel der eigenen Berichterstattung</strong></p>
<p>In dem bei ZDnet veröffentlichten Artikel betonen Weisbrot und McChesney, dass die Berichterstattung in den amerikanischen Medien über den „Fall RCTV“ mehr über die Mängel der eigenen Berichterstattung aussage, als über die Vorgänge in Venezuela.</p>
<p><em>“Unsere Nachrichtenmedien sind nur allzu gewillt, für Washington den Wasserträger zu spielen &#8211; anstatt Fakten zu bestätigen und die Wahrheit zu berichten.“</em></p>
<p>Im Anschluss weisen sie auf einige Fakten hin, die in der allgemeinen Berichterstattung oftmals nicht genannt würden. So etwa auf den Umstand, dass in allen demokratischen Nationen dieser Welt Sendelizenzen für Radio- und Fernsehstationen nur befristet ausgegeben werden. In den USA beträgt eine solche Frist 8 Jahre, in Venezuela 20 Jahre.</p>
<p><strong>Venezuelas Medienlandschaft</strong></p>
<p>Nach dem kurzen Hinweis, dass es sich bei Venezuela um eine konstitutionelle Republik handelt, deren Bevölkerung Hugo Chavez – unter internationaler Wahlbeobachtung – <em>„mit überwältigenden Mehrheiten gewählt“</em> habe, gehen Weisbrot und McChesney auf die Eigenheit der venezolanischen Medienlandschaft ein.</p>
<p>In Venezuela befände sich die große Mehrheit der Medien in privaten Händen, würde nicht zensiert und würde insgesamt mehrheitlich von der Opposition dominiert. Eine Nichterteilung der Sendelizenz bedeute nicht, dass ein Sender wie RCTV gar nicht ausstrahlen könne. Vielmehr könne ein Ausweichen auf private Kabel- und Satellitenkanäle ein weiteres Senden durchaus ermöglichen.</p>
<p><em>“Aggressive, unqualifizierte, politische Kritik ist in den Mainstream-Medien Venezuelas sehr lebendig &#8211; in einer Art und Weise, wie dies nur in wenigen demokratischen Staaten je der Fall war, die USA eingeschlossen.“</em></p>
<p><strong>Eine Verdrehung der Tatsachen durch die Medien</strong></p>
<p>Im nächsten Abschnitt dann berichten die beiden Autoren von einer <em>„typisches Beispiel für Faktenverzerrung in den Nachrichten“</em>. Grund sind Medienberichte, in denen Hugo Chavez RCTV beschuldige <em>„einen Coup&#8221;</em> gegen ihn <em>&#8220;unterstützt zu haben&#8221;</em>.</p>
<p><em>“Man berichtet über eine Tatsache in Form einer Anschuldigung. Diese Anschuldigung wird mit einer Quelle (Chavez) in Verbindung gebracht, die in der Presse nach Kräften diskreditiert wurde. Tatsache ist, RCTV &#8211; und weitere Nachrichtensender &#8211; haben im April 2002 eine derart führende Rolle beim Militärcoup gegen die demokratisch gewählte venezolanische Regierung gespielt, dass in diesem Zusammenhang oft vom &#8220;ersten Medien-Staatsstreich der Welt&#8221; die Rede ist.“</em></p>
<p><strong><em>Der 1. Medien-Straatsstreich der Welt</em></strong></p>
<p>Bei diesem Staatsstreich mobilisierte RCTV – laut Weisbrot und McChesney – die Menschen gegen die Regierung. Es <em>„wurden gefälschte Reportagen gesendet“</em>, in denen Bilder von schießenden Chavez-Anhängern mit davon unabhängigen Aufnahmen von getöteten und verletzten Demonstranten vermischt wurden. Die Autoren berichten, dass diese zusammenhangslosen Dokumentationen als gefälschte Berichte über das Fernsehen ausgestrahlt wurden und somit den Coup gegen die Regierung rechtfertigten.</p>
<p>Desweiteren <em>„verbannte RCTV sämtliche Pro-Regierungs-Berichterstattung aus seinem Programm“</em> und unterschlug auch später die Nachricht, dass Chavez wieder im Amt zurück gewesen sei. Auch in späteren Monaten sei immer wieder mit Appellen zum Sturz der Regierung aufgerufen worden.</p>
<p><strong>Wie wäre die Reaktion in westlichen Ländern ausgefallen?</strong></p>
<p>Stellte man sich ein solches Verhalten eines Fernsehsenders in einem westlichen Staat wie etwa der Bundesrepublik Deutschland vor, dann könnte man wohl auch hier Diskussionen über eine Lizenzberechtigung nicht vermeiden und erwarte. Denn sowohl in Deutschland wie auch in Venezuela sind die Medien und ihr Auftreten zum einen in der Verfassung geschützt zum anderen aber auch an gewisse Richtlinien und Bestimmungen geknüpft. Eine einseitige Berichterstattung, in der laufend wiederholt zum Sturz der gewählten Staatsregierung aufgerufen wird, würde wohl auch hier zu einer Nichterteilung oder gar zu einem Entzug der  Sendelizenz führen. Ähnlich sehen es auch Weisbrot und McChesney:</p>
<p><em>“Wäre RCTV ein US-Sender, man hätte der Station schon vor Jahren die Sendelizenz entzogen. Die Betreiber wären wahrscheinlich wegen krimineller Vergehen strafrechtlich verfolgt worden &#8211; unter anderem wegen Landesverrats.“</em></p>
<p><strong>Neuer Sender als Möglichkeit eines Neuanfangs</strong></p>
<p>Dass die Sendelizenz, die durch die Nichterteilung an RCTV frei geworden ist nicht verschwunden ist, darauf weisen auch die Autoren hin. Vielmehr wurde sie inzwischen an einen neuen landesweiten öffentlichen Kanal vergeben, von dem versprochen wird, dass er <em>„Beiträge Tausender unabhängiger Produzenten senden soll“</em>. Man sehe hierin einen Versuch <em>„Millionen Venezolaner in die Medien zu bringen &#8211; Menschen, die nie zuvor eine reelle Chance auf Medienpartizipation, ohne staatliche Zensur, hatten“</em>.</p>
<p>Darauf folgend weisen Weisbrot und McChesney auf den Einfluss der Politik auf die westliche Berichterstattung in den Medien hin. Die negative Einstellung der Bush-Regierung gegen die Politik von Hugo Chavez würde von den amerikanischen Medien nahezu kritiklos übernommen, ohne weitere Fakten und Hintergründe zu dem Thema zu beleuchten.</p>
<p><strong>Die Orientierung der Medien an politischen Vorgaben</strong></p>
<p>Abschließend haben die beiden Autoren dann auch gleich einen Appell, den sie sowohl an die Rezipienten, aber in erster Linie auch an die Presse- und Medienvertreter der USA, aber auch an jene in allen anderen Staaten dieser Welt, richten:</p>
<p><em>“Nehmt die Behauptungen eurer eigenen Regierung mit derselben Skepsis auf, die ihr bei ausländischen Führern, zurecht, an den Tag legt. Dann würde vor den Augen der Amerikaner allmählich ein akkurateres Weltbild entstehen, mit dem sie sich effizienter in unsere Außenpolitik einmischen könnten.“</em></p>
<p><strong>Die zwei Seiten der einen Medaille</strong></p>
<p>Nach den aufgeführten Beispielen der hiesigen Berichterstattung aus Medienpublikationen wie Spiegel und Welt ergibt sich durch die Ausführungen von Marcos Hernández sowie von Robert W. McChesney und Mark Weisbrot ein völlig widersprüchliches Bild der Situation. Wem man nun mehr glauben schenken darf, sei nun dahingestellt. Jedoch zeigt dieses Beispiel, wie fragwürdig ein zuerst einseitig erscheinendes Meinungsbild zu bewerten ist.</p>
<p>Sicherlich ist es für jeden Journalisten aus der westlichen Welt sehr schwierig ein Ereignis wie die Nicht-Lizenzerteilung von RCTV in Venezuela angemessen und völlig objektiv zu bewerten. Und gerade die Argumentationen von Hernández, McChesney und Weisbrot zeigen, dass es auch andere Sichtweisen über dasselbe Ereignis gibt, als sie in unserer Presse genannt werden.</p>
<p><strong>Die Eigenverantwortung der Rezipienten</strong></p>
<p>Im Grunde genommen muss jeder Rezipient sich ein eigenes Bild von Situationen und Ereignissen machen. Und dies kann er am objektivsten nur, in dem er sich die Meinungen und Ansichten aus verschiedensten Medienpublikationen anschaut, diese miteinander vergleicht und sie für sich selbst versucht zu bewerten. </p>
<p>Das Beispiel RCTV zeigt zugleich, dass es nicht immer hilft nur verschiedene Publikationen eines Landes anzuschauen, sondern dass es manchmal auch nützlich sein kann, Meinungsbilder und Argumentationen von Journalisten und Experten aus anderen Teilen der Welt heranzuziehen. Das mag zum einen in der heutigen Zeit von Internet und globalem Dorf etwas einfacher zu sein, erfordert jedoch gleichzeitig auch ein großes Maß an Arbeit, Zeit, Aufwand und Motivation.</p>
<p><strong>Sowohl Vielfalt als auch Einfalt als Problem</strong></p>
<p>Wer nun mit seiner Sichtweise des „Falles RCTV“ richtig liegt, ob die Kritiker oder die Befürworter, scheint schwer zu bestimmen. Wie gesagt, muss sich jeder Rezipient aufgrund der unterschiedlichen Bewertungen und Argumentationen sein eigenes Meinungsbild zusammenschustern. Klar scheint jedoch, dass es weder schwarz noch weiß zu geben scheint und dass erst die Betrachtung von widersprüchlichen Sichtweisen zusammen einem wirklich objektiven Gesamtbild nahe kommen zu scheinen. Um einseitigen Bewertungen bis hin zu einer <a href=" http://www.bluejax.net/2007/06/26/medienmacht-die-abhangigkeit-der-rezipienten-%e2%80%93-mediale-emanzipation-kritische-hinterfragung-als-ausweg/" target="_blank">Manipulation durch Medien</a> zu entgehen, hilft nur die Eigeninitiative. Eine harte Erkenntnis, aber wohl wahr!</p>
<p>bluejax<br />
Il, den 02. August 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,485178,00.html<br />
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,485288,00.html<br />
http://www.welt.de/politik/ausland/article897496/Chavez _schraenkt_Meinungsfreiheit_ein.html<br />
http://www.welt.de/politik/article903461/Chavez_nimmt<br />
_sich_naechsten__Sender_vor.html<br />
http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2559861,00.html<br />
http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/<br />
news-nachrichten-single/article/9/rog-bericht-zu-venezuela-<br />
schliessung-von-rctv-festigt-die-medien-hegemonie.html<br />
http://redblog.twoday.net/stories/3882377/<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/RCTV<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Welt<br />
http://www.jungewelt.de/2007/05-26/043.php<br />
http://zmag.de/artikel/Venezuela-und-die<br />
-Medien-Fakten-und-Fiktion<br />
http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_W._McChesney<br />
http://en.wikipedia.org/wiki/Mark_Weisbrot<br />
http://www.bluejax.net/2007/06/26/medienmacht-die-<br />
abhangigkeit-der-rezipienten-%e2%80%93-mediale-<br />
emanzipation-kritische-hinterfragung-als-ausweg/</p>
<p><u>Bildquellen:</u><br />
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4d/Hugo<br />
_Chavez_in_Brazil-1861.jpeg<br />
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0d/<br />
Berlin-neukoelln_satellite-dishes_20050314_p1010596.jpg</p>
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		<title>Andere Kampagne: Bilder des Zapatistischen Widerstandes – Alles für Alle, Nichts für Uns!</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jul 2007 22:52:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ya Basta en Mexico!]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Seit nunmehr 13 Jahren gibt es den Zapatistischen Widerstand in Mexiko. Seither kämpfen die Zapatistas aus dem südlichen Bundesstaat Chiapas um die Durchsetzung von indigenen Rechten und eine gesellschaftliche und politische Veränderung von Unten. Spätestens mit Ausruf der „Anderen Kampagne“ fielen die basisdemokratischen Ideen und Vorstellungen der EZLN auch weltweit auf fruchtbaren Boden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F07%2F29%2Fandere-kampagne-bilder-des-zapatistischen-widerstandes-%25e2%2580%2593-alles-fur-alle-nichts-fur-uns%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F07%2F29%2Fandere-kampagne-bilder-des-zapatistischen-widerstandes-%25e2%2580%2593-alles-fur-alle-nichts-fur-uns%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Seit nunmehr 13 Jahren gibt es den Zapatistischen Widerstand in Mexiko. Seither kämpfen die Zapatistas aus dem südlichen Bundesstaat Chiapas um die Durchsetzung von indigenen Rechten und eine gesellschaftliche und politische Veränderung von Unten. Spätestens mit Ausruf der „Anderen Kampagne“ fielen die basisdemokratischen Ideen und Vorstellungen der EZLN auch weltweit auf fruchtbaren Boden. Über den gesamten Globus verteilt, sprießen und gedeihen seitdem die zarten solidarischen Pflanzen der Bewegung.</p>
<p><strong><em>Todo Para Todos – Nada Para Nosotros</em></strong></p>
<p>Bildliche Darstellung finden die ausdrucksstarken, manchmal gar poetischen, Botschaften des EZLN-Sprechers Subcomandante Insurgente Marcos in unzähligen Bildern und Transparenten. In einem einzigartigen und unverkennbaren Stil wurde eine Form von Kunst geschaffen, die zur Weiterverbreitung der zapatistischen Gedanken über Grenzen hinweg beiträgt. Eine Auswahl an Bildern kann nun zum Selbstkostenpreis erworben werden. Sämtliche Gewinne gehen an den Bildungssektor des Caracol von Morelia.</p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/07/29/andere-kampagne-bilder-des-zapatistischen-widerstandes-%e2%80%93-alles-fur-alle-nichts-fur-uns/" ><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/YaBasta/cuadro_zapatista.jpg"  border="0"/></a></p>
<p><em>&#8220;Es ist nicht notwendig, die Welt zu erobern. Es reicht, sie neu zu schaffen. Durch uns. Heute.&#8221;</em> <font size=1>(Subcomandante Marcos, EZLN)</font></p>
<p><span id="more-217"></span></p>
<p><strong><em>Día Con Día Se Globaliza La Rebeldia</em></strong></p>
<p><img src=" http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_001_klein.JPG" width="190" height=""  border="0"/> <img src=" http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_002_klein.JPG" width="190" height=""  border="0"/></p>
<p>Die <a href=" http://www.gruppe-basta.de/" target="_blank">Gruppe B.A.S.T.A.</a> aus Münster, die sich 1995 als Reaktion auf den Zapatischen Aufstand in Chiapas gegründet hatte, vertreibt nun auf Anregung der Bildungsverantwortlichen des Caracol von Morelia Abzüge einer kleinen Auswahl solcher Bilder. Die Kunstwerke wurden allesamt von SchülerInnen aus zapatistischen Gemeinden gemalt, die mit dem zapatistischen Widerstand in Mexiko aufgewachsen sind. </p>
<p><strong><em>Los Sueños y La Esperanza De Un Mundo Nuevo</em></strong></p>
<p><img src=" http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_003_klein.JPG" width="190" height=""  border="0"/> <img src=" http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_004_klein.JPG" width="190" height=""  border="0"/></p>
<p>Die Bilder werden <a href=" http://projekte.free.de/bankrott/basta/material-bilder.html" target="_blank">von der Gruppe B.A.S.T.A. zum Selbstkostenpreis</a> verkauft. Jegliche Gewinne, in diesem Fall 33 bis 46 Prozent des Verkaufspreises, gehen an den Bildungssektor des Caracol von Morelia. Wer also die Zapatistische Vision der Veränderung von Unten unterstützen und damit Kindern und Jugendlichen in Mexiko eine bessere Bildung ermöglichen möchte, kann dies einfach durch den Erwerb der hier abgebildeten Werke machen.</p>
<p><strong><em>Que Muera La Humillación y El Desprecio</em></strong></p>
<p><img src=" http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_005_klein.JPG" width="190" height=""  border="0"/> <img src=" http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_006_klein.JPG" width="190" height=""  border="0"/></p>
<p>Die Zapatistas in Mexiko glauben daran, dass eine Andere Welt möglich ist. Voller Überzeugung und mit besten Absichten kämpfen sie für ihre Rechte und ihre Überzeugungen. Sie wollen eine Welt schaffen, in der alle Welten einen Platz haben. Und für diese Veränderung der Welt muss viel gelacht werden. Schenken auch wir der Welt ein Lächeln, auf dass sie dem Wind von Unten einen Platz in ihrem Herzen des Lebens einräumt!</p>
<p><strong><em>La Tierra No Se Vende. Porque Es Nuestra Patria y Se Defiende</em></strong></p>
<p><img src=" http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_007_klein.JPG" width="190" height=""  border="0"/> <img src=" http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_008_klein.JPG" width="190" height=""  border="0"/></p>
<p><font size=1>Die Bilder haben ein Format von 29 mal 29 cm und werden auf Fotopapier gedruckt. Pro Abzug fallen Kosten in Höhe von 7,50 Euro an (zuzüglich 4€ Versand). Bestellungen an: gruppeBASTA [at] gmx.de</font></p>
<p><strong><em>Queremos Un Mundo Donde Quepan Muchos Mundos</em></strong></p>
<p><img src=" http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_009_klein.JPG" width="190" height=""  border="0"/> <img src=" http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_010_klein.JPG" width="190" height=""  border="0"/><br />
<center><img src=" http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_011_klein.JPG" width="190" height=""  border="0"/></center></p>
<p>bluejax<br />
Il, den 29. Juli 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.gruppe-basta.de/<br />
http://projekte.free.de/bankrott/basta/material-bilder.html</p>
<p><u>Bildquellen:</u><br />
http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_001_klein.JPG<br />
http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_002_klein.JPG<br />
http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_003_klein.JPG<br />
http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_004_klein.JPG<br />
http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_005_klein.JPG<br />
http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_006_klein.JPG<br />
http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_007_klein.JPG<br />
http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_008_klein.JPG<br />
http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_009_klein.JPG<br />
http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_010_klein.JPG<br />
http://projekte.free.de/bankrott/basta/cuadros_011_klein.JPG</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Companeros Musicales: Die perfekte Dosis &#8211; Panteón Rococó, NU Sports und Piracy Live in Rottenburg</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2007/02/17/companeros-musicales-die-perfekte-dosis-panteon-rococo-nu-sports-und-piracy-live-in-rottenburg/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Feb 2007 20:13:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Helden]]></category>
		<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Musica]]></category>
		<category><![CDATA[Ya Basta en Mexico!]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 EXKLUSIVMELDUNG Eine brandheiße Neuigkeit wartet auf alle Fans von Mestizo-Musik. Die mexikanische Band Panteón Rococó gibt am Samstag, den 26. Mai 2007 im baden-württembergischen Rottenburg am Neckar (südlich von Stuttgart) ein Konzert! Als Vorband konnte Konzertveranstalter Timo Jendricke die lokalen Ska-Stars NU-Sports sowie Piracy gewinnen.
Panteón Rococó gelten als eine der bekanntesten und beliebtesten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F02%2F17%2Fcompaneros-musicales-die-perfekte-dosis-panteon-rococo-nu-sports-und-piracy-live-in-rottenburg%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2007%2F02%2F17%2Fcompaneros-musicales-die-perfekte-dosis-panteon-rococo-nu-sports-und-piracy-live-in-rottenburg%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 EXKLUSIVMELDUNG Eine brandheiße Neuigkeit wartet auf alle Fans von <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Mestizo-Musik" target="_blank">Mestizo-Musik</a>. Die mexikanische Band <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Panteon_Rococo" target="_blank"><em>Panteón Rococó</em></a> gibt am Samstag, den 26. Mai 2007 im baden-württembergischen Rottenburg am Neckar (südlich von Stuttgart) ein Konzert! Als Vorband konnte Konzertveranstalter Timo Jendricke die lokalen Ska-Stars <em>NU-Sports</em> sowie <em>Piracy</em> gewinnen.</p>
<p><em>Panteón Rococó</em> gelten als eine der bekanntesten und beliebtesten Bands in Mexiko. In die Schlagzeilen schafft es die 9-köpfige Combo neben ihren musikalischen Aktivitäten auch immer wieder wegen ihrer Sympathien für die <a href=" http://www.bluejax.net/category/ya-basta/" target="_blank">Zapatistische Bewegung in Mexiko</a>. </p>
<p><a href=" http://www.bluejax.net/2007/02/17/companeros-musicales-die-perfekte-dosis-panteon-rococo-nu-sports-und-piracy-live-in-rottenburg/" target="_blank"><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/northern-web-coders/images/Inhalt/Sonstiges/vorschlag_konzertbanner_neu.jpg"  width="" height="" border="0"/></a><br />
<span id="more-180"></span></p>
<p><strong>Von unten nach ganz oben </strong></p>
<p>Ihren heutigen Kultstatus, weit über die Grenzen Mexikos hinaus, hat sich die Band hart erarbeitet. Dabei deutete zu Beginn ihrer Karriere anno 1995 kaum etwas auf einen solchen Erfolg hin. Da sich kein Label fand, welches das Debütalbum veröffentlichen wollte, gründeten <a href=" http://www.panteonrococo.de/index1024.htm" target="_blank"><em>Panteón Rococó</em></a> kurzerhand ihr eigenes Unternehmen.</p>
<p>Umso überraschender, dass das erste Album <em>„A La Izquierda De La Tierra“</em> ein voller Erfolg wurde. In Mexiko gilt es bis heute als das meistverkaufte Album einer mexikanischen Band bei einem Indipendet-Label. </p>
<p><strong>Von der Dorf- auf die Festivalbühne</strong></p>
<p>Doch anstatt sich auszuruhen, arbeitete die Band in den folgenden Jahren weiter hart. Durch ihre schier endlose Touren durch Europa lernten sie jede noch so kleine Bühne in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Dänemark, Frankreich, Spanien oder der Tschechischen Republik kennen und konnten sich so ziemlich schnell einen großen Fankreis auf dem alten Kontinent aufbauen.</p>
<p>Das Ergebnis kann man am Konzertplan des vergangenen Jahres 2006 sehen, als <em>Panteón Rococó</em> im deutschsprachigen Raum neben dem Southside/Hurricane auch andere große Festivals, wie NovaRock, Greenfield oder das SummerJam besuchten und sich und ihre Musik somit zig Tausenden von begeisterten Festivalbesuchern präsentieren konnten.</p>
<p><strong>Solidarität mit der indigenen Bewegung Mexikos</strong></p>
<p> Wer sich etwas intensiver mit der Zapatistischen Bewegung rund um die <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/EZLN" target="_blank">EZLN</a> und der <em>Anderen Kampagne</em> in Mexiko beschäftigt, dem wird die Band <em>Panteón Rococó</em> schon seit längerer Zeit ein geläufiger Name sein.</p>
<p>Die Ska-Band machte nie ein Geheimnis aus ihrer Sympathie für die Zapatistas. So traten <em>Panteón Rococó</em> auch am 02. Juli 2006 bei einer Kundgebung vor der Mexikanischen Botschaft in Berlin auf. Damals wurde gegen die gewalttätige staatliche Repression demonstriert, die sich Vorfeld der mexikanischen Präsidentschaftswahlen gegen oppositionelle soziale Bewegungen in <a href=" http://www.bluejax.net/2006/08/08/alarmstufe-rot-repressionen-andauernde-konflikte-in-oaxaca-%e2%80%93-solidaritat-mit-der-indigenen-zivilbevolkerung/target="_blank">Oaxaca</a> und <a href=" http://www.bluejax.net/2006/05/09/mexiko-ezln-erklart-den-roten-alarm-%e2%80%93-verletzte-tote-vergewaltigungen-und-falsche-tv-bilder/" target="_blank">San Salvador Atenco</a> abspielte.</p>
<p>Überhaupt widmen sich <em>Panteón Rococó</em> in ihren Texten oftmals politischen Themen. Nicht selten singen sie in ihren Songs von Armut, Korruption und Gewalt … vom Leben in Mexiko. Die Band schaffte es damit auf die Agenda der alternativen und politischen Zentren.</p>
<p><strong>Sportler &#038; Piraten im Rahmenprogramm</strong></p>
<p>Zusätzlich zu <em>Panteón Rococó</em> konnte der Konzertveranstalter Timo Jendricke, der gleichzeitig auch die Rottenburger <a href=" http://tatort-rottenburg.de/" target="_blank">Musik-Kneipe <em>Tatort</em></a> betreibt, die beiden Ska-Bands <em>NU Sports</em> und <em>Piracy</em> gewinnen.</p>
<p><a href=" http://www.nusports.de/" target="_blank"><em>NU Sports</em></a> hießen früher mal <em>No Sports</em> und haben sich zwischen 1985 und 2002 sowohl in Deutschland als auch europaweit einen Namen gemacht. Seit Anfang 2005 tritt die Band in neuer Besetzung und unter dem Namen <em>NU Sports</em> wieder auf.</p>
<p>Die Band <a href=" http://www.piracy-online.de/" target="_blank"><em>Piracy</em></a> ist besonders im Großraum Stuttgart für ihre tanzwütigen Konzerte bekannt. Die 8 Jungs aus dem Stadtgebiet Rottenburg haben es in den vergangenen 7 Jahren von kleinen Konzerten im örtlichen Jugendhaus Klause über den Gewinn des lokalen <em>Battle-Of-Bands</em>-Nachwuchswettbewerbs bis auf die Bühne des LKA-Lognhorn in Stuttgart geschafft. Auch die Musik von <em>Piracy</em> zeichnet sich durch Ska-Elemente, knallige Riffs und abwechslungsreiche Musik aus.</p>
<p><strong>La dosis perfecta &#8211; Tanz den Mai</strong></p>
<p>Wer also Lust auf eine tanzintensive Party hat, der sollte sich den 26. Mai 2007 mit einem dicken roten Stift in seinem Kalender markieren. Veranstaltungsort ist die Festhalle in Rottenburg a.N., etwa 10 Km westlich von Tübingen. Weitere Informationen zum Kartenvorverkauf, den Preisen und den genauen Spielzeiten erfahrt ihr in Kürze bei <a href=" http://www.bluejax.net/" target="_blank">Bluejax.net</a>!</p>
<p>bluejax<br />
Il, den 17. Februar 2007</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Mestizo-Musik<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Panteon_Rococo<br />
http://www.bluejax.net/category/ya-basta/<br />
http://www.panteonrococo.de/index1024.htm<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/EZLN<br />
http://www.bluejax.net/2006/08/08/alarmstufe-rot-<br />
repressionen-andauernde-konflikte-in-oaxaca-%e2%<br />
80%93-solidaritat-mit-der-indigenen-zivilbevolkerung/<br />
http://www.bluejax.net/2006/05/09/mexiko-ezln-erklart<br />
-den-roten-alarm-%e2%80%93-verletzte-tote-<br />
vergewaltigungen-und-falsche-tv-bilder/<br />
http://tatort-rottenburg.de/<br />
http://www.nusports.de/<br />
http://www.piracy-online.de/<br />
http://www.bluejax.net/</p>
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		<title>Tatort Oaxaca: Demonstrant von Heckenschützen getötet – Am Rande der Eskalation?!</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2006/08/15/tatort-oaxaca-demonstrant-von-heckenschutzen-getotet-%e2%80%93-am-rande-der-eskalation/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Aug 2006 11:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Ya Basta en Mexico!]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Wie bereits am 08. August 2006 in dem Artikel  „Alarmstufe Rot: Repression...ndigenen Zivilbevölkerung!“ berichtet, ist in der mexikanischen Stadt Oaxaca de Juárez gerade ein Volksaufstand der Zivilbevölkerung gegen die Regierung des Bundesstaates Oaxaca im Gange.
Mittlerweile wurden von der mexikanischen Regierung mehrere Einheiten einer militarisierten Polizei nach Oaxaca gesandt, um offiziell die Lage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2006%2F08%2F15%2Ftatort-oaxaca-demonstrant-von-heckenschutzen-getotet-%25e2%2580%2593-am-rande-der-eskalation%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2006%2F08%2F15%2Ftatort-oaxaca-demonstrant-von-heckenschutzen-getotet-%25e2%2580%2593-am-rande-der-eskalation%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Wie bereits am 08. August 2006 in dem Artikel <a href=" http://www.bluejax.net/2006/08/08/alarmstufe-rot-repressionen-andauernde-konflikte-in-oaxaca-%e2%80%93-solidaritat-mit-der-indigenen-zivilbevolkerung/"> „Alarmstufe Rot: Repression...ndigenen Zivilbevölkerung!“</a> berichtet, ist in der mexikanischen Stadt Oaxaca de Juárez gerade ein Volksaufstand der Zivilbevölkerung gegen die Regierung des Bundesstaates Oaxaca im Gange.</p>
<p>Mittlerweile wurden von der mexikanischen Regierung mehrere Einheiten einer militarisierten Polizei nach Oaxaca gesandt, um offiziell die Lage zu beruhigen. Allerdings ist zu erwarten, dass die Lage dadurch nur noch weiter zu eskalieren droht.</p>
<p><strong>Tödliche Schüsse</strong></p>
<p>Neue Berichte von mehreren Quellen scheinen die Befürchtungen nun zu bestätigen. Demzufolge wurde am 10. August auf eine Gruppe von Demonstranten geschossen. Ein 50-jähriger wurde dabei getötet, weitere Verletzt. Abgegeben wurden die Schüsse angeblich von einer paramilitärischen Polizeieinheit!<br />
<object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/GAqE62MoahE"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/GAqE62MoahE" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350"></embed></object><br />
<span id="more-140"></span></p>
<p><strong><em>In memorian J.J.C.</em></strong></p>
<p>Wie <a href=" http://www.chiapas.ch/">Chiapas.ch berichtet</a> wurde am vergangenen Donnerstag eine <em>Massendemonstration des Volkes von Oaxaca</em> von Paramilitärs beschossen. Dabei kam José Jiménez Colmenares ums Leben. Zwei weitere Demonstranten wurden schwer verletzt befinden sich allerdings nicht in Lebensgefahr.</p>
<p>Bei dem Getötete handelte es sich um einen 50 Jahre alter Mechaniker der seine Frau, die selber Aktivistin in der APPO ist, zu der von den Lehrer aus Oaxaca abgehaltenen Demonstration gegen den als korrupt geltenden Regierungschef des Bundesstaates Oaxaca Ulises Ruiz Ortiz begleitete.</p>
<p><a href=" http://mexico.indymedia.org/show_image.php?id=2941&#038;nocount=y" target="_blank"><img src="http://mexico.indymedia.org/show_image.php?id=2941&#038;nocount=y" width="400" height="298" border="0" alt=" "></a></p>
<p><strong>Der Bericht eines Zeugen</strong></p>
<p>Der Bericht auf Chiapas.ch wurde von einem <em>Augenzeugen</em> verfasst, der angibt sich zur Zeit des Vorfalls in Oaxaca aufgehalten zu haben. Seinen Worten zufolge umfasste die Demonstration durch die Stadt etwa 20.000 Menschen und <em>verlief ohne Probleme in gewaltloser Manier</em>. </p>
<p>Die Demonstration wurde kurzfristig veranstaltet, weil am Vortag <em>der APPO-Aktivist Germán Mendoza Nube auf offener Strasse aus seinem Rollstuhl gerissen und entführt</em> wurde und bis heute verschwunden ist. Mindestens 7 weitere APPO-Sympathisanten sollen ebenfalls spurlos verschwunden sein. Es wird gemutmaßt, dass Ulises hinter diesen Aktionen steckt. Politische Morde scheinen nicht ausgeschlossen zu sein.</p>
<p>Die Demonstranten waren auf dem Weg zum ehemals staatlich kontrollierten Fernsehsender Kanal 9, der seit einigen Wochen von Frauen besetzt wird und seither ein alternatives Programm ausstrahlt. </p>
<p><a href=" http://mexico.indymedia.org/show_image.php?id=2933&#038;nocount=y" target="_blank"><img src="http://mexico.indymedia.org/show_image.php?id=2933&#038;nocount=y" width="400" height="300" border="0" alt=" "></a></p>
<p><strong>Plötzlich fallen Schüsse!</strong></p>
<p><em>Kurz davor wurde aus einer Wohnung im ersten Stock auf Leute im letzten Viertel der Demonstration geschossen und zwar wiederholte Male. In den ersten Sekunden brach eine große Panik aus, doch schon nach kurzer Zeit beruhigten sich die Leute und versuchten sich zu reorganisieren.</em></p>
<p>Nachdem sich die Lage wieder etwas beruhigt hatte wurde eine Ambulanz gerufen, die einen vermeintlich bewusstlosen Mann in eine in unmittelbarer Nähe gelegene Klinik einlieferte.</p>
<p><em>Da konnte aber nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. Er starb unmittelbar am Ort, nachdem ihn eine Kugel ins Herz getroffen hatte.</em></p>
<p>Außerdem wurden 2 weitere Verletzte in einem Krankenwagen weggefahren. Einiger der demonstrierenden Lehrer versuchten die Heckenschützen zu verfolgen.</p>
<p><strong>Heckenschützen auf den Dächern der Häuser</strong></p>
<p><em>Immer wieder sah man einzelne Männer auf den Dächern der umliegenden Häuser, insbesondere auf dem Dach der erwähnten Klinik. Immer wieder befürchteten wir, dass das Feuer wieder eröffnet werden könnte oder dass noch mehr Heckenschützen in der Umgebung auflauern.</em></p>
<p>Einige Frauen stürmten in eine in der Nähe befindliche Kirche und versuchten durch das laute Läuten der Glocken die Bevölkerung des Stadtteiles zu warnen. Schlussendlich konnten auch 2 der vermutlich 4 beteiligten Täter von den Lehrern festgenommen und der „Fiscalía Especializada en Delitos contra el Magisterio“ übergeben werden, einer extra für den momentanen Konflikt von der Bundesregierung eingesetzten und von der APPO akzeptierten Untersuchungsbehörde. (Quelle: <a href=" http://www.chiapas.ch/">Chiapas.ch</a>)</p>
<p>Mexiko-Lexikon.de hingegen weiß sogar von 8 Verdächtigen zu berichten, die von der Polizei festgenommen und in Untersuchungshaft genommen wurden. (Quelle: <a href=" http://www.mexiko-lexikon.de/mexiko/index.php?title=Startseite">Mexiko-Lexikon.de</a>)</p>
<p><strong>Amnesty International zeigt sich besorgt</strong></p>
<p>Auch <a href=" http://www2.amnesty.de/">Amnesty International</a> weiß in einer aktuellen <em>Urgent Action Message</em> von den Vorfällen in Oaxace und dem Mord an José Jiménez Colmenares zu berichten. Demzufolge sollen auch Alejandro Cruz López, Mitglied der Indigenenorganisation OIDHO, sowie die Mitglieder der Lehrergewerkschaft SNTE, die der Lokalzeitung „Noticias“ und die Mitglieder der politischen Gruppierung APPO stark gefährdet sein. (Quelle: <a href=" http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/AlleDok/F9663102014A3EE3C12571CA0054EFE6?Open">Amnesty.de</a>)</p>
<p><a href=" http://mexico.indymedia.org/show_image.php?id=2931&#038;nocount=y" target="_blank"><img src="http://mexico.indymedia.org/show_image.php?id=2931&#038;nocount=y" width="400" height="533" border="0" alt=" "></a></p>
<p><strong>Kein Ende in Sicht!</strong></p>
<p>Leider scheinen im Moment keine Bestrebungen erkennbar zu sein, dass sich ein weiteres Ausufern der Gewalt in Oaxaca verhindern lässt. Die Demonstranten scheinen sich von den gewalttätigen Übergriffen von Polizei und paramilitärischen Polizeieinheiten nicht einschüchtern zu lassen. Die Lage bleibt angespannt. </p>
<p>Es bleibt zu Hoffen, dass der letzte Funke, der das Stroh zum brennen und die Lage vollständig zur Eskalation bringen könnte ausbleiben wird!</p>
<p>bluejax<br />
Rottenburg, den 15. August 2006</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.bluejax.net/2006/08/08/alarmstufe-rot-repressionen<br />
-andauernde-konflikte-in-oaxaca-%e2%80%93-solidaritat-mit<br />
-der-indigenen-zivilbevolkerung/<br />
http://www.chiapas.ch/<br />
http://www.mexiko-lexikon.de/mexiko/index.php?title=Startseite<br />
http://www2.amnesty.de/<br />
http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/AlleDok/F9663102014 A3EE3C12571CA0054EFE6?Open</p>
<p><u>Bildquellen:</u><br />
http://mexico.indymedia.org/show_image.php?id=2941&#038;nocount=y<br />
http://mexico.indymedia.org/show_image.php?id=2933&#038;nocount=y<br />
http://mexico.indymedia.org/show_image.php?id=2931&#038;nocount=y</p>
]]></content:encoded>
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