Blogs: Subjektiver Umgang mit „Objektiv“ – Ablehnung von Links führt schnell zur Toleranz von Rechts
By bluejax • Aug 22nd, 2006 • Category: Blogosphere, Gesellschaft, Rassismus, RechtsextremismusWie sehr rechtsextremistische Gesinnungen und Parolen bereits Einzug in die „bürgerliche Gesellschaft“ gefunden haben, veranschaulichen nicht nur die Bemühungen der NPD, sich als bürgernahe und um Jugendliche und Arbeitslose besorgte Partei darzustellen.
Auch der Blick in einige Weblogs offenbart, dass rechte Parolen und Sympathien für Rechtsextremisten häufiger vorzufinden sind, als man denkt. Ob bewusst oder unbewusst ist dabei egal. Fakt ist, dass sich rechte Organisationen und deren Gesinnung immer mehr in der „normalen“ Gesellschaft etablieren können.
Fakten und Fiktionen – Fiktionen und Fakten
Umso erschreckender, wenn sich auf einmal ein viel besuchtes Weblog auf die Seite eines als rechtsradikal eingestuften Vereines stellt, der an Schulen Magazine verteilt, das als Schülerzeitung verkleidet, rechte Gesinnung unter die Jugendlichen streuen sollen!
Wieder mal die üblichen Verdächtigen
Eigentlich wollte ich mich ja nicht mehr mit dem leidigen Thema „Intolerante Weblogs“ auseinandersetzen. Tja, eigentlich. Denn die von mir erst kürzlich kritisierten Blogs, liefern leider immer wieder neue Beispiele ihrer intoleranten und fremdenfeindlichen Denkweise ab. Es ist schwer, diesen Tönen auszuweichen, noch schwerer ist es, die Augen davor zu verschließen. Nicht nur das, es ist auch feige und verfassungsfeindlich, dies zu tolerieren und schweigend hinzunehmen!
Das aktuelle Beispiel von Kewil
Fakten und Fiktionen lautet der Untertitel des Weblogs Kewil. Ein Titel, den die Verantwortlichen leider etwas anders auszulegen scheinen als viele andere. Was ist Fakt, was Fiktion. Kewil scheint selber darüber zu rätseln. Und dabei zu einer ganz eigenen Meinung zu kommen!
Nicht anders scheint es zu erklären, was man vor 3 Tagen dort im Blog veröffentlichte. Am 19. August 2006 erschien dort nämlich der Artikel „SPIEGEL, total objektiv wie immer, entdeckt “rechtsradikale” Schuelerzeitung“. Und wie die Überschrift schon andeutet, so hält man bei Kewil nichts von der Kritik an einem, von allen Seiten als rechtsextrem eingestuftem, Blatt Objektiv, dass an verschiedenen Schulen in Nordrhein-Westfalen verteilt wurde. Lieber stellt man sich auf die Seite von Pro Köln, als einem Nachrichtenmagazin wie dem Spiegel einmal zu glauben.
Der Grund? Auch Pro Köln ist wie die beiden Weblogs Kewil und Politicallyincorrect gegen den Bau von Moscheen in Deutschland! Und ach ja, der Spiegel ist ein linkes Blatt!
Die Freunde unserer Freunde
Es klingt wie aus einem schlechten Film. Pro Köln wurde laut Wikipedia 1996 „als Ableger der rechtsextremen Deutsche Liga für Volk und Heimat von ehemaligen Mitgliedern der NPD und der Partei Die Republikaner“ gegründet. Wie es weiter heißt, arbeiten die Mitglieder zum Teil mit der NPD und deren Jugendorganisation “Junge Nationaldemokraten” zusammen.
Desweitere berichtet Wikipedia davon, dass im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen, die von Pro Köln organisiert wurden, „bekannte Neonazi-Kader“ und „Neonazi-Aktivisten“ aufgetreten seien.
Der Spiegel deckt auf
Wenn dann auch noch der Spiegel und weitere Zeitschriften davon berichten, wie dieser eingetragene Verein eine als Schülerzeitung getarnte Hetzzeitung veröffentlich, wird das Bild von Pro Köln weiter konkretisiert.
Spiegel-Online veröffentlichte am 18. August 2006 den Artikel „Rechte Schülerzeitung ...etze zwischen Freizeittipps“ von Armin Himmelrath. Darin heißt es:
“Das 24-Seiten-Magazin vor mehreren Schulen verteilt hat die “Jugend pro Köln”, ein Anhängsel der rechtsextremen “Bürgerbewegung pro Köln”. Die Rechtsausleger der Lokalpolitik haben sich zum Beispiel mit Kampagnen gegen Flüchtlingsheime und den angeblichen Neubau von Riesenmoscheen hervorgetan. Die “orientalischen Prachtbuden” würden “Islamisten anziehen”, tönten sie in einem Flugblatt. Pro Köln wolle sich dem “multikulturellen Wahn der anderen Kräfte” entgegen stellen.“
Subjektiv objektiv
Weiter werden in diesem Artikel auch die Personen hinter dem Verein Pro Köln beleuchtet. Dabei wird ein ähnliches Bild gezeichnet, wie es bereits bei Wikipedia dargestellt wird.
Doch wollen wir uns nun einmal etwas näher dem Inhalt von „Objektiv“ – so der Name der Schülerzeitung widmen. Denn in dem Heft finden sich neben „unverfänglichen Freizeittipps zum Klettern und zu einem Aquarium oder einem Rätsel“ Artikel, die durchaus als eine Sammlung von rechter Gesinnung anzusehen ist. Texte über “Ausländische Jugendkriminalität”, “Patriotismus-Welle” und “Großmoschee” sollen den Schülern die rechte Denkweise näher bringen.
“Widerwärtig platt, randvoll mit dumpfen Klischees werden etwa im frei erfundenen Artikel “Jessica und Ali” Belästigungen beschrieben, die ein blondes Mädchen nachts in einer U-Bahn-Station durch einen jungen Türken erleidet.“
Vorurteile aufbauen – Ängste schüren
Dieser Artikel, der den Titel „Jessica und Ali – Eine fiktive Szene aus dem Großstadtleben“ trägt, beschreibt wie Jessica, „Gymnasiastin, Interessen Sport, Tanzen, Tagebuch und Gedichte schreiben“ von Ali, „Hauptschule, Interessen, Rappmusik, Kickboxen, Bodybuilding, Fette Schlitten“ morgens um 2 Uhr auf einer U-Bahnstation belästigt wird.
Ali, „kurze schwarze Haare mit Gel aufgestylt, (…) trägt Jeans; dazu ein weißes T-Shirt mit türkischer Fahne auf der Vorderseite“ sieht Jessica „blonde lange Haare trägt einen Mini-Rock“ und denkt:
“Oh Mann, scheiße Alter: geile Braut -, die einmal ficken, man, das wäre geil: Ihr Arsch, die dicken Titten, die Haare, – das geht ab … Sie ist allein …, – also ran Alter, worauf wartest du noch.”
Und als ob das noch nicht genug ist, werden auch Jessicas Gedanken beschrieben:
“Vielleicht hat Mutter ja doch Recht, wenn sie sagt, dass viele Moslems ihren sexuellen Kohldampf auf unseren Straßen vor sich herschieben und keine Grenzen bei Mädchen akzeptieren, erst recht nicht, wenn sie allein und leicht bekleidet sind.”
Abscheulich, beschämend, beleidigend!
Es ist wirklich widerwärtig, wenn man eine solche braune Grütze durchliest, die in einem Magazin daherkommt, das sich Schülerzeitung nennt. Wenn ich mir vorstelle, dass junge Schülerinnen und Schüler diese Artikel lesen und nicht merken, von wem diese Zeilen und mit welcher Intention geschrieben wurden, dann läuft es mir kalt den Rücken runter!
Immerhin beschreibt der SpOn-Artikel weiter, wie einige Schülerinnen und Schüler sich gegen diese gefährliche Art der “Rattenfängertricks“ gewehrt haben. So kommt der Direktor des Gymnasiums von Rodenkirchen, Erhard Tillmann, zu Wort:
Die Schüler riechen den Braten – Andere nicht!
Etliche Jugendliche hätten die Hefte sofort in die Papierkörbe geworfen oder demonstrativ zurückgegeben – und Thema im Unterricht war die Verteilaktion danach ebenfalls. Schließlich setzen rechte Gruppen immer wieder auf die Strategie, mit bräunlichen Publikationen oder auch mit der Verteilung von Gratis-CDs vor Schulen neue Anhänger zu ködern.
Wer diesen Spiegel-Artikel gelesen hat, der wird schockiert sein, wie einfach es zu sein scheint, rechte Parolen und ausländerfeindliche Texte an unschuldige Jugendliche zu verteilen. Doch man muss nicht unbedingt den Artikel bei Spiegel-Online gelesen haben. Auch der Kölner Stadtanzeiger hat einen Artikel zu dem Blatt Objektiv veröffentlicht.
Kölner Stadtanzeiger zitiert gemeinsame Erklärung
Am 16. August 2006 erschien auf den Internetseiten der Kölner Tageszeitung der Artikel „Inhalte eindeutig am braunen Rand“ von Detlef Schmalenberg. Der Inhalt des Artikels und die Einschätzung von Objektiv ähneln dabei sehr dem Bild, wie es im Spiegel-Artikel dargestellt wird.
Interessant dürfte allerdings noch ein Textausschnitt sein, der im Kälner Stadtanzeiger auftaucht. Denn es wird eine gemeinsame Erklärung der „Kölner Jungsozialisten“ und der „Jungen Union“ zitiert, wonach die Zeitung Objektiv Inhalte transportiere,
„, die sich eindeutig am braunen Rand bewegen“!
Politiker können über ihren Schatten springen – Andere nicht!
So, wer nun also das alles gelesen hat und vielleicht auch schon mal einen Blick in die besagte „Schülerzeitung“ geworfen hat, der wird mir zustimmen können, dass die Kritik, von Spiegel und Kölner Stadtanzeiger berechtigt ist. Bei Objektiv handelt es sich keineswegs um eine harmlose, objektive und friedfertige Schülerzeitung!
Und die vom Kölner Stadtanzeiger zitierte Erklärung von Jungsozialisten und Junger Union zeigt, dass dies nicht nur eine Einschätzung von Menschen „Links der Mitte“ ist, sondern auch etwas „Rechts der Mitte“ postierte Organisationen wie die „Junge Union“ diese Einschätzung teilen.
Freund, Feind – Feind, Freund
Deswegen erscheint es umso lächerlicher, wenn das Weblog Kewil in seinem Eintrag von vergangenem Samstag schreibt:
Der “Spiegel” in seinem unermuedlichen Kampf gegen “Rechts” – fuer Israel hat er nicht soviel uebrig – hat mal wieder eine kleine Schuelerzeitung entdeckt, die nicht das schreibt, was der “Spiegel” will, sondern die zum Beispiel gegen die geplante Gross-Moschee in Ehrenfeld ist.
Man scheint also alleine den Spiegel als Publikation als Grund zu nehmen, dass an dieser Story nichts dran sein könne. Spiegel links, Links Feind, Also Spiegel Feind, so das vereinfachte Denken mancher Menschen.
Gemeinsam gegen alles Fremde!
Abgesehen davon, dass ich den Spiegel nicht als linke Zeitschrift einstufen würde, finde ich es äußerst traurig, dass man, statt selber einmal etwas im Netz zu recherchieren, hier mit Verschwörungsphantasien und Unterstellungen daherkommt!
Aber es steckt noch was anderes dahinter, wenn Kewil sich auf die Seite von Pro Köln schlägt. Denn genauso wie die beiden Weblogs Politicallyincorrect und Kewil, so ist auch Pro Köln gegen den Moscheebau in Deutschland. Besonders gegen den Bau einer Moschee in Köln agierte man einst Hand-in-Hand!
Vereinfacht einfach Vereinfacht
Die Prämisse mancher Menschen scheint zu sein: „Wer nicht unser Freund ist, ist unser Feind“ bewertet. Feind ist dabei übrigens alles, was nicht der eigenen Meinung entspricht. Somit werde wohl auch ich als Feind derer einzustufen sein, die nichts mit meiner Meinung anfangen können. Geschweige denn damit, dass ich meine Meinung in diesem Blog hier offen ausspreche!
Auch der Satz „Die Feinde unserer Feinde sind unsere Freunde“, passt ins Weltbild von diesen Menschen, auch wenn er in Wirklichkeit keiner Logik entsprechen muss. So verwundert es dann auch nicht, wenn sich Manchereiner auf die Seite einer solchen Organisation wie Pro Köln schlägt. Der gemeinsame „Feind“ dieser Menschen sind nämlich Muslime, andere Religionen, tolerante Menschen und überhaupt alles, was fremd und/oder nicht Rechts ist!
Ein gemeinsamer Hort der Intoleranz
Kewil ist beheimatet beim Bloghoster Myblog.de, der auch, das von mir kürzlich kritisierte Weblog Politicallyincorrect veröffentlicht. Die beiden Weblogs sind sehr vertraut miteinander, man könnte auch schon von Partnern und Kameraden sprechen. Man teilt die gemeinsamen Ansichten von Freund, Feind, Welt und Politik.
Deswegen war es auch nicht verwunderlich, als im Zuge der Weblog-Demonstration gegen PI das Weblog Kewil einschritt und einige der Blogger, die sich gegen die Intoleranz von PI aussprachen in einem eigenen Artikel denunzierte. Dabei habe ich übrigens auch einen schicken Spitznamen zugeteilt bekommen:
Bluejax, der Bischof aus Rottenburg *lol*
Kein Kleinkrieg, sondern der Versuch Augen zu öffnen!
Versteht mich bitte jetzt nicht falsch, ich möchte kein weiteres Öl ins Feuer gießen und die beiden kritisierten Weblogs herausfordern. Eigentlich geht es mir hier in erster Linie darum zu zeigen, wie eine, von allen Seiten als rechtsradikal eingestufte, Organisation versucht Schülerinnen und Schüler durch ein als „Schülerzeitung“ getarntes Blatt mit rechtem Gedankengut zu infizieren.
Allerdings kann ich nicht einfach still dasitzen und nichts tun, wenn ein weitreichenstarkes Weblog wie Kewil, das bei Myblog.de aktuell an Position 4 geführt wird, eine solche Aktion gut heißt und sich aus Ablehnung bestimmter Magazine, mit den Rechten solidarisiert.
Rechts geht Mitte
Das zeigt auch, wie weit die Parolen der Rechten es mittlerweile schon geschafft haben, in die Köpfe des bürgerlichen Lagers einzudringen. Ich möchte Leuten wie Kewil und Co nicht unterstellen, dass sie die Gesinnung mit solchen Menschen teilen. Ich glaube nicht, dass es sich um Blogger mit einer rechtsextremistischen Einstellung handelt. Vielmehr möchte ich kritisieren, dass es vielen Leuten nicht mehr möglich zu sein, richtig zu differenzieren und die Rechten zu erkennen.
Ein Schachzug, den rechte Organisationen in den vergangenen Jahren vermehrt verfolgen. Sie versuchen sich nach außen hin als besorgt und fürsorglich darzustellen und die Sorgen einiger aufzugreifen, um damit auf den ersten Blick nicht als rechtsextrem klar identifizierbar zu erscheinen. Ziel ist es, an Sympathien zu gewinnen und letztlich wählbar zu werden.
Opfer von Rechts?!
Und wenn man sich den besagten Kewil-Artikel anschaut, dann sieht man, wie leicht dies mittlerweile zu erreichen scheint. Man muss nur die Meinung mit diesen zu teilen und schon erhält man Verlinkungen und Zuspruch. Umso gefährlicher ist es, wenn es sich dabei um Menschenhandelt, die einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Bildung der Öffentlichen Meinung ausübern!
Bitte: Ich bin nicht euer Feind!
Leute, lasst uns doch wenigsten bei den Themen „Rechtsextremismus“ und „Rassismus“ einmal an einem Strang ziehen. Lasst uns die Scheukappen abwerfen und miteinander reden! Statt gegenseitig aufeinander rumzuhauen, sollten wir uns einigen, dass wir alle hinter dem Grundgesetz stehen, dem Grundpfeiler unserer demokratischen Gesellschaft!
Ich bin mir ganz sicher, dass meine Feinde nicht eure Freunde sind! Ich bin mir sicher, dass auch ihr ähnliche Werten und Rechte toleriert wie ich. Ich bin mir nur nicht sicher, ob wir uns gleich ausdrücken!
Gemeinsam – Zusammen – Geschlossen
GEGEN Rassismus
GEGEN Rechtsextremismus
FÜR Toleranz
Zumindest diese drei Aussagen sollten einen Grundkonsens darstellen, um ein faires und friedliches gesellschaftliches Leben zu ermöglichen. Wer sich zu Toleranz, Unterstützung und Respektierung dieser Worte nicht durchringen kann, der hat ein verfassungsfeindliches Denken. Und das ist gefährlich für uns als gesellschaftliche Gemeinschaft!
Wer kann über seinen Schatten springen?
Ob links, ob rechts, ob arm ob reich, ob alt, ob jung. Nur gemeinsam können wir Gruppierungen entgegentreten, denen unser demokratisches und tolerantes System zuwider ist. Gemeinsam für Friede und Toleranz. Gemeinsam gegen Rechts. Gemeinsam für uns!
Zum Verständnis: Meine Intentionen!
Ach, und bevor es wieder zu vorschnellen Vorwürfen mir gegenüber kommt, möchte ich hier in 10 Punkten meine Beweggründe klarstellen und versuchen Vorurteile zu entkräften, die ich beim letzten Mal zu hören bekam:
1. Ich führe keinen Krieg gegen irgendwelche Menschen (oder Blogger), die eine andere Meinung vertreten!
2. Ich stehe einem offenen und fairen Dialog aufgeschlossen gegenüber
3. Auch ich bin nicht vor Fehlern gewahrt, wenn ich also falsch liege, nutzt die Kommentarfunktion und klärt mich auf. Aber: Immer angemessen, fair und ohne Beleidigungen!
4. Es handelt sich hierbei einfach um meine persönliche Meinung (Stichwort: Meinungsfreiheit)!
5. Ich bitte, von einer neuerlichen unverhältnismäßigen Schlammschlacht mit Beleidigungen, Drohungen und Beschimpfungen abzusehen!
6. Hinter diesem Artikel steckt keine Kampagne!
7. Das einzige Ziel, dass ich mit diesem Artikel verfolge ist, meine Meinung mitzuteilen, auf Undifferenziertheit im Umgang mit Rechts hinzuweisen und ein intensiveres Prüfen von vermeintlichen Freunden anzuregen
8. Es geht mir hier nicht darum, durch diesen Artikel Traffic zu erzeugen und Besucher zu bekommen
9. Ich bin kein frustrierter Blogger, der Aufmerksamkeit sucht!
10. Ich verfolge lediglich verfassungskonforme und Toleranz stiftende Ziele!
Für ein friedliches, tolerantes und faires Miteinander!
bluejax
Rottenburg, den 22. August 2006
Quellen und Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerbewegung
_pro_K%C3%B6ln
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/
0,1518,432253,00.html
http://www.ksta.de/html/artikel/1154434453292.shtml
http://www.myblog.de/
http://www.bluejax.net/2006/08/03/der-protest-rollt-weblog
-demonstration-gegen-pi-%e2%80%93-fur-toleranz
-gegen-rassismus/
http://www.myblog.de/ap/most.php
bluejax is
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wirklich sehr gut, bluejax
danke, für den artikel.
Vielleicht ist noch dieser Indymedia-Artikel für Dich interessant: http://de.indymedia.org/2006/08/155564.shtml
Im Übrigen findet bei PI, kewil et.al. eine Verkürzung von Rassismus auf Antisemitismus statt, den man “den Linken” unterschiebt. Denn man verschweigt, was das “pro-israel”- und “pro-usa”-Geschwafel letztlich bedeutet: die vielen Contras: Contra Islam, Contra Freiheit, Contra Alternativen zum Kapitalismus, Contra “Links”, Contra Toleranz etc. pp.
MfG
Daniel
http://bigberta.twoday.net/stories/2553587/
Hallo, bluejax, ich habe dazu auch was geschrieben und das in Beziehung gesetzt zu den “eigentlichen” Jugendtraditionen in Köln, auf die sich hier – aus meiner Sicht – schamlos draufgesattelt wird. Und daß das – in Köln wie anderswo – frei flottierende Ängste sind, habe ich versucht, hier darzustllen:
http://bigberta.twoday.net/stories/2548900/. Diese Ängste haben sich nämlich – in den 50er Jahren auch mal gegen die “anderen” Christen gerichtet. Ob das weiterhilft, weiß ich nicht. Aber wenn mir jemand die Frage stellt, ob die Muslime durch einen Moscheebau “ein Gebiet erobert” haben, kann ich mir so ungefähr vorstellen, was den umtteibt: frei flottierende Ängste suchen sich ein Objekt.
Kewil ist eben stockkonservativ und wohl auch katholisch, und?
In seinem, eben hier kritisierten Beitrag stellt er (meiner Einschätzung nach) lediglich einige Fragen bezüglich der Tendenz, daß man alles ins Nazilager “schubst”, was nicht politisch korrekt ist.
Der hiesige Beitrag “belegt” eigentlich die obige Vermutung von Kewil bzw. jene Einschätzung, welche ich aus Kewils Beitrag lese.
Der Beitrag hier ist zwar sehr gut aufgebaut (meinen ehrlichen Respekt, auch für die sichtbare Bemühung bzw. Arbeit) und in sich schlüssig, aber er entbehrt der Grundlage.
Anmerkungen:
Ein Link auf den Beitrag von Kewil wäre hilfreich sowie fair gewesen.
Der Spiegel hat hat nicht das alleinige mediale Definitionsrecht – einst formierte sich eine Gegenöffentlichkeit von links in den 60er Jahren, welche inzwischen die Medien dominiert.
So wie man einst auf diese Gegenöffentlichkeit empört reagierte (”KOMMUNIST!”), so geschieht dies nun (”NAZI!”) gegenüber konservativen bzw. bürgerlichen Personen, welche an die Öffentlichkeit drängen.
Die Geschichte wiederholt sich … .
Nazi-Schick, auch in deiner Stadt.
http://www.lemb.com/impressum.php
Fuck!
Fernsehbericht über pro Köln
Schülerzeitung „Objektiv“ und Bürgerbegehren gegen die Großmoschee sollen Themen sein
Seit längerem begleitet ein Kamerateam des Westdeutschen Rundfunks (WDR) und der freie Journalist Frank Überall die Arbeit von pro Köln. Sowohl bei der pro-Köln-Pressekonferenz zum Bürgerbegehren gegen die Großmoschee als auch auf der letzten Ratssitzung war das WDR-Team im Einsatz. Heute wurde nun eine pro-Köln-Verteilaktion der neuen „Objektiv“-Ausgabe in Porz-Zündorf gefilmt. Man darf auf das Endprodukt der Fernsehjournalisten in einigen Wochen gespannt sein. „Allzu freundlich dürfte die Reportage erfahrungsgemäß nicht ausfallen, aber eine Medienverweigerung kommt für unsere Bürgerbewegung grundsätzlich nicht in Frage, wenn wir unsere Inhalte einem breitem Publikum näher bringen wollen“, so der pro-Köln-Vorsitzende Markus Beisicht. Frei nach dem Motto: Die Hoffnung stirbt zuletzt …
Ansonsten ging die Verteilaktion der zweiten „Objektiv“-Ausgabe auch heute in der ganzen Stadt weiter. Außer in Zündorf wurden noch ein halbes Dutzend Schulen in Lindenthal, Zollstock und in der Altstadt beliefert. Besonders viel Zustimmung bekamen die Verteiler an der Theo-Burauen-Realschule im Severinsviertel. Eine Erfahrung, die das „Objektiv“-Team in seiner Entscheidung bestärkt hat, zukünftig noch mehr Realschulen beliefern zu wollen.
Während der „Stadt-Anzeiger“ sich anscheinend auf das Totschweigen der zweiten „Objektiv“-Kampagne festgelegt hat, gab es heute ein großes Medienecho in der „Rundschau“. Auf Seite 1 des Kommunalteils durfte der Bahn-Sprecher Gerd Felser Abbitte leisten, weil er „Objektiv“ ein Interview zur Sicherheit auf den Kölner Bahnhöfen gegeben hatte. Dabei hatten die nonkonformen Zeitungsmacher Herrn Felser natürlich ganz offen unter dem Namen „Objektiv“ angeschrieben und ihn weder „ausgetrickst“ noch „hinters Licht geführt“. Ähnlich unverständlich sind die negativen Reaktionen von Polizei und Jugendrotkreuz. Beide Organisationen bieten ihm Internet sogenannte „Füllanzeigen“ für Zeitungen und Zeitschriften an, mit denen die gemeinnützige Arbeit von Polizei und Jugendrotkreuz unterstützt und beworben werden kann. Nichts anderes hat „Objektiv“ gemacht. Auch hier gibt es nichts „Anrüchiges“ oder „Hinterhältiges“ zu bemängeln. Wenn aber obige Organisationen aufgrund des öffentlichen Drucks gegen „rechts“ plötzlich kalte Füße bekommen, wirft das eher ein bezeichnendes Licht auf sie selbst als auf die „Objektiv“-Redaktion.
Wie heißt es doch gleich noch mal in besagter Polizei-Werbung? „Zivilcourage ist nie zu viel Courage“!