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	<title>Kommentare zu: Traurig aber wahr: Rassismus in Discotheken &#8211; Alltag in Thüringen!?</title>
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	<description>.innovativ .informativ .alternativ (privat-publizistisches Blog-Magazin)</description>
	<lastBuildDate>Mon, 01 Nov 2010 23:11:40 +0100</lastBuildDate>
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		<item>
		<title>Von: Bluejax.net &#187; Aktueller Artikel &#187; Ilmenau: Tod in der Polizei-Zelle – Thüringer Innenpolitik am Abgrund</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2006/03/13/traurig-aber-wahr-rassismus-in-discotheken-alltag-in-thuringen/comment-page-1/#comment-32982</link>
		<dc:creator>Bluejax.net &#187; Aktueller Artikel &#187; Ilmenau: Tod in der Polizei-Zelle – Thüringer Innenpolitik am Abgrund</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 21:41:20 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] 2.0: Braune Trojaner in T&#8230;re in Linke, SPD &#38; Jusos Traurig aber wahr: Rassismus i&#8230;heken &#8211; Alltag in Thüringen!? Schockierende Studien-Ergebnis&#8230;eindlichkeit in Thüringen?!?! Studentische Initiative gegen [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Index Fund</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2006/03/13/traurig-aber-wahr-rassismus-in-discotheken-alltag-in-thuringen/comment-page-1/#comment-25005</link>
		<dc:creator>Index Fund</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Feb 2008 21:13:05 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Going global through mutual funds...&lt;/strong&gt;

There are more than 13500 different publicly traded companies in the world today, and there are over 700 more companies expected to go public within a year. In addition, every major developed country offers investors various bonds to invest in. All of ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Going global through mutual funds&#8230;</strong></p>
<p>There are more than 13500 different publicly traded companies in the world today, and there are over 700 more companies expected to go public within a year. In addition, every major developed country offers investors various bonds to invest in. All of &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter Hebstreit</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2006/03/13/traurig-aber-wahr-rassismus-in-discotheken-alltag-in-thuringen/comment-page-1/#comment-8210</link>
		<dc:creator>Peter Hebstreit</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Mar 2007 13:14:04 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Bluejax, 
kann es sein, dass du auf &quot;zu vielen Hochzeiten&quot; zu tanzen versuchst?
Im Interesse einer guten Kommunikation wäre es doch wünschenswert, wenn du in deinen Foren etwas mehr präsent wärest - oder? Es ist jedenfalls nicht sehr interessant, wenn man seine Gedanken in einem Niemandsland hinterlässt, so ganz ohne Feedback ... kann es sein, dass du dich selbst überforderst? Das &quot;Leben zu meistern&quot; braucht immer auch das &quot;Dosieren erlernen&quot; ...

Gruß Peter.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Bluejax,<br />
kann es sein, dass du auf &#8220;zu vielen Hochzeiten&#8221; zu tanzen versuchst?<br />
Im Interesse einer guten Kommunikation wäre es doch wünschenswert, wenn du in deinen Foren etwas mehr präsent wärest &#8211; oder? Es ist jedenfalls nicht sehr interessant, wenn man seine Gedanken in einem Niemandsland hinterlässt, so ganz ohne Feedback &#8230; kann es sein, dass du dich selbst überforderst? Das &#8220;Leben zu meistern&#8221; braucht immer auch das &#8220;Dosieren erlernen&#8221; &#8230;</p>
<p>Gruß Peter.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter Hebstreit</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2006/03/13/traurig-aber-wahr-rassismus-in-discotheken-alltag-in-thuringen/comment-page-1/#comment-7602</link>
		<dc:creator>Peter Hebstreit</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Feb 2007 15:48:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bluejax.net/?p=73#comment-7602</guid>
		<description>Grundsätzlich finde ich es beschissen, dass Menschen wegen Hautfarbe, Religion oder sonstigen Merkmalen, die sie von &quot;Deutschen&quot; unterscheiden, diskriminiert werden. In Stuttgart, wo ich wohne, gibt es fast 40% Einwohner, die nicht im herkömmlichen Sinn &quot;Deutsche&quot; sind bzw. schon immer waren, und die haben auch das Nachtleben - das vorher ziemlich provinziell war - sehr bereichert. 
Trotzdem sollte man das etwas gelassener sehen, und mich stört es nicht, wenn manche Leute lieber unter ihresgleichen bleiben wollen. Ich habe hier in S. aber noch nie erlebt, dass etwa die (früheren) Italiener, Spanier oder Griechen, eigentlich alle, die hier leben und arbeiten wollen und aus anderen Ländern kamen, etwas gegen &quot;Deutsche&quot; hätten; die freuen sich, wenn man ihre Gastfreundlichkeit genießen möchte. Nur die Muslime haben da oft etwas speziellere Vorstellungen von &quot;geselligem&quot; Beisammensein, und das liegt wohl auch daran, dass sie nur selten Alkohol trinken -  weil es ihnen der Prophet Mohammed verboten habe. Doch das zu respektieren, fällt mir nicht schwer, und ihre Gaststätten haben die besten Tees und sehr exqusite und exotische Speisen, mal was anderes als Maultaschen oder Spaghetti.
Dass es in Thüringen noch nicht so ist, liegt wohl daran, dass sich die ehemaligen DDR-Bürger erst mal an &quot;Fremde&quot; gewöhnen müssen. So wie sich auch die Spanier oder Italiener und andere, die ein Deutscher als Urlauber in deren Ländern besucht, manchmal sehr gewöhnungsbedürftig sind, wenn er mit überquellendem Fettwanst und Boxershorts in die ausländischen Urlaubsorte einfällt und sich - wie auf Mallorca - ins Koma säuft. Als ob sein Geld ihm das Recht gäbe, sich so benehmen zu dürfen, wie er es will, ohne Rücksicht auf die einheimischen Sitten. 
Ich habe mehr als zehn Jahre in Andalusien und auf Lanzarote gelebt, kenne von meinen Reisen so ziemlich die ganze Welt, war dann also auch zunächst mal ein &quot;Fremder&quot; - und es sollte wirklich nicht zu viel verlangt sein, dass man sich etwas an die Sitten und Gebräuche des Gastgeberlandes anpasst. Wie gesagt: Man sollte das etwas gelassener sehen ...

Hier ein Kapitel aus meinem neuen Reiseroman, das voll zu diesem Thema passt, bitte respektiert, dass alle Rechte daran bei mir sind. Viel Spaß beim Lesen:

IM HAMMAM
 
THEY’LL STONE YA WHEN YOU’RE TRYIN’ TO MAKE A BUCK.
THEY’LL STONE YA AND THEN THEY’ SAY “GOOD LUCK”

Bob Dylan

An diesem Vormittag waren im Hammam nur ein paar alte Männer, die, als ich das kuppelüberdachte Foyer des Saunabades betrat, gerade Sebsis rauchten und sich leise unterhielten. Es roch hier wie immer nach der Mischung aus Minzetee, Duftwässern und Kif. 
Omar, der Bademeister, begrüßte mich herzlich; ich war einer der wenigen Nichtmarokkaner, der den Weg in sein Schwitzbad fand, und er kannte meinen Körper fast besser als ich selber. Das schummrige Licht in den Räumen, die durch die feuchte Luft gedämpften Geräusche und vor allem seine kunstvolle Massage, all dies versetzte mich schnell in den angenehmen Zustand zwischen Wachsein und Traum - hellwach und träumend zugleich. In ein großes Handtuch gehüllt, legte ich mich danach auf eine der Liegen im Foyer. Während ich Tee trank und einige Sebsis mit den Alten rauchte, verschwand jeglicher Gedanke aus meinem Kopf - und bevor die japanische Reisegruppe unsere friedliche Stimmung gewaltsam beendete, hätte ich nicht sagen können, wie lange schon mein Blick die farbig leuchtenden Lichtmuster begleitet habe, die durch die bunte Glaskuppel über Wände und Boden wanderten, sich in den wunderbaren alten Mosaiken der Kacheln widerspiegelten und dort ihre fantastischen Bilder zeichneten ...
 
Als plötzlich die große Pforte des Badehauses aufgestoßen wurde, lauter Straßenlärm die Stille penetrierte und schwitzende Fremde mit riesigen Taschen und umfangreichem fotografischen Equipment hereindrängten, allen voran ihr Führer mit einer langstieligen Fahne, war alles Meditative erst mal von den unangenehmeren Ausprägungen der Gegenwartskultur dominiert - die Touristen waren voll auf dem „Marokko in 24 Stunden“-Trip, aufgeregt und hektisch. 
Doch es ist Gesetz maghrebinischer Gastfreundlichkeit, auch in einem Hammam noch zu lächeln, wenn bereits archaische Reflexe der Verachtung an die Oberfläche des zivilisierten Benehmens drängen. Ein solches schienen die Nipponesen nur bei sich zu Hause für angemessen zu halten, denn sie knipsten jetzt - ohne weitere Hinterfragung der vorgefundenen Situation - hemmungslos mit ihren Blitzlichtern in unsere dämmrige Siesta hinein. Und derartige Heimsuchung erfuhr man hier offensichtlich nicht das erste Mal - die weitere Entwicklung des Geschehens belegte es.
Wie zu erwarten war, baten die eiligen Fotografen irgendwann darum, sich mit uns fotografieren zu dürfen. Was ihnen - autorisiert durch ein Augenzwinkern von Omar - der Älteste der Männer mit großzügiger Geste gestattete. Nicht jedoch ohne des Allerhöchsten Namen zu erwähnen, auch das Wort Bakschisch. Und einer der schwarzen Gummieimer neben dem Eingang, mit denen der Bademeister sonst kaltes und heißes Wasser über seine Gäste gießt, war dann tatsächlich beinahe halb voll mit Dollar- und Dirham-Scheinen. 
Jedenfalls drängten und schoben sich nun die Japanesen nacheinander zwischen uns, legten sich auf den Marmorboden zu womöglich exotisch gemeintem Arrangement, diskutierten dabei heftig über Belichtungszeiten und alternative Positionierungen, Platzierungen und Perspektiven - und vergaßen darüber vollkommen ihre Umgebung, fingen sogar an, die von Omar wohlbedachte Ordnung der Liegemöbel und Tische im Foyer neu zu definieren. Die ansonsten unter dem Gipfel des Fujijama lebenden und durchaus nicht immer nur lächelnden Insulaner waren offensichtlich auf der Suche nach dem ultimativen, dem perfekten Bild – nach jenem, das sie im Heimatland fast aller lebenden und toten Fotografen berühmt machen würde.

Ich bemerkte, dass sich Omar und die bekifften Alten sehr beherrschen mussten, ihre humorigen Reflexe zu unterdrücken, die sie zu übermannen drohten. Wie sehr sie trotzdem versuchten, die von den gelblichblassen Ausländern erwartete würdevolle marokkanische Folklore zu interpretieren - sogar dann noch, als schon ihre Hand mit dem Streichholz zitterte, mit dem sie ihre Sebsis anzünden wollten, sie sich am Rauch verschluckten, darum husten mussten und dabei ein volles Teeglas zu Boden ging - was ihrem schmerzenden Zwerchfell wenigstens kurze Entspannung schenkte. Weil es ein gewisses Gelächter erlaubte - in das die höflichen Fremden gleich ihr um Verzeihung bittendes Kichern mischten. Und erst als einer der so mühevoll sublimierenden Muselmanen – in diesem Moment dachte ich ohne größeren Respekt an den rustikalen Martin Luther – die vom Kif geschwängerte Atemluft im Badehaus um eine sozusagen original-anale Nuance bereicherte, sein Nachbar laut rülpste und ihm darum – man suchte eben Authentisches, vor allem, wenn es den eigenen Sitten und Traditionen ähnelte – der Reiseführer das Megafon vor den Mund hielt, mit dem er sonst seiner Gruppe die Kultur anderer Länder erklärt, erst dann wollten und konnten sich Omar und die Alten nicht mehr beherrschen und ihre wahre Bewertung des Geschehens verheimlichen. Sie sprangen von den Liegen und tanzten durch das Foyer, wirbelten in ihren weiß wehenden Gewändern wie Derwische in einem Hammam, schüttelten bei der Gelegenheit ihre feuchten Handtücher aus und schwangen diese leidenschaftlich um ihre Fes-bemützten Häupter, sangen jene auch in Japan mit den Sufis assoziierten, die uralt-mythischen, bekanntermaßen geheimnisvollen und rätselhaften Weisen. Und animierten den - darob stolzen, aber stark transpirierenden - Reiseleiter dazu, an ihrem frommen Tun teilzuhaben. 
Darum wurde der Schwitzende nun zur Marionette in einer einzigartigen Manifestation muselmanischen Humors - nur indirekt vergleichbar vielleicht mit den deutschen Hausfrauen, die sich unter Einfluss von Raki und noch dazu im türkischen oder ägyptischen Ausland dazu hinreißen lassen, in aller Öffentlichkeit mit nacktem Bauche zu tanzen. Es war die reine Freude, ihm dabei zuzusehen – obwohl sein Tanz mehr an den des Alexis Sorbas erinnerte, an den Sirtaki, zu dem einst Anthony Quinn tanzte, der Virile. 
Zeuge jedoch des Fahnenträgers Ekstase zu werden, hätten die von ihm hastig durch den marokkanischen Alltag Geführten ganz gewiss nicht erwarten dürfen. Weshalb jetzt die allerletzten Blitzlichter verbraucht wurden - bis die gesamte Gruppe, so überraschend wie sie gekommen war, wieder verschwand. Mitsamt ihrem erschöpften Führer. Der in der Hektik des Aufbruchs die lange Fahne vergaß, welche ansonsten Richtung und Weg gewiesen hätte - man durfte nur hoffen, dass es den Fotografen gelang, einigermaßen komplett ebenso die anderen Sehenswürdigkeiten auf ihrer Liste abzuhaken. Zu denen ich jetzt gehörte. Weil man mich – mit dem braun gebrannten Gesicht und dem Handtuch um den Kopf, wahrscheinlich aber wegen der langen Nase - für einen hiesigen, auf jeden Fall nichtjapanischen Eingeborenen gehalten hatte.

Es brauchte einige Zeit und noch mehr Sebsis, bis Omar und die Alten wieder in ihrer Wirklichkeit waren. Stille kehrte ein in den Hammam. Nur einer der kiffenden Muselmanen kommentierte noch schläfrig: 
„Die Armen hatten weniger Zeit als wir.“ 
Weshalb der andere - nach einigen Minuten - sagte: 
„Ja - sie trugen teure Uhren.“
Und der Dritte der Müden murmelte: 
„Es gibt eben nur einen Gott, und der ist der Größte von allen – Allahu Akbar!“</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Grundsätzlich finde ich es beschissen, dass Menschen wegen Hautfarbe, Religion oder sonstigen Merkmalen, die sie von &#8220;Deutschen&#8221; unterscheiden, diskriminiert werden. In Stuttgart, wo ich wohne, gibt es fast 40% Einwohner, die nicht im herkömmlichen Sinn &#8220;Deutsche&#8221; sind bzw. schon immer waren, und die haben auch das Nachtleben &#8211; das vorher ziemlich provinziell war &#8211; sehr bereichert.<br />
Trotzdem sollte man das etwas gelassener sehen, und mich stört es nicht, wenn manche Leute lieber unter ihresgleichen bleiben wollen. Ich habe hier in S. aber noch nie erlebt, dass etwa die (früheren) Italiener, Spanier oder Griechen, eigentlich alle, die hier leben und arbeiten wollen und aus anderen Ländern kamen, etwas gegen &#8220;Deutsche&#8221; hätten; die freuen sich, wenn man ihre Gastfreundlichkeit genießen möchte. Nur die Muslime haben da oft etwas speziellere Vorstellungen von &#8220;geselligem&#8221; Beisammensein, und das liegt wohl auch daran, dass sie nur selten Alkohol trinken &#8211;  weil es ihnen der Prophet Mohammed verboten habe. Doch das zu respektieren, fällt mir nicht schwer, und ihre Gaststätten haben die besten Tees und sehr exqusite und exotische Speisen, mal was anderes als Maultaschen oder Spaghetti.<br />
Dass es in Thüringen noch nicht so ist, liegt wohl daran, dass sich die ehemaligen DDR-Bürger erst mal an &#8220;Fremde&#8221; gewöhnen müssen. So wie sich auch die Spanier oder Italiener und andere, die ein Deutscher als Urlauber in deren Ländern besucht, manchmal sehr gewöhnungsbedürftig sind, wenn er mit überquellendem Fettwanst und Boxershorts in die ausländischen Urlaubsorte einfällt und sich &#8211; wie auf Mallorca &#8211; ins Koma säuft. Als ob sein Geld ihm das Recht gäbe, sich so benehmen zu dürfen, wie er es will, ohne Rücksicht auf die einheimischen Sitten.<br />
Ich habe mehr als zehn Jahre in Andalusien und auf Lanzarote gelebt, kenne von meinen Reisen so ziemlich die ganze Welt, war dann also auch zunächst mal ein &#8220;Fremder&#8221; &#8211; und es sollte wirklich nicht zu viel verlangt sein, dass man sich etwas an die Sitten und Gebräuche des Gastgeberlandes anpasst. Wie gesagt: Man sollte das etwas gelassener sehen &#8230;</p>
<p>Hier ein Kapitel aus meinem neuen Reiseroman, das voll zu diesem Thema passt, bitte respektiert, dass alle Rechte daran bei mir sind. Viel Spaß beim Lesen:</p>
<p>IM HAMMAM</p>
<p>THEY’LL STONE YA WHEN YOU’RE TRYIN’ TO MAKE A BUCK.<br />
THEY’LL STONE YA AND THEN THEY’ SAY “GOOD LUCK”</p>
<p>Bob Dylan</p>
<p>An diesem Vormittag waren im Hammam nur ein paar alte Männer, die, als ich das kuppelüberdachte Foyer des Saunabades betrat, gerade Sebsis rauchten und sich leise unterhielten. Es roch hier wie immer nach der Mischung aus Minzetee, Duftwässern und Kif.<br />
Omar, der Bademeister, begrüßte mich herzlich; ich war einer der wenigen Nichtmarokkaner, der den Weg in sein Schwitzbad fand, und er kannte meinen Körper fast besser als ich selber. Das schummrige Licht in den Räumen, die durch die feuchte Luft gedämpften Geräusche und vor allem seine kunstvolle Massage, all dies versetzte mich schnell in den angenehmen Zustand zwischen Wachsein und Traum &#8211; hellwach und träumend zugleich. In ein großes Handtuch gehüllt, legte ich mich danach auf eine der Liegen im Foyer. Während ich Tee trank und einige Sebsis mit den Alten rauchte, verschwand jeglicher Gedanke aus meinem Kopf &#8211; und bevor die japanische Reisegruppe unsere friedliche Stimmung gewaltsam beendete, hätte ich nicht sagen können, wie lange schon mein Blick die farbig leuchtenden Lichtmuster begleitet habe, die durch die bunte Glaskuppel über Wände und Boden wanderten, sich in den wunderbaren alten Mosaiken der Kacheln widerspiegelten und dort ihre fantastischen Bilder zeichneten &#8230;</p>
<p>Als plötzlich die große Pforte des Badehauses aufgestoßen wurde, lauter Straßenlärm die Stille penetrierte und schwitzende Fremde mit riesigen Taschen und umfangreichem fotografischen Equipment hereindrängten, allen voran ihr Führer mit einer langstieligen Fahne, war alles Meditative erst mal von den unangenehmeren Ausprägungen der Gegenwartskultur dominiert &#8211; die Touristen waren voll auf dem „Marokko in 24 Stunden“-Trip, aufgeregt und hektisch.<br />
Doch es ist Gesetz maghrebinischer Gastfreundlichkeit, auch in einem Hammam noch zu lächeln, wenn bereits archaische Reflexe der Verachtung an die Oberfläche des zivilisierten Benehmens drängen. Ein solches schienen die Nipponesen nur bei sich zu Hause für angemessen zu halten, denn sie knipsten jetzt &#8211; ohne weitere Hinterfragung der vorgefundenen Situation &#8211; hemmungslos mit ihren Blitzlichtern in unsere dämmrige Siesta hinein. Und derartige Heimsuchung erfuhr man hier offensichtlich nicht das erste Mal &#8211; die weitere Entwicklung des Geschehens belegte es.<br />
Wie zu erwarten war, baten die eiligen Fotografen irgendwann darum, sich mit uns fotografieren zu dürfen. Was ihnen &#8211; autorisiert durch ein Augenzwinkern von Omar &#8211; der Älteste der Männer mit großzügiger Geste gestattete. Nicht jedoch ohne des Allerhöchsten Namen zu erwähnen, auch das Wort Bakschisch. Und einer der schwarzen Gummieimer neben dem Eingang, mit denen der Bademeister sonst kaltes und heißes Wasser über seine Gäste gießt, war dann tatsächlich beinahe halb voll mit Dollar- und Dirham-Scheinen.<br />
Jedenfalls drängten und schoben sich nun die Japanesen nacheinander zwischen uns, legten sich auf den Marmorboden zu womöglich exotisch gemeintem Arrangement, diskutierten dabei heftig über Belichtungszeiten und alternative Positionierungen, Platzierungen und Perspektiven &#8211; und vergaßen darüber vollkommen ihre Umgebung, fingen sogar an, die von Omar wohlbedachte Ordnung der Liegemöbel und Tische im Foyer neu zu definieren. Die ansonsten unter dem Gipfel des Fujijama lebenden und durchaus nicht immer nur lächelnden Insulaner waren offensichtlich auf der Suche nach dem ultimativen, dem perfekten Bild – nach jenem, das sie im Heimatland fast aller lebenden und toten Fotografen berühmt machen würde.</p>
<p>Ich bemerkte, dass sich Omar und die bekifften Alten sehr beherrschen mussten, ihre humorigen Reflexe zu unterdrücken, die sie zu übermannen drohten. Wie sehr sie trotzdem versuchten, die von den gelblichblassen Ausländern erwartete würdevolle marokkanische Folklore zu interpretieren &#8211; sogar dann noch, als schon ihre Hand mit dem Streichholz zitterte, mit dem sie ihre Sebsis anzünden wollten, sie sich am Rauch verschluckten, darum husten mussten und dabei ein volles Teeglas zu Boden ging &#8211; was ihrem schmerzenden Zwerchfell wenigstens kurze Entspannung schenkte. Weil es ein gewisses Gelächter erlaubte &#8211; in das die höflichen Fremden gleich ihr um Verzeihung bittendes Kichern mischten. Und erst als einer der so mühevoll sublimierenden Muselmanen – in diesem Moment dachte ich ohne größeren Respekt an den rustikalen Martin Luther – die vom Kif geschwängerte Atemluft im Badehaus um eine sozusagen original-anale Nuance bereicherte, sein Nachbar laut rülpste und ihm darum – man suchte eben Authentisches, vor allem, wenn es den eigenen Sitten und Traditionen ähnelte – der Reiseführer das Megafon vor den Mund hielt, mit dem er sonst seiner Gruppe die Kultur anderer Länder erklärt, erst dann wollten und konnten sich Omar und die Alten nicht mehr beherrschen und ihre wahre Bewertung des Geschehens verheimlichen. Sie sprangen von den Liegen und tanzten durch das Foyer, wirbelten in ihren weiß wehenden Gewändern wie Derwische in einem Hammam, schüttelten bei der Gelegenheit ihre feuchten Handtücher aus und schwangen diese leidenschaftlich um ihre Fes-bemützten Häupter, sangen jene auch in Japan mit den Sufis assoziierten, die uralt-mythischen, bekanntermaßen geheimnisvollen und rätselhaften Weisen. Und animierten den &#8211; darob stolzen, aber stark transpirierenden &#8211; Reiseleiter dazu, an ihrem frommen Tun teilzuhaben.<br />
Darum wurde der Schwitzende nun zur Marionette in einer einzigartigen Manifestation muselmanischen Humors &#8211; nur indirekt vergleichbar vielleicht mit den deutschen Hausfrauen, die sich unter Einfluss von Raki und noch dazu im türkischen oder ägyptischen Ausland dazu hinreißen lassen, in aller Öffentlichkeit mit nacktem Bauche zu tanzen. Es war die reine Freude, ihm dabei zuzusehen – obwohl sein Tanz mehr an den des Alexis Sorbas erinnerte, an den Sirtaki, zu dem einst Anthony Quinn tanzte, der Virile.<br />
Zeuge jedoch des Fahnenträgers Ekstase zu werden, hätten die von ihm hastig durch den marokkanischen Alltag Geführten ganz gewiss nicht erwarten dürfen. Weshalb jetzt die allerletzten Blitzlichter verbraucht wurden &#8211; bis die gesamte Gruppe, so überraschend wie sie gekommen war, wieder verschwand. Mitsamt ihrem erschöpften Führer. Der in der Hektik des Aufbruchs die lange Fahne vergaß, welche ansonsten Richtung und Weg gewiesen hätte &#8211; man durfte nur hoffen, dass es den Fotografen gelang, einigermaßen komplett ebenso die anderen Sehenswürdigkeiten auf ihrer Liste abzuhaken. Zu denen ich jetzt gehörte. Weil man mich – mit dem braun gebrannten Gesicht und dem Handtuch um den Kopf, wahrscheinlich aber wegen der langen Nase &#8211; für einen hiesigen, auf jeden Fall nichtjapanischen Eingeborenen gehalten hatte.</p>
<p>Es brauchte einige Zeit und noch mehr Sebsis, bis Omar und die Alten wieder in ihrer Wirklichkeit waren. Stille kehrte ein in den Hammam. Nur einer der kiffenden Muselmanen kommentierte noch schläfrig:<br />
„Die Armen hatten weniger Zeit als wir.“<br />
Weshalb der andere &#8211; nach einigen Minuten &#8211; sagte:<br />
„Ja &#8211; sie trugen teure Uhren.“<br />
Und der Dritte der Müden murmelte:<br />
„Es gibt eben nur einen Gott, und der ist der Größte von allen – Allahu Akbar!“</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bluejax &#187; Konfrontation statt Dialog: Blogger gegen Universität – Wie zuviel Eifer schnell über das Ziel hinausschießen kann</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2006/03/13/traurig-aber-wahr-rassismus-in-discotheken-alltag-in-thuringen/comment-page-1/#comment-7568</link>
		<dc:creator>Bluejax &#187; Konfrontation statt Dialog: Blogger gegen Universität – Wie zuviel Eifer schnell über das Ziel hinausschießen kann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Feb 2007 22:34:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bluejax.net/?p=73#comment-7568</guid>
		<description>[...] Man war brüskiert und warf uns vor, wir würden übertreiben. Was uns eigentlich einfiele solch eine Sendung zu machen, mussten wir uns anhören. Ilmenau sei ein Vorbild an Toleranz, ein Problem mit Rassismus und Rechtsextremismus gäbe es weder in Ilmenau noch in Thüringen. (Quelle: Bluejax.net) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Man war brüskiert und warf uns vor, wir würden übertreiben. Was uns eigentlich einfiele solch eine Sendung zu machen, mussten wir uns anhören. Ilmenau sei ein Vorbild an Toleranz, ein Problem mit Rassismus und Rechtsextremismus gäbe es weder in Ilmenau noch in Thüringen. (Quelle: Bluejax.net) [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jay</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2006/03/13/traurig-aber-wahr-rassismus-in-discotheken-alltag-in-thuringen/comment-page-1/#comment-2532</link>
		<dc:creator>jay</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2006 00:36:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bluejax.net/?p=73#comment-2532</guid>
		<description>hi.
ich hbabe das gerade gelesen und kann nur lachen.
ich war schon oft im stern in sonneberg, und dass das da hängt hat sinn. türkische mitbürger haben den laden schon 2 mal zerlegt und messerstechereien angefangen - und von den ausländern her sind nur türken drinnen. vielleicht mal amerikaner und italiener, aber die türken machen die masse. 

außerdem ist es ausländern NICHT verboten. die müssen sich lediglich bei der geschäftsleitung registrieren. 

super recherche. vielleicht erstmal genau nachfragen, bevor man scheiß schreibt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hi.<br />
ich hbabe das gerade gelesen und kann nur lachen.<br />
ich war schon oft im stern in sonneberg, und dass das da hängt hat sinn. türkische mitbürger haben den laden schon 2 mal zerlegt und messerstechereien angefangen &#8211; und von den ausländern her sind nur türken drinnen. vielleicht mal amerikaner und italiener, aber die türken machen die masse. </p>
<p>außerdem ist es ausländern NICHT verboten. die müssen sich lediglich bei der geschäftsleitung registrieren. </p>
<p>super recherche. vielleicht erstmal genau nachfragen, bevor man scheiß schreibt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bluejax &#187; Augen zu und durch – Schlechte Quoten mit Rechtsextremismus</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2006/03/13/traurig-aber-wahr-rassismus-in-discotheken-alltag-in-thuringen/comment-page-1/#comment-59</link>
		<dc:creator>Bluejax &#187; Augen zu und durch – Schlechte Quoten mit Rechtsextremismus</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Apr 2006 19:38:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bluejax.net/?p=73#comment-59</guid>
		<description>[...] Ein schönes Beispiel dafür, wie in Thüringen mit Rechtsextremismus umgegangen wird und auch dafür, wie die hiesige Berichterstattung dazu ausfällt! Dazu passt auch, dass einige Abgeordnete der Stadt Ilmenau sowie der Universität versuchten die Ausstrahlung einer Fernsehsendung zu verhindern, die wir Studenten zum Thema Rassismus im Ilmenauer Studentenfernsehen sendeten. (siehe dazu auch „Studentische Initiative gegen Rassismus und Rechtsextremismus – Diskussion auf dem Campus Ilmenau“ und „Traurig aber wahr: Rassismus in Discotheken - Alltag in Thüringen!?“; bluejax.net) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Ein schönes Beispiel dafür, wie in Thüringen mit Rechtsextremismus umgegangen wird und auch dafür, wie die hiesige Berichterstattung dazu ausfällt! Dazu passt auch, dass einige Abgeordnete der Stadt Ilmenau sowie der Universität versuchten die Ausstrahlung einer Fernsehsendung zu verhindern, die wir Studenten zum Thema Rassismus im Ilmenauer Studentenfernsehen sendeten. (siehe dazu auch „Studentische Initiative gegen Rassismus und Rechtsextremismus – Diskussion auf dem Campus Ilmenau“ und „Traurig aber wahr: Rassismus in Discotheken &#8211; Alltag in Thüringen!?“; bluejax.net) [...]</p>
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		<title>Von: Bluejax &#187; In eigener Sache: Vielen Dank „Mut Gegen Rechte Gewalt! – Dein Zeichen GEGEN Rechts</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2006/03/13/traurig-aber-wahr-rassismus-in-discotheken-alltag-in-thuringen/comment-page-1/#comment-24</link>
		<dc:creator>Bluejax &#187; In eigener Sache: Vielen Dank „Mut Gegen Rechte Gewalt! – Dein Zeichen GEGEN Rechts</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Mar 2006 17:37:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bluejax.net/?p=73#comment-24</guid>
		<description>[...] Dann am 01. März habe ich einen Artikel bei „Mut Gegen Rechte Gewalt“  gelesen, in dem es um die rassistischen Einlassbedingungen einer Diskothek in Sonneberg (Thüringen) ging. Da ich von dem Fall bereits gehört hatte und auch schon mal damit beschäftigte, schrieb auch ich einen Artikel dazu. Und wieder einmal war es Holger Kulick der meinen Artikel las und Links zu meinem Blog setzte. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Dann am 01. März habe ich einen Artikel bei „Mut Gegen Rechte Gewalt“  gelesen, in dem es um die rassistischen Einlassbedingungen einer Diskothek in Sonneberg (Thüringen) ging. Da ich von dem Fall bereits gehört hatte und auch schon mal damit beschäftigte, schrieb auch ich einen Artikel dazu. Und wieder einmal war es Holger Kulick der meinen Artikel las und Links zu meinem Blog setzte. [...]</p>
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