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	<title>Kommentare zu: Wie Fremdenhass salonfähig wird – Die Blocherisierung Deutschlands</title>
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	<description>.innovativ .informativ .alternativ (privat-publizistisches Blog-Magazin)</description>
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		<item>
		<title>Von: Bluejax.net &#187; Aktueller Artikel &#187; Politically Incorrect &#38; Pro Köln: Fremdenfeindliche Rechte unter sich!</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2008/01/03/wie-fremdenhass-salonfahig-wird-%e2%80%93-die-blocherisierung-deutschlands/comment-page-1/#comment-30238</link>
		<dc:creator>Bluejax.net &#187; Aktueller Artikel &#187; Politically Incorrect &#38; Pro Köln: Fremdenfeindliche Rechte unter sich!</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 12:41:09 +0000</pubDate>
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		<description>[...] „pi-news“ - geschrieben habe. Genauer gesagt war es der 03. Januar 2008, als ich den Artikel „Wie Fremdenhass salonfähig wi...e Blocherisierung Deutschlands“ veröffentlichte, in dem ich die Tendenzen in Deutschland thematisierte, dass immer mehr [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] „pi-news“ &#8211; geschrieben habe. Genauer gesagt war es der 03. Januar 2008, als ich den Artikel „Wie Fremdenhass salonfähig wi&#8230;e Blocherisierung Deutschlands“ veröffentlichte, in dem ich die Tendenzen in Deutschland thematisierte, dass immer mehr [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Christian</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2008/01/03/wie-fremdenhass-salonfahig-wird-%e2%80%93-die-blocherisierung-deutschlands/comment-page-1/#comment-23788</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2008 14:19:05 +0000</pubDate>
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		<description>Hi Jan,

wenn ich deinen (guten &amp; informativen) Beitrag so lesen und bedenke, dass es immernoch Studenten gibt, die dieses populistische Blatt (nicht der Recherche wegen) lesen wird mir kotzübel.
Den Topf zum Ueberlaufen bringt aber erst der gute Herr Koch, der mit allen (rechts-)populistischen Mitteln wiedermal die Wahlen gewinnen will und wird (!)
Wie hats die NPD schon richtig erkannt, R.K. macht die offene Ausländerfeindlichkeit salonfähig und legitimiert indirekt den Drift zur NPD.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Jan,</p>
<p>wenn ich deinen (guten &amp; informativen) Beitrag so lesen und bedenke, dass es immernoch Studenten gibt, die dieses populistische Blatt (nicht der Recherche wegen) lesen wird mir kotzübel.<br />
Den Topf zum Ueberlaufen bringt aber erst der gute Herr Koch, der mit allen (rechts-)populistischen Mitteln wiedermal die Wahlen gewinnen will und wird (!)<br />
Wie hats die NPD schon richtig erkannt, R.K. macht die offene Ausländerfeindlichkeit salonfähig und legitimiert indirekt den Drift zur NPD.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: bluejax</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2008/01/03/wie-fremdenhass-salonfahig-wird-%e2%80%93-die-blocherisierung-deutschlands/comment-page-1/#comment-23227</link>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jan 2008 21:05:54 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Och Günther&quot;... Beckstein bei Anne Will *kopfschüttel* 

Hör doch mal bitte auf die Experten. Versuch was an den sozialen Ursachen zu ändern!

%-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Och Günther&#8221;&#8230; Beckstein bei Anne Will *kopfschüttel* </p>
<p>Hör doch mal bitte auf die Experten. Versuch was an den sozialen Ursachen zu ändern!</p>
<p>%-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: bluejax</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2008/01/03/wie-fremdenhass-salonfahig-wird-%e2%80%93-die-blocherisierung-deutschlands/comment-page-1/#comment-23218</link>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jan 2008 12:48:12 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;@ Santa&lt;/strong&gt;

&lt;strong&gt;Erstmal vielen dank für deinen langen und sehr interessanten Kommentar!&lt;/strong&gt;

Nein, ich wollte nicht sagen, dass „alle ausländische Jugendliche nur in Armenvierteln leben und dadurch nicht für die Schule lernen können, etc. und nur dadurch Gewalt“ entsteht. Vielmehr wollte ich zeigen, dass das Thema weitergehende Ursachen hat, die in der aktuellen Diskussion nicht berücksichtigt werden. 

Es gibt viele verschiedene Ursachen, die Jugendgewalt begründen. Diese werden allerdings nicht behoben wenn man das Jugenstrafrecht verschärft. Statt an der Wurzel des Übels anzusetzen und wirklich etwas zu verbessern, wird nur der Schopf gepackt und abgeschlagen. Ich wollte lediglich aufzeigen, dass dies etwas zu kurz gedacht ist!

&lt;strong&gt;Zu deinen persönlichen Erfahrungen:&lt;/strong&gt;

Es ist wirklich traurig, was du da erzählst. Und es erinnert mich wieder an die Kontakthypthese, auf die ich immer wieder gerne verweise. Demnach verbessert
sich die Einstellung gegenüber Fremdgruppen mit steigender Kontakthäufigkeit!

Im vergangenen Semester hatte ich das Forschungsseminar „Strategic Communication in Crises (IP)“ in Englisch. Die Hälfte der Kursteilnehmer waren Studierende aus Rumänien. Natürlich wäre es einfacher gewesen, wenn nun die Deutschen, wie auch die Rumänen untereinander separate Gruppen gebildet hätten, um die Forschungsarbeiten durchzuführen.

Allerdings achteten unsere Dozenten &amp; Professoren hier ganz genau darauf, dass es nur gemischte Gruppen gab. So setzten sich wirklich letztlich alle Seminargruppen ausnahmslos aus Studierenden beider Nationen zusammen. Eine sehr gute Sache, wie ich auch heute noch finde, ich habe viel gelernt!

Ich stimme dir auch zu, dass es nicht Ziel sein kann, die Wurzeln der ausländischen Mitbürger abzukappen. Hier fällt mir ein Artikel ein, den ich im März 2006 veröffentlicht hab: „Lernen von anderen Kulturen – Bunte Vielfalt in Deutschland“ &lt;a href=&quot;http://www.bluejax.net/2006/03/13/lernen-von-anderen-kulturen-%e2%80%93-bunte-vielfalt-in-deutschland/&quot; title=&quot;&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Link&lt;/a&gt;):

&lt;blockquote&gt;
„Was mich ja dieses Jahr bei einem Berlin-Besuch sehr beeindruckt hatte, war der Karneval der Kulturen. Da präsentieren Tausende von Berlinern aus allen Ländern der Welt ihre Kultur und feiern ein großes Volkfest mitten im Herzen von Berlin.
[…]
Ich fand es äußerst faszinierend so viele unterschiedliche Kulturen zu entdecken. Zwar war ich auch schon in vielen verschiedenen Ländern und habe auch immer versucht die dortigen Kulturen kennen zu lernen. Aber der Berliner „Karneval der Kulturen“ bietet eine ganz andere Dimension; es geht um das Miteinander; die verschiedenen Kulturen stellen sich vor und das auf sympathische Weise. Es war wunderschön diese große Party zu erleben und habe mir vorgenommen, im nächsten Jahr wieder hinzufahren. Und ich finde jeder Deutsche sollte sich dieses Fest einmal anschauen. Es ist wirklich eine einmalige, eine faszinierende Sache. Vergesst das Oktoberfest (ich frag mich sowieso wer da hingeht, aber das ist ja wieder eine andere Sache)! Und ich finde die anderen Städte Deutschlands sollten es den Berlinern gleichmachen und den „Karneval der Kulturen“ auch bei sich einführen. Wie wäre es denn mit einem bundesweiten „Feiertag der Kulturen“, bei dem sich die verschiedenen in Deutschland gemeinsam zusammenlebenden Kulturen einander vorstellen und die Gemeinschaft miteinander feiern?! So wie in Berlin. Berlin ist das Herz Deutschlands. Berlin ist bunt und kulturreich. Deutschland ist bunt und kulturreich. Für einen gemeinsamen „Feiertag der Kulturen“.
&lt;/blockquote&gt;

Was ich damit sagen will: Ich denke es wäre wichtig, die Wurzeln und Kulturen der Menschen aus anderen Nationen kennen zu lernen. Nur dann ist es möglich zum einen diese Kulturen und die Menschen zu respektieren und zum anderen den Menschen die Angst vor dem Fremden und Unbekannten zu nehmen!

Deine Idee mit den Sprachkursen unterstütze ich. Auch hier ein Zitat aus einem Artikel, der vor fast 2 Jahren bei Bluejax.net veröffentlicht wurde (&lt;a href=&quot;http://www.bluejax.net/2006/04/06/thema-integration-meine-erfahrungen-meine-meinung-eine-auslanderfeindliche-bild-zeitung-und-ein-lob-an-cc-malzahn/&quot; title=&quot;&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Link&lt;/a&gt;):

&lt;blockquote&gt;
„Vielmehr sollte man hier in Deutschland, in den Städten und Gemeinden regelmäßige Sprachkurse anbieten. Umsonst und in angenehmer Atmosphäre. Das muss dann auch nicht immer unbedingt in Schulen oder öffentlichen Gebäuden stattfinden.“
&lt;/blockquote&gt;

Ich bin voll und ganz deiner Meinung, dass der Staat hier Hilfsmöglichkeiten schaffen und die Kostend der Sprachkurse übernehmen sollte! Damit ist eine große Hürde (Kosten) genommen, die doch als Hindernis besteht.

Ansonsten kann ich nochmals betonen, dass ich den Ausführungen in deinem Kommentar eigentlich fast voll und ganz zustimmen kann und eine ganz ähnliche Einstellung zum Thema Integration habe!

&lt;strong&gt;Vielen Dank nochmal, Santa!&lt;/strong&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>@ Santa</strong></p>
<p><strong>Erstmal vielen dank für deinen langen und sehr interessanten Kommentar!</strong></p>
<p>Nein, ich wollte nicht sagen, dass „alle ausländische Jugendliche nur in Armenvierteln leben und dadurch nicht für die Schule lernen können, etc. und nur dadurch Gewalt“ entsteht. Vielmehr wollte ich zeigen, dass das Thema weitergehende Ursachen hat, die in der aktuellen Diskussion nicht berücksichtigt werden. </p>
<p>Es gibt viele verschiedene Ursachen, die Jugendgewalt begründen. Diese werden allerdings nicht behoben wenn man das Jugenstrafrecht verschärft. Statt an der Wurzel des Übels anzusetzen und wirklich etwas zu verbessern, wird nur der Schopf gepackt und abgeschlagen. Ich wollte lediglich aufzeigen, dass dies etwas zu kurz gedacht ist!</p>
<p><strong>Zu deinen persönlichen Erfahrungen:</strong></p>
<p>Es ist wirklich traurig, was du da erzählst. Und es erinnert mich wieder an die Kontakthypthese, auf die ich immer wieder gerne verweise. Demnach verbessert<br />
sich die Einstellung gegenüber Fremdgruppen mit steigender Kontakthäufigkeit!</p>
<p>Im vergangenen Semester hatte ich das Forschungsseminar „Strategic Communication in Crises (IP)“ in Englisch. Die Hälfte der Kursteilnehmer waren Studierende aus Rumänien. Natürlich wäre es einfacher gewesen, wenn nun die Deutschen, wie auch die Rumänen untereinander separate Gruppen gebildet hätten, um die Forschungsarbeiten durchzuführen.</p>
<p>Allerdings achteten unsere Dozenten &#038; Professoren hier ganz genau darauf, dass es nur gemischte Gruppen gab. So setzten sich wirklich letztlich alle Seminargruppen ausnahmslos aus Studierenden beider Nationen zusammen. Eine sehr gute Sache, wie ich auch heute noch finde, ich habe viel gelernt!</p>
<p>Ich stimme dir auch zu, dass es nicht Ziel sein kann, die Wurzeln der ausländischen Mitbürger abzukappen. Hier fällt mir ein Artikel ein, den ich im März 2006 veröffentlicht hab: „Lernen von anderen Kulturen – Bunte Vielfalt in Deutschland“ <a href="http://www.bluejax.net/2006/03/13/lernen-von-anderen-kulturen-%e2%80%93-bunte-vielfalt-in-deutschland/" title="" rel="nofollow">Link</a>):</p>
<blockquote><p>
„Was mich ja dieses Jahr bei einem Berlin-Besuch sehr beeindruckt hatte, war der Karneval der Kulturen. Da präsentieren Tausende von Berlinern aus allen Ländern der Welt ihre Kultur und feiern ein großes Volkfest mitten im Herzen von Berlin.<br />
[…]<br />
Ich fand es äußerst faszinierend so viele unterschiedliche Kulturen zu entdecken. Zwar war ich auch schon in vielen verschiedenen Ländern und habe auch immer versucht die dortigen Kulturen kennen zu lernen. Aber der Berliner „Karneval der Kulturen“ bietet eine ganz andere Dimension; es geht um das Miteinander; die verschiedenen Kulturen stellen sich vor und das auf sympathische Weise. Es war wunderschön diese große Party zu erleben und habe mir vorgenommen, im nächsten Jahr wieder hinzufahren. Und ich finde jeder Deutsche sollte sich dieses Fest einmal anschauen. Es ist wirklich eine einmalige, eine faszinierende Sache. Vergesst das Oktoberfest (ich frag mich sowieso wer da hingeht, aber das ist ja wieder eine andere Sache)! Und ich finde die anderen Städte Deutschlands sollten es den Berlinern gleichmachen und den „Karneval der Kulturen“ auch bei sich einführen. Wie wäre es denn mit einem bundesweiten „Feiertag der Kulturen“, bei dem sich die verschiedenen in Deutschland gemeinsam zusammenlebenden Kulturen einander vorstellen und die Gemeinschaft miteinander feiern?! So wie in Berlin. Berlin ist das Herz Deutschlands. Berlin ist bunt und kulturreich. Deutschland ist bunt und kulturreich. Für einen gemeinsamen „Feiertag der Kulturen“.
</p></blockquote>
<p>Was ich damit sagen will: Ich denke es wäre wichtig, die Wurzeln und Kulturen der Menschen aus anderen Nationen kennen zu lernen. Nur dann ist es möglich zum einen diese Kulturen und die Menschen zu respektieren und zum anderen den Menschen die Angst vor dem Fremden und Unbekannten zu nehmen!</p>
<p>Deine Idee mit den Sprachkursen unterstütze ich. Auch hier ein Zitat aus einem Artikel, der vor fast 2 Jahren bei Bluejax.net veröffentlicht wurde (<a href="http://www.bluejax.net/2006/04/06/thema-integration-meine-erfahrungen-meine-meinung-eine-auslanderfeindliche-bild-zeitung-und-ein-lob-an-cc-malzahn/" title="" rel="nofollow">Link</a>):</p>
<blockquote><p>
„Vielmehr sollte man hier in Deutschland, in den Städten und Gemeinden regelmäßige Sprachkurse anbieten. Umsonst und in angenehmer Atmosphäre. Das muss dann auch nicht immer unbedingt in Schulen oder öffentlichen Gebäuden stattfinden.“
</p></blockquote>
<p>Ich bin voll und ganz deiner Meinung, dass der Staat hier Hilfsmöglichkeiten schaffen und die Kostend der Sprachkurse übernehmen sollte! Damit ist eine große Hürde (Kosten) genommen, die doch als Hindernis besteht.</p>
<p>Ansonsten kann ich nochmals betonen, dass ich den Ausführungen in deinem Kommentar eigentlich fast voll und ganz zustimmen kann und eine ganz ähnliche Einstellung zum Thema Integration habe!</p>
<p><strong>Vielen Dank nochmal, Santa!</strong></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Santa</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2008/01/03/wie-fremdenhass-salonfahig-wird-%e2%80%93-die-blocherisierung-deutschlands/comment-page-1/#comment-23197</link>
		<dc:creator>Santa</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Jan 2008 13:25:30 +0000</pubDate>
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		<description>bluejax, echt gute Meinung, die du da hast.

Aber du kannst natürlich nicht sagen, dass alle ausländische Jugendliche nur in Armenvierteln leben und dadurch nicht für die Schule lernen können, etc. und nur dadurch Gewalt entstehen. Bin mir auch sicher, dass du es nicht so gemeint hast.

-- Ich sehe da auch andere Ursachen, nämlich Ausschluss aus Gruppen --

Selbst bin ich Türke und bin in Deutschland aufgewachsen. Bis zur Sek-1 besuchte ich &quot;Multi-Kulti-Schulen&quot;. Die deutschen SchülerInnen waren da aufgeschlossen, da sie ja schließlich mit Ausländern aufwuchsen. So vergingen diese Jahre auch reibunglos.

Ab der Sek-1 fings an. Ich kam in eine andere Schule, wo die Ausländerzahl deutlich geringer war. In meiner Klasse gab es mit mir zusammen etwa 3-4 Ausländer von über 20. Ich fing da an Probleme zu bekommen, denn man schloss mich stets aus. Ich fühlte mich sehr schlecht, allein nur durch meine älteren Geschwister, die mich unterstützten, blieb ich dort. Ein Jahr später hatte sich die Umgebung auch an mich gewöhnt.

Aber stellt euch einmal vor. Ich war da gerade einmal 12 Jahre alt und lebte solche Ausgliederungen aus, nur weil meinen damaligen Mitschülern alles &quot;Unbekannte&quot; abstoßend wirkte. Hätte ich meine Geschwister nicht, weiß nicht, was passiert wäre. Aber ein Grund, um agressiv zu reagieren, so denke ich.

Nun bin ich heut an der Uni, es ist aber auch eine Geschichte für sich. Es gibt viele Menschen, die möchten einfach nicht mit Ausländern zusammen arbeiten. Meist bilden sich unter den deutschen Kommilitonen sofort Gruppen, weil sie Angst haben, dass ausländische Studenten schlechte Leistung bringen (also nur Deutsch-Gruppen). Stellt euch nun vor, dass eine Truppe von chinesischen Studenten eine Gruppe unter sich bilden müssen, da sie ja ausgeschlossen worden sind. Klar versagen sie und dass habe ich sehr oft schon gesehen. Sogar ich bin z.T. von solchen Ausschlüssen betroffen. Ich denke, dass viele unterbewusst agieren (Türke = schlechte Leistung). Selbst gehe ich einfach solchen Menschen aus dem Weg, doch bleibt mir nichts übrig als Gruppen mit anderen Ausländern zu schließen. Klar gibt es Leistungsstarke darunter, aber auch Ausländer, die Probleme mit der deutschen Sprache haben. Meine Gruppen bestanden in den ersten Semestern aus 3 Leuten (mich eingeschlossen). 2 davon konnten wenig deutsch und so blieb die Arbeit an mir hängen. Besser wäre gewesen, wenn 2 Studenten mit gutem Deutsch + 1 Student mit weniger gutem Deutsch in eine Gruppe kommen. Aber dies entspricht meist NICHT der Realität.

Naja, aber stellt euch vor, selbst an den Unis spürt man diesen Ausschluss von Ausländern.

-- So, was also als Ausländer tun, wenn man ausgeschlossen wird? Ein Maß Bier in die eine Hand und in die Andere einen Brezel? --

Grob gesagt, sagte unsere Regierung einmal, &quot;Ausländer sollen sich integrieren&quot;, aber wie stellten sie sich das vor? Genau, indem man denen einfach die Wurzel abschneidet. D.h., vergesse deine Kultur, Sprache und am besten noch deine Religion und passe dich an. So ein Bild ging wirklich einmal durch Deutschland.

Dass soetwas aber nicht eine Lösung ist, sieht man in den USA. Die &quot;Amerikanisierung&quot; der Afrikaner, Asiaten, etc. hat trotzdem nicht dazu geführt, dass Vorurteile verschwinden. Dass Einzige, was passierte war, dass die Ausländer ihre eigene Kulturen und Sitten vergaßen, aber auch nicht die der &quot;hiesigen Amerikaner&quot; annahmen.

Kultur, Sitte, Religion zu vergessen heißt aber meist auch, dass man seine Zurückhaltung, seinen Halt verliert und dadruch eher zur Kriminalität offen ist. Denn wen soll man fürchten, wenn man z.B. keinen Glauben bzw. die Werte der eigenen Kultur verloren hat? Gott oder ältere Person in der Familie, die man respektieren sollte? Das macht heute bei den Meisten keinen Eindruck mehr. Und Probleme mit Ausländern hat die USA noch eine Menge. Googlet einmal ein wenig.

Also die Integration, indem man einfach die Wurzeln von Ausländern abhackt, bringt nichts. Außerdem führt es zu Gegenwehr und Trotz, wo man eh nicht mehr weiterkommt. Selbst würde ich es auch nicht akzeptieren.

-- Was ist eigentlich Integration bzw. was sollte es eigentlich sein? --

Integration fängt vor allem in der Grundschule an, wo die Lehrenden die Angst vor &quot;dem Unbekannten&quot; nehmen müssen, indem sie z.B. spielerisch zwei anders Rassige näher bringen.

Nicht nur in der Schule sollte für Integration gesorgt werden, sondern auch im Elternhaus. Mama und Papa sprechen kein Deutsch. Was dagegen tun? Es müsste z.B. staatliche Sprach-Kurse geben für Ältere, die am besten kostenlos sind. Es muss dafür geworben werden, z.B. im Arbeitsamt etc. (damit die Beamten dort auch mal endlich was zu tun bekommen).

Man kann sich noch etliche Förderungskurse einfallen lassen.

-- Wer bezahlt das? --

Der Staat. Klar kostet es Steuergelder, aber es kostet auch Steuergelder Gefangene im Gefägnis unterzubringen, Harz-4-Gelder zu zahlen oder Ausländer abzuschieben.

Und im Endeffekt ist es zum Wohl aller Menschen. Man muss endlich einmal vom Gedanken abkommen, &quot;Deutschland den Deutschen&quot;. Durch die Globalisierung wird egal welches Land auch immer, stets Ausländer haben.

-- Probleme aber nicht verstecken: Deutschland hat Probleme mit Ausländern --

Das ist richtig. Dadurch, dass die Integration fehlschlägt, kommt es zu Spannungen, Kriminalität, etc. Aber statt Abschiebungen und Androhungen oder die Hetzerei in den Medien, sollte man eine Lösung ausarbeiten.

-- Wer ist schuldig in der scheiternden Integration? --

Schuldige ausfindig zu machen, wenn etwas schief läuft, ist nicht passend. Es führt nur dazu, dass sich Leute angegriffen fühlen. Und wer sich angegriffen fühlt, wehrt sich.

Es ist besser die Sache so anzupacken, dass jeder etwas dafür unternimmt.

-- Zurück zu: Maßnahmen der Integration --

Die Ausländer müssen die deutsche Kultur und die Sprache lernen, ganz klar. Es sollte aber auch die eigene Kultur und Sprache beigebracht werden, z.B. durch ein türkisch Unterricht. Im Religionsunterricht sollten alle Religionen durchgenommen werden (wofür man sich entscheidet, sollte ausschließlich auf dem Elternhaus beruhen). Denn, wer die eigene Kultur (Religon etc) kennt und auch die deutsche Kultur kennt uns respektiert, wird keine Probleme machen.

-- Aber warum sollten Ausländer die eigene Kultur beibehalten? --

Eine Kultur beizubehalten bedeutet nichts Schlimmes. Ich kenne meine eigene Kultur, kenne auch die Deutsche und bin keine Bedrohung für Jemanden, habe sowohl deutsche als auch ausländische Freunde und Bekannte. Daher bin ich auch der Meinung, dass in den Schulen nicht nur die deutsche Kultur, sondern auch die ausländische Kultur beigebracht wird.

Es müsste soundso zu allererst ersteinmal ein Grundschulfach (auch Sek1) namens &quot;Kultur&quot; geben, aber nicht einmal dies ist vorhanden, zumindest nicht in vielen Schulen...

Was spricht dagegen, wenn ein Ausländer die eigene Kultur beibehält? Eigentlich ist es nur wichtig, dass auch die deutschen Mitmenschen anerkannt und respektiert werden. 

Der Vorteil, wenn man einem Ausländer die eigene Kultur beibringt, ist z.B.:

a) Ausländische Kulturen haben auch ihre Gesellschaftsregeln etc. (respektiere Ältere; sorge dafür, dass es deinem Gast wohl geht, etc.)

b) Wenn ein Ausländer seine eigene Kultur vergisst, dann fehlt ihm die Indentifikation. Szenario (Italiener): &quot;Was bin ich eigentlich? Ein Italiener? Aber ich kann kein italienisch, kenne nich einmal meine eigene Kultur. Kann nicht einmal Pasta kochen&quot;. Warum ist es schlimm? Der Italiener ist von seiner eigenen Nation ausgeschlossen worden (ich kann mir vorstellen das er in Italien nicht mehr allzusehr respektiert wird). Die deutsche Kultur möchte er aber auch nicht annehmen, denn eigentlich ist er Italiener und alles wäre schlimmer, wenn er es tun würde: Die ganze Familie in Italien würden ihn ausstoßen. Der Italiener wird also sowohl vom eigenen Volk als auch von Deutschen ausgeschlossen. Dies führt eindeutig zu Spannungen.

-- Wie sollte die deutsche Bevölkerung die Integration unterstützen? --

Die Deutschen müssen ihre Einstellung zu Fremden gegenüber deutlich ändern. Auch für die deutsche Bevölkerung könnte man Volkshochschulkurse anbieten wie &quot;Wie komme ich mit meinem türkischen Nachbarn aus?&quot; etc.

Mehr Offenheit gegenüber dem Fremden. Nicht ausstoßen, sondern verstehen (wie die Ausländer halt dann deutsche Werte verstehen sollten). Der Staat muss dies unterstützen durch Maßnahmen (wie gesagt, Interessens-Kurse, etc., am besten kostenlos und mit viel Werbung – die Leute müssen wissen, dass es solche Kurse gibt).

-- Was Koch und Co. machen ist total Fehl am Platz! --

Koch und Co. sind Politiker. Denen geht es meiner Meinung nach kaum darum das Problem zu lösen. Es geht hauptsächlich um Wählerstimmen. Bild.de und Co. (knappe Medienberichte, etc.), allgemein unverantwortliche Jornalisten schaffen Ängste. Politiker nutzen sie aus, um Wähler zu gewinnen, Bevölkerung fällt drauf rein, nichts verbessert sich, durch die Hetzstimmung wird alles nur schlimmer.

-- Jeder Mensch lässt sich beeinflussen --

Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der sich nicht beeinflussen lässt. Sei es vom Nachbarn etc, der erzählt von einem Türken bedroht worden zu sein oder einen schlechten Urlaub in der Türkei gehabt hat.

Solche Nachrichten, Geschehnisse, Rede von Politikern, etc. werden ohne Kritik akzeptiert. Die Medien prasseln auf einen ein, aber nur in eine Richtung. Denn schließlich kann ich meinem Fernseher, der Zeitung, etc. nicht widersprechen. Meist akzeptiert man so die Meinung der Medien. Aber auch die Meinung Anderer. Im Nachfolgendem urteilt man eilig, ohne darüber nachzudenken, dass es eine überstürzte Verallgemeinerung sein könnte.

Der erste Schritt wäre also für eine bessere Zukunft, nicht gleich eine fest, unwiderrufliche Meinung zu bilden. Auch gilt es für mich, denn manchmal erwische ich mich selbst, dass ich sage, &quot;Ist doch klar, dass er so reagiert, er ist halt Stumpf wie ein Deutscher&quot;. Es ist genauso falsch. Aber man sieht hoffentlich, dass sich absolut jeder von irgendetwas beeinflussen lässt. Man sollte aber so professionell wie möglich bleiben, nicht gleich verallgemeinern.

-- Mit Politik ist die ganze Sache nicht zu lösen. --

Heute müsste man der Politik weniger überlassen. Die Bevölkerung müsste die Verantwortung viel mehr selbst in die  Hand nehmen, z.B. indem Vereine gegründet werden wie &quot;Pro-Integration&quot;. Versammeln sich tausende Menschen darin, werden sie meiner Meinung nach auch ihre Wirkung gegenüber der Politik und Medien haben.

Meiner Meinung nach muss eine weitere Macht her. Die Macht des Volkes z.B. eben durch solche Vereine oder Blogs wie diesen hier, die für eine Sache kämpfen.

Die Bild-Zeitung, andere Medien, sind nicht die Macht des Volkes. Sie stellen sich immer so dar, was aber nur werbewirksam ist. Ihr seht ja selbst, wenn es um Geld geht, wird jedes Medium zu einem Raffzahn. Sensationen verkaufen sich nun einmal gut. Und nun ist die Sensation &quot;der Islam&quot;. Totaler Renner heute: &quot;Wird der Islam die Welt erobern?&quot;.

Völliger schwachsinn. In Deutschland sind immernoch mehr als 70 Mio Menschen christlich. Dazu kommen 2-4 Mio Moslems, aber auch nur weil so viele Türken, Araber, etc. hier leben, die auch als &quot;Moslem&quot; abgestempelt werden. Viele Araber, Türken, etc. benehmen sich nich einmal wie ein Moslem. Die Zahl muslimischer Deutsche ist klein. Das eimal zur &quot;Islamisierung&quot;. Wow, was für ein Medienbegriff. Hinterlässt einen tiefen Eindruck, oder?

-- Was können Medien tun? --

Z.B. Sendungen, wo gerade solche Themen diskutiert werden in einem herzlichen Beisammen statt Hetzkampagnen. Eine Dinner-Sendung oder etwas Ähnliches, wo diskutiert wird. Keine oberflächlichen Politiker, sondern Menschen vom Volke als Gäste.

Meine Meinung dazu.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>bluejax, echt gute Meinung, die du da hast.</p>
<p>Aber du kannst natürlich nicht sagen, dass alle ausländische Jugendliche nur in Armenvierteln leben und dadurch nicht für die Schule lernen können, etc. und nur dadurch Gewalt entstehen. Bin mir auch sicher, dass du es nicht so gemeint hast.</p>
<p>&#8211; Ich sehe da auch andere Ursachen, nämlich Ausschluss aus Gruppen &#8211;</p>
<p>Selbst bin ich Türke und bin in Deutschland aufgewachsen. Bis zur Sek-1 besuchte ich &#8220;Multi-Kulti-Schulen&#8221;. Die deutschen SchülerInnen waren da aufgeschlossen, da sie ja schließlich mit Ausländern aufwuchsen. So vergingen diese Jahre auch reibunglos.</p>
<p>Ab der Sek-1 fings an. Ich kam in eine andere Schule, wo die Ausländerzahl deutlich geringer war. In meiner Klasse gab es mit mir zusammen etwa 3-4 Ausländer von über 20. Ich fing da an Probleme zu bekommen, denn man schloss mich stets aus. Ich fühlte mich sehr schlecht, allein nur durch meine älteren Geschwister, die mich unterstützten, blieb ich dort. Ein Jahr später hatte sich die Umgebung auch an mich gewöhnt.</p>
<p>Aber stellt euch einmal vor. Ich war da gerade einmal 12 Jahre alt und lebte solche Ausgliederungen aus, nur weil meinen damaligen Mitschülern alles &#8220;Unbekannte&#8221; abstoßend wirkte. Hätte ich meine Geschwister nicht, weiß nicht, was passiert wäre. Aber ein Grund, um agressiv zu reagieren, so denke ich.</p>
<p>Nun bin ich heut an der Uni, es ist aber auch eine Geschichte für sich. Es gibt viele Menschen, die möchten einfach nicht mit Ausländern zusammen arbeiten. Meist bilden sich unter den deutschen Kommilitonen sofort Gruppen, weil sie Angst haben, dass ausländische Studenten schlechte Leistung bringen (also nur Deutsch-Gruppen). Stellt euch nun vor, dass eine Truppe von chinesischen Studenten eine Gruppe unter sich bilden müssen, da sie ja ausgeschlossen worden sind. Klar versagen sie und dass habe ich sehr oft schon gesehen. Sogar ich bin z.T. von solchen Ausschlüssen betroffen. Ich denke, dass viele unterbewusst agieren (Türke = schlechte Leistung). Selbst gehe ich einfach solchen Menschen aus dem Weg, doch bleibt mir nichts übrig als Gruppen mit anderen Ausländern zu schließen. Klar gibt es Leistungsstarke darunter, aber auch Ausländer, die Probleme mit der deutschen Sprache haben. Meine Gruppen bestanden in den ersten Semestern aus 3 Leuten (mich eingeschlossen). 2 davon konnten wenig deutsch und so blieb die Arbeit an mir hängen. Besser wäre gewesen, wenn 2 Studenten mit gutem Deutsch + 1 Student mit weniger gutem Deutsch in eine Gruppe kommen. Aber dies entspricht meist NICHT der Realität.</p>
<p>Naja, aber stellt euch vor, selbst an den Unis spürt man diesen Ausschluss von Ausländern.</p>
<p>&#8211; So, was also als Ausländer tun, wenn man ausgeschlossen wird? Ein Maß Bier in die eine Hand und in die Andere einen Brezel? &#8211;</p>
<p>Grob gesagt, sagte unsere Regierung einmal, &#8220;Ausländer sollen sich integrieren&#8221;, aber wie stellten sie sich das vor? Genau, indem man denen einfach die Wurzel abschneidet. D.h., vergesse deine Kultur, Sprache und am besten noch deine Religion und passe dich an. So ein Bild ging wirklich einmal durch Deutschland.</p>
<p>Dass soetwas aber nicht eine Lösung ist, sieht man in den USA. Die &#8220;Amerikanisierung&#8221; der Afrikaner, Asiaten, etc. hat trotzdem nicht dazu geführt, dass Vorurteile verschwinden. Dass Einzige, was passierte war, dass die Ausländer ihre eigene Kulturen und Sitten vergaßen, aber auch nicht die der &#8220;hiesigen Amerikaner&#8221; annahmen.</p>
<p>Kultur, Sitte, Religion zu vergessen heißt aber meist auch, dass man seine Zurückhaltung, seinen Halt verliert und dadruch eher zur Kriminalität offen ist. Denn wen soll man fürchten, wenn man z.B. keinen Glauben bzw. die Werte der eigenen Kultur verloren hat? Gott oder ältere Person in der Familie, die man respektieren sollte? Das macht heute bei den Meisten keinen Eindruck mehr. Und Probleme mit Ausländern hat die USA noch eine Menge. Googlet einmal ein wenig.</p>
<p>Also die Integration, indem man einfach die Wurzeln von Ausländern abhackt, bringt nichts. Außerdem führt es zu Gegenwehr und Trotz, wo man eh nicht mehr weiterkommt. Selbst würde ich es auch nicht akzeptieren.</p>
<p>&#8211; Was ist eigentlich Integration bzw. was sollte es eigentlich sein? &#8211;</p>
<p>Integration fängt vor allem in der Grundschule an, wo die Lehrenden die Angst vor &#8220;dem Unbekannten&#8221; nehmen müssen, indem sie z.B. spielerisch zwei anders Rassige näher bringen.</p>
<p>Nicht nur in der Schule sollte für Integration gesorgt werden, sondern auch im Elternhaus. Mama und Papa sprechen kein Deutsch. Was dagegen tun? Es müsste z.B. staatliche Sprach-Kurse geben für Ältere, die am besten kostenlos sind. Es muss dafür geworben werden, z.B. im Arbeitsamt etc. (damit die Beamten dort auch mal endlich was zu tun bekommen).</p>
<p>Man kann sich noch etliche Förderungskurse einfallen lassen.</p>
<p>&#8211; Wer bezahlt das? &#8211;</p>
<p>Der Staat. Klar kostet es Steuergelder, aber es kostet auch Steuergelder Gefangene im Gefägnis unterzubringen, Harz-4-Gelder zu zahlen oder Ausländer abzuschieben.</p>
<p>Und im Endeffekt ist es zum Wohl aller Menschen. Man muss endlich einmal vom Gedanken abkommen, &#8220;Deutschland den Deutschen&#8221;. Durch die Globalisierung wird egal welches Land auch immer, stets Ausländer haben.</p>
<p>&#8211; Probleme aber nicht verstecken: Deutschland hat Probleme mit Ausländern &#8211;</p>
<p>Das ist richtig. Dadurch, dass die Integration fehlschlägt, kommt es zu Spannungen, Kriminalität, etc. Aber statt Abschiebungen und Androhungen oder die Hetzerei in den Medien, sollte man eine Lösung ausarbeiten.</p>
<p>&#8211; Wer ist schuldig in der scheiternden Integration? &#8211;</p>
<p>Schuldige ausfindig zu machen, wenn etwas schief läuft, ist nicht passend. Es führt nur dazu, dass sich Leute angegriffen fühlen. Und wer sich angegriffen fühlt, wehrt sich.</p>
<p>Es ist besser die Sache so anzupacken, dass jeder etwas dafür unternimmt.</p>
<p>&#8211; Zurück zu: Maßnahmen der Integration &#8211;</p>
<p>Die Ausländer müssen die deutsche Kultur und die Sprache lernen, ganz klar. Es sollte aber auch die eigene Kultur und Sprache beigebracht werden, z.B. durch ein türkisch Unterricht. Im Religionsunterricht sollten alle Religionen durchgenommen werden (wofür man sich entscheidet, sollte ausschließlich auf dem Elternhaus beruhen). Denn, wer die eigene Kultur (Religon etc) kennt und auch die deutsche Kultur kennt uns respektiert, wird keine Probleme machen.</p>
<p>&#8211; Aber warum sollten Ausländer die eigene Kultur beibehalten? &#8211;</p>
<p>Eine Kultur beizubehalten bedeutet nichts Schlimmes. Ich kenne meine eigene Kultur, kenne auch die Deutsche und bin keine Bedrohung für Jemanden, habe sowohl deutsche als auch ausländische Freunde und Bekannte. Daher bin ich auch der Meinung, dass in den Schulen nicht nur die deutsche Kultur, sondern auch die ausländische Kultur beigebracht wird.</p>
<p>Es müsste soundso zu allererst ersteinmal ein Grundschulfach (auch Sek1) namens &#8220;Kultur&#8221; geben, aber nicht einmal dies ist vorhanden, zumindest nicht in vielen Schulen&#8230;</p>
<p>Was spricht dagegen, wenn ein Ausländer die eigene Kultur beibehält? Eigentlich ist es nur wichtig, dass auch die deutschen Mitmenschen anerkannt und respektiert werden. </p>
<p>Der Vorteil, wenn man einem Ausländer die eigene Kultur beibringt, ist z.B.:</p>
<p>a) Ausländische Kulturen haben auch ihre Gesellschaftsregeln etc. (respektiere Ältere; sorge dafür, dass es deinem Gast wohl geht, etc.)</p>
<p>b) Wenn ein Ausländer seine eigene Kultur vergisst, dann fehlt ihm die Indentifikation. Szenario (Italiener): &#8220;Was bin ich eigentlich? Ein Italiener? Aber ich kann kein italienisch, kenne nich einmal meine eigene Kultur. Kann nicht einmal Pasta kochen&#8221;. Warum ist es schlimm? Der Italiener ist von seiner eigenen Nation ausgeschlossen worden (ich kann mir vorstellen das er in Italien nicht mehr allzusehr respektiert wird). Die deutsche Kultur möchte er aber auch nicht annehmen, denn eigentlich ist er Italiener und alles wäre schlimmer, wenn er es tun würde: Die ganze Familie in Italien würden ihn ausstoßen. Der Italiener wird also sowohl vom eigenen Volk als auch von Deutschen ausgeschlossen. Dies führt eindeutig zu Spannungen.</p>
<p>&#8211; Wie sollte die deutsche Bevölkerung die Integration unterstützen? &#8211;</p>
<p>Die Deutschen müssen ihre Einstellung zu Fremden gegenüber deutlich ändern. Auch für die deutsche Bevölkerung könnte man Volkshochschulkurse anbieten wie &#8220;Wie komme ich mit meinem türkischen Nachbarn aus?&#8221; etc.</p>
<p>Mehr Offenheit gegenüber dem Fremden. Nicht ausstoßen, sondern verstehen (wie die Ausländer halt dann deutsche Werte verstehen sollten). Der Staat muss dies unterstützen durch Maßnahmen (wie gesagt, Interessens-Kurse, etc., am besten kostenlos und mit viel Werbung – die Leute müssen wissen, dass es solche Kurse gibt).</p>
<p>&#8211; Was Koch und Co. machen ist total Fehl am Platz! &#8211;</p>
<p>Koch und Co. sind Politiker. Denen geht es meiner Meinung nach kaum darum das Problem zu lösen. Es geht hauptsächlich um Wählerstimmen. Bild.de und Co. (knappe Medienberichte, etc.), allgemein unverantwortliche Jornalisten schaffen Ängste. Politiker nutzen sie aus, um Wähler zu gewinnen, Bevölkerung fällt drauf rein, nichts verbessert sich, durch die Hetzstimmung wird alles nur schlimmer.</p>
<p>&#8211; Jeder Mensch lässt sich beeinflussen &#8211;</p>
<p>Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der sich nicht beeinflussen lässt. Sei es vom Nachbarn etc, der erzählt von einem Türken bedroht worden zu sein oder einen schlechten Urlaub in der Türkei gehabt hat.</p>
<p>Solche Nachrichten, Geschehnisse, Rede von Politikern, etc. werden ohne Kritik akzeptiert. Die Medien prasseln auf einen ein, aber nur in eine Richtung. Denn schließlich kann ich meinem Fernseher, der Zeitung, etc. nicht widersprechen. Meist akzeptiert man so die Meinung der Medien. Aber auch die Meinung Anderer. Im Nachfolgendem urteilt man eilig, ohne darüber nachzudenken, dass es eine überstürzte Verallgemeinerung sein könnte.</p>
<p>Der erste Schritt wäre also für eine bessere Zukunft, nicht gleich eine fest, unwiderrufliche Meinung zu bilden. Auch gilt es für mich, denn manchmal erwische ich mich selbst, dass ich sage, &#8220;Ist doch klar, dass er so reagiert, er ist halt Stumpf wie ein Deutscher&#8221;. Es ist genauso falsch. Aber man sieht hoffentlich, dass sich absolut jeder von irgendetwas beeinflussen lässt. Man sollte aber so professionell wie möglich bleiben, nicht gleich verallgemeinern.</p>
<p>&#8211; Mit Politik ist die ganze Sache nicht zu lösen. &#8211;</p>
<p>Heute müsste man der Politik weniger überlassen. Die Bevölkerung müsste die Verantwortung viel mehr selbst in die  Hand nehmen, z.B. indem Vereine gegründet werden wie &#8220;Pro-Integration&#8221;. Versammeln sich tausende Menschen darin, werden sie meiner Meinung nach auch ihre Wirkung gegenüber der Politik und Medien haben.</p>
<p>Meiner Meinung nach muss eine weitere Macht her. Die Macht des Volkes z.B. eben durch solche Vereine oder Blogs wie diesen hier, die für eine Sache kämpfen.</p>
<p>Die Bild-Zeitung, andere Medien, sind nicht die Macht des Volkes. Sie stellen sich immer so dar, was aber nur werbewirksam ist. Ihr seht ja selbst, wenn es um Geld geht, wird jedes Medium zu einem Raffzahn. Sensationen verkaufen sich nun einmal gut. Und nun ist die Sensation &#8220;der Islam&#8221;. Totaler Renner heute: &#8220;Wird der Islam die Welt erobern?&#8221;.</p>
<p>Völliger schwachsinn. In Deutschland sind immernoch mehr als 70 Mio Menschen christlich. Dazu kommen 2-4 Mio Moslems, aber auch nur weil so viele Türken, Araber, etc. hier leben, die auch als &#8220;Moslem&#8221; abgestempelt werden. Viele Araber, Türken, etc. benehmen sich nich einmal wie ein Moslem. Die Zahl muslimischer Deutsche ist klein. Das eimal zur &#8220;Islamisierung&#8221;. Wow, was für ein Medienbegriff. Hinterlässt einen tiefen Eindruck, oder?</p>
<p>&#8211; Was können Medien tun? &#8211;</p>
<p>Z.B. Sendungen, wo gerade solche Themen diskutiert werden in einem herzlichen Beisammen statt Hetzkampagnen. Eine Dinner-Sendung oder etwas Ähnliches, wo diskutiert wird. Keine oberflächlichen Politiker, sondern Menschen vom Volke als Gäste.</p>
<p>Meine Meinung dazu.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: bluejax</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2008/01/03/wie-fremdenhass-salonfahig-wird-%e2%80%93-die-blocherisierung-deutschlands/comment-page-1/#comment-23195</link>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Jan 2008 10:47:02 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;@ Ironicum&lt;/strong&gt;

Erst mal Danke für das Lob, aber gleichzeitig auch vielen Dank für deine Kritik. Ich mag es, kritisiert zu werden, denn nicht anders ist es möglich aus eigenen Fehlern zu lernen und Dinge in der Zukunft besser, weil anders zu machen!

Allerdings muss ich entgegen halten, dass dieses Blog keine Linkspopulistischen Parolen vertritt. Ich denke zwar, dass eine Einteilung von politischen Einstellungen in Links und Rechts aufgrund der unbestrittenen Komplexität von Politik und Gesellschaft in der heutigen Zeit, nicht mehr ganz einfach (und korrekt) ist. Aber gut möglich, dass viele Artikel und Meinungen bei Bluejax.net einer linksgeprägten Einstellung geschuldet sind, das möchte ich gar nicht mal abstreiten. Was ist schon die „politische Mitte“? Verschiebt sich diese nicht laufend von einer Seite auf die andere? Populistische Aussagen und damit einhergehende populistische Artikel hoffe ich aber immer zu vermeiden!

Ich selber bin in einer Baden-Württembergischen Kleinstadt aufgewachsen, die schon früher einen relativ hohen Ausländeranteil hatte. Und schon in meiner Jugendzeit gab es Jugendgewalt. Über zehn Jahr ist es her, dass ich direkt am Marktplatz einmal eine Pistole am Kopf hatte, die Menschen ohne einzugreifen und wegschauend weiter gingen, ohne etwas zu unternehmen. Auch damals schon gab es bei uns an der Schule ein Waffenarsenal, in dem Waffen und Gegenstände gesammelt wurden, die den Schülern abgenommen wurden. Auch damals schon gab es jugendliche Straftäter mit „Migrationshintergrund“, ebenso wie es auch die deutschen Jugend-Straftäter gab!

In meiner Zivildienstzeit am städtischen Jugendhaus habe ich dann viele Erklärungen für diese Vorfälle damals bekommen. Ich habe erfahren, wie die Jugendlichen aufwachsen. In welchen Umständen sie leben. Und ich habe erfahren, wie sie behandelt werden.

Gerade wenn die Jugendgewalt von Migrantenkindern thematisiert wird, dann sollte man auch die Ursachen nicht außer Acht lassen! Die Sache ist nicht so einfach, wie sie uns Herr Koch und seine Freunde wahrmachen wollen. Seine Vorschläge gehen nicht an die Wurzeln, ändern nichts an den Ursachen. Das sagen nicht nur viele Experten!

Ich zitiere mal aus meinem &lt;a href=&quot;http://www.bluejax.net/2006/04/06/thema-integration-meine-erfahrungen-meine-meinung-eine-auslanderfeindliche-bild-zeitung-und-ein-lob-an-cc-malzahn/&quot; title=&quot;&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;eigenen Artikel vom 06. April 2006&lt;/a&gt;, 

&lt;strong&gt;„Thema Integration: Meine Erfahrungen, meine Meinung, eine ausländerfeindliche Bild-Zeitung und ein Lob an C.C. Malzahn“&lt;/strong&gt;:

&lt;blockquote&gt;
„Warum es viele Jugendlichen jeden Tag auf`s Neue in das Jugendhaus Klause zog, erfuhr ich erst nach einiger Zeit.

Direkt neben dem Jugendhaus ist ein großes Haus, in dem viele Familien von Russland-Deutschen wohnen. Aber unter welchen Voraussetzungen und in welchen Zuständen.

&lt;strong&gt;Leben auf engstem Raum&lt;/strong&gt;

Hatten die meisten von uns in ihrer Jugend ein eigenes Zimmer, in das sie sich zurückziehen konnten, so leben dort ganze Familien in solchen Räumen. Privatsphäre oder Ruhe kann man vergessen.

Wenn also die Mädels und Jungs mittags nach der Schule nach Hause kommen, geht es zwangsläufig wieder raus. Raus auf die Straße. Oder eben rüber ins Jugendhaus.

Was aber tun, wenn das Jugendhaus geschlossen ist? Was wenn kein Ort mehr da ist, wo sich die Jugendlich miteinander zurückziehen können. Wo kuscheln, kichern, kommunizieren?

Ja, dann geht es ab auf die Straße. Runter in die Stadt. Rumhängen und auf dumme Gedanken kommen.

&lt;strong&gt;Verantwortliche ohne Verantwortungsbewusstsein&lt;/strong&gt;

Leider gab es seinerzeit in Rottenburg einige Verantwortliche, denen das Jugendhaus ein Dorn im Auge war. Natürlich, die sahen, dass es einige Jugendliche gab, die in der Stadt rum stänkerten. Sie sahen auch, dass viele dieser Jugendlichen jeden Tag ins Jugendhaus gingen. Aber eines taten sie nicht: sie sahen nicht den Zusammenhang.

Denn wie bereits erzählt, die Jugendlichen haben im Grunde genommen kein richtiges Zuhause. Zumindest nicht so eines, wie wir es kennen und wie es ein Jugendlicher auch benötigt. Kein eigenes Zimmer, keine Ruhe, keine Intimsphäre.

Und wenn dann irgendwelche Leute von der Stadt kommen und meinen zuallererst an den Freizeitmöglichkeiten der Jugendlichen sparen zu müssen, dann werden einige über kurz oder lang auf dumme Gedanken kommen.

&lt;strong&gt;Wer wird Schmied?&lt;/strong&gt;

Begünstigt wird das ganze auch von einer Aussichtslosigkeit, die viele sehen. Natürlich ist es einfach zu sagen „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“, aber ist es denn wirklich so? Seien wir ehrlich?! Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familien haben einen Nachteil, das dürfen wir nicht wegreden. Ich weiß nicht, was aus mir geworden wäre, hätte ich in meiner Jugend so gelebt, wie es viele andere Jugendliche tun.

Wo soll man Hausaufgaben lernen, wenn man kein eigenes Zimmer hat? Wie soll man sich auf Schule und Karriere konzentrieren, wenn man andere Probleme hat? Wie soll man sich verständigen, wenn man angelacht wird, sobald man in gebrochenem Deutsch spricht?

[…]

&lt;strong&gt;Behörden als Menschenhändler&lt;/strong&gt;

Vor einigen Jahren lebten diese Familien noch in einem großen Gebäudekomplex im benachbarten Tübingen. Im Haus neben dem Jugendhaus lebten stattdessen Albanische Familien. Unter ähnlichen Bedingungen, wie ich sie oben schon geschildert habe.

Irgendwann aber kamen irgendwelche Investoren und die Stadt Tübingen auf die Idee, dass sich mit dem Gebäudekomplex Geld verdienen ließe. Man müsste ihn nur etwas renovieren. Und man müsste nur die darin lebenden Familien los werden.

Aber wohin mit denen? &lt;em&gt;Ach, gibt es nicht in Rottenburg ein großes graues Haus? Was, da leben schon viele albanische Familien? Egal, die müssen dort raus. Wohin? Egal, Hauptsache raus. Verteilt sie doch auf die umliegenden Dörfer und Gemeinden, irgendeinen Platz findet man doch immer.&lt;/em&gt;

Eine Zugfahrkarte für den Umzug

Gut. Wie bekommt man jetzt die russischen Familien von Tübingen nach Rottenburg? &lt;em&gt;Mhhh, eigentlich ja nicht unser Problem. Wir geben jedem das Geld für eine Zugfahrkarte, das reicht. Die haben ja sowieso nicht soviel. Hauptsache, wir können mit den Renovierungsarbeiten beginnen.&lt;/em&gt; Denn: Zeit ist Geld!

Ihr glaubt das kann nicht sein? Oh doch, so sieht Bürokratie heutzutage in Deutschland aus. So menschenverachtend gehen deutsche Behörden mit Aussiedlern und Migranten um. Seid doch mal ehrlich, da muten doch die Vorwürfe, die manche Zeitung gegenüber Migranten erhebt ziemlich unseriös an, oder?!“
&lt;/blockquote&gt;

Angesichts solcher Erfahrungen habe ich ein etwas differenzierteres Bild zu der aktuellen Diskussion!

Und schon mal was von der Kontakthypothese gehört? Dieser zufolge &lt;strong&gt;verbessert
sich die Einstellung gegenüber Fremdgruppen mit steigender Kontakthäufigkeit!&lt;/strong&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>@ Ironicum</strong></p>
<p>Erst mal Danke für das Lob, aber gleichzeitig auch vielen Dank für deine Kritik. Ich mag es, kritisiert zu werden, denn nicht anders ist es möglich aus eigenen Fehlern zu lernen und Dinge in der Zukunft besser, weil anders zu machen!</p>
<p>Allerdings muss ich entgegen halten, dass dieses Blog keine Linkspopulistischen Parolen vertritt. Ich denke zwar, dass eine Einteilung von politischen Einstellungen in Links und Rechts aufgrund der unbestrittenen Komplexität von Politik und Gesellschaft in der heutigen Zeit, nicht mehr ganz einfach (und korrekt) ist. Aber gut möglich, dass viele Artikel und Meinungen bei Bluejax.net einer linksgeprägten Einstellung geschuldet sind, das möchte ich gar nicht mal abstreiten. Was ist schon die „politische Mitte“? Verschiebt sich diese nicht laufend von einer Seite auf die andere? Populistische Aussagen und damit einhergehende populistische Artikel hoffe ich aber immer zu vermeiden!</p>
<p>Ich selber bin in einer Baden-Württembergischen Kleinstadt aufgewachsen, die schon früher einen relativ hohen Ausländeranteil hatte. Und schon in meiner Jugendzeit gab es Jugendgewalt. Über zehn Jahr ist es her, dass ich direkt am Marktplatz einmal eine Pistole am Kopf hatte, die Menschen ohne einzugreifen und wegschauend weiter gingen, ohne etwas zu unternehmen. Auch damals schon gab es bei uns an der Schule ein Waffenarsenal, in dem Waffen und Gegenstände gesammelt wurden, die den Schülern abgenommen wurden. Auch damals schon gab es jugendliche Straftäter mit „Migrationshintergrund“, ebenso wie es auch die deutschen Jugend-Straftäter gab!</p>
<p>In meiner Zivildienstzeit am städtischen Jugendhaus habe ich dann viele Erklärungen für diese Vorfälle damals bekommen. Ich habe erfahren, wie die Jugendlichen aufwachsen. In welchen Umständen sie leben. Und ich habe erfahren, wie sie behandelt werden.</p>
<p>Gerade wenn die Jugendgewalt von Migrantenkindern thematisiert wird, dann sollte man auch die Ursachen nicht außer Acht lassen! Die Sache ist nicht so einfach, wie sie uns Herr Koch und seine Freunde wahrmachen wollen. Seine Vorschläge gehen nicht an die Wurzeln, ändern nichts an den Ursachen. Das sagen nicht nur viele Experten!</p>
<p>Ich zitiere mal aus meinem <a href="http://www.bluejax.net/2006/04/06/thema-integration-meine-erfahrungen-meine-meinung-eine-auslanderfeindliche-bild-zeitung-und-ein-lob-an-cc-malzahn/" title="" rel="nofollow">eigenen Artikel vom 06. April 2006</a>, </p>
<p><strong>„Thema Integration: Meine Erfahrungen, meine Meinung, eine ausländerfeindliche Bild-Zeitung und ein Lob an C.C. Malzahn“</strong>:</p>
<blockquote><p>
„Warum es viele Jugendlichen jeden Tag auf`s Neue in das Jugendhaus Klause zog, erfuhr ich erst nach einiger Zeit.</p>
<p>Direkt neben dem Jugendhaus ist ein großes Haus, in dem viele Familien von Russland-Deutschen wohnen. Aber unter welchen Voraussetzungen und in welchen Zuständen.</p>
<p><strong>Leben auf engstem Raum</strong></p>
<p>Hatten die meisten von uns in ihrer Jugend ein eigenes Zimmer, in das sie sich zurückziehen konnten, so leben dort ganze Familien in solchen Räumen. Privatsphäre oder Ruhe kann man vergessen.</p>
<p>Wenn also die Mädels und Jungs mittags nach der Schule nach Hause kommen, geht es zwangsläufig wieder raus. Raus auf die Straße. Oder eben rüber ins Jugendhaus.</p>
<p>Was aber tun, wenn das Jugendhaus geschlossen ist? Was wenn kein Ort mehr da ist, wo sich die Jugendlich miteinander zurückziehen können. Wo kuscheln, kichern, kommunizieren?</p>
<p>Ja, dann geht es ab auf die Straße. Runter in die Stadt. Rumhängen und auf dumme Gedanken kommen.</p>
<p><strong>Verantwortliche ohne Verantwortungsbewusstsein</strong></p>
<p>Leider gab es seinerzeit in Rottenburg einige Verantwortliche, denen das Jugendhaus ein Dorn im Auge war. Natürlich, die sahen, dass es einige Jugendliche gab, die in der Stadt rum stänkerten. Sie sahen auch, dass viele dieser Jugendlichen jeden Tag ins Jugendhaus gingen. Aber eines taten sie nicht: sie sahen nicht den Zusammenhang.</p>
<p>Denn wie bereits erzählt, die Jugendlichen haben im Grunde genommen kein richtiges Zuhause. Zumindest nicht so eines, wie wir es kennen und wie es ein Jugendlicher auch benötigt. Kein eigenes Zimmer, keine Ruhe, keine Intimsphäre.</p>
<p>Und wenn dann irgendwelche Leute von der Stadt kommen und meinen zuallererst an den Freizeitmöglichkeiten der Jugendlichen sparen zu müssen, dann werden einige über kurz oder lang auf dumme Gedanken kommen.</p>
<p><strong>Wer wird Schmied?</strong></p>
<p>Begünstigt wird das ganze auch von einer Aussichtslosigkeit, die viele sehen. Natürlich ist es einfach zu sagen „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“, aber ist es denn wirklich so? Seien wir ehrlich?! Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familien haben einen Nachteil, das dürfen wir nicht wegreden. Ich weiß nicht, was aus mir geworden wäre, hätte ich in meiner Jugend so gelebt, wie es viele andere Jugendliche tun.</p>
<p>Wo soll man Hausaufgaben lernen, wenn man kein eigenes Zimmer hat? Wie soll man sich auf Schule und Karriere konzentrieren, wenn man andere Probleme hat? Wie soll man sich verständigen, wenn man angelacht wird, sobald man in gebrochenem Deutsch spricht?</p>
<p>[…]</p>
<p><strong>Behörden als Menschenhändler</strong></p>
<p>Vor einigen Jahren lebten diese Familien noch in einem großen Gebäudekomplex im benachbarten Tübingen. Im Haus neben dem Jugendhaus lebten stattdessen Albanische Familien. Unter ähnlichen Bedingungen, wie ich sie oben schon geschildert habe.</p>
<p>Irgendwann aber kamen irgendwelche Investoren und die Stadt Tübingen auf die Idee, dass sich mit dem Gebäudekomplex Geld verdienen ließe. Man müsste ihn nur etwas renovieren. Und man müsste nur die darin lebenden Familien los werden.</p>
<p>Aber wohin mit denen? <em>Ach, gibt es nicht in Rottenburg ein großes graues Haus? Was, da leben schon viele albanische Familien? Egal, die müssen dort raus. Wohin? Egal, Hauptsache raus. Verteilt sie doch auf die umliegenden Dörfer und Gemeinden, irgendeinen Platz findet man doch immer.</em></p>
<p>Eine Zugfahrkarte für den Umzug</p>
<p>Gut. Wie bekommt man jetzt die russischen Familien von Tübingen nach Rottenburg? <em>Mhhh, eigentlich ja nicht unser Problem. Wir geben jedem das Geld für eine Zugfahrkarte, das reicht. Die haben ja sowieso nicht soviel. Hauptsache, wir können mit den Renovierungsarbeiten beginnen.</em> Denn: Zeit ist Geld!</p>
<p>Ihr glaubt das kann nicht sein? Oh doch, so sieht Bürokratie heutzutage in Deutschland aus. So menschenverachtend gehen deutsche Behörden mit Aussiedlern und Migranten um. Seid doch mal ehrlich, da muten doch die Vorwürfe, die manche Zeitung gegenüber Migranten erhebt ziemlich unseriös an, oder?!“
</p></blockquote>
<p>Angesichts solcher Erfahrungen habe ich ein etwas differenzierteres Bild zu der aktuellen Diskussion!</p>
<p>Und schon mal was von der Kontakthypothese gehört? Dieser zufolge <strong>verbessert<br />
sich die Einstellung gegenüber Fremdgruppen mit steigender Kontakthäufigkeit!</strong></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: bluejax</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2008/01/03/wie-fremdenhass-salonfahig-wird-%e2%80%93-die-blocherisierung-deutschlands/comment-page-1/#comment-23193</link>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Jan 2008 10:12:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bluejax.net/2008/01/03/wie-fremdenhass-salonfahig-wird-%e2%80%93-die-blocherisierung-deutschlands/#comment-23193</guid>
		<description>&lt;strong&gt;@ Santa&lt;/strong&gt;

Ein sehr interessantes Thema, dass du da ansprichst. Und ich muss leider sagen: Du hast Recht!

Ich erinnere mich immer wieder an ein Seminar, dass ich im zweiten oder dritten Semester besucht habe. Damals hatten wir einen Professor in Medienproduktion, der uns immer wieder auf die Manipulationsmöglichkeiten der Medien hingewiesen hatte.

Einmal hatten wir es dann auch von der Tagesschau. Er kündigte uns an, beim nächsten Mal den Mitschnitt der Ausgabe vom Vortag mitzubringen und diese dann mit uns zusammen zu untersuchen. Gesagt getan, eine Woche später brachte er die zufällig herausgesuchte Folge mit.

Und ich muss sagen, dass Ergebnis war wirklich äußerst erschreckend. Nahezu jeder Beitrag verwendete Unmengen von Konjunktiven und ließ damit den Anschein entstehen, dass mehr Vermutungen Grundlage der Berichte seien, als harte Fakten.

Auch sonst waren die Beiträge in einem ziemlich schwachen Zustand, wie man ihn kaum von Deutschlands wichtigstem TV-Nachrichtenmagazin erwartet hätte!

Nachrichtenagenturen wie Reuters, dpa oder andere sind nicht viel besser. Schade, dass die meisten Pressepublikationen deren Artikel &amp; Meinungen meist ungeprüft zu übernehmen scheinen!

Das schlimme an der ganzen Sache ist jedoch, dass sich ein riesen großer Teil der Bevölkerung auf diese Nachrichtenmedien verlässt. Meine Oma ist nicht die einzige die sagt: „Das haben sie doch im Fernsehen gesagt, das muss stimmen!“ Das sollten sie allerdings auch können, immerhin sehen sich Presse &amp; Medien selber immer als die „4. Gewalt“. Und sie haben wohl wahr eine sehr wichtige Funktion in der Gesellschaft!

Leider aber werden aber nicht alle Journalisten dieser Verantwortung auch zu 100% gerecht. Oftmals ist dies auch gar nicht möglich, aufgrund eingeschränkter Ressourcen (Zeit, Geld,…) oder eben auch aufgrund wirtschaftlicher Interessen, die durchaus immer wieder mit der Arbeit kollidieren!

Aus diesen Gründen ist es wichtig, sich als Bürger aus verschiedenen Pressepublikationen zu informieren. Es reicht nicht mehr, eine Zeitung zu abonnieren, um sich daraus sein politisches Meinungsbild zu erstellen. Viel zu groß ist die Gefahr, dass man (augrund unzureichender Information) anderen Meinungen  aufsitzt, sich aber nicht seine „eigene“ Meinung zu diversen Sachverhalten bilden kann. Der Rezipient muss quasi selber zum eigenen Gate-Keeper werden, schwierig,…</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>@ Santa</strong></p>
<p>Ein sehr interessantes Thema, dass du da ansprichst. Und ich muss leider sagen: Du hast Recht!</p>
<p>Ich erinnere mich immer wieder an ein Seminar, dass ich im zweiten oder dritten Semester besucht habe. Damals hatten wir einen Professor in Medienproduktion, der uns immer wieder auf die Manipulationsmöglichkeiten der Medien hingewiesen hatte.</p>
<p>Einmal hatten wir es dann auch von der Tagesschau. Er kündigte uns an, beim nächsten Mal den Mitschnitt der Ausgabe vom Vortag mitzubringen und diese dann mit uns zusammen zu untersuchen. Gesagt getan, eine Woche später brachte er die zufällig herausgesuchte Folge mit.</p>
<p>Und ich muss sagen, dass Ergebnis war wirklich äußerst erschreckend. Nahezu jeder Beitrag verwendete Unmengen von Konjunktiven und ließ damit den Anschein entstehen, dass mehr Vermutungen Grundlage der Berichte seien, als harte Fakten.</p>
<p>Auch sonst waren die Beiträge in einem ziemlich schwachen Zustand, wie man ihn kaum von Deutschlands wichtigstem TV-Nachrichtenmagazin erwartet hätte!</p>
<p>Nachrichtenagenturen wie Reuters, dpa oder andere sind nicht viel besser. Schade, dass die meisten Pressepublikationen deren Artikel &#038; Meinungen meist ungeprüft zu übernehmen scheinen!</p>
<p>Das schlimme an der ganzen Sache ist jedoch, dass sich ein riesen großer Teil der Bevölkerung auf diese Nachrichtenmedien verlässt. Meine Oma ist nicht die einzige die sagt: „Das haben sie doch im Fernsehen gesagt, das muss stimmen!“ Das sollten sie allerdings auch können, immerhin sehen sich Presse &#038; Medien selber immer als die „4. Gewalt“. Und sie haben wohl wahr eine sehr wichtige Funktion in der Gesellschaft!</p>
<p>Leider aber werden aber nicht alle Journalisten dieser Verantwortung auch zu 100% gerecht. Oftmals ist dies auch gar nicht möglich, aufgrund eingeschränkter Ressourcen (Zeit, Geld,…) oder eben auch aufgrund wirtschaftlicher Interessen, die durchaus immer wieder mit der Arbeit kollidieren!</p>
<p>Aus diesen Gründen ist es wichtig, sich als Bürger aus verschiedenen Pressepublikationen zu informieren. Es reicht nicht mehr, eine Zeitung zu abonnieren, um sich daraus sein politisches Meinungsbild zu erstellen. Viel zu groß ist die Gefahr, dass man (augrund unzureichender Information) anderen Meinungen  aufsitzt, sich aber nicht seine „eigene“ Meinung zu diversen Sachverhalten bilden kann. Der Rezipient muss quasi selber zum eigenen Gate-Keeper werden, schwierig,…</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ironicum</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2008/01/03/wie-fremdenhass-salonfahig-wird-%e2%80%93-die-blocherisierung-deutschlands/comment-page-1/#comment-23185</link>
		<dc:creator>Ironicum</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 23:32:05 +0000</pubDate>
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		<description>@ bluejax

Zunächst danke für die Mühe, und auch dein Engagement gegen Rechts in allen Ehren. Allerdings muss ich in der Sache mit Roland Koch doch einiges zu bedenken geben. 

Meiner Meinung nach gibt es einen eindeutigen Unterschied zwischen Fremdenhass und einer Art Unbehagen (klingt komisch...ist auch ein merkwürdiges Gefühl), das man erfährt, wenn man eine Weile in Großstädten wie in Hamburg gelebt hat. Fremdenhass ist eindeutig, gegen alles, was eine andere Hautfarbe hat, aus dem Ausland kommt, Deutsch mit Akzent spricht oder was auch immer....nur raus, weg und fort damit, wir wollen unter uns sein. 
Dieses Unwohlsein habe ich, nachdem ich in Dresden aufgewachsen und Ilmenau studiert habe allerdings selber erlebt. Das fängt damit an, dass das Bahnhofsviertel aussieht, wie ein Markt in der Türkei und man sich in einer großen Menge Leuten bewegt, die zwar vielleicht deutsch sprechen, aber auf den ersten Blick so gar nicht deutsch aussehen (oder wegen mir europäisch...). Das ist ungewohnt, aber man denkt sich hey, Multi-Kulti ist ne feine Sache, warum eigentlich nicht. Bis man dann Leute (türkischen Aussehens) erlebt, die mitten auf der Strasse martialisch in ihr Handy brüllen. Den Ausdruck und die Redensart kannte ich bis jetzt nur aus dem Internet von irgendwelchen Comedyseiten oder aus dem Fernsehen. Nur....auf offener Straße ist das nicht so lustig. Aber immerhin, gibt auch deutsche Idioten, das hat noch nichts per sé mit Ausländern zu tun. Dann steht man in einem türkischen Markt, will irgendwas besorgen, stößt durch Zufall eine Frau mit dem Ellbogen, versucht sich zu entschuldigen und wird entweder ignoriert oder komisch angeschaut. Nichts, was es in Deutschland nicht auch gäbe...nur fühlt man sich in so einem Markt wie in einem anderen Land (und Leser, die das nicht glauben, können gern mal einen Abstecher in das Kalinka auf der PöHö machen.....man fühlt sich, nachdem man die Schwelle überschritten hat, als sei man nach Russland gereist). Noch merkwürdiger wird das ganze, wenn man Typen südländischen Aussehens breiten Beutelhosen und dieser Hopperjacke mit dem flauschig weißen Fell an der Kapuze in einem türkischen Basar stehen sieht, welche das Handling von Totschlägern überprüfen. Am krassesten war jedoch ein Erlebnis in der U-Bahn, was eigentlich (bei Tageslicht betrachtet) totaler Nonsens ist. Ich sass wie gesagt in der U-Bahn und gegenüber von mir setzte sich ein Typ mit ein bisschen dunklerer Haut als ich und schwarzen Haaren und stellte seinen Rucksack auf den Sitz. Irgendwie gings ihm wohl nicht so gut, er sass gebeugt vor mir mit den Ellbogen auf den Knien, die Kapuze seines Sweaters über den Kopf gezogen. Vor dem Hintergrund der Anschläge in London ist mir mein ganzes Leben nochmal als Film vor Augen abgelaufen. Zugegeben, total irrational, und sicher auch, weil ich U-Bahnen nicht besonders mag...sicherlich unbegründet....aber in dem Moment wars nicht einfach. Und dann zu allem &quot;Übel&quot; noch die Nachrichten, dass von &quot;solchen Typen&quot; (nach ein paar solchen Erlebnissen fällt es echt schwer zu differenzieren, was hier im allgemeinen als Kanacke bezeichnet wird) ein Rentner in der U-Bahn zusammengeschlagen wurde.

Und jetzt kommt da ein Politiker und verspricht eine schnelle, unkomplizierte Lösung: Abschiebung.

Man kann Roland Koch mit Sicherheit Populismus vorwerfen, unfairen Wahlkampf und geschicktes politisches Taktieren auf Kosten von sozial schwachen Menschen. Aber fakt ist, er hat auch meinen Nerv mit der Kampagne getroffen. Er ziehlt auf genau dieses Unbehagen (was in Ostdeutschland meiner Meinung nach vollkommen unbekannt ist), meiner Meinung nach ist Fremdenhass der falsche Ausdruck für die mangelnde Fähigkeit zu differenzeren und die Probleme dieser Leute zu berücksichtigen. 

Deswegen meine Bitte den Blog wieder ein Stück in Richtung der politischen Mitte zu rücken und nicht linkspopulistisch gegen Windmühlen zu kämpfen. Das größere Übel als Roland Koch mit seinem Populismus ist meiner Meinung nach die um sich greifende Akzeptanz der NPD im Osten, die mittlerweile soweit greift, dass der Sauhaufen Kinderfeste veranstalten kann.

Greetz...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ bluejax</p>
<p>Zunächst danke für die Mühe, und auch dein Engagement gegen Rechts in allen Ehren. Allerdings muss ich in der Sache mit Roland Koch doch einiges zu bedenken geben. </p>
<p>Meiner Meinung nach gibt es einen eindeutigen Unterschied zwischen Fremdenhass und einer Art Unbehagen (klingt komisch&#8230;ist auch ein merkwürdiges Gefühl), das man erfährt, wenn man eine Weile in Großstädten wie in Hamburg gelebt hat. Fremdenhass ist eindeutig, gegen alles, was eine andere Hautfarbe hat, aus dem Ausland kommt, Deutsch mit Akzent spricht oder was auch immer&#8230;.nur raus, weg und fort damit, wir wollen unter uns sein.<br />
Dieses Unwohlsein habe ich, nachdem ich in Dresden aufgewachsen und Ilmenau studiert habe allerdings selber erlebt. Das fängt damit an, dass das Bahnhofsviertel aussieht, wie ein Markt in der Türkei und man sich in einer großen Menge Leuten bewegt, die zwar vielleicht deutsch sprechen, aber auf den ersten Blick so gar nicht deutsch aussehen (oder wegen mir europäisch&#8230;). Das ist ungewohnt, aber man denkt sich hey, Multi-Kulti ist ne feine Sache, warum eigentlich nicht. Bis man dann Leute (türkischen Aussehens) erlebt, die mitten auf der Strasse martialisch in ihr Handy brüllen. Den Ausdruck und die Redensart kannte ich bis jetzt nur aus dem Internet von irgendwelchen Comedyseiten oder aus dem Fernsehen. Nur&#8230;.auf offener Straße ist das nicht so lustig. Aber immerhin, gibt auch deutsche Idioten, das hat noch nichts per sé mit Ausländern zu tun. Dann steht man in einem türkischen Markt, will irgendwas besorgen, stößt durch Zufall eine Frau mit dem Ellbogen, versucht sich zu entschuldigen und wird entweder ignoriert oder komisch angeschaut. Nichts, was es in Deutschland nicht auch gäbe&#8230;nur fühlt man sich in so einem Markt wie in einem anderen Land (und Leser, die das nicht glauben, können gern mal einen Abstecher in das Kalinka auf der PöHö machen&#8230;..man fühlt sich, nachdem man die Schwelle überschritten hat, als sei man nach Russland gereist). Noch merkwürdiger wird das ganze, wenn man Typen südländischen Aussehens breiten Beutelhosen und dieser Hopperjacke mit dem flauschig weißen Fell an der Kapuze in einem türkischen Basar stehen sieht, welche das Handling von Totschlägern überprüfen. Am krassesten war jedoch ein Erlebnis in der U-Bahn, was eigentlich (bei Tageslicht betrachtet) totaler Nonsens ist. Ich sass wie gesagt in der U-Bahn und gegenüber von mir setzte sich ein Typ mit ein bisschen dunklerer Haut als ich und schwarzen Haaren und stellte seinen Rucksack auf den Sitz. Irgendwie gings ihm wohl nicht so gut, er sass gebeugt vor mir mit den Ellbogen auf den Knien, die Kapuze seines Sweaters über den Kopf gezogen. Vor dem Hintergrund der Anschläge in London ist mir mein ganzes Leben nochmal als Film vor Augen abgelaufen. Zugegeben, total irrational, und sicher auch, weil ich U-Bahnen nicht besonders mag&#8230;sicherlich unbegründet&#8230;.aber in dem Moment wars nicht einfach. Und dann zu allem &#8220;Übel&#8221; noch die Nachrichten, dass von &#8220;solchen Typen&#8221; (nach ein paar solchen Erlebnissen fällt es echt schwer zu differenzieren, was hier im allgemeinen als Kanacke bezeichnet wird) ein Rentner in der U-Bahn zusammengeschlagen wurde.</p>
<p>Und jetzt kommt da ein Politiker und verspricht eine schnelle, unkomplizierte Lösung: Abschiebung.</p>
<p>Man kann Roland Koch mit Sicherheit Populismus vorwerfen, unfairen Wahlkampf und geschicktes politisches Taktieren auf Kosten von sozial schwachen Menschen. Aber fakt ist, er hat auch meinen Nerv mit der Kampagne getroffen. Er ziehlt auf genau dieses Unbehagen (was in Ostdeutschland meiner Meinung nach vollkommen unbekannt ist), meiner Meinung nach ist Fremdenhass der falsche Ausdruck für die mangelnde Fähigkeit zu differenzeren und die Probleme dieser Leute zu berücksichtigen. </p>
<p>Deswegen meine Bitte den Blog wieder ein Stück in Richtung der politischen Mitte zu rücken und nicht linkspopulistisch gegen Windmühlen zu kämpfen. Das größere Übel als Roland Koch mit seinem Populismus ist meiner Meinung nach die um sich greifende Akzeptanz der NPD im Osten, die mittlerweile soweit greift, dass der Sauhaufen Kinderfeste veranstalten kann.</p>
<p>Greetz&#8230;</p>
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		<title>Von: Santa</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2008/01/03/wie-fremdenhass-salonfahig-wird-%e2%80%93-die-blocherisierung-deutschlands/comment-page-1/#comment-23184</link>
		<dc:creator>Santa</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 22:16:17 +0000</pubDate>
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		<description>Ich bin der Meinung, dass in den Medien solche fremdenfeindliche Bilder gerade durch nicht genügend recherchierte Beiträge bzw. kurze Beiträge (aus Zeitgründen) geschaffen werden. Solche Beiträge übergehen teils wichtige Details.

Nimmt einmal die Tagesschau auf (20:00 Uhr). Sucht euch einen Beitrag aus, bildet euch eine Meinung. Recherchiert hinterher gründlicher. Nun sagt mir, ob ihr immernoch derselben Meinung seid. Klappt vllt. nicht bei jedem Beitrag, bei Vielen schon.

Ich verfolge Nachrichten, sowohl im Internet (auch ausländische Seiten), direkt von Reuters, Zeitschriften, vom Fernsehen, etc. Oft ist mir aufgefallen, dass bei den 20:00 Uhr Nachrichten z.B. auf ARD durch knappe Beiträge eine Meinung geschaffen wird, die nicht so wäre, hätte man noch die Informationen aus anderen Quellen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin der Meinung, dass in den Medien solche fremdenfeindliche Bilder gerade durch nicht genügend recherchierte Beiträge bzw. kurze Beiträge (aus Zeitgründen) geschaffen werden. Solche Beiträge übergehen teils wichtige Details.</p>
<p>Nimmt einmal die Tagesschau auf (20:00 Uhr). Sucht euch einen Beitrag aus, bildet euch eine Meinung. Recherchiert hinterher gründlicher. Nun sagt mir, ob ihr immernoch derselben Meinung seid. Klappt vllt. nicht bei jedem Beitrag, bei Vielen schon.</p>
<p>Ich verfolge Nachrichten, sowohl im Internet (auch ausländische Seiten), direkt von Reuters, Zeitschriften, vom Fernsehen, etc. Oft ist mir aufgefallen, dass bei den 20:00 Uhr Nachrichten z.B. auf ARD durch knappe Beiträge eine Meinung geschaffen wird, die nicht so wäre, hätte man noch die Informationen aus anderen Quellen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: bluejax</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2008/01/03/wie-fremdenhass-salonfahig-wird-%e2%80%93-die-blocherisierung-deutschlands/comment-page-1/#comment-23182</link>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 18:09:35 +0000</pubDate>
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		<description>Übrigens berichtet heute auch das BildBlog über den gestern Nacht schon von mir kritisierten Bild-Artikel!

&lt;a href=&quot;http://www.bildblog.de/2700/die-unwahrheit-ueber-kriminelle-auslaender&quot; title=&quot;&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Mehr dazu gibt`s hier!&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Übrigens berichtet heute auch das BildBlog über den gestern Nacht schon von mir kritisierten Bild-Artikel!</p>
<p><a href="http://www.bildblog.de/2700/die-unwahrheit-ueber-kriminelle-auslaender" title="" rel="nofollow">Mehr dazu gibt`s hier!</a></p>
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