Luke Pickett: Wenn Tränen einsam musizieren - Der Klang von Seide im Ozean der Schmerzen
By bluejax • Mrz 24th, 2007 • Category: Empfehlungen, Musica
Link: sevenload.com
Es gibt verschiedene Arten von Musikern. Zum einen Menschen, die musikalisch wenig zu bieten haben, aber aufgrund guter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (oder einfach nur Glück) dennoch erfolgreich sind. Dann gibt es Interpreten, deren Können von der Öffentlichkeit gewürdigt und vom Scheinwerferlicht begleitet wird. Am interessantesten sind aber in meinen Augen jene SängerInnen und Bands, die noch nicht so im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Wobei dies wahrlich keine Rückschlüsse auf deren Qualitäten zulassen muss. Ganz im Gegenteil: Oftmals stecken in den Niederungen der öffentlichen Wahrnehmung die wahren Perlen des Musikplaneten.
Leidenschaft ist das, was Leiden schafft
Dazu kann man sicherlich auch den britischen Sänger Luke Picket zählen. Mit seiner zarten Stimme zelebriert er ein leidenschaftliches Fest der Gefühle. I’ll tear out your heart weint er in seinem Song Empty Corridors und lässt den faszinierten Zuhörer grübeln, ob es sich um eine männliche oder vielleicht doch eher um eine weibliche Stimme handelt.

(Bildquelle: lukepickett.com )
Walk down corridors miles away from heart
Luke Pickett, noch nie von ihm gehört? Keine Sorge, bis vor kurzem ging es mir ganz genauso. Bis ich irgendwann einmal bei meinen regelmäßigen Youtube-Streifzügen zufällig auf einen Song von ihm gestoßen bin. Empty Corridors heißt dieses Stück. Pickett kratzt sich darin den Schmerz des Verlassens von seiner Seele. Ein wundervoller Song, der unter die Haut geht.
Nachdem ich etwas recherchiert hatte, stellte sich ziemlich schnell heraus, dass Luke Pickett noch sehr unbekannt zu sein scheint. Deutsche Seiten im Internet gibt es eigentlich gar nicht, englische sind ebenfalls äußerst rar gesät. Schade eigentlich, entgeht so doch vielen Musikinteressierten ein wirklich eindrucksvoller und interessanter Interpret.
Hear the sound of whispering
Neben seiner Arbeit als Solokünstler ist Luke Pickett gleichzeitig auch Sänger der Band Her Words Kill. Wer sich die Songs dieser Band anhört wird sich etwas verwundert die Ohren reiben. Denn während Pickett in seinen eigenen Songs eine emotional-harmonische Ruhe an den Tag legt, so geht es bei Her Words Kill doch etwas härter zur Sache. Nicht umsonst führt die Band auf ihrer Myspace-Seite neben dem Gitaristen und Sänger Pickett einen weiteren Gesangspart auf, unter der Bezeichnung „Screams“ (Schreie)!
Voller Schrei und Schmerz sind auch die restlichen Songs von Luke Pickett. In Casino Brawls, einem weiteren leidenschaftlichen Gefühlschaos heißt es No tears left, I’ve cried them all for you. Abermals handelt es von unerfüllter Liebe und emotionalem Pain. Now pull the knife from my ever bleeding heart, als Forderung für ein Ende des Leidens.
With one bullet left we both must face the last dance
Blut und Herz, man könnte nun Song für Song durchgehen und würde immer wieder auf dieselben Themen stoßen: Liebe, Schmerz und Leidenschaft. Ob es sich um autobiografische Erzählungen des Sängers handelt ist unbekannt. Bei dieser Emotionalität, die den Stücken innewohnt ist es allerdings anzunehmen. Wie sonst kann ein Mensch von solchen Gefühlen erzählen, ohne sie selbst am eigenen Leib erlebt zu haben?
Hohe, ruhige Gesangsparts, die von akustischen Gitarrenklängen und ab und wann von einem Piano begleitet werden, das ist die Musik, die uns Luke Pickett auf seiner EP „For Every Petal Lost; Another Gained“ schenkt.
Liebeskummer, Lebenskrise oder einfach nur in schlechter Stimmung? Macht die Heizung an, stellt euch eine heiße Tasse Tee oder Kaffee an die Seite, legt euch ins Bett und dreht die Musik von Luke Pickett auf. Ihr werdet feststellen, dieser Mann spricht euch aus eurer Seele.
Don’t lose yourself in dreams
Und denkt daran: Oftmals braucht es die Erfahrung von Schmerz und Trauer um großes zu erreichen!
This is the last dance, where teardrops dictate who stands and falls.
Where weapons choose the ones who love.
So, this bridge has fallen and I’m still here.
(Luke Pickett: “Collypsing On Bridges”)
bluejax
Il, den 24. März 2007
Quellen und Links:
http://www.lukepickett.com/
http://www.youtube.com
http://www.myspace.com/herwordskill
http://store.sandbag.uk.com/Store/ DisplayIndividualItem.html?ID=1587&CatID=3&ShopID=9
Bildquellen:
http://myspace-211.vo.llnwd.net/01398/11/27/1398547211_m.jpg
http://i4.photobucket.com/albums/y118/herwordskill/casinobanner.gif
http://store.sandbag.uk.com/Store/newimages/324.jpg

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.. naja, nicht schlecht, wenn’s nur nicht so stark an U2 erinnern würde…..
kann dem artikel vollstens zustimmen. luke pickett ist die genialste entdeckung seit langem.
oh man.
märz 2007. seit wann gibts her words kill schon nich mehr? 2002? haha.