01. Mai in Erfurt: Nazi-Demonstration im Keim erstickt – Erfurt wehrt sich erfolgreich gegen den braunen Mob
By bluejax • Mai 1st, 2007 • Category: Gesellschaft, Helden, Rassismus, RechtsextremismusIn Erfurt demonstrierten heute mehrere Tausend Menschen gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten aus dem Umfeld der NPD. Mit einer zentrale Gegendemonstration, einer Sitzblockade sowie mehreren Einzelaktionen, gelang es den meist jungen Gegendemonstranten ein symbolträchtiges Zeichen gegen Rechts zu setzen.
Aufgrund der zahlreichen Aktionen der AntifaschistInnen war es möglich, die Demonstration der Nazis sowie eine Kundgebung zum vorzeitigen Abbruch zu zwingen. Während die Rechtsextremisten erbost die Stadt verließen, zeigten die aus mehreren ostdeutschen Bundesländern angereisten Gegendemonstranten, dass in unserer Gesellschaft kein Platz für Fremdenfeindlichkeit und Rechte Gewalt ist!
Eine große Auswahl an Fotos von der Gegendemonstration wird in Kürze nachgereicht!
Startpunkt Leipziger Platz
Es war etwa 12.30 Uhr als sich der Demonstrationszug der Antifaschisten vom Leipziger Platz aus in Bewegung setzte. Zuvor wurde sich dort seit 11 Uhr versammelt und eine Kundgebung mit verschiedenen Rednern abgehalten.
Von dort aus zogen die Nazi-Gegner auf dem Juri-Gagarin-Ring in Richtung Innenstadt. An der Kreuzung zur Bahnhofstraße wurde dann eine erste Zwischenkundgebung gehalten. Während abermals mehrere Redner das Mikrofon übernahmen, nutzen die Demonstranten die Gelegenheit für ein weiteres Bad in der Sonne.
Blockbildung der Antifas
Der Demonstrationszug bestand aus mehreren Blocks. Im Vorderen befanden sich die zu gereisten Antifaschisten aus Leipzig. Den Abschluss bildeten die Dresdner. Beide Blocks hoben sich durch die durchgehend schwarze Bekleidung ihrer Mitglieder hervor. Dazwischen befand sich ein bunter Haufen aus einigen weiteren Gruppierungen und der ganze Rest der Nazi-Gegner.
Kurz nachdem die Demo ihren Weg fortsetzte, kam die ersten Wellen des Leipziger Blocks. Mehrmals wurde zuerst angehalten, um zwischen die Demonstranten und die voraus fahrenden Polizisten eine Lücke zu reißen. Darauf folgte dann ein plötzlicher Lauf, der wiederum unmittelbar vor den Polizeikräften abstoppte!
Die Sprengung der Demonstration
Nachdem über die Lautsprecher die Information zu hören war, dass vor dem Verdi-Haus eine Sitzblockade stattfände, die dringende Unterstützung benötigte, endete eine weitere Welle in dem Ergebnis, dass die Polizeisperren durchbrochen wurden und der gesamte erste Block in Richtung Süden durchstarten konnte.
Die Polizisten waren über diese Aktion ebenso überrascht wie die nachfolgenden Demonstranten. Für einige Momente entstand eine unüberblickbare Situation. Der Leipziger Block nutzte die vorübergehende Verwirrung und konnte sich in Richtung Verdi-Haus absetzen.
Kurzzeitiger Einsatz von Polizeiknüppel
Eine gute Freundin und ich waren unmittelbar hinter diesem ersten Block. Die ersten paar Meter stürmten wir mit den anderen. Als dann jedoch ein erster Polizist sich nicht anders zu helfen wusste, als mit seinem Polizeiknüppel blind auf Demonstranten einzuschlagen, entschlossen wir uns doch dazu, im Schutze des Demonstrationszuges zu bleiben.
Im Anschluss dauerte es einige Minuten, bis es den Ordnern gelang, die Demonstranten wieder zu sammeln. Danach wurden die letzten Meter bis zum Karl-Marx-Platz geschlossen zurückgelegt.
Sackgasse Karl-Marx-Platz
Dort wurde der Zug dann abermals gestoppt. Denn der weitere offizielle Verlauf sah nun vor, dass die Demonstration in entgegengesetzter Richtung zum Nazimarsch weitergehen sollte. Zwar war ohnehin zu keinem Zeitpunkt auch nur ein Blick auf die Nazis zu erhaschen, aber dass die Demo nun noch weiter Weg von den Faschisten führen sollte, war den Demonstranten natürlich ein gehöriger Dorn im Auge!
Über Lautsprecher wurde informiert, dass es Verhandlungen mit der Polizei gäbe, die Demonstranten zum Verdi-Haus durchzulassen. Doch anfänglicher Optimismus wich schnell der Einsicht, dass es wohl nicht zu einem positiven Einlenken der Ordnungshüter kommen würde.
Ein Ausweg aus der Kesselung
Somit wurde die Möglichkeit geprüft, einzeln durch die Polizeiabsperrung zu kommen. Links und Rechts des Presseklubs waren grüne Reihen postiert, die den Demonstranten aber jegliches Durchkommen undenkbar machten. Die Absperrungen wurden sogar mit weiteren Polizisten in voller Kampfmontur und Einsatzwägen verstärkt. Ein Durchbrechen war nahezu unmöglich.
Umso vorteilhafter, wenn man in einer solchen Situation auf die Kenntnisse Ortskundiger zurückgreifen kann. Da ich selber einmal mehr als zwei Jahre in Erfurt gelebt habe, war mir schnell klar, wie man die Polizeisperre am besten umgehen konnte. In einem großen Bogen liefen wir also einmal um den ganzen Ort des Geschehens herum und standen dann auf der Rückseite der Absperrungen.
Auf dem Weg zum Verdi-Haus
Danach war es dann kein größeres Problem mehr, in die Straße der Verdi-Vertretung zu gelangen. Scheinbar hatte die Polizei nicht mit den schleichwegkundigen Antifaschisten gerechnet. Zumindest waren nur ab und wann einmal ein, zwei Ordnungshüter zu sehen. Die Polizisten im Kampfoutfit schienen sich erst einmal auf ein Abriegeln des Karl-Marx-Platzes zu konzentrieren.
Doch kurz bevor wir das Verdi-Haus erreicht hatten, fuhren mehrere Einsatzwägen an uns vorbei. Diese hielten etwa 50 Meter vor uns an. Innerhalb weniger Sekunden wurden die Türen aufgerissen und unzählige Polizisten in schwarzer Kampfmontur stürmten aus den Wägen heraus. Sie liefen einige Meter vor und riegelten den weiteren Zugang zum Verdi-Haus ab.
Erreichen der Sitzblockade
Doch so kurz vor dem Ziel waren die Antifaschisten natürlich kaum mehr zu stoppen. Ein kurzer Ausflug über einen Spielplatz und eine Grünfläche und schon war die Absperrung abermals umgangen. Danach kam man dann direkt neben dem Verdi-Haus heraus.
Auf der Straße davor hatten sich mehrere Hundert Gegendemonstranten zu einer friedlichen Sitzblockade zusammengefunden. Wenige Minuten später verschob sich die Menschenmenge um einige Meter, so dass die komplette Kreuzung von Schiller- und Löbestraße durch die Gegendemonstranten gesperrt wurde.
Der lange Atem der Gegendemonstranten
Die Polizei riegelte derweil die Zugänge ab, so dass ein weiteres Vorrücken in Richtung Stadtpark, wo sich angeblich die Neonazis aufhalten sollten, verhindert werden konnte. Gleichzeitig wurde die Information herumgegeben, dass von nun an Geduld gefragt sei. Die Nazis hätten für ihre Demo bis 18 Uhr Zeit, zu diesem Zeitpunkt noch etwa vier Stunden.
Die Kreuzung füllte sich von nun an fortlaufend. Anscheinend hatten immer mehr von den zuvor am Karl-Marx-Platz eingekesselten Demonstranten den Weg zum Verdi-Haus gefunden. Die Stimmung war prächtig, es wurde sich in der Sonne entspannt und zu Bongos und Trommeln getanzt. Es war deutlich zu spüren, dass die Gegendemonstranten nicht gewillt waren, den Platz vor Abbruch der Nazi-Veranstaltungen zu räumen! Auch die Mitglieder der „Front Deutscher Äpfel“ aus Leipzig waren vor Ort und sorgten mit zynischen und augenzwinkernden Reden für so einige Lacher.
Nazi-Demo wird aufgelöst
Einige Minuten vor 15 Uhr wurde dann die Botschaft verkündet, dass die Nazi-Demonstration – wohl auch aufgrund der Sitzblockade – von den Ordnungshütern abgebrochen wurde. Einige Zeit später, um Punkt 15 Uhr, dann folgte die Information, dass auch eine weitere Kundgebung der Neonazis abgesagt wurde und der braune Mob bereits zum Bahnhof geleitet wurde, um die Stadt zu verlassen.
Tobender Jubel brandete auf. Es war geschafft, den Antifaschisten war es gelungen, die Nazis auf friedliche Weise in die Schranken zu verweisen und Erfurt von der braunen Seuche zu befreien. „Gutes tun - Nazis stoppen“, das Motto der Gegendemonstration war voll aufgegangen!
Naziangriffe auf Polizisten
Danach herrschte rund um die Kreuzung eine gelöste und zufriedene Stimmung. Auf Anraten der Sprecher löste sich die Menschenmenge erst sehr sehr langsam auf. Es wurde befürchtet, dass vereinzelte Nazitruppen in der Stadt ihre Wut über die abgebrochenen Aktionen an Antifaschisten auslassen könnten. So wurde mit dem Abzug etwas gewartet.
Wie der MDR auf seinen Internetseiten berichtet, griffen zuvor einige militante Neonazis die Polizei mit Flaschen und Steinen an. Die Rede ist von 1.500 NPD-Demonstranten, die auch Autos und Häuser beschädigten und somit für Ausschreitungen und Krawalle sorgten. Die Polizei konnte die Nazis zurückdrängen und mehrere Randalierer festnehmen!
Ähnliche Bilder in der gesamten Innenstadt
Als wir einige Zeit später dann wieder fern ab von Gegendemo und Sitzblockade durch die Erfurter Innenstadt zogen, sah man überall noch vereinzelte Grüppchen von Gegendemonstranten und Polizisten. In einer Straße – ich glaube es war die Lange Brücke – war dann eine größere Schar von Polizisten in Kampfkleidung.
Zuerst war kein offensichtlicher Grund dafür zu erkennen. Doch nachdem wir an den Polizisten vorbeigingen, standen wir auf einmal vor einem Laden, der voll von Glatzen war. Wie mir später mitgeteilt wurde, soll es sich um einen Hooliganladen handeln. Inwieweit die dortigen Gestalten der rechten Szene zuzuordnen waren, kann ich nicht beurteilen, auf jeden Fall waren wir froh, als wir die Straße hinter uns gelassen hatten.
Warnung über Handy
Danach nutzten wir die verschiedenen Essensangebote und das wunderschöne Wetter auf dem Erfurter Domplatz zu einem weiteren Bad in der Maisonne. Nachdem sich unsere Gruppe im Verlauf der Demonstration etwas gesplittet hatte, warteten wir dort auch auf den Rest von uns.
Plötzlich erreichte mich über mein Handy ein Anruf von den anderen. Sie wurden offensichtlich in der Stadt von einer Gruppe Neonazis verfolgt und warnten uns, dass dieser Mob auf dem Weg zum Domplatz sei. Wenige Zeit später konnten wir dann einen Auflauf von Gegendemonstranten verfolgen.
Brauner Mob im Anmarsch
Es dauerte nicht lange und uns erreichte die Nachricht, dass ein Aufgebot der Polizei im Anmarsch sei ebenso wie eine Gruppe von Neonazis. Einige Minuten später war es dann auch soweit. Aus einer Richtung kamen die Ordnungshüter. Und einige Zeit darauf erschienen aus einer anderen Richtung die Rechtsextremisten.
Es war eine Gruppe von vielleicht 30 Nazis, die ziemlich schnell Anstalten machte, in Richtung der Gegendemonstranten zu eifern. Für einige Momente lag der Hauch von Gefahr in der Luft, viele Menschen, die den sonnigen Nachmittag friedlich auf dem Domplatz verbrachten, schauten verängstigt auf und wichen zurück.
Polizei hat Lage im Griff
Doch die Polizeieinheit reagierte ziemlich schnell und umstellte die Nazis. Als diese den Anschein erweckten die Polizisten anzugreifen, wurden die Rechtsextremisten umgehend dazu aufgefordert sich auf den Boden zu legen und die Arme auszustrecken.
Es dauerte nicht lange und den umherstehenden Menschen bot sich ein amüsantes Bild. Die gesamte Gruppe der Nazis lag auf dem Boden vor dem Erfurter Dom und wurde von der Polizei, die die Lage voll im Griff zu haben schien, in Schach gehalten. Vereinzelt wurden Nazis Handschellen/Fesseln angelegt. Applaus brandete auf.
Ende des Gegen-Demo-Tages
Danach wurden die Neonazis in Geleitschutz der Polizei nur wenige Meter neben uns abgeführt und auf die in unmittelbarer Nähe befindliche Polizeistation abgeführt. Neben vielen Glatzen in großer und kleiner Ausgabe, konnte ich auch eine Nazibraut unter den Rechten erkennen.
Danach war der Gegendemo-Tag für uns gelaufen. Wir setzten uns in unsere Autos, die wir im Parkhaus am Domplatz untergestellt hatten und fuhren wieder zurück. Was bleibt ist ein positives Gefühl, etwas mit unserer Anwesenheit dazu beigetragen zu haben, dass ein NPD-Aufmarsch aufgelöst werden konnte. Eigentlich schade, dass nicht noch mehr von unseren Freundinnen und Freunden mit gekommen sind. Sicherlich auch, weil der eine oder andere Angst vor Übergriffen der Nazis hatte.
Keine Gefahr für Gegendemonstranten!
Allerdings hat der heutige Tag gezeigt, dass keine Gefahr für Gegendemonstranten besteht, Opfer der demonstrierenden Nazis zu werden. Wenn man es nicht unmittelbar darauf anlegt und sich nicht von sich aus in Gefahrensituation begibt, dann ist es ohne Probleme möglich, ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen und den Aufmarsch der Nazis zu sabotieren!
Auch, vielleicht auch besonders, die Mitglieder der autonomen Szene, die unter den Gegendemonstranten gegen die Nazis protestierten, hatten durch ihr beherztes Vorgehen maßgeblichen Anteil an der Auflösung der NPD-Veranstaltung. Und selbst wenn ein paar wenige für brennende Mülltonnen oder beschädigte Autos verantwortlich sein sollen, muss man betonen, dass die Teilnehmer der Gegendemo in großer Mehrheit ein friedliches Bild ablieferten, dem nicht an einer Eskalation gelegen war.
Spiegel-Online zählt zusammen
Spiegel-Online berichtet von 1000 „zumeist Jugendlichen Demonstranten“, die eine Straßenkreuzung blockierten. Dazu werden zusätzlich 2.500 Menschen erwähnt, die ein Spalier an der Aufmarschstrecke bildeten. Weitere 1.500 Leute seien dem Aufruf zu der Gegendemonstration gefolgt. Macht Summa Summarum 5.000 Gegendemonstranten. Demgegenüber wird eine Zahl von 1.300 Neonazis genannt. Der MDR spricht von 1.500.
Bleibt abschließend festzuhalten, dass die Nazis ein weiteres Mal damit gescheitert sind, die „Frontstadt“ Erfurt einzunehmen. Abermals musste man von Seiten der Rechtsextremisten eine empfindliche Niederlage einstecken.
Ein Zeichen für Toleranz & gegen Rechts
Die Bürgerinnen und Bürger Erfurts haben mit starker Unterstützung von Gegendemonstranten aus den anderen ostdeutschen Bundesländern den Nazis die rote Karte gezeigt und sich für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit ausgesprochen. Erfurt ist es damit ein weiteres Mal erfolgreich gelungen, den Nazis ihre Grenzen aufzuzeigen und den NPD-Aufmarsch schon im Keim zu ersticken. Wo solch zivilgesellschaftliches Engagement an den Tag gelegt wird, ist einfach kein Platz für Rechtsextremismus!
Das heißt allerdings noch lange nicht, dass sich damit das Thema erledigt hat. Ganz im Gegenteil. Auch weiterhin heißt es offen und aktiv gegen die Ursachen von Rechtsextremismus und Rassismus vorzugehen. Der heutige erste Mai in Erfurt war lediglich ein Zeichen der Zivilgesellschaft. Ein Zeichen, dem weitere Taten folgen müssen. Vor allem politische Entscheidungsträger haben durch das heute an den Tag gelegte Engagement der Bevölkerung die Aufgabe erneuert bekommen, aktiv dagegen vorzugehen und umgehend an weiteren Plänen für ein sicheres Miteinander zu arbeiten.
Denn nur durch gemeinsames Handeln und Unterstützen ist es möglich ein solch fragiles Gefüge wie unsere Zivilgesellschaft vor den Gefahren von Rechtsextremismus und Rassismus zu schützen. Dazu kann Einjeder seinen Beitrag leisten. Und wie der 01. Mai 2007 in Erfurt gezeigt hat:
Zivilcourage kann so einfach und so unglaublich wichtig sein!
Hier geht`s zu den Fotos der Gegendemonstration:
Fotos der Erfurter Gegen-Demo: „Solidarität gegen Rechts - Impressionen der Zivilcourage“
bluejax
Il, den 01. Mai 2007
Quellen und Links:
http://www.apfelfront.de/
http://www.mdr.de/nachrichten/4428581.html#absatz1
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,480408,00.html
http://www.mdr.de/mdr-info/news/176109.html#2
http://www.bluejax.net/2007/05/08/fotos-der-erfurter-gegen-demo
-%e2%80%9esolidaritat-gegen-rechts-impressionen-der
-zivilcourage%e2%80%9c/
bluejax is
Email this author | All posts by bluejax

























man sieht, dass du nicht den ganzen abend da warst.
der bahnhof wurde gegen 17 uhr komplett weiträumig abgeriegelt als es zu krawallen und steinwürfe durch (soweit mir bekannt) linke jugendliche kam, wodurch unter anderem die Glastüren am Haupteingang teilweise zersört wurden.
erst als die letzte glatze den bahnhof verlassen hatte, wurde er wieder freigegeben.
@ gegendemonstrant
Du hast Recht, zu etwa diesem Zeitpunkt müsste das Zusammentreffen bei uns auf dem Domplatz stattgefunden haben. Von den zerbrochenen Fensterscheiben am Bahnhof habe ich erst im Nachhinein durch den MDR erfahren. Aber danke für den Hinweis bzw. die Ergänzung!
danke für diesen ausführlichen bericht. es zeigt sich, dass es sich lohnt demos der nazis zu blockieren.
Hier mal ein Video auf youtube:
http://youtube.com/watch?v=OdAZNpRiBZU
der besagt Laden ist tatsächlich ein Hooliganladen und hat NICHTS mit Nazis zu tun. Ganz im Gegenteil hat er sich von der durch die Stadt laufenden Gruppe rechter Junghools distanziert und nicht in den Laden gelassen, woraufhin diese festgesetzt worden. Hört bitte auf alles und jeden als Nazi zu diffamieren, der nicht links ist!
@ Dabeigewesener
Ich habe bewusst darauf hingewiesen, dass ich die Lage nicht beurteilen kann. Vielmehr habe ich lediglich meine Beobachtungen und dementsprechenden Gefühle beschrieben.
Ich möchte niemanden ungerechtigerweise als Nazi oder Faschist diffamieren. Sollte dies dennoch der Fall sein, bin ich um Aufklärung dankbar!
Ausserdem waren extrem viele Skins da, die nur drauf gewartet haben, daß ein verfluchter Nazi den Weg aus seiner Veranstaltung findet, um ihn in die Finger zu bekommen.
Haupt Dreh- und Angelpunkt war eh die Johanensvorstadt, wo versucht wurde die Nazis abzufangen… bei dem ein oder anderen hat es schließlich auch funktioniert
Hallihallo.
Möchte an dieser Stelle nicht meckern nur berichtigen!
Du (bluejax) irrst dich etwas. Es war doch n bissl mehr los, mensch muss sich halt bewegen. Die Sache mit den Nazis auf dem Domplatz war doch etwas eher als die Bahnhofaktion. Mensch konnte beide Situationen “erleben” durch einfaches zum Bahnhof schlendern und dabei sind wir noch ne weile nach Domplatzsache durch die Innenstadt gelaufen.
Und das andere ist das die Bullen keineswegs alles so super schnell und sauber im Griff hatten wie mensch durch deine beschreibung vermuten könnte. Erst durch lautstarke hinweise aus unseren Reihen wurden die auf die Nazigruppe, welche sich zu dem Zeitpunkt auf uns zu bewegte, aufmerksam! Das hätte auch enger werden können, da zu dem Zeitpunkt (entschuldigt diese Aussage, sie ist aber nun mal Realität) wenig schlagkräftige von uns präsent waren.
Aber is ja alles gut gegangen. Trotzdem sollte mensch wachsam und vorbereitet sein!
PS: der Hooliganladen ist vieleicht kein Naziladen, vertreibt aber trotzdem Thor Steinar. Also direkte Struktur finanzierung dieser Faschos und verbreitung der Marke dazu. Entweder ist das Dummheit oder Kalkühl.
@ alteKatze
Vielen Dank für deine Ergänzung!
Wie gesagt kann ich nur berichten, was ich selber mitbekommen habe. Ich freue mich über weitere Beobachtungen/Erfahrungen und/oder Berichtigungen!!!
Gibt es bald auch Bilder zu sehen?
@ AreV
Ich hoffe, dass ich die Bilder heute Abend/Nacht online stellen kann!
Leider hatte ich in den vergangenen Tagen verdammt viel um die Ohren, so dass sich die Veröffentlichung etwas hingezogen hat. Aber wie gesagt: Ich habe heute Abend anvisiert!
[…] Hier geht`s zum Artikel über die Gegendemonstration: 01. Mai in Erfurt: Nazi-Demonstration im Keim erstickt – Erfurt wehrt sich erfolgreich gegen den braunen Mob […]