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„The Secret Of Monkey Island“: Guybrush Threepwood wird zum Star – Erinnerungen und ein Film zum Spiel

By bluejax • Jul 12th, 2007 • Category: Empfehlungen, Fundstücke, Helden, Privat

Ich und Computerspiele? Passt irgendwie nicht so. Ganz ehrlich, ich hab doch gar keine Zeit dazu, stundenlang vorm PC zu sitzen und meine Zeit mit dem Spielen von Spielen tot zu schlagen!

Früher war das mal anders. Damals gab es bei uns in der Familie einen PC, den alle zusammen benutzen durften. Da wurde dann tatsächlich am Computer gesessen und gespielt. Nein, keine Ballerspiele, sowas gab es bei uns nicht. Wir hatten „Prince of Persia“, wir hatten „Indiana Jones“ und wir hatten, ganz klar: „Monkey Island“!


Auf meinem heutigen Streifzug durch diverse Blogs bin ich dann über einen Eintrag bei Redblog auf den MajusArts-Blog gestoßen. Dort darf man sich in de vergangenen Wochen über eine enorme Aufmerksamkeit und einen großen Besucherandrang freuen. Denn Majus und seine Freunde haben etwas richtig tolles auf die Beine gestellt. Mit viel Arbeit und Zeit haben sie einen mehrminütigen Flash-Film über die Geschichte von „Monkey Island“ gezaubert. „The Secret Of Monkey Island“, ein wahres Muss für alle Fans von Guybrush Threepwood und den Piraten der Karibik!


Bildquellen: Majusarts.de

Das alternative Computerspiel

Ach ja, was waren das noch für Zeiten. Ich weiß noch ganz genau, wie mein Vater irgendwann Anfang der 1990er mit dem Spiel „Monkey Island“ ankam. Es hatte wirklich nicht lange gedauert und wir waren alle mit dem Piratenvirus infiziert. Mein Bruder, meine Schwester, mein Vater und ich versuchten uns abwechselnd damit die teilweise raffinierten Rätsel zu lösen.

Und dabei kommt „Monkey Island“ völlig ohne Gewalt aus. Nachdem man im ersten Teil einen störenden Wachhund mit einer giftigen Blume ausschaltet, erhält man sogar den Hinweis, dass der Hund nur schlafe, es würden schließlich keine Tiere gequält. Auch der Schwertkampf läuft vollkommen unblutig ab. Guybrush besiegt die anderen Piraten indem er die richtigen Schimpftiraden verwendet.


Bildquellen: Majusarts.de

Ein schrecklicher Pirat!

Guybrush Threepwood ist dabei eine Art Antiheld. Mehr zufällig rutscht der unscheinbare junge Mann in die Rolle des Piraten auf Melée Island. Er verliebt sich in die Gouverneurin Elaine Marley und entwickelt sich, nachdem diese entführt wurde, eher unbewusst im Laufe des Spiels zum großen Konkurrenten des Geisterpiraten LeChuck, der sie nach Monkey Island verschleppt hat.

Es beginnt ein Abenteuer, das sich über nun mehr vier Teile erstreckt. Dabei lebt das Spiel insbesondere von seiner Komik und grenzt oftmals schon fast an Satire. Doch gerade der eigentümlich Humor und der sich maßlos selbstüberschätzende Guybrush Treepwood, der auch mal die Hose runter lässt, sind es, was den Reiz des Spieles ausmachen. Und natürlich die Rätsel und Kniffe nicht zu vergessen. Manchmal braucht man auch mal Tage, bis man herausgefunden hat, was man mit einem überdimensional großen Wattestäbchen so alles machen kann.

Ein Computerspiel als Familienereignis

Ehrlich gesagt macht es mir gerade richtig Spaß, mich an die Abenteuer von „Monkey Island“ zurück zu erinnern. An die Geschichten im Spiel, aber auch an die Zeit vor dem PC. Wie wir zu dritt oder zu viert vor dem Bildschirm saßen und manchmal einfach nicht mehr weiter kamen. Wie wir gerätselt, diskutiert und gemeinsam nach einer Lösung gesucht haben. Das war das schöne an „Monkey Island“, es war kein Spiel, das man alleine in seinem stillen Kämmerchen gespielt hat. Bei uns war es vielmehr so, dass es fast die ganze Familie zusammen vor den PC gelockt hat und damit ein gemeinschaftliches Erlebnis darstellte.

Heute wahrscheinlich undenkbar. Vielleicht lag es bei uns auch einfach daran, dass wir nur einen Computer für die gesamte Familie hatten, da konnte sich niemand einfach so verbarrikadieren und abkapseln. Vielleicht aber liegt es auch daran, dass „Monkey Island“ geradezu dazu einlädt, sich mit anderen darüber auszutauschen und gemeinsam gespielt zu werden.


Bildquellen: Majusarts.de

Gehe zu Sonne. Sonnenstich, wie?

Ach ja, eines muss ich dann auch nochmal kurz ansprechen: Die Grafik! Wahrscheinlich würde jeder heutige Computerspiele-Spieler die Hände über den Kopf zusammenschlagen und Augenkrämpfe bekommen, würde er sich die Grafik von „Monkey Island 1 & 2“ anschauen. Aber gerade die war es, die dem Spiel einen schier einzigartigen Charakter verliehen hat. Meiner Meinung nach haben die darauf folgenden Teile deswegen auch etwas von diesem Charme verloren, denn „The Curse of Monkey Island“ und „Flucht von Monkey Island“ kamen dann weitaus moderner und teilweise sogar in 3-D daher.

So aber bleibt festzuhalten, dass das Adventure-Spiel „Monkey Island“ eines von mehreren erwähnenswerten und in meiner Erinnerung fest verankerten Medienerlebnissen meiner Jugendzeit war. Und wer weiß, vielleicht werde ich in einigen Jahren zusammen mit meinen Kiddies vorm PC sitzen und dann mit ihnen gemeinsam die Rätsel ein zweites Mal versuchen zu lösen und die Abenteuer des „schrecklichen Piraten“ Guybrush Treepwood ein weiteres Mal erleben!


Bildquellen: Majusarts.de

Monkey Island – Der Film!!!

Umso mehr habe ich mich heute darüber gefreut, als ich den bei MajusArts vorgestellten Film „The Secret Of Monkey Island“ gesehen habe. Aus über 3000 handgemalten Einzelbildern entstand ein Flash-Film, der in wenigen Minuten sowohl den Humor als auch die grobe Geschichte von „Monkey Island“ auf den Punkt bringt. Dabei trifft man viele bekannte Gesichter wieder und bekommt auch den einen oder anderen Trick abermals vor Augen geführt.

Marjus hat mit „The Secret Of Monkey Island“ ein wahres Schmuckstück produziert, dass jeden Fan von Guybrush und „Monkey Island“ begeistern wird. Vielen Dank LucasArts für „Monkey Island“ und vielen Dank MajusArts & Co. für den Film! Ui, Vorsicht: “Hinter dir! Ein dreiköpfiger Affe!”

bluejax
Il, den 12. Juli 2007

Quellen und Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Prince_of_Persia
http://de.wikipedia.org/wiki/Indiana_Jones
_and_the_Fate_of_Atlantis
http://de.wikipedia.org/wiki/Monkey_Island
http://redblog.twoday.net/stories/4061366/
http://www.majusarts.de/blog/
http://www.majusarts.de/blog/?p=55
http://www.majusarts.de/blog/?p=57
http://www.majusarts.de/film/monkey/
http://www.majusarts.de/

Bildquellen:
http://www.majusarts.de/film/monkey/

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2 Responses »

  1. Genialer Film! Ich habe gehört es soll auch schon eine Fortsetzung in Mache sein

  2. Sorry, aber der Film ist Mist. Wie immer ist beim Spiel die Geschichte höchstens 50% der Faszination (beim einem guten Spiel ;) ) den Rest kann man ja nicht nachvollziehen (das Game Play).

    Zum Thema Satire: der Humor IST teilweise Satire. Ein Beispiel:

    In Monkey Island zwei hängt Guybrush über einem Säuretopf und ist kurz vor dem Ableben. Der Spieler kann dann LeChuck (Guybrushs Todfeind) u.a. fragen, warum Grafikadventures in der letzten Zeit so teuer geworden sind. Und man kriegt eine ehrliche Antwort!

    An alle Monkey Island Fans der Tip: einer der Macher des Adventures, Tim Schafer - von Ihm stammen die lustigen Kosenamen, die sich Guybrush und Elaine auf der im Film gezeigten Szene auf dem Steg zuflüstern - hat inzwischen ein eigenes Studio gegründet. Von Double Fine Productions ist “Psychonauts” erschienen. Kann ich nur empfehlen. Der nächste Titel wird vermutlich auf dem DS erscheinen.

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